Kalte Hände und Füße

Bist du eine Frostbeule?

published: 09.02.2007

Wenn man friert, verengen sich die Blutgefäße (Foto: shutterstock.com/Dean Drobot) Wenn man friert, verengen sich die Blutgefäße (Foto: shutterstock.com/Dean Drobot)

Du liegst im Bett, bist todmüde und würdest so gerne schlafen, wenn dich nur nicht deine eiskalten Füße wach halten würden. Fußgymnastik, Bettdecke und kleine Massagen helfen nicht. Schließlich stehst du mitten in der Nacht auf und holst dir eine Wärmflasche. Fast jeder kennt das nächtliche Ärgernis kalter Füße und Finger, besonders jetzt in der frostigen Jahreszeit.

Doch woran liegt es, dass gerade diese Körperteile so sensibel auf Kälte reagieren und vor allem: Was kann man dagegen machen? Die Techniker Krankenkasse hat das Problem einmal genauer unter die Lupe genommen.
 

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Hände und Füße sind die ersten "Kälteopfer"

Wenn es draußen kalt wird, versucht dein Körper, seine Kerntemperatur zu halten. Diese liegt bei einem gesunden Menschen zwischen 36 und 37 Grad. Für deinen Organismus ist diese konstante Temperatur wichtig, damit lebensnotwendige Stoffwechselprozesse ablaufen können. Wenn du frierst, schaltet sich eine automatische Wärmeregulation ein, die die Außentemperatur ausgleicht.
 

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Diese "Frost-Polizei" funktioniert hauptsächlich über die Arme und Beine, da hier eine große Oberfläche vorhanden ist. Bei Hitze weiten sich deine Gefäße und durch die verstärkte Durchblutung gibst du überschüssige Wärme an deine Umgebung ab. Ist dir dagegen kalt, verengen sich die Gefäße, sodass weniger Blut durch deine Adern in Armen und Beinen fließt. Dein Körper gibt nun weniger Energie an die Umwelt ab. Außerdem konzentriert sich die Blutversorgung auf die Organe im Inneren des Körpers.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Neben diesem praktischen Schutzmechanismus gibt es allerdings auch andere Ursachen für ständig unterkühlte Hände und Füße. Wenn du zum Beispiel ein starker Raucher bist oder häufig koffeinhaltige Getränke zu dir nimmst, gehst du das Risiko ein, dass sich deine Gefäße verengen und dir Glieder wie Eisklumpen bescheren. Auch Mineralstoffmangel oder zu wenig Bewegung können schuld sein. Ebenso wirken sich psychischer Druck oder großer Stress negativ aus - du bekommst buchstäblich kalte Füße.
 

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Kleine Tricks für warme Finger

Wenn deine Finger sich ständig kalt und klamm anfühlen, mache öfter am Tag kleine Fingerübungen. Strecke die Hände einfach aus und balle sie 20mal fest zur Faust - das bringt die Durchblutung wieder auf Trab. Schnell helfen auch Handwärmer, die du in deine Jackentasche stecken kannst. Wenn du Handschuhe kaufst, entscheide dich am besten für Fäustlinge, da die Finger sich hier gegenseitig wärmen können.

Nie mehr Eisfüße!

Bei "arktischen Füßen" hilft es, zwischendurch Gymnastikübungen zu machen. Ob Wippen, Spreizen oder ein kleiner Spaziergang, wichtig ist, die Zehen in Bewegung zu bringen. Wenn du neue Schuhe kaufst, schau dir die Sohle besonders gut an. Sie sollte nicht zu dünn sein, da sie sozusagen als Polster zwischen Fuß und kaltem Untergrund fungiert. Enge Schuhe sind für Frostfüßler ein absolutes Tabu, da die Zehen sich in ihnen nicht bewegen können und auch keine warme Luft gespeichert wird.

Wenn du morgens, bevor du aus dem Haus gehst, noch ein wenig Zeit hast, stecke eine mit kochend heißem Wasser gefüllte Flasche in deine Stiefel. Beim späteren Hineinschlüpfen wirst du dich über wohlige Wärme freuen. Sitzt du tagsüber viel, schlage lieber nicht zu häufig die Beine übereinander. Das behindert den Blutfluss und begünstigt zusätzlich die Bildung von Krampfadern.

Wärmende Lebensmittel

Auch bewusste Ernährung hilft dir, der Kälte den Garaus zu machen. Scharfe Gewürze wie Paprika, Pfefferschoten, Tabasco und Chili heizen dir richtig ein, zusätzlich eignen sie sich hervorragend für schöne Wintergerichte. Wer allerdings zu erweiterten Äderchen neigt, sollte sich bei den Scharfmachern etwas zurückhalten, da sie den Blutfluss beschleunigen. Andere wärmende Gewürze sind Ingwer, Zimt und Wacholder. Auch Senf und Senfkörner regen den Kreislauf an. In der Reihe der Gewürze ist Rosmarin ein wahrhaftiger Wärme-Allrounder. Egal ob frisch verzehrt, als Massageöl oder als Tee fördert er die Durchblutung.
 

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Vitamin E vermindert die Kälteempfindlichkeit des Körpers. Viel davon befindet sich in Vollkornbrot, Naturreis und Hirse. Generell ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Am besten natürlich heiße Getränke und Suppen!

Falls du eine Diät geplant hast, solltest du sie lieber auf die warmen Monate verschieben. Im Winter braucht der Körper seine Energie, um ordentlich einzuheizen und sollte nicht auf Sparflamme fahren.
 

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Andere Warmhalter

Versuche es doch einmal mit Bürstenmassagen: Sie sorgen für eine verbesserte Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. Ähnlich wie eine Massage haben auch Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser eine gefäßerweiternde Wirkung. Auf dieser Methode beruht auch das Kneipp’sche Bad, bei welchem du deine Gliedmaßen zunächst für fünf bis zehn Minuten in warmes Wasser hältst, bevor du sie für etwa 20 Sekunden in kühles Nass steckst. Dies wiederholst du einige Male. Beenden solltest du das Ganze immer im kalten Bad.

Wenn alles nicht funktioniert, gibt es nur noch eine Rettung: Ärgere dich richtig doll darüber - das erweitert nämlich auch die Gefäße und lässt dein Blut wieder zirkulieren!

[Franzisca Teske]

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