Wohlfühlgerüche

Vanille im Schlafzimmer?

published: 05.07.2009

Im Potpourri sind Naturmaterialien meistens nach Wirkweisen zusammengefügt (Foto: Public Address)Im Potpourri sind Naturmaterialien meistens nach Wirkweisen zusammengefügt (Foto: Public Address)

Ein violettes Meer aus Lavendelblüten, frisch gemähtes Heu oder der Waldboden nach einem Sommerregen – Gerüche zaubern sofort Bilder alter Erinnerungen vor das innere Auge und rufen spezielle Stimmungen hervor. Gewissen Aromen wird sogar nachgesagt, dass sie eine heilsame Wirkung haben - selbst die alten Ägypter setzten schon spezielle Pflanzenessenzen zu medizinischen Zwecken ein.

Mit Blütenblättern, ätherischen Ölen und getrockneten Früchten verwandelt ihr das heimische Wohnzimmer also ganz leicht in eine Wellness-Oase, in der ihr euch entspannen könnt. Besonders im Alltag lassen sich so kleine Auszeiten von Stress und Hektik schaffen. Die Techniker Krankenkasse stellt euch ein paar Düfte und ihre Wirkweisen vor. Also, Augen schließen und ab in die Provence!

Düfte beeinflussen die Psyche
Duftessenzen werden über die Schleimhäute der Nase aufgenommen und gelangen so in den Organismus und ins Gehirn. Auf diesem Wege können sie sich positiv auf die Psyche eines Menschen auswirken. Wer sein Zimmer oder seine Wohnung in eine duftende Ruheinsel verwandeln möchte, kann dafür verschiedene Naturprodukte verwenden.

Duftquellen selber sammeln
Getrocknete Blumenblüten, Orangenscheiben oder Gewürze verströmen in kleinen Gefäßen oder Beuteln angenehme Aromen. Die Zutaten für eure Duftquellen könnt ihr entweder selbst sammeln und trocknen oder schon als fertiges "Potpourri" kaufen. Die in kleinen Beuteln gesammelten Naturmaterialien sind meistens schon nach Wirkweisen zusammengefügt und zusätzlich sehr hübsch anzuschauen.

Ätherische Öle haben den Vorteil, dass sie leicht verdampfen. Sie enthalten Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben. In Duftlampen gebt ihr dem Wasser einige Tropfen des Öls bei, das durch die Wärme verdunstet. Haltet euch dabei genau an die Angaben auf den Fläschchen, damit ihr keinen zu extremen Duft kreiert. Übrigens lassen sich die Öle auch für Massagen oder als Badezusatz verwenden - erkundigt euch einfach im Geschäft.

Rose ist nicht gleich Rose
Je nach persönlichen Vorlieben und Verknüpfungen wirken verschiedene Aromen unterschiedlich auf euer Wohlbefinden. Verbindet ihr mit Rosenduft beispielsweise einen Garten, in dem ihr als Kind oft gespielt habt, wird euch der Geruch vermutlich entspannen. Müsst ihr hingegen an euren Ex-Freund denken, der euch bei der Trennung mit einem Strauß Rosen trösten wollte, versetzt euch diese Erinnerung wohl eher in miese Stimmung.

Zedernholz sorgt für klare Gedanken
Welche Düfte ihr also als Stimmungserzeuger einsetzt, hängt von eurem persönlichen Geschmack ab. Dennoch werden bestimmten Aromen spezielle Wirkweisen nachgesagt, die ihr je nach "Einsatzort" nicht ganz außer Acht lassen solltet.
Der Duft von Rosen soll einen beruhigenden und antidepressiven Einfluss haben. Er empfiehlt sich auch für schöne Stunden zu zweit, da den Essenzen der Rose eine Lust steigernde Wirkung nachgesagt wird. Mit Blütenblättern oder einer Duftschale schafft ihr eine warme Atmosphäre und verwandelt beispielsweise euer Badezimmer in eine Wellness-Oase.

Rund um euren Schreibtisch solltet ihr euch für Duftnoten von Kiefernnadeln oder Zedernholz entscheiden. Diesen Substanzen wird nachgesagt, dass sie die Konzentration stärken und für einen klaren Durchblick sorgen. In der Küche wecken besonders Düfte von Gewürzen wie Zimt und Curry oder frischen Kräutern wie Thymian und Rosmarin Lust aufs Kochen.

Ihr habt keine Lust mehr auf graue Wintertage und ständiges Frieren? Der Duft einer Orange oder Mandarine soll erfrischend und erheiternd wirken und an den Frühling erinnern. So verfliegen Ängste, Traurigkeit und Verspannungen und auf der Couch im Wohnzimmer stellen sich wieder wärmere Gedanken ein.

Einen entspannten Schlaf versprechen übrigens Lavendel und Vanille. Mit diesen Düften in der Nase ist der Traum vom letzten Urlaub oder einer gemütlichen Teestunde nicht weit.

Aromatische Heilung
Wenn ihr eurer Gesundheit aromatisch ein wenig auf die Sprünge helfen möchtet, gibt es eine Reihe von Ölen, deren Wirkweisen nachgewiesen sind. Natürlich ersetzen sie bei ernsten Erkrankungen keineswegs den Arzt, bei leichten Unpässlichkeiten können sie aber durchaus positive Effekte erzielen.

So hilft Eukalyptusduft gegen Fieber und Hautveränderungen oder als Schleimlöser, während Pfefferminze unangenehme Kopfschmerzen lindert. Bei Magenbeschwerden und Übelkeit verschafft Fenchelduft Erleichterung. Jasminessenzen verströmen Angst lösende Aromen und wirken als Stimmungsaufheller. Wenn ihr euch nur wenig zutraut, hilft euch dieses Aroma, wieder etwas Mut zu fassen. Schließlich weckt der Geruch von Muskatellersalbei neue Kräfte, wenn der Organismus nach einer Krankheit noch geschwächt ist.

[TK]

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