Krankheiten auskurieren

Nur die Ruhe!

published: 03.09.2011

Bei einigen Krankheiten muss man sich schonen, obwohl man sich bereits wieder fit fühlt (Foto: Public Address)Bei einigen Krankheiten muss man sich schonen, obwohl man sich bereits wieder fit fühlt (Foto: Public Address)

Zu Beginn einer Krankheit lässt du dir vermutlich nicht zweimal sagen, dass du ins Bett gehört. Fühlt man sich müde, schlapp und krank, ist die wohltuende Stille der eigenen vier Wände eine willkommene Erholung. Doch spätestens wenn die Lebensgeister langsam wieder zurückkehren, packt viele die Ungeduld.

Vor Langeweile und Tatendrang begehst du dann vielleicht sogar Fehler, die die vollständige Genesung des Körpers verlangsamen oder sogar verhindern. Warum der Organismus auch nach einer Krankheit noch etwas geschont werden sollte und wie du ihn dabei am besten unterstützt, verrät die Techniker Krankenkasse.

Neue Kraft für den Körper

Sind Grippe oder Mandelentzündung fast überstanden, verschwinden die Symptome langsam und nach Fieber, Schwindel oder Schmerzen kehren endlich die Lebensgeister in den Körper zurück.

Jetzt darfst du zwar langsam wieder aktiv werden, allerdings solltest du darauf achten, dich nicht gleich zu überlasten. Spaziergänge an der frischen Luft, weiterhin viel Trinken (ca. zwei Liter täglich) und entspannende Unternehmungen sind hilfreich – anstrengende körperliche und geistige Tätigkeiten solltest du jedoch vermeiden.

Sportliche müssen kürzer treten

Auch wenn es dich bei schönem Wetter juckt, endlich wieder mit dem Joggen zu beginnen: Du gefährdest deine Gesundheit ernsthaft, wenn die gerade abgeklungene Erkältung oder Entzündung noch nicht vollständig auskuriert ist. Da das Immunsystem geschwächt ist, können große Anstrengungen zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen. So kann sich eine verschleppte Infektion unter Umständen auf Organe ausdehnen, die vorher völlig gesund waren. Beispielsweise ist es möglich, dass die Viren einer einfachen Erkältung den Herzmuskel angreifen und es zu einer Entzündung kommt.

Tabu ist Sport ebenso bei fiebrigen Infekten. Eine Faustregel lautet: Vor Trainingsbeginn solltest ihr genau so viele Tage fieberfrei sein wie du vorher krank warst.

Ansteckungsgefahr minimieren

Selbst wenn du dich wieder etwas erholter fühlst und die Symptome weitestgehend abgeklungen sind, ist es durchaus möglich, dass deine Krankheit immer noch ansteckend ist. Oft halten sich die Erreger noch einige Tage im Körper auf, bis dieser sie vollständig ausgeschieden hat. Je nach Krankheit kann es sogar einige Wochen dauern. Achte also nach einer Infektion besonders darauf, dir häufiger die Hände zu waschen und Sanitäranlagen zu desinfizieren.

Chronische Erkrankungen vermeiden

Eine Krankheit ist ein Signal des Körpers, eine Ruhepause einzulegen. Wer dieses Zeichen ignoriert und einfach weitermacht, wird unter Umständen feststellen, wie hartnäckig manche Quälgeister sind. Eine verschleppte Grippe oder Blasenentzündung beispielsweise belastet dein Immunsystem und schwächt es dauerhaft, sodass du dem nächsten Bazillen-Großangriff nur noch wenig entgegenzusetzen hast.

Hinzu kommt, dass bestimmte Krankheiten, die über einen längeren Zeitraum nicht entsprechend behandelt werden, chronisch werden können. So kann ein normaler Erkältungshusten die Atemwege unwiderruflich schädigen.

"Aber ich fühle mich schon total gesund!"

Besonders unangenehm ist es natürlich, sich schonen zu müssen, obwohl man sich bereits wieder fit fühlt. Hat dir jedoch ein Arzt empfohlen, lieber noch etwas vorsichtig zu sein, solltest du dich dringend daran halten. Wer sich beispielsweise nach einer Gehirnerschütterung zu schnell wieder vielen Reizen aussetzt, behindert das durchgeschüttelte Gehirn bei der Heilung. Die Nervenzellen im Gehirn sind durch den Aufprall vorübergehend in ihrer Funktion gestört und brauchen etwas Zeit, um sich zu regenerieren. Hältst du dich nicht an die verordnete Ruhephase, leidest du im schlimmsten Fall noch wochen- bis jahrelang an Symptomen wie Schwindel, Übelkeit oder Reizbarkeit.

Ähnlich geht es manchen Patienten, die Medikamente verordnet bekommen. In der Regel wirken beispielsweise Antibiotika innerhalb kürzester Zeit und man fühlt sich bereits nach zwei bis drei Tagen besser oder gar gesund. Leider verführt diese schnelle Veränderung viele dazu, die Arznei nicht weiter einzunehmen. Wer eine medikamentöse Therapie jedoch vorzeitig abbricht, riskiert, dass Bakterien überleben und sich wieder vermehren. Gleichzeitig kann es passieren, dass sie gegen das Medikament resistent werden. Dann kommt es nicht nur zu einem Rückfall, sondern die bisherige Behandlung schlägt nicht mehr an. Verschriebene Medikamente solltet ihr deshalb unbedingt so lange nehmen, wie euer Arzt es empfiehlt.

[TK]

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