Die richtige Sonnenbrille

Sommer für die Augen

published: 23.03.2009

Die Farbe der Brillengläser sagt nichts über ihre Qualität aus (Foto: Public Address)Die Farbe der Brillengläser sagt nichts über ihre Qualität aus (Foto: Public Address)

Wer einmal bei Wolken verhangenem Himmel einen Sommertag am Strand verbracht hat, ohne sich vor der Sonne zu schützen, weiß: Ultraviolette Strahlen wirken auch bei schlechtem Wetter. Etwa fünfzig Prozent der unsichtbaren Strahlung dringen trotz grauem Firmament bis zu uns durch. Ein zuverlässiger Sonnenschutz - ob für die Haut oder die Augen - sollte darum selbstverständlich zur Sommer-Ausrüstung zählen.

Da die Augen ihren Eigenschutz erst mit etwa 30 Jahren vollständig ausgebildet haben, ist es besonders für Jugendliche wichtig, ihr Sehvermögen zu schützen. Speziell helle Augen sind empfindlicher als dunkle, da sie mehr Licht bis zur Netzhaut vordringen lassen.

Damit ihr trotz UV-Gefahr den Sommer genießen könnt und eure Augen strahlend gesund bleiben, hilft die Techniker Krankenkasse, die optimale Sonnenbrille zu finden.

Je dunkler, desto...nichts!
Ihr dachtet immer, je dunkler, desto besser? Von wegen: Hinter dem dunklen Glas wähnen sich die Augen in Sicherheit, die Pupillen weiten sich, wie sie es auch in einem dunklen Raum tun würden. Halten die Gläser das UV-Licht jedoch nicht ausreichend ab, treffen die schädlichen Strahlen viel ungeschützter auf eure Netzhaut, als es ohne Brille der Fall wäre!

Leider bemerkt man es häufig gar nicht, wenn die Augen geringfügig geschädigt werden, denn diese Verletzungen sind meist schmerzlos. Erst auf lange Sicht treten die Folgen zutage, so merkt sich das Auge jeden Sonnenstrahl und kleinsten Angriff auf die Sehzellen. Das Sehvermögen verschlechtert sich schleichend, letztendlich kann es sogar zu einer Trübung der Linse – dem so genannten grauen Star – kommen.

Oberstes Gebot: "UV-400"
Eine Sonnebrille sollte vor UV-Licht aller Wellenlängen unterhalb 400 Nanometer schützen. Die Angabe "100 Prozent UV-Schutz bis 400 Nanometer" oder schlicht "UV-400" sollte auf dem Objekt eurer Wahl in jedem Fall vermerkt sein. Genauso sollte das CE-Kennzeichen auf der Brille angebracht sein. Dieses Siegel erlaubt den Vertrieb von Sonnenbrillen in allen Staaten der europäischen Union und garantiert ein Minimum an Qualität.

Häufig werden auch so genannte Filterkategorien ausgezeichnet: Kategorie drei bedeutet, dass die Brille einen stärkeren Blendschutz aufweist und nur acht bis 18 Prozent des Lichtes durchgelassen werden. Solche Brillen sind etwa für einen Urlaub in Südeuropa geeignet. Für Mitteleuropa benötigt ihr Brillen der Kategorie zwei, die 18 bis 43 Prozent des Lichtes
passieren lassen.
Falls ihr jedoch ins Gebirge zum Skifahren reist oder Wassersport treibt, solltet ihr unbedingt einen stärkeren Schutz haben. Die Augen sind neben der direkten Strahlung auch der Reflexion durch Schnee und Wasser ausgesetzt, sodass die Gläser eine stärkere Strahlung kompensieren müssen.

Rot, grün oder braun?
Schwupps, kaum sitzt die Brille auf der Nase, schon taucht die Welt um euch herum in sonnengelbes, blutrotes oder oranges Licht. Je nach Mode und persönlicher Vorliebe gibt es die Gläser in jeder erdenklichen Farbe, die allerdings kaum etwas über die Qualität der Brille aussagt.

Die geringsten Farbverfälschungen bewirken Gläser, die klassisch braun getönt sind. Die Finger solltet ihr hingegen von den trendigen blauen und grünen Gläsern lassen, da diese nicht vor blauem Licht schützen. Experten des Zentralverbandes der Augenoptiker gehen davon aus, dass genau dieses Licht, das zwischen den Wellenlängen von 400 und 500 Nanometern angesiedelt ist, für die Augen schädlich ist. Empfehlenswert seien daher die orange-braun-Tönungen, bei denen von einem Blaulichtschutz auszugehen sei.

Scharfe Optik
Neben dem Sonnenschutz sollte eure Brille auch optischen Anforderungen entsprechen. Verzehrt sich das Bild vor euren Augen oder weisen die Gläser Schlieren, Blasen oder Einschlüsse auf, handelt es sich mit Sicherheit um minderwertige Qualität.

Testet die Brille beim Kauf, indem ihr sie vor einer geraden Linie hin- und herbewegt. Verzerrt sich die Linie, sucht lieber nach einem anderen Modell. Die Gläser sollten weiterhin so groß sein, dass sie die Augen auch vor seitlich, von oben oder unten einfallenden Sonnenstrahlen schützen.

Teurer Spaß?
Gute Sonnenbrillen, die die Augen optimal schützen, müssen nicht teuer sein. Wer keinen großen Wert auf die Marke legt, kann bereits ab etwa acht Euro eine qualitativ hochwertige Brille erwerben.

[TK]

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