Lebenslauf verfassen

Euer Leben auf einen Blick

published: 20.05.2009

Es kommt darauf an, wichtige Informationen auf den ersten Blick zu vermitteln (Foto: Public Address)Es kommt darauf an, wichtige Informationen auf den ersten Blick zu vermitteln (Foto: Public Address)

"Das Kernstück einer Bewerbung ist ein aussagekräftiger Lebenslauf!" Schon einmal gehört? Was Bewerbungsspezialisten predigen, ist zwar leicht gesagt, aber ganz schön schwer umzusetzen. Besonders Schüler plagt oft das Gefühl, dass ihr Leben eigentlich viel zu kurz ist, um einem zukünftigen Arbeitgeber etwas zu bieten. Die Techniker Krankenkasse zeigt euch, wie ihr euer Leben ins richtige Licht rückt.

Stolperfallen in den persönlichen Daten
Ihr beginnt den Lebenslauf mit euren persönlichen Daten. Dazu gehört neben Namen, Vornamen, Anschrift und Telefon auch eure E-Mail-Adresse. Achtung: So lieb ihr [email protected] oder [email protected] auch gewonnen habt, ein Arbeitgeber mag es seriöser: [email protected] ist definitv die bessere Wahl! Während Geburtsdatum, –ort und Familienstand gängige Angaben sind, solltet ihr auf Informationen zu den Berufen eurer Eltern oder Geschwister genauso verzichten, wie auf die religiöse Zugehörigkeit und Staatsangehörigkeit. Letztere haben nur dann etwas im Lebenslauf zu suchen, wenn ihr euch etwa bei einer konfessionellen Organisation bewerbt oder eine andere Staatsangehörigkeit besitzt.

Vorzüge sichtbar platzieren
Es folgt der schulische Werdegang, wobei ihr die Zeiträume im Format "Monat/Jahr" angebt. Vermerkt, wann ihr welchen Schulabschluss mit welcher Note gemacht habt bzw. voraussichtlich machen werdet. Einen Pluspunkt könnt ihr hier sammeln, indem ihr eure Leistungskurse angebt – zumindest, wenn sie zum angestrebten Beruf passen! Wer während seiner Schulzeit an einem Schüleraustausch teilgenommen hat oder eine Zeit im Ausland verbracht hat, sollte dies unter dem gesonderten Punkt "Auslandsaufenthalte" aufführen. Nur so springen sie dem Personalchef gleich ins Auge!
Sämtliche Praktika oder Nebenjobs führt ihr unter der Überschrift "Praktische Erfahrungen" auf. Immerhin belegt ein Job an der Supermarktkasse viele Qualitäten: Ihr seid beispielsweise geübt im Kundenumgang, seid zuverlässig und gewissenhaft. Gebt auch kurze Schülerpraktika an, selbst, wenn sie in einem ganz anderen Bereich stattgefunden haben. So erfährt der Personaler immerhin, dass ihr schon einmal "Arbeitsalltag" geschnuppert habt.

Eure "Besonderen Kenntnisse" sind für den Arbeitgeber sehr wichtig. Informiert ihn detailliert, welche Fremdsprache ihr wie gut beherrscht (beispielsweise Englisch: sehr gut in Wort und Schrift oder Französisch: Grundkenntisse) und über eure Fähigkeiten am Computer. Auch ein Führerschein sollte hier vermerkt werden.

Hobbys und Engagements
Bei der Auswahl eurer Hobbys solltet ihr ehrlich, aber nicht zu offenherzig sein. Wer gerne "herumgammelt", sollte dies seinem künftigen Arbeitgeber nicht unbedingt auf die Nase binden. Besser machen sich Vorlieben wie "Lesen", "Sport" oder "Reisen". Allerdings sollte dies auch der Wahrheit entsprechen und ihr bei der Frage nach dem letzten Reiseziel nicht in Stottern geraten. Vergesst nicht, neben euren Hobbys auch ehrenamtliche Engagements aufzuführen. Gruppenleiter bei den Pfadfindern oder Schülersprecher sind nicht nur in der Lage, Verantwortung zu übernehmen, sondern haben auch schon erste organisatorische Erfahrungen gesammelt. Auch hier gilt: Ehrlich währt am längsten. Im Notfall solltet ihr euch die Tätigkeiten immer von der entsprechenden Organisation/Verein bestätigen lassen können.

Dos und Don´ts
Zu den wichtigsten Jokern eines Bewerbers gehört ein gutes Foto. Verzichtet also tunlichst auf alles, was ihr in eurem Zimmer, bei der letzten Party oder im Park geschossen habt, und geht zu einem professionellen Fotografen. Vermeidet es auch, für den Lebenslauf eine simple Vorlage aus dem Internet herunterzuladen. Erstens vertut ihr so eure Chance, unter den Mitbewerbern positiv aufzufallen und zweitens sind peinliche Fehler vorprogrammiert.
Holt euch unbedingt ein Feedback von Dritten, bevor ihr eure Bewerbung auf die Reise schickt - und dann: Viel Glück!

[TK]

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