Sonnenschutz

Für eine gesunde Haut

published: 06.07.2006

Vor zu starkem Sonnenlicht solltest du dich schützen - ein Sonnenbrand ist nicht harmlos  (Foto: shutterstock.coom/Marko Marcello) Vor zu starkem Sonnenlicht solltest du dich schützen - ein Sonnenbrand ist nicht harmlos (Foto: shutterstock.coom/Marko Marcello)

Der Wecker klingelt. Sophie räkelt sich und wirft blinzelnd einen kurzen Blick aus dem Fenster: strahlender Sonnenschein! Plötzlich ist Sophie hellwach. Ihre Stimmung steigt, das Aufstehen fällt leicht, ebenso die Klamottenwahl. Sie fühlt sich aktiv und freut sich auf die Uni – und zwischendurch auf ein Stündchen im Park. Doch Sophie weiß, dass sie vorsichtig sein und ihre Haut vor zu intensiver Sonnenstrahlung schützen muss.

Wenn die Sonne lacht
Jeder sehnt sich danach, ein wenig Sonnenschein zu tanken. Der Winter war lang und die Sonne hat zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper. Wir brauchen die Sonnenstrahlen für unser Wohlbefinden, sie spenden uns Wärme und Licht, Glückshormone werden freigesetzt. Die Bildung von Vitamin D in der Haut wird angeregt, was wichtig für die Gesunderhaltung unserer Knochen und Muskeln ist. 10 bis 15 Minuten Sonnenlicht am Tag – auf Gesicht und Armen – reichen dafür vollkommen aus. Die Sonne unterstützt Stoffwechselprozesse, Blutkreislauf und Immunsystem und beeinflusst auch bestimmte Hauterkrankungen, zum Beispiel die Schuppenflechte, günstig.

Um in erster Linie die positiven Effekte der Sonne zu nutzen, ist ein vernünftiger Umgang mit dem Sonnenlicht wichtig. Daher solltest du dir nicht nur im Urlaub Gedanken über den Schutz vor Sonnenbrand und anderen Hautschäden machen. Auch wenn die Sonne für unser Leben wichtig ist, harmlos ist sie nicht.

Die Haut vergisst nie
Noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts war vornehme Blässe ein Zeichen der feinen Gesellschaft. Die zarte, weiße Haut wurde damals mit großen Hüten und Schirmen vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Dieses Ideal hat sich gewandelt. Heutzutage verbinden die meisten einen gebräunten Teint mit Attraktivität, Gesundheit, Vitalität und Sportlichkeit. Unser heutiges Schönheitsideal birgt allerdings Gefahren.

Übermäßiges Sonnenbaden schädigt nicht nur deine Haut, sondern verstärkt auch die Bildung von freien Radikalen. Die langwellige UVA-Strahlung, in hohen Dosen genossen, ist für einen vorzeitigen Alterungsprozess und verstärkte Pigmentierung der Haut hauptsächlich verantwortlich. Oft ist sie Auslöserin für eine Sonnenallergie. Sie erhöht das Hautkrebsrisiko. Zuviel kurzwellige UVB-Strahlung verursacht die Hautbräunung aber auch den Sonnenbrand. Zudem ist sie an der Entstehung von Hautkrebs und frühen Falten mitbeteiligt. Hoch dosiert können auch die UVA-Strahlen zu Sonnenbrand führen.

Übrigens: Mit jedem Sonnenbrand erhöht sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Auch wenn sich deine Haut äußerlich erholt hat, bleiben doch Schädigungen in tieferen Hautschichten zurück. Nach neuesten medizinischen Erkenntnissen kann bereits langanhaltende UV-Strahlenbelastung ohne Sonnenbrände ausreichen, das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs zu erhöhen. Darauf weist der Fachinformationsdienst Lebenswissenschaften, Umwelt und Gesundheit hin.

Sonne und Hitze können außerdem zu einem Sonnenstich führen. Kreislaufbeschwerden und Übelkeit sind ein sicheres Zeichen dafür. Allergische Reaktionen auf das Sonnenlicht äußern sich in Hautrötung, Juckreiz oder Bläschenbildung. Auch einige Medikamente können dich empfindlicher gegenüber den Sonnenstrahlen machen. Und nicht nur deine Haut sondern auch die Augen solltest du vor schädlicher UV-Strahlung schützen, da sonst eine Linsentrübung oder auch Entzündungen der Horn- oder Bindehaut entstehen können.

Tipps für das Sonnenbad und den täglichen Sonnenschutz
Zwar wissen die meisten Sonnenanbeter, dass UV-Strahlung der Haut schadet, aber die Aussicht auf attraktive Bräune betäubt oft das schlechte Gewissen. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich gegen die negativen Wirkungen der Sonne zu schützen:

• Die beste Regel lautet: Genieße die Sonne nur in Maßen, sodass du erst gar keinen Sonnenbrand riskierst.
• Sonnenschutz ist nicht nur etwas für den Strand. Auch beim Sport in der Sonne, beim Einkaufsbummel oder bei längeren Spaziergängen ist Vorsicht geboten.
• Zunächst solltest du deinen Hauttyp kennen. Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung hängen vom Hauttyp ab, ebenso die Wahl des Sonnenschutzmittels. Das größte Hautkrebsrisiko haben Menschen mit heller Haut, also Hauttyp 1 und 2.
• Faustregel: Die Eigenschutzzeit bedingt durch deinen Hauttyp multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die maximale Aufenthaltszeit in der Sonne. Wenn du also ungeschützt fünf Minuten in der Sonne bleiben dürftest, kannst du, eingecremt mit Lichtschutzfaktor 15, ganze 75 Minuten verweilen.
• Je intensiver die Sonne – also in der Mittagszeit, im Süden, im Gebirge, im Schnee oder auf dem Wasser – desto höher muss der UV-Schutz sein.
• Verwende Sonnencreme, die UVA- und UVB-Strahlenschutz bietet.
• Trage diese bereits mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auf. Beachte, dass auch die Sonnencreme keinen 100-prozentigen Schutz bietet. Nachcremen ist wichtig, verlängert jedoch nicht den Sonnenschutz. Immer großzügig einschmieren, besonders die empfindlichen Stellen wie Dekolletee, Nase und Füße.
• Gewöhne dich langsam an die Sonne. Bleibe zwischen 11 und 15 Uhr lieber im Schatten. Generell ist das Sonnenbad im Schatten dem in der prallen Sonne vorzuziehen: Deine Haut wird hier gleichmäßig braun und die Farbe hält länger.
• Creme dich auch im Schatten ein, denn die Wolken lassen 80 Prozent der UV-Strahlung durch.
• Benutze beim Baden wasserfeste Creme. Trockne dich nach dem Bad stets gut ab, denn nasse Haut lässt UV-Strahlen besser durch. Creme dich nach jedem Schwimmen oder wenn du stark schwitzt neu ein.
• Schütze deine Lippen mit einem Sonnenschutzstift.
• Investiere ein paar Euro in eine gute Sonnenbrille. Achte auf das CE-Gütesiegel.
• Beim Sport: Angemessene Kleidung und eine Kopfbedeckung schützen dich zusätzlich vor Verbrennungen und einem Sonnenstich. Allerdings lassen auch die Klamotten einen Teil der Strahlung durch.
• Denk dran: Gebräunte Haut, ob durch Sonne, Solarium oder Bräunungscreme, bietet keinen echten Schutz vor UV-Strahlen.

[Melanie Eberlein]

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