Beim Deutschen Sportjournalistenpreis: Marc Marake, Nik Peters, Franz Wirth, Melek Balgün, Niels Möllgaard, Gerrit Stukemeier, Finn-Lukas Salomon (v.l.) (Foto: Oliver Walterscheid) Beim Deutschen Sportjournalistenpreis: Marc Marake, Nik Peters, Franz Wirth, Melek Balgün, Niels Möllgaard, Gerrit Stukemeier, Finn-Lukas Salomon (v.l.) (Foto: Oliver Walterscheid)
Auszeichnung

Zum ersten Mal eSports beim Deutschen Sport­journalistenpreis

Auszeichnung für die Besten der Sportberichterstattung: Am 25. März wurde im Grand Elysée Hamburg der Deutsche Sportjournalistenpreis an Sportjournalisten, -publikationen und -sendungen vergeben. Zum ersten Mal gab es unter den Ehrungen auch eine Kategorie für eSports. Nik Peters von "freaks4u.de" gewann hier den ersten Preis. Der zweiten Preis ging an Melek "m3lly" Balgün. Über den dritten Preis freute sich "99Damage.de".
 


Niels Möllgaard, Fachbereichsleiter für Markenkommunikation bei der Techniker (TK), erklärte auf der Bühne das Engagement der TK, die die eSports-Katagorie präsentierte. "Zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland sind richtig begeistert vom Thema eSports. Wenn sich so viele Menschen für ein Thema interessieren, dann interessieren wir uns auch als Krankenkasse dafür. Wir wollen uns vor allem mit den gesundheitlichen Aspekten einer solchen Sportart auseinandersetzen", betonte er. "Viele Aspekte haben mit Gesundheit zu tun", so Möllgaard weiter. "Wer eSports spielt, dem macht es Spaß. Das hat etwas mit Konzentration und Koordination zu tun, was schon mal sehr gesund ist. Wobei die einseitige Belastung und das viele Sitzen nicht so gesund sind. Da kommt es darauf an, dass man sich den richtigen Ausgleich verschafft."
 


Als Laudatoren waren die "League of Legends"-Spieler Finn-Lukas "Don Arts" Salomon vom Berliner Team BIG sowie Gerrit "Phrenic" Stukemeier aus dem SK Gaming Prime Roster dabei. "Dass das Thema jetzt in so einem Rahmen gesellschaftliche Akzeptanz gewinnt, ist für mich ein besonderer Schritt für eSports in Deutschland und ich bin sehr dankbar, hier heute sein zu dürfen und für eSports sprechen zu können", sagte Stukemeier. Er machte klar, dass sie als eSports-Athleten stolz darauf seien, erstmalig die Auszeichnung in der Kategorie 'Beste Berichterstattung eSports' verleihen zu dürfen.
 


"eSports ist nicht nur die Sportart unserer Generation. Wie beim analogen Sport auch erfordert es umfangreiches Training und Talent, um im Gaming erfolgreich zu werden", so Stukemeier. Dies hob auch der Preisträger noch einmal hervor. "eSports ist Sport. Wir haben jedes Wochenende mehrere Ligen, wir haben jedes Wochenende mehrere Events, wir haben Transfers. Es ist das Gleiche wie im Sport!", sagte Peters.
 


Weitere Preise gingen u.a. an den früheren Nationaltorwart Oliver Kahn, der zum dritten Mal hintereinander zum besten Sportexperten im Fernsehen gewählt wurde, und "Sportdeutschland-TV", das den Preis für den besten Sport-Internetauftritt erhielt. Matthias Opdenhövel wurde bester Sportmederator, und der 70-jährige Gerd Rubenbauer bekam den Preis für das Lebenswerk. Als bester Newcomer wurde Julius Brink von "ran" geehrt. Über den Preis als bester Sportkommentator freute sich Frank Buschmann vom Sender Sky.
 


Den besten Sportteil einer Tageszeitung hatte laut Abstimmung die "Süddeutsche Zeitung". Eine weitere Auszeichnung ging an "BILD am Sonntag". Die Zeitschrift "Handballwoche" wurde zur besten Sportfachzeitschrift gewählt. Unter den Gewinnern war auch der "sportbuzzer.de". Das Portal erhielt den Sonderpreis für #GABFAF, das "Gemeinsame Aktionsbündnis zur Förderung des Amateurfußballs". Gelobt wurde das herausragende Engagement bei der Förderung des Amateurfußballs.
 


Der Deutsche Sportjournalistenpreis wurde bereits zum achten Mal vergeben. Neu war das u.a. mit den Ex-Fußballstars Andi Brehme und Pierre Littbarski prominent besetzte Gremium, das die Vorauswahl traf. Ab dem 28. Januar konnten dann Deutschlands Spitzensportler abstimmen.
 

[PA]

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