Wandern

Auf ins Grüne!

published: 03.07.2007

In Einklang mit der Natur kann man effektiv Stress abbauen  (Foto: Public Address) In Einklang mit der Natur kann man effektiv Stress abbauen (Foto: Public Address)

Kaum eine Freizeitbetätigung ist so unkompliziert wie das Wandern: Schuhe an, Stöcke raus und los, im besten Fall startet man direkt vor der Haustür. Ob Tagesmarsch oder Langstrecke, ob barfuß im Wattenmeer oder mit Ausrüstung im Gelände: Tempo und Belastung lassen sich an jedes Bedürfnis anpassen. Außerdem tut die Bewegung an der frischen Luft nicht nur der Seele gut, sondern stärkt auch den Körper. Die Techniker Krankenkasse gibt einen Überblick, was für Wanderer wichtig ist.

Wellness für alle Sinne
Wer wandert, ist sportlich aktiv, erlebt die Natur, enstpannt und ist - je nach Geschmack - gesellig. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Leute haben diesen Sport für sich entdeckt: Jeder dritte aktive Wanderer ist nämlich zwischen 20 und 40 Jahre alt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass schonende und konsequente Bewegung fit hält und Krankheitsrisiken senkt. So wird das Herz-Kreislauf-System angeregt, außerdem aktiviert man viele Muskelpartien. Zusätzlich stärkt der Aufenthalt an der frischen Luft das Immunsystem und stimuliert den Stoffwechsel.

Die richtige Ausrüstung ist ein Muss (Foto: Public Address)Die richtige Ausrüstung ist ein Muss (Foto: Public Address)

Die richtigen Schuhe
Am wichtigsten sind für Wanderer natürlich bequeme Schuhe, die im Gelände Halt geben und keine Druckstellen erzeugen. Besonders bei Langstrecken wird ein Marsch mit dem falschen Schuhwerk schnell zur Qual. Man unterscheidet zwischen so genannten Hikingschuhen, die für Ausflüge ins Mittelgebirge, auf Forststraßen und gut ausgebauten Wanderwegen taugen, und Bergschuhen.

Hikingschuhe reichen über den Knöchel und haben eine leichte, biegsame aber profilierte und griffige Sohle. Reine Bergschuhe benötigen dagegen je nach Gelände angepasste Sohlen und Schäfte. Eine Grundregel lautet, je steifer die schuhe sind, desto eher sind sie für Bergtouren geeignet. Wichtig ist, dass die Ferse festen Halt hat und die Zehen sich frei bewegen können. Man sollte sich in jedem Fall beim Kauf Zeit nehmen und sich ausführlich beraten lassen. Gute Anbieter gewähren ihren Kunden sogar manchmal ein Rückgaberecht innerhalb von einigen Wochen.

Geheimtipps für Rucksäcke...
Bei Wanderungen über einen längeren Zeitraum kommt so einiges an Gepäck zusammen: Kocher, Töpfe, Schlafsack, Zelt, Kleidung und andere Utensilien. Um den Rücken von dem Gewicht so gut wie möglich zu entlasten, sollte der Rucksack unbedingt auf die individuelle Rückenlänge eingestellt werden. Der Hüftgurt liegt richtig, wenn sein oberes Drittel den Beckenknochen umschließt. Die Schultergurte setzen optimalerweise auf Höhe der Schulterblätter oder knapp unterhalb der Schulteroberkante an.

Generell packt man so wenig wie möglich ein, maximal sollte man nicht mehr als ein Viertel bis ein Drittel des eigenen Körpergewichts tragen. Schwere Gegenstände liegen gut auf der Höhe der Schultern, möglichst nah am Rücken. Weiterhin ist darauf zu achten, dass nicht eine Seite des Gepäcks schwerer ist als die andere. Dies würde sonst zu bösen Verspannungen führen.

...und Wanderstöcke
Wanderstöcke helfen, um das Eigengewicht und die Belastung durch das Gepäck abzufangen. Besonders während eines Abstieges stützen die Stöcke den Oberkörper und entlasten Knie- und Hüftgelenke. Wichtig ist ein stabiles Gewinde, damit die Stöcke nicht einknicken. Für felsigen Untergrund eignen sich Stöcke allerdings nicht, da man abrutschen und stolpern kann. Beim Bergwandern werden sie übrigens nicht wie beim Nordic Walking seitlich, sondern vorn neben die Fußspitze gesetzt.

Es lohnt sich, die Natur mit allen Sinnen zu erleben (Foto: Public Address)Es lohnt sich, die Natur mit allen Sinnen zu erleben (Foto: Public Address)

Worauf kommt es im Gelände an?
In der Regel hat man sich schon vorab über die Gegebenheiten der geplanten Strecke informiert: Wo gibt es Zwischenstationen, wie sind die Wege und (im Falle einer Bergwanderung) wie viele Höhenmeter legt man zurück? Besonders im Gebirge darf man als unerfahrener Wanderer nicht außer Acht lassen, dass das Wetter viel schneller umschlägt als auf dem flachen Land. Deshalb geht man besser sicher, dass ausreichend Unterstände auf der Route vorhanden sind. Für Notfälle kann es lebenswichtig sein, sein Mobiltelefon dabei zu haben. Wer sich nicht sicher ist, ob die Route für die geplante Wanderung geeignet ist, kann sich bei entsprechenden Wander- oder Bergvereinen informieren.

[Franzisca Teske]

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung