Enttäuschungen wegstecken

Wie gehe ich mit Tiefschlägen um?

published: 13.09.2005

Wie gehst du mit den Schlaglöchern des Lebens um? (Foto: Kues/shutterstock.com) Wie gehst du mit den Schlaglöchern des Lebens um? (Foto: Kues/shutterstock.com)

Es kann so schnell kommen: Eben warst du noch fröhlich und unbeschwert, und dann dieser Hammer. Eine Enttäuschung. Eine schlechte Nachricht. Ein Schicksalsschlag. Jede/r von uns hat das schon mal erlebt. Doch wie geht man am besten damit um? Was tun, wenn man eine wichtige Klausur vergeigt hat? Was, wenn die große Liebe plötzlich Schluss macht? Wie komme ich damit klar, dass meine Oma gestorben ist? Was mache ich nach einem schweren Unfall? Dr. med. Karin Anderson weiß Rat.

* Gestern habe ich zufällig mitangehört, wie sich zwei “Freundinnen” von mir über mich unterhalten haben. Sie haben total über mich gelästert: Sie finden, ich würde blöde Klamotten tragen und hätte keine Ahnung, was cool sei. Was soll ich jetzt machen?
“Leider ist gegen Getratsche kein Kraut gewachsen. Besonders kränkend ist es natürlich, wenn jemand, dem du vertraust, hinter deinem Rücken abfällig und boshaft über dich redet. Du solltest dir überlegen, ob es das erste Mal ist, dass diese Mädchen sich so wenig freundschaftlich dir gegenüber verhalten haben, oder ob es vielleicht schon frühere Gelegenheiten gegeben hat, bei denen sie dir in den Rücken gefallen sind oder dich im Stich gelassen haben. Wenn es das erste Mal ist, kannst du die Freundschaft vielleicht retten, indem du die beiden auf den Vorfall ansprichst.
Suche das Gespräch
Du solltest den Freundinnen sagen, dass du ihre Bemerkungen mitangehört hast und dass du enttäuscht und traurig darüber bist. An ihrer Reaktion wirst du dann merken, ob sie betroffen sind, dir erklären können, was sie zu diesem Getratsche veranlasst hat, und ob es ihnen leid tut und sie sich bei dir entschuldigen möchten. Du wirst dann ja sehen, wie es dir mit ihrer Reaktion geht, ob du ihnen verzeihen kannst, oder das Gefühl hast, dass sie ihr Verhalten eigentlich in Ordnung finden und eher trotzig reagieren. Wenn eines oder beide Mädchen dir aber schon öfter Anlass gegeben haben, an ihrer Freundschaft zu zweifeln, musst du davon ausgehen, dass sie dir wirklich nicht besonders wohlgesonnen sind. Dann solltest du lieber auf Abstand zu ihnen gehen, und dir andere, vertrauenswürdige Freundinnen suchen.”

