Schlechte Laune adé (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/v230gh/3163219784/in/photolist-5PwGi9-nN9nNE-5xzA1s-bs2KJA-5Psrk2-5Ps1Aa-5Pwmg9-5Pwnj1-5Pwk39-5PwjRN-d1QjpC-aFVvy2-4tXHMx-9QV66h-9RbYF3-e2YzNo" target="_blank">Blick von der Bar auf den Pool</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/v230gh/" target="_blank">Günter Hentschel</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank">(CC BY-ND 2.0</a>)Keine Panik - dank organisierter Zeitplanung (Foto: shutterstock.com/STILLFX)Waschbrettbauch oder Waschbärbauch? (Foto: Public Address)Dehnübungen sind gerade bei "Schreibtischtätern" wichtig (Foto: Public Address)Frei vor anderen Menschen zu reden ist kein Hexenwerk, sondern erlernbar (Foto: shutterstock.com/l i g h t p o e t)Viele Obstsorten sind reich an Vitamin C (Foto: Public Address)Äpfel sind ergiebige Vitaminlieferanten (Foto: Public Address)

Trendsportarten

Auf neue Art fit

published: 30.03.2005

Neue Sport- und Fitnesstrends - es muss ja nicht immer Tennis seinNeue Sport- und Fitnesstrends - es muss ja nicht immer Tennis sein

Hast du Lust auf die Verteidigungstricks der Samurai? Möchtest du an Duftbällen schnuppern und zu kubanischen Klängen tanzen? Oder wie wäre es mit einer Kletterpartie an der steilen Wand? Unikosmos hat die Sport- und Fitness-Trends unter die Lupe genommen.

Freeclimbing – Klettern ohne Hilfsmittel
Das effektive Ganzkörpertraining am Berg und an Kletterwänden erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Viele Unis und Fitness-Studios haben Workshops und Einsteigerangebote mit in ihr Programm aufgenommen. Besonders im Sommer bieten sich die vielen öffentlichen Kletterwände zum Training an. Mittlerweile findet man in jeder größeren Stadt die Möglichkeit, den Kletterspaß auch 'indoors' zu betreiben.

Beim Freeclimbing versucht der Sportler, nur mit Hilfe seiner Hände und Füße an Höhe zu gewinnen. Felsvorsprünge, Einbuchtungen oder an Kletterwänden angebrachte Klettergriffe sind die einzigen Hilfsmittel die er, neben den Sicherheitsgeräten, benutzen darf.

Die richtige Sicherung ist wichtigste Voraussetzung für den Kletterspaß. Freeclimbing trainiert den ganzen Körper und erfordert physische Fitness, einen guten Gleichgewichtssinn und persönliche Überwindung. Dabei werden Kraft und Ausdauer gezielt eingesetzt und gleichzeitig verbessert.

Chi Ball – fernöstliche Philosophien und westliches Training
Der Fitnesstrend aus Australien ist eine Kombination aus Yoga, Feldenkrais und Pilates und arbeitet auf Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin.

Am Anfang der Trainingsstunde, bei der man verschieden duftende Bälle in der Hand hält, bringt man den Kreislauf in Schwung, um dann den Körper mit Tiefenentspannung zur Ruhe kommen zu lassen. Chi Ball kräftigt und dehnt nicht nur die Muskeln und schafft Kondition, sondern sorgt gleichzeitig für Harmonie und Ausgeglichenheit. Chi Ball wirkt besonders bei Stress und Leistungsdruck.

Salsarobic – Fitness zu lateinamerikanischen Rhythmen
Ursprünglich wurde Salsarobic entwickelt, um kubanische Hochleistungssportler und Olympiasieger optimal auf den Wettkampf vorzubereiten. Inzwischen kann, wer will, sich in Fitness-Studios zu den mitreißenden Klängen aus Lateinamerika und Aerobicrhythmen den Stress von der Seele tanzen.

Die Schritte lehnen sich an Salsa, Mambo, Rumba und Cha-Cha-Cha an und sind wegen der fließenden Bewegungen eine Gelenk schonende Methode zur altbekannten Aerobic. Der neue Tanz treibt den Schweiß, verbrennt Fett und verbessert das Körper- und Rhythmusgefühl. Zusätzlich macht er noch viel Spaß!

Nordic Walking – finnischer Volkssport
Wer Turnhallenluft nicht mag, der könnte Gefallen am Dauerbrenner Nordic Walking finden. Ursprünglich wurde Nordic Walking als Sommer-Trainingsmethode für Langläufer und Biathleten entwickelt. Inzwischen ist das sanfte Ganzkörpertraining ein Gesundheitssport für Jedermann. Ob Sommer oder Winter – Nordic Walking kann man das ganze Jahr hindurch betreiben. Es ist billig und einfach zu erlernen. Alles, was man braucht, sind federleichte Stöcke und schon wird der Park um die Ecke zum Fitnessstudio.

