Ehrenamt

Die Gesellschaft mitgestalten

published: 01.05.2009

Viele Vereine und Organisationen sind auf die tatkräftige Unterstützung ehrenamtlicher Helfer angewiesen (Foto: Public Address)Viele Vereine und Organisationen sind auf die tatkräftige Unterstützung ehrenamtlicher Helfer angewiesen (Foto: Public Address)

"Wenn man sich engagiert, kann man wenigstens ein bisschen etwas an der Gesellschaft verändern". Die 20-jährige Juliane aus Kiel weiß, wovon sie spricht: Etwa fünf Jahre lang half sie im Jugendbereich ihrer Kirchengemeinde als Freiwillige, organisierte Konfirmandenfreizeiten, Kindergruppen und Kindergeburtstage. "Wir haben dann Spiele mit den Kindern gemacht, Essen vorbereitet, Kuchen gebacken und so etwas, und abends haben die Eltern ihre Kinder wieder abgeholt."

Ehrenamtliche Helfer findet man in vielen Bereichen: Sie schreiben beispielsweise Artikel für die Schülerzeitung, organisieren Wettkämpfe im Sportverein oder sorgen für den Getränkeausschank im Jugendtreff. Andere geben Gitarrenunterricht, gehen mit Hunden aus dem Tierheim Gassi oder engagieren sich im Umweltschutz. Dabei kommt die Hilfe nicht nur den betreffenden Projekten zugute, sondern bringt auch viele persönliche Vorteile. Die Techniker Krankenkasse informiert euch.

Würdet ihr euch ehrenamtlich engagieren?

  • Ja, ich finde Freiwilligenarbeit total wichtig.

  • Weiß nicht.

  • Nein. Ich suche mir lieber einen Nebenjob und bekomme Geld für meine Arbeit.

Aktiv etwas verändern
Für Juliane stand bei ihrer Tätigkeit immer der Spaß an erster Stelle, aber auch die gemeinnützige Idee findet sie wichtig: "Meine Kirche liegt in einem Problemstadtteil. Es ist toll zu sehen, wie man die Kinder auffangen kann. Wie Du jeden aufnehmen kannst und aus ihm etwas echt Schönes wird, wie die Kinder aufblühen und nicht immer die Ausgestoßenen sind." Nicht nur das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, macht ehrenamtliche Aufgaben aus. Sie bieten euch die Möglichkeit, Projekte aktiv mitzugestalten.
Dabei könnt ihr hinter die Kulissen eines Betriebes oder einer Organisation schauen und verschiedene Abläufe und Aufgabengebiete kennen lernen. Gleichzeitig trefft ihr Menschen mit ähnlichen Interessen und könnt eigene Ideen verwirklichen, ohne dass euch ein "Chef" auf die Finger schaut und bewertet.

Pluspunkte für die Zukunft
Eure ehrenamtlichen Aktivitäten helfen euch möglicherweise bei der beruflichen Orientierung und ihr sammelt erste praktische Erfahrungen in eurem späteren Arbeitsumfeld. "Ich habe Verantwortung und Organisation gelernt, mit den Kindern umzugehen, offener und toleranter an Dinge heranzugehen und generell auf Menschen zuzugehen", fasst Juliane zusammen. Und manchmal nützen Kontakte sogar bei Bewerbungen um Praktika und Nebenjobs. "In jedem Fall kommt es bei einem Arbeitgeber gut an, wenn sich jemand engagiert", lacht Juliane.

Ganz egal, aus welchen Motiven ihr euch für ein Ehrenamt entscheidet, ihr solltet unbedingt euren Interessen folgen und Freude daran haben, schließlich findet die Tätigkeit in eurer Freizeit statt. "Wenn jeder sich ein Ehrenamt aussucht, das ihm Spaß macht und es als Hobby nutzt, ist schon eine gute Ecke getan", meint Juliane. Für Unentschlossene gibt es übrigens in fast jeder Stadt und im Internet sogenannte Freiwilligenagenturen, die dabei helfen, eine passende Aufgabe zu finden.

[TK]

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