* Ich bin durch die Führerschein-Prüfung gefallen, weil ich eine rote Ampel überfahren habe. Jetzt habe ich Angst, dass mir beim zweiten Versuch etwas Ähnliches passiert. Wie kann ich dem vorbeugen?
“Ich kenne beinahe niemanden, der nicht beim ersten Mal durch die Führerscheinprüfung gerasselt ist. Besonders in Großstädten sind die Fahrprüfer sehr kritisch. Daher ist es wichtig, dass du dir erst mal klarmachst, dass es kein Zeichen für besondere Unfähigkeit oder Dummheit ist, wenn du bei der praktischen Fahrprüfung in der Aufregung Fehler machst, die dir während der Fahrstunden nie mehr unterlaufen sind. Ich würde dir raten, vor der nächsten Prüfung noch mal mehrere Fahrstunden zu nehmen, damit du in Übung bleibst und noch ein bisschen mehr Fahrpraxis erwirbst. Bitte deinen Fahrlehrer, mit dir in der Gegend zu üben oder die Strecke abzufahren, die bei den Prüfern besonders beliebt sind (er weiß das vermutlich), damit du besser mit den Besonderheiten dieser Strecke vertraut wirst.
Die Sache mit der roten Ampel wird dir sicher nicht ein zweites Mal passieren. Aber achte besonders auf die kritischen Punkte, die meiner Erfahrung nach bei der Fahrprüfung besonders ins Gewicht fallen. Das sind:
1. Halte dich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten!
2. Bring das Auto bei Stoppzeichen völlig zum Stehen, bevor du wieder anfährst, auch wenn du schon von weitem siehst, dass die Strecke völlig frei ist!
3. Achte auf eventuelle Radfahrer oder Fußgänger, wenn du rechts abbiegst!
4. Schau nicht nur in den Rück- und Seitenspiegel, wenn du dich links oder rechts einfädelst, sondern auch über die Schulter, denn ein anderes Fahrzeug könnte sich gerade im toten Winkel neben dir befinden!
Freundlich sein hilft
Und noch etwas: du kannst auch etwas dafür tun, dass dein Prüfer dir wohlgesonnen ist. Zieh dich so an, dass auch deine Großmutter finden würde, dass du ‚nett‘ aussiehst. Prüfer sind meistens eher konservativ! Sei freundlich und höflich und lächle den Prüfer bei der Begrüßung an. Sag ruhig, dass du etwas nervös bist und versuch nicht, cool zu tun. Besonders selbstsicheres Gehabe wird von manchen Prüfern mit: ‚Dem jungen Schnösel zeige ich es aber!‘ quittiert. Es ist eine Tatsache, dass missgünstige Prüfer jeden Prüfling durchfallen lassen können, indem sie ihn verwirren und auf Strecken fahren lassen, die besonders unübersichtliche und schwierige Verkehrsverhältnisse haben. Daher kommt es sehr wohl darauf an, wie du auf deinen Prüfer zugehst. Je sympathischer und bescheidener du wirkst, desto wohlwollender wird er sich bei deiner Prüfung verhalten.”

* Letzte Woche ist meine Oma gestorben und ich kann mit niemandem darüber reden. Ich vermisse sie sehr.
“Wenn jemand stirbt, den wir lieben, dauert es immer eine längere Zeit, bis wir unsere Trauer verarbeitet haben. Für diesen Prozess des Abschiednehmens gibt es einige Hilfen, die die Trennung etwas erleichtern. Am wichtigsten ist es, mit anderen über seine Gefühle zu reden. Wenn du dich niemandem aus deiner Familie anvertrauen willst, solltest du versuchen, jemanden außerhalb der Familie zu finden, mit dem du über deine Oma sprechen kannst. Gute Ratschläge brauchst du ja nicht, sondern nur jemanden, der bereit ist, dir zuzuhören und deine traurigen Gefühle auszuhalten. Wenn du keine Freunde hast, gegenüber denen du dich öffnen möchtest, überleg dir, ob vielleicht einer deiner Lehrer oder ein anderer Erwachsener, den du magst, dafür infrage kommt. Das Aussprechen von traurigen, verzweifelten, ärgerlichen oder schuldbewussten Gefühlen, die alle mit dem Tod einer geliebten Person zusammen hängen, ist eine echte Hilfe und würde es dir ermöglichen, dich mit der Beziehung zu deiner Oma auseinander zu setzen.
Loslassen ohne zu vergessen
Gut wäre es auch, deiner Oma einen Brief zu schreiben, der dir dabei helfen kann herauszufinden, was deine Oma für dich bedeutet, was du von ihr gelernt hast, wie sie dir ihre Liebe gezeigt hat und wie du sie erwidert hast. Wenn du keine Möglichkeit mehr hattest, vor ihrem Tod noch einmal mit ihr zu reden und von ihr Abschied zu nehmen, kannst du das in diesem Brief tun. Du kannst dir dabei auch Gedanken darüber machen, was du von ihr übernommen hast (Ansichten, Haltungen, Verhaltensweisen) oder ob du ihr in irgendwelchen Charaktereigenschaften ähnlich bist. Und du kannst dir vor Augen führen, was ihr beide zusammen erlebt und unternommen habt und was deine liebsten Erinnerungen an deine Oma sind.
Neben diesen ‚emotionalen Erinnerungen‘ gibt es natürlich auch die ganz konkreten Erinnerungsstücke - etwa Geschenke, die sie dir gegeben hat, und ihre Fotos, Briefe oder Postkarten, die du aufbewahrt hast. Vielleicht findest du ja auch noch etwas anderes, was dich immer an sie erinnern wird: Geschichten, die sie dir erzählt hat, oder das Rezept für ihren berühmten Heringssalat.
Wenn du all diese Dinge zusammenträgst, stärkst du dein innerliches Band an deine Oma, während du gleichzeitig loslässt. Sie wird dann für dich nicht fort sein, sondern alles Positive, was sie für dich bedeutet, bleibt als Erinnerung in dir bestehen. Die wird dich für immer begleiten. Verstorbene, die wir lieben, erscheinen uns oft auch in hilfreichen und tröstlichen Träumen. Die sollen uns ebenfalls dabei helfen, Abschied zu nehmen. Solltest du so einen Traum haben, schreib ihn dir auf und bewahre ihn mit den anderen Dingen, die dir von deiner Oma geblieben sind. Er ist ein wertvolles Geschenk.”

