Sonnenschutz

Typgerecht Sonnenbaden

published: 29.05.2007

Sonnenbaden ohne Reue ist kein Problem, wenn man einige Regeln beachtet (Foto: TK) Sonnenbaden ohne Reue ist kein Problem, wenn man einige Regeln beachtet (Foto: TK)

Jeder Mensch hat eine andere Haut. Die einen sind eher ein dunkler Latino-Typ wie Jessica Alba oder Johnny Depp, die im Sommer schnell braun werden, andere schlagen eher nach Nicole Kidman oder Boris Becker, bleiben blass und verbrennen, sobald die ersten Strahlen sie erwischen. Um sich optimal vor der Sonne schützen zu können, ist es wichtig zu wissen, was man seiner Haut zumuten kann. Die Techniker Krankenkasse gibt einen Überblick, auf was man achten sollte.

Die verschiedenen Hauttypen

Je nach Veranlagung ist der Zeitraum unterschiedlich, wie lange sich die Haut ohne Sonnenschutz erfolgreich gegen UV-Strahlung wehren kann. Dieser natürliche Schutzschild entscheidet, nach wie viel Zeit in der Sonne man sich den gefürchteten Sonnenbrand zuzieht. Hautärzte haben die verschiedenen Hauttypen nach ihren Eigenschaften eingeteilt.




Der irische Typ - Vornehme Blässe

Am meisten gefährdet ist der so genannte irische Typ. Er hat eine sehr helle Haut, viele Sommersprossen und hellblonde oder rötliche Haare. Die Augenfarbe ist entweder blau oder grün. Solche Menschen vertragen so gut wie keine Sonne und werden auch nicht braun. Verbringen sie länger als fünf bis zehn Minuten ungeschützt in der Sonne, ist eine Verbrennung nicht mehr weit. Wer sich zum irischen Typ zählt, sollte dringend die Finger vom Sonnenbaden lassen, mindestens eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 15 anwenden und auf schützende Kleidung achten.

Der skandinavische Typ - Die kühle Blonde

Skandinavische Typen sind hellhäutig, haben oft Sommersprossen und blonde bis dunkelblonde Haare. Ihre Augen sind entweder blau oder grün. Auch dieser Hauttyp sollte Sonne nur mit Vorsicht genießen. Zwar bräunt die Haut mäßig, zu schnell verbrennt sie jedoch. Man sollte die direkte Sonnenbestrahlung möglichst vermeiden und nach maximal zehn bis zwanzig Minuten für einen guten Schutz sorgen. Der minimale Lichtschutzfaktor für den skandinavischen Typ liegt bei 10 bis 15.




Der Alpen-Typ - Frischer Teint

Wer sich das ganze Jahr über einen leicht getönten Teint freuen kann, ist sicherlich ein Alpen-Typ. Dieser hat braunes Haar, braune oder grüne Augen und wird im Sommer deutlich braun. Allerdings kommt es auch bei diesem Hauttyp gelegentlich zu Verbrennungen, spätestens nach 20 bis 30 Minuten sollten schützende Maßnahmen ergriffen werden. Der minimale Lichtschutzfaktor beträgt 10 bis 15, ein Sonnenhut kann gute Dienste erweisen.

Der Mittelmeer-Typ - Gesunde Bräune

Als unempfindlichster Hauttyp hat der Alpen-Typ braune Haut, dunkle Haare und braune Augen. Er bekommt selten einen Sonnenbrand und hält es bis zu 40 Minuten ungeschützt in der Sonne aus. Dennoch ist auch diesen Menschen dringend zu empfehlen, sich nicht ohne Creme und Kopfbedeckung in die Sonne zu wagen.




Schutz für die Augen

Was sollte man beim Kauf einer Sonnenbrille beachten?
Fälschlicherweise nehmen viele an, dass die dunkelsten Gläser am besten schützen. Die Tönung ist jedoch nur für den Blendschutz wichtig, nicht für den Sonnenschutz. Leider gefährdet diese Vermutung die Augengesundheit umso mehr, da sich die Pupillen durch die dunklen Gläser weiter als normal öffnen und eine wesentlich höhere Strahlendosis aufnehmen.

Tatsächlich ist für den Sonnenschutz ein UV-Filter, der in die Gläser eingebaut sein sollte, ausschlaggebend. Nach Angaben des Kuratoriums Gutes Sehen in Köln sollte eine Sonnenbrille mindestens 99 Prozent der UV-Strahlen bis 400 Nanometer Wellenlänge absorbieren. Ob das favorisierte Modell den Sicherheitsanforderungen europäischer Richtlinien genügt, erkennt man am CE-Zeichen und der Aufschrift EN 1836:1997 auf der Innenseite des Brillenbügels.

Solarien: kein harmloses Vergnügen

Hierzulande haben sich seit den 70er Jahren die Hautkrebsfälle verfünffacht, jährlich erkranken mehr als 100.000 Menschen. Nach Expertenmeinungen ist ein Grund dafür, dass sich
mittlerweile jeder Fünfte regelmäßig auf die Sonnenbank legt, von den 13- bis 18-jährigen Mädchen sogar jedes vierte. Viele wissen jedoch nicht, dass das Krebs-Risiko bei häufigem Sonnenbaden im Solarium um das Acht- bis Zehnfache steigt. Besonders für Teenies bedeutet das Sonnenbad im Studio eine große Gefahr, da die Haut noch dünn und empfindlich ist. Hier kann das scheinbar harmlose Vergnügen dazu führen, dass die Erbsubstanz der Hautzellen geschädigt wird.




Schon gewusst...

...dass Wasseroberflächen und Schnee durch Sonnenreflexion die UV-Strahlung verstärken? Schnee erhöht die Strahlung um 50 bis 85 Prozent, hellfarbiger Sand um etwa 15 Prozent. Die Sonnenstrahlen dringen sogar in die Wasseroberfläche ein, sodass beispielsweise beim Schnorcheln eine erhöhte Sonnenbrandgefahr besteht.

...dass auch durch ein helles T-Shirt 10 bis 20 Prozent der UV-Strahlung, bei einem feuchten Kleidungsstück sogar 50 Prozent auf die Haut gelangen können?

...dass es ein europaweites Siegel für Kleidung gibt, die vor UV-Strahlen schützt? Es handelt sich dabei um eine gelbe Sonne mit der Aufschrift "+40".

[TK]

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