Die Lauftechnik des Nordic Walking gleicht der Bewegung beim Skilanglauf: Ein schnelles Gehen, das durch den betonten Einsatz der Arme unterstützt wird. Die Stöcke sorgen dafür, dass sich die Belastung auf den ganzen Körper verteilt. So werden Knie und Rücken entlastet. Gleichzeitig kräftigt der Nordic Walker den Oberkörper und erhöht den Energieverbrauch. Beim Gehen mit Stöcken werden bis zu 46 Prozent mehr Kalorien verbrannt als bei normalem Gehen mit gleicher Geschwindigkeit. Ein optimales Training also, wenn man im Prüfungsstress ein paar Frustpfunde zugelegt hat. Interessant für Computergeschädigte: Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich lösen sich und die Beweglichkeit der Halswirbelsäule nimmt zu. Die Ausdauer verbessert sich, man baut Alltagsstress ab und stärkt das Immunsystem.

Am Anfang sollten die Arme beim Gehen zunächst ohne aktiven Stockeinsatz nur locker mitpendeln. Hat man sich an die Stöcke gewöhnt, kann man die Arme zunehmend kräftiger einsetzen. Später kann man das Walking-Tempo erhöhen oder die Effektivität des Trainings durch hügeliges Gelände steigern.

Ninjutsu - japanische Selbstverteidigung
Das Geheimwissen dieser Techniken zur Gegenwehr wurde lange Zeit nur mündlich durch die Ninja und Samurai weitergegeben. Inzwischen lehren viele Unis, wie wir alltäglichen Konflikten und lebensgefährlichen Konfrontationen erfolgreich begegnen und vorbeugen können. Inhalte des Trainings sind der Umgang mit Angst und Ohnmachtgefühlen, Körperbeherrschung, Zivilcourage, Gewaltprävention oder die Verteidigung gegen mehrere, bewaffnete Angreifer.

Das "Modell der fünf Elemente" schult die eigene Vielseitigkeit, Flexibilität und Kreativität bei der Abwehr. Dadurch lernt man, auch ohne besondere Kraft und Kondition die Schwachpunkte des stärkeren Angreifers zu nutzen. Im Training beginnt jeder mit einfachen Befreiungstechniken gegen Umklammerungen, Würgen oder Festhalten. Daneben macht man Rollen und Fallübungen. Später kommen bestimmte "Waffen"-Techniken mit Alltagsutensilien wie Zeitungen, Kugelschreiber oder Handtaschen hinzu. Meditationsübungen schließen sich an. Es geht in erster Linie darum, Gewalt zu vermeiden.

Aquafitness – schonend für Gelenke und Wirbelsäule
Das Training im Wasser bietet einige Vorteile: Durch den Auftrieb werden Wirbelsäule, Hüfte und Gelenke spürbar entlastet und eine aufrechte Haltung erleichtert. Der Wasserwiderstand kräftigt zudem die Muskulatur und bringt Herz und Kreislauf in Schwung. Bei den Aquafitness-Bewegungen werden alle Muskelgruppen beansprucht. Das Verletzungsrisiko ist dabei minimal. Während der Übungen entsteht durch das Wasser eine Massage-Wirkung, welche die Durchblutung der Haut, der Muskeln und des Bindegewebes fördert. Außerdem gibt der Körper im kühlen Wasser mehr Wärme ab, wobei mehr Energie verbraucht wird, weil die Körpertemperatur geregelt werden muss. Frappierend ist, dass man kaum merkt, wenn man ins Schwitzen kommt. Dabei sind die Übungen im Wasser fünf Mal intensiver als an Land.

Um die Wirkung des Wassers zu optimieren, können spezielle Geräte eingesetzt werden. Musik motiviert die Aqua-Sportler zusätzlich. Inzwischen wird außer Gymnastik eine breite Palette von Sportarten im flachen Wasser angeboten: Wer seine Ausdauer verbessern möchte, sollte Aquarobic oder Aquajogging betreiben. Für mehr Kraft sorgt Hydro Power und Aquaboxing. Aquastep oder Aquadancing sollte man belegen, wenn man seine Koordination steigern will. Entspannung lässt sich durch Aqua-Balancing gewinnen, die esoterische Variante. Mit Aquastretching verbessert man die Beweglichkeit. Nicht so einfach, in diesem Wasserwirrwar den Durchblick zu behalten...

[Sarah Hamann/Melanie Eberlein]

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