* Ich habe schon wieder eine Fünf in Englisch geschrieben, obwohl ich viel lerne. Was soll ich machen?
“Wenn du trotz all deiner Bemühungen in einem Fach Klassenarbeiten immer wieder verhaust, musst du dir unbedingt Hilfe suchen. Dein erster Schritt sollte dabei sein, deinen Fachlehrer um ein Gespräch zu bitten. Er kann deine Schwächen am besten beurteilen. Außerdem kann er dein wichtigster Verbündeter im Kampf um bessere Zensuren sein. Wenn du ihm zeigst, dass du interessiert bist und dich wirklich bemühen willst, wird er dich wohlwollender beurteilen und dich mehr fördern, als wenn er glaubt, dass dir sein Fach egal ist oder du einfach keine Lust zum Lernen hast.
Während du schlechte Matheleistungen am ehesten mit Nachhilfe (älterer Schüler, Student oder Schularbeitenhilfe) verbessern kannst, hast du bei einer Fremdsprache wie Englisch sehr viel mehr Möglichkeiten, die Sache aktiv anzugehen. Die allerbeste Gelegenheit dazu bietet natürlich der Aufenthalt im englischsprachigen Ausland, am besten in einer Familie. Sprich mit deinen Eltern über entsprechende Austauschprogramme (noch besser ist es, wenn sie von deiner Schule veranstaltet werden), und informiere dich gründlich darüber, wie die verschiedenen Angebote aussehen. Von so einem Auslandsaufenthalt wirst du nämlich nur dann profitieren, wenn du dich vor Ort nicht ständig mit anderen deutschen Austauschschülern triffst, sondern wirklich den ganzen Tag Englisch sprechen musst.


Ran an den Speck
Um sich in einer fremden Sprache heimischer zu fühlen, muss man sie oft genug hören oder geschrieben sehen. In manchen Programmkinos werden Filme im Original mit Untertiteln gezeigt, sie bieten auch in Deutschland die Gelegenheit, gesprochenes Englisch zu hören. Außerdem kannst du dir Videos englischsprachiger Filme besorgen. Die kannst du über das Internet oder über deine Buchhandlung oder örtliche Videothek bestellen. DVDs bieten meist sowieso die Möglichkeit, den Film in der Originalsprache anzuschauen. Und außerdem solltest du versuchen, englische Bücher zu lesen. Inzwischen hat jede Buchhandlung ein Angebot englischer Bücher (Internet-Buchhändler natürlich auch). Am einfachsten ist es, wenn du mit einem Buch anfängst, das du bereits in deutscher Übersetzung kennst. Dann fällt dir das Verständnis leichter. Worte, die du nicht kennst, brauchst du nicht jedes mal im Lexikon nachzuschlagen. Lies einfach weiter! Es reicht am Anfang, wenn du überhaupt verstehst, worum es geht. Du wirst nach einer Weile feststellen, dass du automatisch Vokabeln und Satzstellung lernst - sie gewissermaßen verinnerlichst, so dass du nicht mehr groß darüber nachdenken musst. Dieses Hören oder Lesen einer Fremdsprache verbessert nicht nur deinen Wortschatz und dein Wortverständnis, sondern hilft dir mehr als Büffeln oder Auswendiglernen aus einem Schulbuch, dich auch schriftlich ‚automatisch‘ richtig auszudrücken. Und außerdem ist es natürlich einfach cool, ‚Der Herr Der Ringe‘ im Original gesehen zu haben...”

