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01.06.2004 14:59 Zitieren Zitieren

jana
Pointer-User

01.06.2004 14:59 Zitieren Zitieren

Krebs

Hallo!
In letzter Zeit mache ich mir immer mehr Gedanken darum Krebs zu bekommen.Ein Nachbar von uns hat seit ca.3 Jahren Krebs, er hat die ganze Zeit gekämpft und nun scheint er so ziemlich am Ende zu sein.Mich zieht das total runter,auch weil ich den Sohn gut kenne und er auch immer total traurig ist.Außerde ist mein Hund vor 3 Monaten an Krebs gestorben und ich ich finde,dass man von sehr vielen Menschen hört,dass jemand an Krebs stirbt.Kann es sein,dass Krebs in den letzten Jahren zugenommen hat?Ist Krebs vererbbar?
Für mich wäre es das schlimmste,wenn jemand aus meiner Familie Krebs kriegt!Wodurch kann man eigentlich Krebs bekommen?
Ich hoffe auf viele Antworten!Liebe Grüße, Jana(14)

07.06.2004 00:49 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

07.06.2004 00:49 Zitieren Zitieren

Liebe Jana, wenn jemand, den man sehr gern gehabt hast, an einer schweren Krankheit stirbt, ist dass immer ein Anlass, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. Der Gedanke an die eigene Endlichkeit und Hilflosigkeit gegenueber dem Sterben macht allerdings vielen Menschen Angst. In unserer heutigen Gesellschaft ist der Tod etwas, dass man am liebsten in ein abgelegenes Krankenhauszimmer verbannt. In frueheren Jahrhunderten war das anders. Da gehoerte der Tod in die Familie, der Sterbende war umgeben von seinen Angehoerigen und alle konnten von ihm Abschied nehmen. Wer heutzutage an einer lebensbedrohlichen Krankheit erkrankt, macht oft die Erfahrung, dass die Auseinandersetzung mit seinem Leiden und moeglichem Sterben tabu ist, man taeuscht Optimismus vor, wo keiner mehr angebracht ist, oder schweigt, aus Angst, den anderen zu belasten. Nachdem jemand gestorben ist, gehen die Menschen seiner Umgebung oft sehr schnell zur Tagesordnung ueber, wollen nicht mehr ueber den Verlust reden und erwarten, dass die Trauer innerhalb einiger Monate ueberwunden ist. Wer ganz offensichtlich laenger und intensiver trauert, wird leider manchmal von seinen Freunden und Bekannten regelrecht gemieden, weil sie einfach nicht wissen, wie sie mit diesen schweren Gefuehlen umgehen sollen.
Du hast gerade Abschied von deinem Hund nehmen muessen, und bist nun wieder mit Sterben und Trauer konfrontiert. Es ist sehr verstaendlich, dass du besonders sensibel auf dieses Thema reagierst, und dass dich das Leiden eures Nachbarn und die Traurigkeit seines Sohnes ebenfalls traurig werden laesst. Gedanken an eine eigene Krebskrankheit oder die eines Familienmitglieds sind da natuerlich sehr naheliegend. Bestimmte Krebsarten haben tatsaechlich in den letzten Jahren zugenommen, z.B. welche, die mit Umweltgiften (wie Nikotin) oder zu tun haben. Andere gehen dagegen zurueck, weil krankhafte Zellveraenderungen frueher erkannt (Vorsorgeuntersuchungen) und behandelt werden koennen, bevor sie sich zu einem richtigen Tumor auswachsen. Manche Krebskrankheiten treten erst im hoeheren Lebensalter ein, sie haben nur dadurch scheinbar zugenommen, weil die Menschen heute laenger leben als frueher. Einige Krebsarten werden tatsaechlich vererbt, z. B. eine bestimmte Art von Brustkrebs. In jedem von uns schlummert die Moeglichkeit, dass sich Zellen unseres Koerpers krankhaft veraendern. Normalerweise werden diese krankhaften Zellen von unserem Immunsystem erkannt und zerstoert, bevor sie sich ausbreiten koennen. Wenn allerdings bestimmte unguenstige Umstaende eintreten, die unser Immunsystem schwaechen, werden diese krankhaften Zellen nicht mehr vernichtet und wachsen ungehemmt, wodurch sie andere, gesunde Zellen zerstoeren. Solche negativen Einfluesse koennen der zu intensive Kontakt mit Schadstoffen sein (Nikotin, Asbestfasern, bestimmte Chemikalien) oder mit Strahlen (zuviel Sonne, radioaktive Stoffe). Bestimmte Viren koennen ebenfalls auf lange Sicht Krebs ausloesen (z.B. HIV). Ausserdem kann eine ungesunde Lebensweise mit Bewegungsmangel, ungesunder Ernaehrung und starkem Uebergewicht nachgewiesenermassen krebsausloesend wirken. Wenn du gesundheitsbewusst lebst, nicht rauchst, starkes Uebergewicht vermeidest, dich vernuenftig ernaehrst und spaeter regelmaessig zu frauenaerztlichen Vorsorgeuntersuchungen gehst, reduzierst du dein Risiko, an Krebs zu erkranken, betraechtlich. Deine Seele spielt ebenfalls eine wichtige Rolle fuer dein Immunsystem. Wenn du dich wohl fuehlt, optimistisch und zufrieden mit seinem Leben bist, hast du eine besser funktionierende Immunabwehr, als wenn du staendig pessimistisch, unzufrieden und verbittert bist.
Es wuerde dir und dem Sohn deines Nachbarn helfen, mit eurer Traurigkeit umzugehen, wenn ihr mit einander darueber reden koenntet. Natuerlich weiss ich nicht, ob ihr so gut befreundet seid, dass du ihn darauf ansprechen kannst, und ob er sich auf ein solches Gespraech einlassen wuerde. Dir koennte so ein Gespraech aber das Gefuehl geben, nicht nur hilflos zuzugucken, und ihm die Moeglichkeit, sich etwas von der Seele zu reden, was er vielleicht mit niemand aus seiner Familie besprechen moechte.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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