In der Corona-Krise erfreuen sich Inline-Skates wieder größerer Beliebtheit (Symbolbild: Filip Koska/Shutterstock.com) In der Corona-Krise erfreuen sich Inline-Skates wieder größerer Beliebtheit (Symbolbild: Filip Koska/Shutterstock.com)
Aufschwung durch die Krise

Corona bringt die Inline-Skates zurück

Als Fitness-Studios und Sportvereine im Kampf gegen das Coronavirus den Betrieb einstellen mussten, trieb es mich und andere nach draußen. Ich machte täglich Spaziergänge im Park und schwang mich auf mein Rennrad. Bei meinen Touren über die Nebenstrecken zwischen den Dörfern habe ich vermehrt Menschen gesehen, die auf Inline-Skates unterwegs waren.
 


Diese Rollschuhe, bei denen die Rollen in einer Reihe angeordnet sind, waren für lange Zeit aus dem Alltag verschwunden. In den 90er-Jahren war Inline-Skating ein verbreiteter Trendsport. Ann-Kristin Tlusty nimmt in ihrem Artikel bei "ZEIT Campus" die These auf, die Terroranschläge vom 11. September 2001 seien der letzte Sargnagel für die angeschlagene Inline-Skate-Industrie gewesen. Nun, so ihre These, wäre es wieder eine Krise, die die Skates auf den Asphalt und in die Regale der Sportgeschäfte bringe.
 


Tatsächlich hat der Hersteller Rollerblade laut dem Magazin "Gearjunkie" in den letzten Monaten einen Nachfrageanstieg von 300 Prozent verzeichnet. Das sei auch auf die abrupt abgebrochene Wintersport-Saison zurückzuführen. Inline-Skating hat nämlich mehr mit Skifahren gemein, als man vielleicht glaubt. Das macht aber sicherlich nur einen Teil der Erklärung aus.
 


Grundsätzlich haben alle Sportarten, die draußen und auch alleine oder zu zweit ausübbar sind, im Zuge der Covid-19-Pandemie großen Zulauf erhalten. Auch Fahrradhändler haben deutlich mehr zu tun, jedoch ist das Rad auch und vor allem ein Fortbewegungsmittel für den Alltag und eine praktische Alternative zum öffentlichen Nahverkehr und der dortigen Enge und Maskenpflicht. Nicht wenige entstauben in der Corona-Krise auch ihre Laufschuhe, doch der Sport auf den acht (oder sechs) Rollen ist deutlich gelenkschonender als Joggen. Zudem kann man mit Inline-Skates bei weit geringerer Anstrengung größere Strecken zurücklegen.

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Der Autor: Hauke Koop
Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.