Fünf Tipps für den Bundestrainer

Was Joachim Löw jetzt ändern muss

published: 03.07.2018

Joachim Löw bleibt weiterhin Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft (Foto: Thomas Stolte/Public Address) Joachim Löw bleibt weiterhin Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft (Foto: Thomas Stolte/Public Address)

Nach dem Vorrunden-Fiasko, bei dem "Die Mannschaft" noch in der Gruppenphase der WM ausschied, stellte sich vor allem eine Frage: Tritt Bundestrainer Joachim Löw zurück? Die Antwort lautet nein. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am 3. Juli bekannt gab, fand ein persönliches Gespräch zwischen der DFB-Spitze und dem Bundestrainer statt. "In dem Gespräch hatte die Delegation noch einmal unterstrichen, dass Joachim Löw die Unterstützung des gesamten Präsidiums genieße und ihm vertraut werde, die richtigen Schlüsse aus dem sportlichen Abschneiden bei der WM zu ziehen", so der DFB. Doch es muss sich einiges ändern, damit es bei der nächsten Weltmeisterschaft 2022 nicht wieder zu einer Blamage kommt. Wenn nun also der Trainer erhalten bleibt, was könnte sich dann ändern? Hier sind fünf Tipps für Löw.

1. Abschied der Alten

Nationalspieler wie Mario Gómez sind ein alteingesessener Teil des Teams. Doch genau wie seine Teamkollegen und Ex-Weltmeister Sami Khedira oder Mesut Özil wirkte er in Russland gesättigt. Die alten Hasen schienen träge, ihren Hunger nach Erfolg haben sie offenbar bei der erfolgreichen WM in Brasilien gestillt. In Russland ruhten sie sich darauf aus. Vielleicht ist es nun also an der Zeit, das Feld zu räumen, und den jüngeren, erfolgshungrigen Spielern Platz zu machen.
 

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2. Der Teamgeist #zsmmn

#zsmmn lautete das Motto der deutschen Mannschaft zur WM 2018. Doch als Team haben die Deutschen nicht gespielt, und auch ein Miteinander mit den Fans suchte man vergeblich. Bereits in der Vorbereitung gab es kein öffentliches Training, und auch Autogramme oder Selfies zu erhaschen war trotz tagelanger Warterei für die Fans nahezu unmöglich. Dafür gab es jede Menge Marketing. Mittlerweile prangt sogar hinter dem offiziellen DFB-Fanclub der Schriftzug "powered by Coca-Cola". Anstatt die eigenen Fans mit Werbung zu überschütten, sollte mehr auf ein Miteinander in der Mannschaft sowie auch auf die Zusammenarbeit mit den Fans geachtet werden. Der Hashtag #zsmmn entpuppte sich als genau so inhaltsleer wie vokal-leer.
 

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3. Beim Testspiel die Mannschaft spielen lassen

Bundestrainer Löw hat bei den Testspielen fast nur seine Ersatzspieler eingesetzt. Von den Fußballern, die in Russland in der Startelf standen, hatten lediglich Marco Reus und Julian Draxler in diesen Spielen Einsätze. Im Ergebnis hatten die Spieler, die in Russland auf dem Platz standen, vor dem ersten WM-Spiel zumindest in dieser Konstellation noch nie miteinander gespielt. Dies ist bestimmt einer der Gründe, weshalb die deutsche Elf im Turnier vor allem deshalb auffiel, weil sie nicht als Team agierte.

4. Sané mitnehmen

Die Entscheidung, Flügelstürmer Leroy Sané nicht in den Kader aufzunehmen, schlug nicht nur in Deutschland hohe Wellen. Auch drüben in England, wo der 22-Jährige eine sensationelle Saison in der Premie League bei Manchester City hingelegt hatte, wunderte man sich. "Ist Deutschland verrückt?" fragte die Zeitung "Daily Mirror" nach der Entscheidung. Für "The Independent" war es ein "großer Schock." Im DFB-Trikot jedoch hatte Sané in seinen bisherigen zwölf Länderspielen nicht überzeugt. Ist das der Grund, weshalb Löw den Nachwuchsstar nicht mitnahm? Nach der Pleite seiner Auserwählten in Russland sollte Löw sich nun aber definitiv überlegen, Sané bei der EM 2020 sowie der WM 2022 eine Chance zu geben.
 

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5. Stürmer finden

Miroslav Klose ist einer der absolut legendären Spieler, die Deutschland vorweisen kann. Er war ein exzellenter Stürmer. Doch seitdem "Miro" nicht mehr spielt, fehlt es der deutschen Elf an klasse Stürmern. Marco Reus ist bei Weitem kein schlechter Spieler, und auch Nachwuchs Julian Brandt wirkt vielversprechend. Hätte ihn Löw doch nur mal länger als zehn Minuten spielen lassen! Trotzdem herrschte bei der diesjährigen WM eine Art Sturmflaute im deutschen Lager. Dass es den Deutschen an exzellenten Stürmern fehlt, zeigen auch die Angebote aus dem Ausland: Niemand hat Interesse daran, deutsche Angriffsspieler zu sich zu holen. Also: Wir brauchen neue Stürmer! Torwart Manuel Neuer kann zwar vieles, sogar aus dem Tor hinaus und ab aufs Feld laufen, doch auch Super-Manu kann nicht Torwart und Angriffsstar gleichzeitig sein. Punkt vier zu erfüllen, indem Löw nächstes Mal Sané mitnimmt, wäre zumindest ein Anfang.
 

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Zusammengefasst:

Weg mit den alten Spielern, her mit Leroy Sané und ein paar weiteren neuen Stürmern. Die Mannschaftsstimmung verbessern und die Arroganz als ehemaliger Weltmeister ablegen. Wieder mehr als Team fungieren, sowohl untereinander, als auch mit den deutschen Fans. Eine Einheit bilden. Vielleicht findet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter der Aufsicht von Jogi Löw dann wieder zu ihren einstigen Glanzleistungen zurück.

[Svenja Nowak]

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