Kein Grund zur Panik!

Der erste Besuch beim Frauenarzt

published: 23.06.2007

Die Techniker Krankenkasse weiß, wie die Untersuchung beim Frauenarzt vor sich geht (Foto: mage Point Fr/shutterstock.com) Die Techniker Krankenkasse weiß, wie die Untersuchung beim Frauenarzt vor sich geht (Foto: mage Point Fr/shutterstock.com)

In Sandras Freundeskreis gibt es derzeit nur noch ein Thema: den ersten Besuch beim Frauenarzt. Obwohl ihr beim Gedanken daran ein bisschen mulmig zumute ist, würde Sandra diesen Termin auch gerne hinter sich bringen, weil ihr einige dringende Fragen unter den Nägeln brennen:

Ist es normal, dass ihre Tage so unregelmäßig kommen und sie so starke Schmerzen dabei hat? Welche Nebenwirkungen hat die Pille und kann sie sich diese ohne die Einwilligung ihrer Eltern verschreiben lassen? Schließlich überwindet sie sich und macht einen Termin bei der Gynäkologin ihrer Mutter aus. Was Sandra bei ihrem ersten Besuch dort erwartet, weiß die Techniker Krankenkasse.




Gibt es einen richtigen Zeitpunkt?

Wie in allen anderen Fachbereichen gibt es auch unter den Gynäkologen männliche und weibliche Ärzte. Falls es dir also peinlich sein sollte, zu einem Gynäkologen zu gehen, kannst du ohne weiteres eine Gynäkologin aufsuchen – die Entscheidung liegt hier alleine bei der Patientin. Der Grund für den ersten Frauenarztbesuch sind oft Menstruationsbeschwerden oder Fragen zur Verhütung.
Für die Pille gibt es übrigens keine konkrete Altersgrenze, in bestimmten Fällen bekommst du sie auch schon unter 15 Jahren. Zu diesem Thema hält die Techniker Krankenkasse auch viele Informationen für dich bereit. Es gibt auch andere Gründe, die Mädchen oder junge Frauen in das Sprechzimmer einer Gynäkologin führen: die Angst vor einer Schwangerschaft, die Unsicherheit, ob die Größe des Busens normal ist, ein unangenehmer Ausfluss oder die Frage, wie man mit Kondomen umgehen soll.

Manche Mädchen wollen auch einfach nur den ersten Besuch hinter sich bringen und wissen, ob bei ihnen alles in Ordnung ist. Ein Gynäkologe unterliegt, wie jeder andere Arzt, der Schweigepflicht. Es wird empfohlen, ihn spätestens mit 16 Jahren zum ersten Mal aufzusuchen.




Kannst du dich vorbereiten?

Wichtig ist, dass der Termin nicht während deiner Periode stattfindet. Für die Untersuchung musst du deinen Slip ausziehen und von der Umkleidekabine zum Stuhl gehen. Damit dieser Weg nicht peinlich ist, kannst du beispielsweise einen weiten Rock oder ein langes T-Shirt anziehen. Um nicht vor lauter Nervosität die wichtigsten Fragen zu vergessen, ist es hilfreich, sich vorher eine Liste zu machen.

Was möchte der Frauenarzt wissen?

Um die Patientin kennen zu lernen, stellt der Arzt meist eine Reihe von Fragen. Diese sind reine Routine und haben keineswegs etwas mit dem persönlichen Eindruck zu tun. Dazu gehören die Frage nach der ersten Regelblutung und die nach dem Zeitpunkt der letzten Periode. Weiter gibt du Auskunft, ob du gesundheitliche Beschwerden hast, bereits mit einem Jungen geschlafen hast oder schon einmal schwanger warst. Weiter können familiäre Erkrankungen, vorangegangene Abtreibungen oder gynäkologische Erkrankungen abgefragt werden. Es ist hilfreich, wenn du einen Zykluskalender dabei hast oder aufgeschrieben hast, wann du zum letzten Mal deine Periode hattest.




Was geschieht bei der Untersuchung?

Nachdem die wichtigsten Informationen abgefragt wurden, bittet der Arzt darum, sich "untenrum" zu entkleiden und auf dem Gynäkologenstuhl Platz zu nehmen. Dieser ist so aufgebaut, dass die Unterschenkel der Patientin gespreizt in dafür vorgesehene Stützen gelegt werden, um die Untersuchung des Unterleibs zu erleichtern. Diese Position ist zuerst ungewohnt und vielleicht auch etwas peinlich, um so entspannter du dabei jedoch bist, desto leichter ist sie. (Es ist kein Problem, seinem Arzt oder der Ärztin eventuelle Schamgefühle mitzuteilen.)

Nun führt der Arzt ein so genanntes Spekulum in die Scheide ein, das etwa wie ein Entenschnabel aus Metall aussieht. So ist es am besten möglich, sich den Gebärmuttermund und die Scheide von innen anzusehen. Anschließend wird mit einem Wattestäbchen ein "Abstrich" genommen. Dies bedeutet, dass der Arzt mit dem Stäbchen an der Schleimhaut entlangstreicht und Zellproben entnimmt, wovon du so gut wie nichts merkst. Wenn du noch Jungfrau sein solltest, verwendet der Frauenarzt sehr kleine Instrumente. Bist du dennoch in Sorge um das Jungfernhäutchen, kannst du den Arzt ruhig darauf ansprechen.

Dann streift er oder sie dünne Plastikhandschuhe über und schiebt einen oder zwei Finger in den Unterleib, um die Lage der Gebärmutter und der Eierstöcke zu prüfen. Mit der anderen Hand wird der Bauch untersucht. Daran erkennt der Fachmann, ob bestimmte Krankheiten oder eine Schwangerschaft vorliegen. Nachdem du den Stuhl verlassen hast, darfst du dir die Unterhose wieder anziehen. Für die Brustabtastung ziehst du nun BH und T-Shirt aus. Der Arzt tastet dann mit beiden Händen den Busen nach Knoten ab. Vermutlich wird er außerdem die Lymphknoten der Achselhöhlen befühlen.




Seelische Unterstützung

Einige Mädchen sind weniger nervös, wenn sie eine Freundin, ihren Freund oder ihre Mutter mit zum Arzt nehmen. Das ist vollkommen in Ordnung und erlaubt. Du darfst auch selbst bestimmen, ob die Person des Vertrauens im Wartezimmer auf dich warten soll oder sogar mit in das Behandlungszimmer kommt. Besonders bei Verhütungsfragen kann es sehr nützlich sein, wenn der Freund bei dem Gespräch anwesend ist.

[TK]

Links

Die Techniker Krankenkasse hat auch viele Infos zum Thema Antibabypille.

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