Schwimmstile

Ab ins nasse Vergnügen!

published: 06.05.2015

Besonders im Sommer bietet das kühle Blau nicht nur sportliche Betätigung, sondern auch eine herrliche Erfrischung  (Foto: Public Address) Besonders im Sommer bietet das kühle Blau nicht nur sportliche Betätigung, sondern auch eine herrliche Erfrischung (Foto: Public Address)

"Ach, was kann an dem bisschen Planschen schon anstrengend sein?" Aha! Ihr gehört also auch zu denjenigen, die sich im Hallenbad gerade einmal vom Beckenrand in den Whirlpool und wieder zurück begeben und anschließend behaupten, sie wären "schwimmen" gewesen? Wer wirklich etwas für seine Fitness tun möchte, sollte es mit richtigem Schwimmen versuchen!

Dieser Sport hält nämlich den kompletten Organismus fit und schont dabei durch den Auftrieb des Wassers Gelenke und Knochen. Die Bewegung im Wasser stärkt Ausdauer, Herz und Kreislauf und trainiert viele Muskelpartien des Körpers. Welche Muskeln besonders beansprucht werden, hängt vom jeweiligen Schwimmstil ab. Die Techniker Krankenkasse hat die bekanntesten Arten für euch unter die Lupe genommen.

Langsam aber anspruchsvoll: Brustschwimmen
Korrekt ausgeführtes Brustschwimmen trainiert Brust-, Schulter- und Armmuskulatur. Das kann doch jedes Kind, denkt ihr? Leider wird dieser Schwimmstil oft falsch ausgeübt, sodass er eurem Körper mehr schadet, als ihm gutzutun. Ein typischer Fehler, den ihr vom Beckenrand aus bei vielen Brustschwimmern beobachten könnt, liegt in der Kopfhaltung. Wird dieser verkrampft über der Wasseroberfläche gehalten, überstreckt ihr den Nacken. Durch ein permanentes Hohlkreuz entstehen Verspannungen.

Eine Schwimmbrille kann verhindern, dass es beim Brustschwimmen zu Verspannungen im Nacken kommt (Foto: Public Address)Eine Schwimmbrille kann verhindern, dass es beim Brustschwimmen zu Verspannungen im Nacken kommt (Foto: Public Address)

Um solche Probleme zu vermeiden, tragt unbedingt eine Schwimmbrille, damit ihr den Kopf beim Vorwärtsgleiten unter Wasser halten könnt. Wer empfindliche oder verletzte Knie hat, sollte auch auf den klassischen "Beinscherenschlag" verzichten, denn dieser belastet besonders die inneren Knieseitenbänder. Dann tun es auch kleine Paddelbewegungen, wie sie beispielsweise beim Kraulen gemacht werden.

Ausdauer gefragt: Kraulen
Ihr wollt pfeilschnell durchs Wasser gleiten? Dann solltet ihr es mit dem schnellsten Schwimmstil, dem Kraulen, versuchen. Allerdings sind dabei große Ausdauer und Kraft in den Armen gefordert. Da letztere als eure Hauptantriebsquelle fungieren, trainiert ihr bei diesem Schwimmstil vor allem die Armmuskulatur, doch auch Nacken- und Rumpfmuskeln kommen zum Einsatz. Beim Kraulen bleibt der Nacken gerade, zum Luftholen rollt ihr euren Körper zur Seite. Durch die Haltung entlastet ihr die Halswirbelsäule, besonders bei Beschwerden in dieser Region empfiehlt sich deshalb dieser Stil.

Schonend voran: Rückenschwimmen
Wer seinem Rücken etwas Gutes tun will, sollte vornehmlich auf diesem seinen Bahnen ziehen. Da der Kopf vom Wasser getragen wird, entlasten Rückenschwimmer die Muskeln ihrer Wirbelsäule im Hals- und Rückenbereich. Achtet jedoch darauf, den Kopf nicht zu sehr auf die Brust zu ziehen, sonst drohen Verspannungen. Bei dieser Schwimmart arbeiten vor allem die Oberschenkel-, Gesäß-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Wer seine Schulter- und Armmuskulatur ebenfalls trainieren will, nimmt einfach noch die Arme mit dazu. Achtet jedoch auf die richtige Abfolge: Führt die Arme im Wechsel über Wasser nach vorn, der Zug am Körper entlang nach hinten sollte komplett unter Wasser erfolgen.

Für Trainierte: Delfin bzw. Schmetterling
Der Delfin- oder Schmetterlingsstil ist nichts für Anfänger oder Personen, die Rückenprobleme haben! Dabei werden die Arme unter Wasser gleichzeitig nach hinten gezogen und anschließend über Wasser wieder nach vorn gebracht. Eure Beine bewegen sich währenddessen zusammen wie die Flosse eines Delfins. Ähnlich wie beim Kraulen geht auch beim Delfinschwimmen der Hauptantrieb von den Armen aus. Allerdings spielen Ausdauer und Kraft eine wesentlich größere Rolle. Es bedarf bereits eines gewissen Trainings, um überhaupt eine ganze Bahn zu schwimmen. Wer genug übt, ist jedoch in puncto Fitness ganz vorn dabei: Ihr stärkt nämlich nicht nur Ausdauer, Brust-, Rücken-, Arm- und Beinmuskulatur, sondern trainiert auch die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Schultergelenke.

[Franzisca Teske]

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