Pepp deine Beziehung auf!

Gegen Langeweile in der Liebe

published: 28.09.2006

Manchmal kann man mit Kleinigkeiten eine große Wirkung erzielen - besonders in der Liebe (Foto: herz #Flickr12days von János Balázs lizensiert durch CC BY-SA 2.0)) Manchmal kann man mit Kleinigkeiten eine große Wirkung erzielen - besonders in der Liebe (Foto: herz #Flickr12days von János Balázs lizensiert durch CC BY-SA 2.0))

Auch wenn es die große Liebe ist, sie kann nicht immer so aufregend bleiben wie in den ersten Wochen. Irgendwann stellst du vielleicht ernüchtert fest, dass du Mathematikformeln spannender findest als den täglichen Fernsehabend mit deinem Partner. Dann ist es an der Zeit, frischen Wind in eure Beziehung zu bringen, denn es heißt "Liebe ist wie ein Garten, der verwildert, wenn man ihn nicht pflegt". Aber was ist zu tun, wenn sich in eine langjährige Partnerschaft plötzlich der Feind Routine einschleicht? Die Gefühle füreinander wieder entflammen zu lassen, ist gar nicht so schwierig: Macht euch Gedanken, probiert etwas Neues aus, seid spontan und lasst eurer Fantasie freien Lauf. Mit ein paar Anregungen stellt sich das Kribbeln im Bauch fast wie von selbst wieder ein. Fangt heute an, eure Liebesbeziehung ein wenig aufzupeppen.




Kommunikation in Schwung halten

Im Gespräch zu bleiben und dem Partner Aufmerksamkeit zu schenken, ist enorm wichtig für eure Beziehung. Bei vielen nimmt die Qualität der verbalen Kommunikation mit der Zeit ab. Alltagssituationen und Belangloses bestimmen die Konversation. Es fällt zunehmend schwerer, Probleme, Wünsche oder Träume miteinander zu besprechen, auch das Zuhören will gelernt sein. Daher seid vermehrt aufmerksam, was der andere von sich gibt. Überrascht einander mit Geschenken, wobei ihr viele Ideen aus dem alltäglichen Gespräch heraushören könnt. Antwortet auf Standardfragen wie "Wie geht’s dir?" oder "Wie war dein Tag?" wieder ehrlich, ausführlich und herzlich. Erzählt einander eure Zukunftsträume. Wann habt ihr das letzte Mal eine ganze Nacht hindurch gequatscht?

Denkt euch zum Beispiel jeder zehn Fragen aus, die der andere dann ehrlich beantworten muss. Erinnert euch gemeinsam an das erste Kennenlernen, den ersten Kuss ... Macht dem Partner jeden Tag mindestens ein Kompliment. Wenn du denkst "Man, sieht er/sie gut aus", dann sprich es auch aus. Achtet wieder verstärkt darauf, "bitte" und "danke" zu sagen. Schickt dem Partner eine Karte mit einer Liebesbotschaft per Post – nur so. Eine weitere Übung: Sprecht einen ganzen Tag alles laut aus, was ihr denkt. Die beste Möglichkeit, um die Kommunikation wieder anzukurbeln, ist jedoch eine komplett fernsehfreie Woche. Das alles hilft, den Partner wieder neu zu entdecken und wichtige Dinge über ihn zu erfahren.




Gemeinsame Erlebnisse und Zweisamkeit

Für euer Zusammengehörigkeitsgefühl ist es wichtig, bewusst gemeinsame Erlebnisse und somit gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Besucht als Paar einen Tanzkurs. Dabei habt ihr nicht nur Spaß – ein wichtiger Punkt, wenn vermehrt Spannungen und Streit in der Luft liegen –, sondern ihr kommt euch auch körperlich wieder näher. Schenkt dem anderen Karten für Konzert, Kino, Theater, den Zoo oder eine Lesung. Macht am Wochenende eine Radtour oder ein spontanes Picknick am See. Plant einen Kurztrip nach Paris, Amsterdam oder Barcelona. Lest einander vor, auch wenn es nur die Studienbücher sind.

Leistet euch etwas Glamouröses: Geht in ein schönes Restaurant, leiht euch für eine Stunde ein cooles Auto oder geht gemeinsam ins Casino. Verstreut Blumen in der ganzen Wohnung. Kocht gemeinsam ein Drei-Gänge-Menü, deckt den Tisch edel und lasst Handy und Fernseher den Abend ausgeschaltet. Generell ist es nicht schlecht, einen Abend in der Woche nur für euch zu reservieren, an dem striktes Handy- und Computerverbot herrscht. Macht einen Tag nur, was der eine möchte. Am nächsten Tag bestimmt der andere das Programm: vom Essen über die Musik bis hin zum Fernsehprogramm. Und für die Zukunft: Vergrabt eine Zeitkapsel mit Fotos von euch und anderen gemeinsamen Erinnerungen.




Sex it up!

Seid auch in Liebesdingen wieder kreativer. Ein gemeinsamer Besuch im Sexshop oder beim Strip muss kein Tabu sein und mag euch inspirieren. Kauft Massageöl, Kerzen und eine Duftlampe für den Nachttisch. Veranstaltet ein intimes Fotoshooting. Übernachtet in einem Hotel – in der eigenen Stadt. Seift euch gegenseitig unter der Dusche ein und wascht euch gegenseitig die Haare. Auch ein Bad mit wechselseitigem Eincremen im Anschluss kann sehr anregend sein. Besorgt euch erotische Filme oder erotische Literatur. Verzichtet bewusst auf das Vorspiel. Spielt Flaschendrehen. Gemeinsam ausgehen und getrennt flirten kann spannend sein - natürlich nur, wenn beide damit einverstanden sind und ihr euch vertrauen könnt. Füreinander zu strippen klingt vielleicht albern, muss jedoch auch keine bierernste Sache sein. Legt dazu eure jeweilige Lieblingsmusik auf. Ein wenig Verlegenheit macht eventuell gerade den Reiz der Sache aus. Denkt dran: Die lästige Routine soll bekämpft werden!

Mehr Fantasie, bitte

Oft braucht es nur einen kleinen Schubs in die richtige Richtung, damit das Leben zu zweit mehr Spaß macht und sich das Kribbeln im Bauch wieder einstellt. Überrascht den Liebsten mit einem kleinen Gedicht unterm Kopfkissen. Gebt euch neue Kosenamen. Tut etwas ganz Verrücktes, das nur frisch Verliebte tun würden. Seid dabei hemmungslos albern.




Zieht eine Woche nur an, was der andere aussucht. Verreist ohne Gepäck und Hotelbuchung übers Wochenende und schlagt euch so durch. Springt mit Klamotten in einen Pool. Ritzt ein Herz mit euren Initialen in einen Baumstamm. Steht früh auf und schaut euch den Sonnenaufgang am See an. Versucht, euch einen ganzen Tag lang zu siezen. Kauft euch Oberteile im Partnerlook – und tragt sie. Tauscht im Bett die Seiten.

Sagt der Routine den Kampf an! Das funktioniert natürlich nur, wenn ihr beide an der Beziehung arbeiten möchtet. Sollten trotz aller ausgefallenen Ideen keine Gefühle mehr vorhanden sein, bleibt wirklich nur die Trennung. Doch auch dann ist es gut zu wissen, dass ihr vorher alles versucht habt.

[Melanie Eberlein]

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