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09.05.2004 22:35 Zitieren Zitieren

Ann-Kathrin
Gast

09.05.2004 22:35 Zitieren Zitieren

Freundschaft

Also, bei mir geht es um mich und meine beste Freundin. In letzter Zeit läuft unsere Freundschaft irgendwie nicht mehr so toll. Wir gehen jetzt seit ca. 2 Jahren schulisch getrennte Wege, wohnen aber in einem Ort, sind seit ca. 4 Jahren beste Freundinnen und kennen uns aber schon länger. Ich weiß nicht genau, ob wir uns nicht in letzter Zeit ein bisschen auseinander gelebt haben. Wir haben früher alles zusammen gemacht, haben uns jeden Tag gesehen, seit wir auf unterschiedliche Schulen gehen ist das stetig weniger geworden, was ich aber auch nicht schlimm finde. Ich habe in der Schule neue Freundinnen gefunden und sie hat auch andere Freunde. Ich kann allerdings nicht wirklich viel mit ihren Freunden anfangen, sie hat auch nicht wirklich etwas mit meinen Freunden zu tun. Das empfinde ich auch nicht als schlimm, denn man sollte meiner Meinung nach nicht alles zusammen machen, auch ein Leben außerhalb der Freundschaft führen! Letzten Sommer und letzten Winter haben wir noch sehr viel miteinander gemacht, da meine Freundin einen Freund hatte mit dem ich mich auch sehr gut verstanden hatte. Wir waren dann meistens alle zusammen mit ihrem Freund und der Clique ihres Freundes unterwegs, das war eine sehr schöne Zeit. Als sie mit ihrem Freund auseinander gegangen ist, ist auch der Kontakt mit der Clique ihres Freundes abgerissen, ist ja klar. Seitdem sind wir wieder meist zu zweit unterwegs, manchmal kommt von ihr noch eine Freundin mit, naja. Ich glaube ein Problem mit ist, dass wir keine gemeinsamen Freunde haben, denn wenn wir was unternehmen, dann unternehmen wir es meist zu zweit und das ist natürlich nicht so interessant, wie mit mehreren zusammen.
Ich habe auch nicht mehr so viel Lust sie zu treffen, da wir beide etwas gefrustet sind, da wir keinen Freund haben, sie noch mehr als ich. Wenn ich allerdings etwas mit meinen anderen Freundinnen unternehme, dann ist das was anderes, die haben alle einen Freund und sind ziemlich ausgeglichen und nicht frustriert, die reißen mich mit ihrer guten Laune mit und ich bin auch gut drauf. Bei meiner Freundin ist es genau das umgekehrte Phänomen, sie zieht mich mit ihrer schlechten Laune runter, ist ja klar, dass ich dann in letzter Zeit mehr mit den anderen unternehme, da wir uns untereinander alle gut verstehen und gut drauf sind. Wenn ich mit meiner Freundin zusammen bin, dann wird meine Laune schon vorher automatisch schlechter. Sie wirft mir dann vor, ich sei langweilig geworden, was aber schlichtweg falsch ist, aber ist ja klar, das sie das so sieht, denn wenn ich mit ihr zusammen bin, dann hab ich auch keinen Grund irgendwie gut drauf zu sein oder supergute Laune zu haben. Ist echt schade.
Wir können zwar über eigentich alles miteinander reden, das ist kein Problem, aber irgendwie ist so ein bisschen die Luft raus. Man hat sich auch nicht mehr allzuviel zu sagen, denn man erlebt keine interessanten Dinge mehr, von denen man sich dann wochenlang etwas erzählt. Man erzählt sich den Alltag, was man so erlebt hat, was den anderen interessieren könnte, aber irgendwie fehlt die Begeisterung dabei. Wir lästern viel zusammen, z.B., wenn wir abends in der Stadt sind und in einer Kneipe sitzen u. uns der Gesprächsstoff ausgeht, dann fangen wir an über andere Leute zu reden. Naja. Aber das geht einem dann ja auch auf die Dauer auf die Nerven. Irgendwie ist es mit ihr nicht mehr so wie früher, so erlebnisreich. Wir haben auch schon über dieses Problem zwischen uns geredet, wir sehen das auch beide ein, aber wir wissen einfach keine Lösung. Deswegen schreibe ich ja auch hierhin. Was sollen wir tun? Wir haben auch keine rechten Hobbys, sie geht zum Sport, ich habe nicht so viel Spaß am Sport, naja, wir gehen abends, wenn wir was zusammen unternehmen meist in Kneipen oder Cafés oder mal auf ne Party, aber es ist immer das gleiche Phänomen, wir sitzen da, unterhalten uns, naja. Früher war das mal anders. Wir sind natürlich auch beide ein bisschen frustriert, weil wir Single sind. Ich bin schon über 1 Jahr Single, okay, ich hatte den ein oder anderen Typen, ein bisschen Spaß, aber das war es dann auch so. Den Richtigen habe ich noch nicht gefunden und eine tolle Beziehung hatte ich auch noch nicht. Meine Freundin hatte zwar schon einige Freunde, aber sie wurde meist von den Männern betrogen. Tja. Langsam habe ich echt auch das Gefühl, dass ich nie mehr einen abkriegen werde. Ich weiß auch nicht. Hört sich zwar lächerlich an, mit 18, aber alle meine anderen Freundinnen haben einen Freund. Da bin ich schon ein bisschen neidisch, obwohl ich denen das auch gönne. Nur ich frage mich immer, warum die und ich nicht? Ich sehe nicht schlecht aus, sogar ganz gut, meine Freundin ist auch hübsch. Es bieten sich mir auch manchmal Kerle an, aber die gefallen mir dann nicht so. Und so bin ich halt trauriger Single. Mmmmmmhhh. Ich bin auch nicht der Mensch, der daran glaubt, dass man die große Liebe in der Disco kennen lernt, das ist doch unrealistisch. Ich konzentriere mich auch nicht so sehr darauf, ich will nicht unbedingt eien Freund, wenn ich mit jemandem zusammen komme, dann sollte der schon ganz gut sein, sollte ja auch ne Chance haben. Wissen Sie vielleicht wo man als 18-jährige Männer kennen lernen kann? In der Schule sind die meisten zu jung und in der Disco, naja, irgendwie ist das meiner Meinung nach nicht der richtige Ort? Was sagen sie zu meinem Freundschaftsproblem und dem dazukommenden Männerproblem? Ich habe echt manchmal Panik, dass das mit den Männern nie mehr so richtig was wird!?!

