EM-Sensation

Island im Achtelfinale

published: 23.06.2016

Der Jubel bei Island war riesig: Der Außenseiter zieht ins Achtelfinale ein (Foto: Eibner-Pressefoto) Der Jubel bei Island war riesig: Der Außenseiter zieht ins Achtelfinale ein (Foto: Eibner-Pressefoto)

Island hat durch einen 2:1-Sieg gegen Österreich das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft erreicht. Damit ist dem krassen Außenseiter eine Sensation gelungen. Die Partie startete mit einem echten Kracher: Johann Gudmundsson donnerte den Ball aus 20 Metern ans linke Kreuzeck (2. Spielminute). Und das isländische Pech ging weiter. Gylfi Sigurdsson traf mit einer direkten Ecke nur den Pfosten (15.). Kurz darauf fiel dann das überfällige 1:0. Jon Bödvarsson kam am Fünfmeterraum an die Kugel und ließ Keeper Robert Almer keine Chance. Österreich wurde daraufhin druckvoller und bekam in der 37. Minute einen Elfmeter zugesprochen, den Aleksandar Dragovic allerdings an den Pfosten setzte. Nach einer Stunde fiel dann doch der Ausgleich. Joker Alessandro Schöpf traf unhaltbar ins rechte Eck. Österreich warf nun alles nach vorne und fing sich in der letzten Minute noch einen Konter, den Arnor Traustason erfolgreich abschloss.


Im anderen Spiel der Gruppe F lieferten sich Portugal und Ungarn ein wahres Spektakel. Am Ende der torreichsten Partie im bisherigen EM-Verlauf stand es 3:3, was beiden zum Einzug ins Achtelfinale reichte. Zoltan Gera hatte die Ungarn nach 19 Minuten mit einem platzierten Fernschuss in Führung gebracht. Kurz vor der Pause erzielte Nani aus sechs Metern den Ausgleich. Zu Beginn der zweiten Hälfte überschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Balazs Dzsudzsak mit einem abgefälschten Freistoß (47.), dann legte Cristiano Ronaldo die Kugel mit der Hacke ins lange Eck (50.). Und nur fünf Minuten später war es erneut Dzsudzsak, dessen abgefälschter Ball im Tor landete (55.). Ronaldo hatte aber wieder eine Antwort parat. Der portugiesische Superstar köpfte den Ball zum 3:3 ein (62.). Direkt danach hatte Akos Elek mit seinem Abschluss Pech. Das Leder klatschte an den Innenpfosten (63.). Es blieb schlussendlich beim 3:3-Unentschieden - das wohl spektakulärste Spiel dieser EM.

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Highlights Portugal - Ungarn


Gruppe E

Irland hat durch einen späten Treffer das Achtelfinalticket gelöst. Gegen die Italiener, die bereits als Gruppensieger feststanden, gewannen die Boys in Green mit 1:0. Die starke italienische Defensive hielt lange dicht. Bis auf einen Fernschuss von Jeff Hendrick, der nur knapp am Kasten vorbeisegelte, fehlten den Iren die klaren Torchancen. Von Italien war in den ersten 45 Minuten noch weniger zu sehen. In der zweiten Hälfte hatte die Squadra Azzura aber die bis dahin beste Möglichkeit der Partie: Der eingewechselte Lorenzo Insigne zog nach innen und schoss aus 16 Metern an den Pfosten. Kurz vor Schluss fiel der erlösende Treffer für die Iren. Wesley Hoolahan flankte in die Mitte, wo Robbie Brady zum vielumjubelten Siegtreffer einköpfte.


In seinem letzten Spiel für Schweden musste Superstar Zlatan Ibrahimovic eine 0:1-Niederlage gegen Belgien hinnehmen. Diese bedeutet das Vorrundenaus für das Team von Erik Hamrén. Die Schweden begannen gut und hatten nach fünf Minuten die erste dicke Chance. Marcus Berg scheiterte aus fünf Metern am starken Thibaut Courtois. Daraufhin verflachte die Partie allerdings. Erst in der 83. Minute tauchten die Schweden wieder brandgefährlich vorm gegnerischen Tor. Einen Kopfball von Andreas Granqvist klärte Kevin De Bruyne auf der Linie. Im Gegenzug waren es dann die Belgier, die den entscheidenen Treffer landeten. Radja Nainggolan nahm sich ein Herz und zog aus 20 Metern ab. Die Kugel drehte sich genau ins linke untere Toreck und besiegelte das Turnier-Aus der Schweden.


Gruppe D

Spanien hat eine überraschende Niederlage erlitten. Gegen Kroatien verlor der amtierende Europameister mit 1:2 und beendet damit die Gruppenphase als Zweitplatzierter. Dabei waren die Spanier gut in die Partie gestartet. Sie gingen bereits nach sieben Minuten in Führung: David Silva passte genau im richtigen Moment auf Cesc Fabregas. Der 29-Jährige legte zu Alvaro Morata rüber, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Doch die Kroaten reagierten keineswegs geschockt. Nach einem Patzer von David de Gea landete ein feiner Heber von Ivan Rakitic erst an der Latte und dann am Pfosten. Kurz vor der Pause gelang Kroatien der Ausgleich. Eine halbhohe Flanke von der linken Seite lenkte Nikola Kalinic mit der Hacke ins Tor. Es war das erste Gegentor für Spanien bei einer EM-Endrunde seit über 700 Minuten. In der 72. Minute bekamen die etwas schwächer gewordenen Spanier einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen. Sergio Ramos trat an, fand aber seinen Meister in Danijel Subasic. Kurz vor Schluss traf dann Ivan Perisic mit einem abgefälschten Schuss zum 2:1. Kroatien ist damit Gruppensieger und misst sich im Achtelfinale mit Portugal. Auf die Spanier wartet derweil mit Italien ein echter Kracher.


Trotz einem überzeugenden 2:0 Sieg gegen Tschechien ist die Türkei ausgeschieden. Die 32.000 Zuschauer in Lens bekamen eine offene und spannende Partie geboten. Nach zehn Minuten ging die Türkei in Führung. Youngster Emre Mor brachte das Leder mit Übersicht in die Mitte, wo Burak aus kurzer Distanz einschoss. Tschechien antwortete schnell: Ein Kopfball von Innenverteidiger Tomas Sivok klatschte an den Pfosten (17.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, die Tore machten aber nur die Türken. In Folge eines Freistoßes donnerte Ozan Tufan den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. Dieser zweite Treffer zeigte Wirkung: Von den Tschechen kam nicht mehr viel. Der Sieg reichte den Türken aufgrund der schlechten Tordifferenz aber nicht zum Weiterkommen.


Die Achtelfinalspiele:

Schweiz - Polen
Wales - Nordirland
Kroatien - Portugal
Frankreich - Irland
Deutschland - Slowakei
Ungarn - Belgien
Italien - Spanien
England - Island

[Jonas Bickel]

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