Reise-Tipp

Reisen ohne Risiko

published: 15.11.2005

Die Ferien stehen vor der Tür, ein toller Urlaub ist gebucht und du kannst es kaum noch erwarten loszudüsen (Foto: Public Address) Die Ferien stehen vor der Tür, ein toller Urlaub ist gebucht und du kannst es kaum noch erwarten loszudüsen (Foto: Public Address)

Andere Länder, andere Krankheiten
Endlich! Die Ferien stehen vor der Tür, ein toller Urlaub ist gebucht und du kannst es kaum noch erwarten loszudüsen. Aber halt: In der ungewohnten Umgebung lauern oft kleine Gefahren, welche die Ferienzeit schnell verdammt ungesund machen können. Und wer will schon den Urlaub im Bett absitzen? Dein Körper muss sich in kurzer Zeit an viele Dinge, wie Klima, Essen und Zeit gewöhnen. Durch die Umstellung ist dein Immunsystem besonders anfällig, und Infektionen haben leichtes Spiel. In den ersten drei Tagen solltest du daher viel relaxen und dich nicht direkt gleichzeitig auf Surfbrett, Bike oder in den Pool stürzen. So kannst du deinem Körper noch helfen, gesund zu bleiben.

Info Impfschutz
Es geht ins Ausland? Dann wird vom Arzt empfohlen, deine Impfungen gegen Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Hepatitis A und Diphtherie rechtzeitig aufzufrischen. Bei Reisen in ferne Länder gibt dir das Tropeninstitut oder das Gesundheitsamt Tipps, welche Impfungen für welche Länder nötig sind. Clever ist es, wenn du dich bereits informierst, sobald der Trip gebucht ist, denn: Je nach Ziel solltest du vier bis sechs Wochen vorher geimpft werden.

Reiseübelkeit: Lass dich nicht verschaukeln
Und los geht’s. Egal, ob du mit Bahn, Auto, Schiff oder Flugzeug ans Reiseziel kutschiert wirst: Die ungewohnten Bewegungen wirken auf dein Gleichgewichtssystem im Innenohr. Wenn du diese Bewegungen nicht ständig mit den Augen verfolgst, kann das mit Übelkeit und Erbrechen bestraft werden. Wenn dir bei Reisen schnell unwohl wird, dann probiere einige der folgenden Tipps gegen Reiseübelkeit:
· Halte den Blick beim Autofahren stets nach vorne in Fahrtrichtung und beobachte aufmerksam die Straße.
· Mache viele Pausen und sorge für genug frische Luft.
· Reise in der Nacht, denn im Schlaf ist das Gleichgewichtssystem ausgeschaltet.
· Halte dich auf einem Schiff nicht im Innenraum auf, sondern gehe an Deck und passe dich den Bootsbewegungen an. Fixiere dabei einen Punkt am Horizont.
· Beschäftige deinen Magen während der Reise mit kleinen Bissen Zwieback, getrocknetem Weißbrot, Salzbrezeln oder Keksen. Lauwarme Cola hilft garantiert.
· Lese nicht während der Fahrt.
· Kaue auf etwas herum, wie beispielsweise Kaugummi oder Gummibärchen.

Angeschwollenen Beinen vorbeugen
Bist du lange mit dem Flugzeug unterwegs, hast du garantiert angeschwollene Beine, wenn du am Ziel endlich auf dein Gepäck wartest. Das lange, enge Sitzen kann einem nicht nur den letzten Nerv rauben, sondern im schlimmsten Fall zu einer Reisethrombose, also einem Blutgerinnsel, führen. Trockene Luft und niedriger Druck im Flieger lassen das Blut langsamer fließen, es dickt ein, und du passt kaum noch in deine Schuhe. Dem kannst leicht du entgegenwirken. Unser Tipp: Knie nicht übereinander schlagen. Hin und wieder mit den Füßen kreisen, die Waden anspannen und lockern, den Po zusammenkneifen und leicht heben. Jede Stunde aufstehen und umher gehen. Weite Kleidung ist besser, weil sie den Blutfluss nicht noch mehr behindert. Du kannst auch deine Schuhe ausziehen und gegen gemütliche Socken eintauschen. Viel trinken ist ebenfalls wichtig - am besten Wasser oder verdünnte Säfte. Die Tipps gelten natürlich auch für lange Auto-, Bahn- oder Busfahrten!

Jetlag: Die innere Uhr überlisten
Auf dem Weg in andere Zeitzonen gerät deine Bio-Uhr schnell aus dem Takt. Überfliegst du viele Zeitzonen, dann spürst du nach der Ankunft den Jetlag. Du bist müde, kraftlos und gereizt, hast eventuell Kopfschmerzen oder dir ist sogar übel. Das hilft gegen Jetlag: Gehe vor einem Westflug möglichst spät ins Bett und halte nur kurze Nickerchen während des Fluges. Gehe am Zielort am ersten Tag früh schlafen. Versuche, bei einem Ostflug im Flugzeug so viel wie möglich zu schlafen. Gebe am Urlaubsort deiner Müdigkeit nicht nach, sondern halte dich viel an der frischen Luft auf. Dein Körper braucht rund drei Tage, um sich auf den veränderten Rhythmus einzustellen. Also geh deinen Urlaub langsam an!

Tierisch warm und trotzdem erkältet?
Klimaanlagen im Hotelzimmer sind natürlich ein Segen, gerade wenn dein Körper einige Zeit braucht, um sich an das heiße Klima zu gewöhnen. Wenn du aber kühl schläfst, musst du dich auch dementsprechend warm anziehen. Ruckzuck bist du sonst erkältet oder wachst mit einem steifen Nacken auf. Noch ein Tipp: Trinke nicht zu viele eiskalte Getränke, fahre nicht immer mit weit geöffnetem Autofenster, auch wenn die Hitze steht. Wenn du sportlich viel in Action bist, dann wechsle schnell deine schweißnasse Kleidung. So gibst du einer Ferien-Erkältung erst gar keine Chance.

Barfuß oder Flip-Flop?
Fußpilz und Nagelpilz sind auf der ganzen Welt Zuhause. Tierisch wohl fühlen sie sich in Schwimmbädern, Saunen, Duschen und Umkleidekabinen. Trage dort in jedem Fall Latschen oder Flip-Flops. Grundsätzlich ist es gesund, auch mal barfuß zu gehen – schön am Strand oder auf der Wiese. Gleichzeitig ist die Gefahr größer, dass du dich verletzt, einen Splitter einfängst oder auf ein Insekt trittst. Also Augen auf beim Barfußlauf!

Uncool: Jucken und Brennen
Den ganzen Tag Sonne satt – herrlich. Aber deine Haut muss sich erst langsam an die Strahlen gewöhnen. Bevor du dich in der Sonne aalst, solltest du wissen, was für ein Hauttyp du bist und wie viel Sonne deine Haut verträgt. Es gilt: keine stundenlangen Sonnenbäder, vor allem nie in der Mittagssonne. Auf dem Wasser unbedingt ein T-Shirt anlassen oder wasserfeste Creme benutzen. Schmiere dich immer im Schatten ein, mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad. Hast du auch an die Ohren gedacht? Sonnenallergie und Mallorca-Akne kannst du meist verhindern, indem du dich mit einem fettfreien Sonnenschutzgel einreibst.

Ganz schön übel: Montezumas Rache
Den Urlaub auf dem Klo abzusitzen, geht gar nicht. Daher: Trinke kein Wasser aus der Wasserleitung, sondern nur aus versiegelten Flaschen. Das gilt auch fürs Zähneputzen. Eiswürfel aus Leitungswasser sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Obst ist nur gesund und unbedenklich, wenn du es vorher schälst. Waschen alleine reicht meist nicht aus. Rohes Fleisch, Meeresfrüchte oder Gemüse rächen sich oft mit Magengrummeln. Erst das Kochen tötet die Krankheitserreger. Auch Essen aus der Tiefkühltruhe ist mit Vorsicht zu genießen. Achtung beim kalten Buffet, am besten noch in der prallen Sonne am Pool… Weißt du, wie lange das Essen schon dort steht? Wenn du extrem schwitzt und vielleicht auch noch Durchfall bekommst, verlierst du viel Flüssigkeit und damit auch lebenswichtige Elektrolyte. Dein Kreislauf macht schlapp. Daher gilt: Trinken, Trinken, Trinken.

Mücken abwimmeln
Wenn dich hier daheim eine Mücke erwischt, kann das verdammt jucken. In weit entfernten Ländern, besonders in den Tropen oder auch im Mittelmeergebiet, können Siediese Insekten jedoch schwere Krankheiten übertragen. Die meisten Mückenarten sind während der Nacht und der Dämmerung aktiv. Zu dieser Zeit musst du dich also besonders schützen. Trage abends langärmlige Tops aus hellem Stoff. Insekten mögen es nämlich nicht, auf hellem Untergrund zu landen. Die meisten Mücken stechen gerne an Füßen und Fußgelenken – also gilt: Socken abends nicht vergessen. Lasse, wenn vorhanden, die Klimaanlage im Hotelzimmer Tag und Nacht an, denn Mücken hassen kühle Räume. Dusche abends kalt und reibe dich mit Insektenschutzmittel ein – so peilen dich die Blutsauger nicht mehr an. Wenn dich doch eine erwischt hat: nicht kratzen, sonst kann sich die Stelle leicht infizieren und entzünden.

Checkliste: Reiseapotheke
Niemals solltest du ohne Reisapotheke in den Urlaub starten. Der Inhalt hängt natürlich vom Reiseziel und den geplanten Unternehmungen ab. Was gehört in eine gut sortierte Reiseapotheke? Auf jeden Fall Schmerztabletten, Augen- und Ohrentropfen, ein Mittel gegen Magen- und Darmerkrankungen, Multivitamin-Tabletten, Wundsalbe, Mückenschutzmittel (Lavendel- oder Eukalyptusöl) sowie Pflaster und Verbandszeug. Bei Verdauungsstörungen und Durchfall hilft Reispulver mit Ingwer prima. Baldrian-Dragees sind ideal gegen Schlafstörungen und Sanddorn-Hautöl ist ein altbewährtes Mittel für gerötete oder gereizte Haut bei zuviel strahlender Urlaubssonne.

[TK]

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