Gewinnen durch Gemüse

Rot oder grün, aber immer gesund

published: 12.09.2005

Paprika ist eine echte Vitamin C-Bombe, sekundäre Pflanzenstoffe sind Carotinoide und Flavonoide.  (Foto: Public Address) Paprika ist eine echte Vitamin C-Bombe, sekundäre Pflanzenstoffe sind Carotinoide und Flavonoide. (Foto: Public Address)

Das Geheimnis der Paprika
Die Menschen in Südeuropa haben es gut: Sie haben seltener mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, sie erkranken seltener und besseres Wetter haben sie in der Regel auch noch. Gegen die Wetterverhältnisse bei uns ist leider noch kein Kraut gewachsen, gegen die anderen beiden Probleme sehr wohl. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass es die Ernährung ist, die den Unterschied macht: Südeuropäer essen viel mehr Obst und Gemüse als wir Nordlichter. Klar weiß auch bei uns inzwischen jedes Kind, dass Obst und Gemüse auf dem täglichen Speiseplan stehen sollten, aber warum Früchte, Salat und Co. uns gesünder und leistungsfähiger machen, weiß kaum jemand. Neben Vitaminen und Mineralstoffen, haben Paprika und andere Gemüsesorten unter ihrer Schale noch ein Geheimnis, das sie zu echten Siegertypen auf der Ernährungshitliste macht: die sekundären Pflanzenstoffe.

Gesundheit auf Italienisch: Rucola
Rucola, im Deutschen auch Rauke genannt, nimmt immer öfter Platz auf deutschen Tellern. Kein Wunder, denn der leicht nussige Geschmack der grünen Blätter schmeckt zu vielen Gerichten oder in einem einfachen Salat besonders gut. Rucola hat einen sehr hohen Gehalt an Beta-Carotin und Glucosinolaten. Diese sekundären Pflanzenstoffe helfen dem Immunsystem, den Körper zu schützen. Bei der Zubereitung sollten besonders gesundheitsbewusste Menschen die Stiele abschneiden, denn in ihnen kann Nitrat gespeichert sein. Im menschlichen Körper werden diese zum Teil in gesundheitsschädliche Nitrite umgewandelt.

Rot oder grün, aber immer gesund: Kohl
Folsäure, Vitamin C, Vitamin E, B-Vitamine und Beta-Carotin machen Kohlgemüse, wie beispielsweise Grün-, Blumen-, oder Rotkohl. Eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen wie beispielsweise Glucosinolate, Carotinoide, Flavonoide und Ballaststoffe sorgen für das Plus an Gesundheit. Natürlich dürfen auch Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium und Zink nicht fehlen. Brokkoli gehört ebenfalls zu den Kohl-Gemüsen und kann sogar auf einen höheren Vitamingehalt als beispielsweise Blumenkohl verweisen.

Klein, aber ganz schön clever: Erbsen
Die runden, grünen Dinger sind prall gefüllt mit B-Vitaminen, Mineralstoffen (wie Kalium, Eisen und Zink) sowie Eiweiß. Auch sekundäre Pflanzenstoffe machen die Erbse zu einem echten Power-Food: Saponine und Phytosterine sorgen für Schutz der Körperzellen und halten den Menschen fit.

Leuchtend gelb und sehr gesund: Mais
Eiweiß, B-Vitamine, Kalium, Magnesium, Zink und Pantothensäure sind die Inhaltsstoffe, die Mais so gesund machen. Durch seinen hohen Saccharose-Gehalt bekommt der Mais seinen süßlichen Geschmack.

Saisongemüse und Arzneimittel: Spargel
Hast du gewusst, dass Spargel früher als Heilmittel galt, das im amtlichen Arzneibuch vermerkt war?! Daher auch sein botanischer Name: “Asparagus Officinalis”. Dabei besteht das weiße oder grüne Gemüse zu etwa 95 Prozent aus Wasser und besitzt wenig Eiweiß, enthalt jedoch viele Ballaststoffe, die den Stoffwechsel ankurbeln, viele B-Vitamine, Folsäure und eine gehörige Portion Vitamin C. Hinzu kommen noch lebenswichtige Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium. Auch wenn es um die sekundären Pflanzenstoffe geht, ist der Spargel ein echtes Gewinner-Gemüse: Seine Saponine halten die Zellen gesund und sorgen für körperliche und geistige Fitness.

Gurkenähnlich und kräftig im Geschmack: Zucchini
Wie fast alle Gemüsesorten sind auch Zucchini sehr kalorienarm und liefern jede Menge gesunde Nährstoffe, darunter beispielsweise Kalium, Provitamin A und Provitamin B1.

