"Schatz, es ist aus!"

Schluss machen - aber fair

published: 02.05.2011

Trennung per SMS ist nicht die feine englische Art  (Foto: shutterstock.com/ImYanis) Trennung per SMS ist nicht die feine englische Art (Foto: shutterstock.com/ImYanis)

Wo sind sie bloß alle hin, die Schmetterlinge, rosa Brillen und Geigenmusiker dieser Welt? Wenn nach der ersten Verliebtheit oder im Laufe der Zeit nichts als Freundschaft für den Partner übrig bleibt, gibt es nur noch eine Lösung: die Trennung. Da man sich und dem anderen ja auch später noch in die Augen sehen will, sollte man bei dieser unschönen Angelegenheit wenigstens fair bleiben. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ein paar Ratschläge.

Trennung per SMS?

Natürlich ist die Vorstellung, den Freund oder die Freundin zu verletzen, sehr bedrückend. Trotzdem ist es nicht gerade die feine englische Art, sich per SMS, Telefon oder gar mithilfe einer "Schluss-Mach-Agentur" aus der Affäre zu ziehen. Eine Nachricht à la "Sorry, es ist aus. Machs gut!" ist nicht nur feige, sondern nimmt dem Partner auch die Chance, irgendwie zu reagieren. Also, wenn man sich erst einmal für die Trennung entschieden hat, sollte man auch so mutig sein, dies dem anderen so früh wie möglich persönlich zu sagen. In jedem Fall aber in einem persönlichen Gespräch.

Zu Hause oder im Café?

Um zu intimen Situationen aus dem Weg zu gehen, kann man das unliebsame Gespräch ruhig an einem neutralen Ort führen. Ganz schlecht ist es, sich an Plätzen zu treffen, die mit schönen gemeinsamen Erinnerungen verbunden sind. Allerdings ist ein bevölkertes Straßencafé ebenfalls keine glückliche Wahl, da dort eventuelle Tränen auch noch peinlich werden könnten. Am besten, man sucht sich eine ruhige Ecke in einem Café oder einen ähnlich ungezwungenen Platz.

Wie sagt man es?

Ehrlich währt immer noch am längsten. Schwache Ausreden, die das schlechte Gewissen mindern oder es dem Partner "leichter" machen sollen, sind fehl am Platze. Wenn man sich neu verliebt hat, ist das auch die Wahrheit, die man dem anderen sagen sollte. Alle Gründe, die man sich selber lange überlegt hat, gehen den Partner mindestens genauso viel an. Auch wenn es im ersten Augenblick hart oder verletzend erscheint, umso präziser die Gründe, desto mehr hilft man dem anderen damit. Getreu nach dem Motto: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende".

Nicht verhandeln

Oft ist es verlockend, die Fakten etwas "schwammiger" zu formulieren, um die Sache weniger tragisch zu gestalten. Aussagen wie "Vielleicht wird es später noch einmal etwas" oder "Ich habe schon noch Gefühle für Dich" sollen zwar in dem Moment trösten, wecken aber nur die quälende Hoffnung im Zurückgebliebenen. Wenn man nicht wirklich davon überzeugt ist, dass die Beziehung später noch eine Chance hat, sollte man sich also solche Kommentare verkneifen. Um dem Verlassenen seine Würde zu lassen, darf er nicht den Eindruck bekommen, dass Betteln oder Diskutieren sich lohnen könnte. Denn nichts ist im Nachhinein für denjenigen schlimmer, als sich an diese zusätzliche Erniedrigung zu erinnern.

Und wenn er oder sie sich etwas antut?

Im ersten Schock passiert es manchmal, dass der Zurückgebliebene damit droht, sich etwas anzutun. So etwas ist unfair und tut den meisten später auch leid. Solche Drohungen sind keine Basis für eine Beziehung und dürfen einen keinesfalls dazu bewegen, einen "Kuhhandel" abzuschließen. Jeder hat das Recht, eine Beziehung zu beenden. Für die Reaktion darauf ist man als Ex-Freund oder Ex-Freundin definitiv nicht verantwortlich.

Können wir nicht Freunde bleiben?

Meistens ist das in der ersten Zeit nach der Trennung nicht möglich. Auch, wenn man einander fehlt, macht man es dem Zurückgebliebenen oft nur schwerer, wenn man sich weiterhin regelmäßig trifft. Zu oft entwickeln sich Hoffnungen und man kann sich nicht richtig voneinander lösen. Deshalb sollte derjenige, der Schluss macht, auch so stark sein, den Kontakt zunächst zu meiden. Das mag anfänglich wehtun oder auch zu Streit führen, ist aber auf Dauer der beste Weg, um später eventuell befreundet sein zu können.

Gib mir mein Foto wieder!

Das Trennungsgespräch ist garantiert nicht der richtige Zeitpunkt, um geliehene Dinge vom anderen zurückzufordern. Auch wenn der Freund oder die Freundin noch die Lieblings-CD oder das Lieblings-T-Shirt hat, geduldet man sich lieber noch ein paar Wochen. Wenn der erste Schock verdaut ist, fällt der Umgang miteinander meist schon etwas leichter, notfalls bittet man Dritte um ihre Hilfe.

Ein letztes Treffen?

Vielen hilft es, sich nach der Trennung noch einmal mit dem Ex zu treffen, um dringende Fragen zu klären oder die gemeinsame Wohnung aufzulösen. Es kann ja sein, dass man im ersten Moment so überrumpelt oder verletzt war, dass man dazu gar nicht gekommen ist. Ein letztes klärendes Treffen sollte man dem oder der Ex schon gewähren. Ein offenes Gespräch hilft dem Verlassenen oft enorm, den Schmerz zu verarbeiten. Wichtig ist es nur, auch bei diesem Treffen ehrlich und distanziert zu bleiben, sodass beim anderen auf keinen Fall wieder Hoffnungen aufkommen.

[TK]

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