* Gestern hat sich mein Freund von mir getrennt - ganz plötzlich. Ich liebe ihn noch, aber er will nicht mehr mit mir reden. Was kann ich tun?
“Eine Trennung ist immer sehr schmerzhaft für denjenigen, der sie nicht herbeigeführt hat. Das gilt ganz besonders dann, wenn der Freund oder die Freundin anscheinend aus heiterem Himmel Schluss macht und man einfach nicht weiß, warum die Liebe plötzlich vorbei ist. Zwar ist dein Wunsch sehr verständlich, mit deinem Freund noch einmal über die ganze Angelegenheit zu sprechen und von ihm zu hören, warum er eure Beziehung beenden möchte. Vielleicht hoffst du ja auch, dass es sich nur um ein Missverständnis handelt, das du aufklären kannst, oder dass du irgendetwas an deinem Verhalten oder Aussehen ändern kannst, damit du ihm wieder gefällst. Leider ist so ein Gespräch, selbst wenn sich der Partner darauf einlässt, meist sehr unergiebig und manchmal sogar destruktiv.
>>> Und plötzlich platzt die Seifenblase...
Wenn sich der Freund oder die Freundin plötzlich ‚entlieben‘, liegt das nie an irgendwelchen Dingen, die du ‚falsch‘ gemacht hast, sondern daran, dass dein Partner das Idealbild verloren hat, das er sich von dir gemacht hat, und nun feststellt, dass ihr eigentlich gar nicht wirklich zusammenpasst. Wenn wir uns verlieben, fließen in die Vorstellung, die wir uns von unserem Freund oder unserer Freundin machen, immer unsere eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen ein. Wir idealisieren den Partner, bis er dem Wunschbild entspricht, nach dem wir uns sehnen. Wenn wir dann allmählich mit der Wirklichkeit konfrontiert werden, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wir passen unser Bild vom anderen Stück für Stück der Realität an und versöhnen uns mit seinem Anderssein, oder wir fühlen uns zunehmend desillusioniert, enttäuscht, vielleicht auch bitter, dass der andere nicht so ist, wie wir zu Beginn der Beziehung geglaubt haben. Die Freundin mit dem tollen Temperament erscheint dann plötzlich als nervige Nudel und der nachdenkliche Typ, der nicht so oberflächlich ist wie andere Jungen, ist auf einmal nur noch ein öder Langweiler. Wenn der Rückzug deines Partners auf so einer Desillusionierung beruht, gibt es nichts auf der Welt, was du daran verändern kannst. Er hat sich ja nicht wirklich in dich, sondern in eine Fantasie von dir verliebt, die mehr mit seinen eigenen Wünschen als mit dir zu tun hatte. Und nun findet er, dass du doch nicht so bist, wie er erwartet hat und kann das nicht akzeptieren. Wenn du ihn nun zur Rede stellst und fragst, warum er nicht mehr mit dir zusammen sein will, wird er Dinge an dir kritisieren, für die du nichts kannst, und Gründe an den Haaren herbeiziehen, die dich nur noch mehr verletzen. Nur in Ausnahmefällen, wenn die Trennung wirklich nur auf einem Missverständnis beruht (z.B. wenn jemand deinem Freund Lügen über dich erzählt hat) hast du eine Chance, den Trennungsgrund aufzuklären und das Missverständnis auszuräumen.
>>> Lenk dich ab
In den meisten Fällen musst du leider einfach die schmerzhafte Tatsache hinnehmen, dass eure Beziehung zu Ende ist. Liebeskummer tut weh, und man hält ihn am besten aus, wenn man sein Herz bei seinen Freunden ausschüttet und sich herzhaft ausweint. Danach nimmt man dann ihr Angebot an, etwas mit ihnen zu unternehmen, um ‚wieder unter die Leute zu kommen‘ und sich abzulenken.”