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe überhaupt?
Sekundäre Pflanzenstoffe heißen nicht so, weil sie zweitrangig sind. Ganz im Gegenteil: Wenn es um unsere Gesundheit und Fitness geht, haben sie sogar die Nase vorn. Die Bezeichnung "sekundär" bezieht sich vielmehr darauf, das diese Pflanzenstoffe keinen direkt Einfluss auf das Wachstum der Pflanze haben. Die Wissenschaftler forschten lange, um herauszufinden, wofür diese Stoffe überhaupt gut sind, doch in den letzten Jahren ist ihre Bedeutung fast vollständig geklärt worden. Sie schützen die Pflanzen - sei es nun vor Sonneneinstrahlung oder Fressfeinden und somit auch den Menschen, wenn dieser reichlich Obst und Gemüse zu sich nimmt. Außerdem sind sie für die leuchtenden Blütenfarben, die für die Fortpflanzung der Pflanzen wichtig sind, verantwortlich. Die meisten sekundären Pflanzenstoffe sind fettlöslich. Der Körper kann sie also besser aufnehmen, wenn man beispielsweise etwas Öl dazu gibt.

Welche sekundären Pflanzenstoffe gibt es?
Die Wissenschaft hat bisher über 30.000 sekundäre Pflanzenstoffe entdeckt und in zehn Gruppen zusammengefasst. Da gibt es beispielsweise die so genannten Phytoöstrogene, Phytinsäure und Protease-Inhibitoren. Sie schützen vor Krebserkrankungen und halten den Kreislauf stabil. Saponine stärken die Immunabwehr, senken den Cholesterinspiegel und schützen vor Krebserkrankungen. Glucosinolate helfen den Pflanzen, sich vor Fressfeinden zu schützen, dem Menschen bieten sie Schutz vor Infekten. Auch Flavonoide gehören zu den Tausenden Pflanzenstoffen, die dem Körper gut tun. Sie unterstützen unter anderem die biologische Aktivität von Vitamin C.

Es muss mehr Gemüse auf den Tisch
Beim Obstverzehr kommen viele Deutsche sogar schon auf die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen 300 Gramm Obst täglich. Nur beim Gemüse hapert es noch. Sind doch 340 Gramm empfohlen, schaffen es viele Bundesbürger nur auf 230 Gramm pro Tag. Ein ganz schön mickriger Wert, wenn man bedenkt, dass Spanier und Griechen im Durchschnitt das Dreifache zu sich nehmen. Dabei steckt gerade in Gemüse das, was uns gesund, fit und schön hält.

Die Fit-Macher
Scoolz hat verschiedenen Gemüsesorten einmal genau unter die Schale geschaut und entdeckt, welche Vitamine, Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sich darunter verstecken.

Knallrot und supergesund: Tomaten
17 Kilo werden pro Jahr und Kopf durchschnittlich in Deutschland verputzt und das ist auch gut so. Denn das rote Gemüse ist kalorienarm und gleichzeitig reich an vielen wichtigen Nährstoffen, wie beispielsweise Kalium, Vitamin C und Provitamin A. Die in Tomaten enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind beispielsweise Flavonoide, Lycopine und Carotinoide. Aber Vorsicht: In grünen Tomaten ist das giftige Solanin enthalten. Also nur zu den roten Vitaminspendern greifen! Das sehr gesunde Lycopin kann seine Wirkung in Tomatensaft, -ketchup, und –mark voll entfalten.Es wirkt vor allem krebsvorbeugend. Deswegen öfter mal Spaghetti mit Tomatensoße essen.

Knackiger Schutz: Möhren
Möhren haben viele Namen: Karotten, Wurzeln oder Rüben und sind, wenn es um das Nährstoffkonto geht, echte Millionäre. Kaum ein Gemüse enthalt soviel Carotin, das die Haut schützt und wichtig für die Gesundheit von Augen und Haaren ist. Ebenfalls auf dem Konto: Kalium, Phosphor, Eisen, B-Vitamine und Vitamin C. Dabei haben 100 Gramm gerade mal 35 Kalorien.

Fitness in Ampelfarben: Paprika
Paprika ist eine echte Vitamin C-Bombe, denn kein anderes Gemüse liefert soviel von dem gesunden Vitamin. Sekundäre Pflanzenstoffe, die Paprika so gesund machen, sind Carotinoide und Flavonoide. Rote Paprika enthält außerdem Provitamin A, Vitamin E und Vitamin B6. Grüne Paprika hat noch weniger Kalorien als rote, nämlich 14 pro 100 Gramm.

