TK-Umfrage

Im Winter Sportmuffel

published: 21.12.2011

Auch im Winter sorgt sportliche Betätigung für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin  (Foto: Techniker Krankenkasse) Auch im Winter sorgt sportliche Betätigung für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin (Foto: Techniker Krankenkasse)

Jeder dritte Freizeitsportler aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein vernachlässigt im Winter sein Training. Das zeigt eine Forsa-Umfrage in Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Jeder Zweite gab in der Umfrage an, er gehe nur nach draußen, wenn es unbedingt sein muss. Als besonders bequem zeigten sich in der Umfrage junge Erwachsene. Bundesweit treibt fast jeder Zweite (48 Prozent) zwischen 26 und 35 Jahren in der kalten Jahreszeit weniger Sport.

Klar schlägt das kalte Wetter und die dunklen Tage auf die Motivation. So sagen beispielsweise 36 Prozent der Norddeutschen, dass es ihnen bei dem Wetter an Energie fehlt, etwas zu unternehmen. "Um fit zu sein, benötigt der Mensch allerdings regelmäßig Sport - nicht nur im Sommerhalbjahr", betont Prof. Dr. Uwe Tegtbur, Direktor des Instituts für Sportmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Glückshormon im Winter

"Sportliche Betätigung sorgt auch im Winter für die Ausschüttung des im Volksmund als Glückshormon bekannten Serotonins. Dies kann der berühmten Winterdepression entgegensteuern", erklärt Tegtbur. Wer im Winter nicht auf sein Training verzichtet, beugt so zudem einem beschwerlichen Wiedereinstieg vor.

"Gerade ab einem Alter über 30 fällt ist es sehr schwer, sich die im Winter durch wenig Bewegung abgebauten Muskeln wieder anzutrainieren. Daher sollte man besser die Fitness im Winter stabil halten und gleich wieder mit guter Form in den Frühling gehen", empfiehlt Tegtbur.

Ausdauertraining

Zum Aufrechterhalten der körperlichen Fitness empfiehlt sich zur Erkältungssaison Ausdauertraining wie Walking, Jogging oder Radfahren. Ausdauersport stärkt das Immunsystem und schützt vor Infekten.

Wen aber eine winterliche Erkältung bereits erwischt hat, der sollte mit seinem Training pausieren und erst einige Tage nach der vollständigen Genesung wieder loslegen, rät die TK.

Auch gesunde Sportler sollten beim winterlichen Training an der frischen Luft einiges beachten. So sollte man auf angemessene Trainingsbekleidung wertlegen - besonders beim Radfahren. Winddicht und atmungsaktiv sollte sie sein und eine Mütze sollte ebenfalls nicht fehlen. Nach Angaben der TK verliert der Mensch etwa 40 Prozent der abgegebenen Körperwärme über seinen Kopf.

Kein Kaltstart

Tabu ist im Winter auch ein Kaltstart: Sportler sollten langsam starten. Atmen sie beim Training zu schnell kalte Luft ein, können Rachen, Bronchien und Lunge gereizt werden, so die Krankenkasse. Bei niedrigen Temperaturen brauchen auch die Muskeln länger, um warm zu werden. Rund 20 Prozent der Trainingszeit sollte daher für das Aufwärmen bzw. langsame Steigern der Belastungsintensität eingeplant werden.

Kann man sich trotz aller Mühe doch nicht zum Training im Freien motivieren, empfiehlt sich die Suche nach überdachten Alternativen – zum Beispiel Tanzschulen. Denn auch Tanzen eignet sich gut als Ausdauertraining und hilft, den Kopf freizubekommen. "Welche Sportart man letztlich ausübt, ist meist gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass man etwas findet, was einem Spaß macht - dann klappt es auch mit der Motivation durch den kalten Winter hindurch", so Gaby Michel-Schuck, Pressesprecherin des niedersächsischen Tanzsportverbandes und selbst begeisterte Tänzerin. "Tanzsport kann man bis ins hohe Alter
und vor allem mit dem Partner gemeinsam durchführen".

[TK]

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