* Ich bin 17 und habe bei einem Unfall meinen linken Arm verloren. Ab nächster Woche muss ich wieder zur Schule. Ich weiß nicht, ob ich mein Leben ganz normal weiter führen kann. Was können Sie mir raten?
“Es ist natürlich sehr tragisch, dass du deinen Arm verloren hast. Aber du kannst trotzdem dein Leben ziemlich normal weiterführen. Was die körperliche Seite deiner Verletzung angeht, so können fehlende Arme oder Beine heutzutage mit ausgefeilten Prothesen die Funktion des amputierten Glieds in hohem Maß ersetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist Heather, Paul McCartneys Frau, die ihr Bein bei einem Verkehrsunfall verloren hat, und trotzdem nicht nur attraktiv, sondern auch erfolgreich ist. Ebenso wie sie solltest du ganz offen mit deiner Behinderung umgehen und dich nicht schämen, andere deine Prothese sehen zu lassen. Deine Klassenkameraden und Lehrer haben ja vermutlich inzwischen von deinem Unfall und seinen Folgen erfahren und sind darauf vorbereitet, dich mit deinem amputierten Arm zu sehen. Du kannst ihnen Berührungsängste am besten dadurch nehmen, dass du ihnen über deinen Unfall erzählst und ihnen auch sagst, wie du jetzt mit deiner Prothese umgehst, was dir noch Schwierigkeiten macht und was dir schon gut gelingt.
>>> Suche das Gespräch
Je selbstverständlicher du darüber sprichst und je weniger du dich in dieser Situation zurückziehst, umso normaler wird dein Schulalltag sein. Wenn du bei irgendetwas Hilfe brauchst, solltest du es ruhig sagen und dich deswegen nicht schämen. Es hat sehr viel mit deinem eigenen Verhalten zu tun, wie die anderen mit dir umgehen und wie sie dich sehen. Natürlich kannst du offen bekennen, dass du den Verlust deines Arms noch nicht verwunden hast. Niemand wird von dir erwarten, dass du dabei ‚cool‘ bist. Aber wenn du dir deinen Humor und dein Selbstbewusstsein bewahrst und anderen gegenüber auch so auftrittst, werden sie weiterhin dich, und nicht nur deine Behinderung sehen.”

* Ich habe einen Realschulabschluss und finde keine Lehrstelle. Langsam verliere ich den Mut.
“Leider ist es heute oft nicht einfach, eine Lehrstelle zu finden. Das Angebot ist knapp und besonders in attraktiven Berufen gibt es viele Mitbewerber. Trotzdem solltest du versuchen, nicht den Mut zu verlieren - auch wenn erst mal alle deine Bewerbungen abgelehnt werden. Besonders eingeschränkt ist das Lehrstellenangebot natürlich in kleineren Orten, wo es nur wenige ausbildende Firmen gibt. Wenn du feststellst, dass in deinem Heimatort die Aussichten, etwas zu finden, gleich Null sind, musst du dir einen Ruck geben, und deine Suche auf andere Orte, vielleicht sogar auf andere Bundesländer, ausdehnen. Achte darauf, dass deine Bewerbungsunterlagen ansprechend aussehen und genügend Informationen über dich beinhalten (und keine Rechtschreibfehler!) Bewerbungsunterlagen – Deine Investition in die Zukunft!)Sei hartnäckig und gib nicht auf. Auch wenn 99 Bewerbungen zurückgeschickt werden - die 100. wird vielleicht ein Treffer.
>>> Überzeuge mit Taten
Sei kreativ und wende dich auch selber an Firmen, für die du dich interessierst, die aber derzeit nicht ausbilden. Frag sie, ob du dort ein unbezahltes Praktikum machen kannst. Ich kenne Fälle, wo Firmen von einem Praktikanten derart angetan waren, dass sie extra für ihn einen Ausbildungsplatz geschaffen haben! Während du dich weiter bewirbst, solltest du aber noch in anderer Hinsicht aktiv werden. Unternimm etwas, um deine Kenntnisse zu erweitern und dich für einen Arbeitgeber attraktiver zu machen. Verbessere deine Fremdsprachenkenntnisse. Belege Kurse über Wissensgebiete, die dir in deinem Wunschberuf zugute kommen können und mach dich mit weiteren PC-Programmen vertraut, deren Kenntnis dir nützen könnten. Solche Kurse werden beispielsweise in der Volkshochschule angeboten. Vielleicht kannst du ja auch von der Möglichkeit Gebrauch machen, ein Praktikum im Ausland zu machen. Solche Erfahrungen verbessern deine Aussichten, eine Lehrstelle bei einer Firma zu finden, die Kontakte zum Ausland unterhält.Außerdem kannst du auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, wieder zur Schule zu gehen und das Abitur oder Fachabitur zu machen. Je besser deine Schulausbildung ist, desto größer sind deine Aussichten, einen Ausbildungsplatz zu finden. Am wichtigsten in deiner Situation ist es aber, nicht aufzugeben sondern am Ball zu bleiben und weiter zu suchen. Irgendwann wirst du ganz sicher mit deiner Suche Erfolg haben.”

[TK]

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