Klein und scharf auf Gesundheit: Radieschen
Sie schmecken scharf, haben einen hohen Wassergehalt und sind echte Alleskönner: Radieschen enthalten gesundes Senföl, das für den würzigen Geschmack sorgt, Vitamin C, Vitamin B2 und zahlreiche Mineralstoffe. Auch die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sorgen für Gesundheit.

Lang, grün und gesund: Gurken
Mineralstoffe und Spurenelemente sind die Fit-Macher, die in Gurken stecken. Dabei enthält die Salatgurke viel Wasser und damit sehr wenig Kalorien.

Tolle Knollen: Kartoffeln
Die gelben Knollen enthalten jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Nicht umsonst wurden sie früher auch "Zitronen des Nordens" genannt, denn sie enthalten viel Vitamin C.

Dickkopf mit wertvollem Inhalt: Salat
Gerade Kopfsalat hat einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem enthält er Vitamin K, das für gesunde Knochen sorgt. Dabei ist es wichtig, den Salat erst kurz vor der Zubereitung zu waschen (das gilt übrigens für alle Gemüsesorten) und ihn nicht im Wasser liegen zu lassen, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe schnell verloren gehen.

Gesundheit auf Italienisch: Rucola
Rucola, im Deutschen auch Rauke genannt, nimmt immer öfter Platz auf deutschen Tellern. Kein Wunder, denn der leicht nussige Geschmack der grünen Blätter schmeckt zu vielen Gerichten oder in einem einfachen Salat besonders gut. Rucola hat einen sehr hohen Gehalt an Beta-Carotin und Glucosinolaten. Diese sekundären Pflanzenstoffe helfen dem Immunsystem, den Körper zu schützen. Bei der Zubereitung sollten besonders gesundheitsbewusste Menschen die Stiele abschneiden, denn in ihnen kann Nitrat gespeichert sein. Im menschlichen Körper werden diese zum Teil in gesundheitsschädliche Nitrite umgewandelt.

Rot oder grün, aber immer gesund: Kohl
Folsäure, Vitamin C, Vitamin E, B-Vitamine und Beta-Carotin machen Kohlgemüse, wie beispielsweise Grün-, Blumen-, oder Rotkohl. Eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen wie beispielsweise Glucosinolate, Carotinoide, Flavonoide und Ballaststoffe sorgen für das Plus an Gesundheit. Natürlich dürfen auch Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium und Zink nicht fehlen. Brokkoli gehört ebenfalls zu den Kohl-Gemüsen und kann sogar auf einen höheren Vitamingehalt als beispielsweise Blumenkohl verweisen.

Klein, aber ganz schön clever: Erbsen
Die runden, grünen Dinger sind prall gefüllt mit B-Vitaminen, Mineralstoffen (wie Kalium, Eisen und Zink) sowie Eiweiß. Auch sekundäre Pflanzenstoffe machen die Erbse zu einem echten Power-Food: Saponine und Phytosterine sorgen für Schutz der Körperzellen und halten den Menschen fit.

Leuchtend gelb und sehr gesund: Mais
Eiweiß, B-Vitamine, Kalium, Magnesium, Zink und Pantothensäure sind die Inhaltsstoffe, die Mais so gesund machen. Durch seinen hohen Saccharose-Gehalt bekommt der Mais seinen süßlichen Geschmack.

Saisongemüse und Arzneimittel: Spargel
Hast du gewusst, dass Spargel früher als Heilmittel galt, das im amtlichen Arzneibuch vermerkt war?! Daher auch sein botanischer Name: “Asparagus Officinalis”. Dabei besteht das weiße oder grüne Gemüse zu etwa 95 Prozent aus Wasser und besitzt wenig Eiweiß, enthalt jedoch viele Ballaststoffe, die den Stoffwechsel ankurbeln, viele B-Vitamine, Folsäure und eine gehörige Portion Vitamin C. Hinzu kommen noch lebenswichtige Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium. Auch wenn es um die sekundären Pflanzenstoffe geht, ist der Spargel ein echtes Gewinner-Gemüse: Seine Saponine halten die Zellen gesund und sorgen für körperliche und geistige Fitness.

Gurkenähnlich und kräftig im Geschmack: Zucchini
Wie fast alle Gemüsesorten sind auch Zucchini sehr kalorienarm und liefern jede Menge gesunde Nährstoffe, darunter beispielsweise Kalium, Provitamin A und Provitamin B1.

[TK]

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