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Liebe Grüße, Ann-Kathrin, 18

13.05.2004 06:17 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

13.05.2004 06:17 Zitieren Zitieren

Liebe Ann-Kathrin, ich finde, dass du das "Tal" in deiner Beziehung zu deiner Freundin ja eigentlich recht weise betrachtest. Es stimmt, Freundschaften, auch enge, haben ihre Hoehen und Tiefen. Besonders, wenn man sich zu einer Zeit kennenlernt, in der man noch ein gewaltiges Stueck Entwicklung und Reife vor sich hat, kann es passieren, dass man sich wirklich auseinanderentwickelt und entweder fuer einige Zeit, oder aber auch auf Dauer, kaum noch etwas zu sagen hat. Dazu kommt dann erschwerend die Tatsache, dass ihr euch beide in einer deprimierten Grundstimmung befindet, was euer Liebesleben angeht. Du beschreibst ja auch folgerichtig, dass ihr euch jetzt, im Gegensatz zu frueher, wo ihr ausgeglichen und optimistisch wart, eher gegenseitig herunterzieht, als euch zu troesten und aufzumuntern. Ich kann zwar gut nachvollziehen, dass dabei eine Art Weltuntergangsstimmung ("nie wieder wird es etwas mit den Maennern"blinzeln aufkommt, aber ich glaube nicht, dass du davon wirklich ehrlich ueberzeugt bist. Du hast schon recht, es waere in eurer Situation wirklich gut, wenn ihr etwas anderes finden koenntet, was ihr in eurer Freizeit unternehmt, als euch in Kneipen oder Cafes zu langweilen. Laestern ist zwar manchmal sehr unterhaltsam, betont ja aber auch eher das Negative als dass es positiv stimmt. Vielleicht solltet ihr eine Weile wirklich eher getrennte Wege gehen, als krampfhaft zu versuchen, etwas zu finden, was euch beide gleichermassen interessiert. Wie waere es, wenn du dich fuer etwas engagieren wuerdest, was Motivation, Interesse und Engagement verlangt, wie eine Umweltgruppe, Amnesty International oder irgendein anderes gemeinnuetziges Projekt? Dabei koenntest du ganz neue Leute treffen, die dich anregen und interessieren - du hast schon Recht, in Kneipen findest du die im allgemeinen nicht. Vielleicht wuerde sich deine Freundin dafuer auch begeistern koennen, wenn du den Anfang machst. Oder sie findet etwas anderes, was ihren Neigungen mehr entspricht. Dann koennte es passieren, dass ihr euch entweder noch weiter auseinanderentwickelt. Oder ihr habt euch wieder mehr zu sagen, weil es auch wieder etwas Interessantes zu erzaehlen gibt.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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