Untergewicht

Bloß nicht abnehmen!

published: 15.07.2007

Mit einem individuellen Ernährungsplan kann man sein Gewicht kontrollieren (Foto: Public Address)Mit einem individuellen Ernährungsplan kann man sein Gewicht kontrollieren (Foto: Public Address)

"Na, Fräulein Klappergerüst! Du wandelnde Bohnenstange... " Was gehässige Bemerkungen über ihre Figur angeht, ist Anna inzwischen Expertin. Während sich andere Mädchen ihres Alters Sorgen um ein paar Kilos zu viel machen, würde sie liebend gerne etwas zunehmen. Bei einer Körpergröße von 1,73 Metern wiegt die 17-Jährige gerade einmal 52 Kilogramm. Doch egal, wie viel Anna isst, der Zeiger der Waage bewegt sich einfach nicht.

So wie Anna sind in Deutschland etwa 1,9 Millionen Menschen untergewichtig. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Frauen und Mädchen zwischen 14 und 29 Jahren. Leider geht dieses Problem angesichts der 49 Prozent übergewichtigen Deutscher und dem gesellschaftlichem Schlankheitswahn nahezu unter. Auch Annas Freundinnen können in Zeiten der Konfektionsgröße Null kaum verstehen, dass sie mit ihrem Gewicht unglücklich ist.

Wann ist man untergewichtig?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt vor, dass derjenige untergewichtig ist, der einen Body-Mass-Index (BMI) von unter 18,5 hat.
Dieser Wert ist allerdings nur als Richtlinie zu verstehen. Wer sich pudelwohl fühlt, keinerlei gesundheitliche Probleme hat und einfach nur etwas unter den vorgegeben Richtwerten liegt, braucht sich keine Sorgen zu machen.

Genau wie einige Menschen breit gebaut sind und etwas über dem BMI liegen, gibt es auch solche, die weniger wiegen und trotzdem nicht krank sind. Der BMI kann immer nur einen Anhaltspunkt für diejenigen liefern, die unsicher sind oder vielleicht Probleme haben.

Essen Untergewichtige zu wenig?
Natürlich gibt es Fälle, in denen das Untergewicht aus einer Essstörung heraus oder schlicht wegen mangelnder Ernährung entsteht. Allerdings stimmt es nicht, dass jeder, der zu wenig wiegt, auch unterernährt ist.

Bei einigen Menschen ist das Untergewicht ererbt, das heißt, es gibt eine familiäre Veranlagung dafür. In solchen Fällen bedingt der individuelle Stoffwechsel, dass man nicht zunimmt. Sofern sich der Betroffene gleichzeitig ausreichend und ausgewogen ernährt und keine Mangelerscheinungen vorliegen, muss der unterdurchschnittliche BMI nicht ungesund sein.

Weiterhin können beispielsweise entzündliche Darmerkrankungen, chronische Entzündungen im Mund- und Rachenbereich oder Schilddrüsenüberfunktionen zu Untergewicht führen. Wenn man davon betroffen ist, nimmt man einfach nicht ausreichend Nahrung auf oder der Körper ist nicht in der Lage, die Nährstoffe zu verwerten.

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