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13.04.2004 00:51 Zitieren Zitieren

Claudia
Pointer-User

13.04.2004 00:51 Zitieren Zitieren

Ich verstehe meine Eltern nicht

Liebe Frau Dr.med.Anderson!

Ich wurde vor 1 Monat 16 Jahre und habe einen Freund mit dem ich schon fast 8 Monate zusammen bin.Ich liebe ihn und wir sind glücklich.Doch ich könnte glücklicher sein,wenn meine Eltern nicht so konservativ wären.Früher durfte ich mit 13 Jahren ziemlich viel,was das Ausgehen mit Freunden betrifft.Doch als ich dann mit ein falschen Freunden,die auch älter als ich sind,gekehrt habe und ich für eine Weile anfing zu Rauchen und auf Parties mit einigen typen rumgeknutscht habe und in der Zeit auch viele kurze Beziehungen hintereinander hatte,sind meine Eltern viel strenger geworden,da meine Mutter alles ziemlich gut rausbekommen hat(sie ist ziemlich neugierig und steckt überall ihre Nase rein) und es so natürlich auch meinem Vater mitgeteilt hat.Ich habe mich deswegen auch ziemlich oft mit meinen Eltern gestritten und habe es nie richtig akzeptiert,was ich durfte und was nicht,weil ich einfach meine Freiheit wollte.Mittlerweile kann ich meine Eltern gut verstehen und ich bereue es auch,wie ich mich früher verhalten habe.Ich habe mich danach auch versucht zu ändern und meine eltern mehr zu respektieren.Aber meinen jetzigen Freund,mit dem ich eine wirklich gute Beziehung führe, wollen meine Eltern nicht ganz akzeptieren.Sie meinen zwar,sie hätten nichts gegen ihn,was ich aber nicht ganz glauben kann,weil ich auch mal einen Freund hatte,den meine Mutter total gern mochte und mir da auch fast alles erlaubt wurde(ich wurde oft zu ihm gefahren,durfte länger weg mit ihm usw) Naja,und mit meinem jetzigen Freund darf ich nicht mehr so lange weg,wenn er bei mir ist,dann muss er um 22 uhr schon aus dem Haus oder auch früher.Da er auch nicht gleich in meiner nähe wohnt und er nicht immer gefahren werden kann,kam es auch schon paarmal vor,dass er erst später gegangen ist,weil er keine frühere Fahrmöglichkeiten hatte.Und so fing es wieder an,dass ich jetzt wieder mehr Streit mit meinen Eltern habe.Ich habe meine Eltern auch schon paarmal gefragt,ob er hier auch mal übernachten könnte,aber auch dies verbieten sie mir,obwohl ich mit ihm schon 8 Monate lang zusammen bin und sie ihn schon etwas mehr kennen.Da kann ich meine Eltern garnicht wirklich verstehen,weil die Eltern von meinen Freundinnen nichts dagegen haben,wenn sie einen Freund haben,der dann auch bei denen übernachten darf und sie mit ihm auch lange wegbleiben dürfen.Liegt es vielleicht daran,weil ich früher meinen Eltern viele Sorgen bereitet habe? Wie kann ich ihnen dann klar machen,dass ich es selber bereue,sie wenig respektiert zu haben und das ich es jetzt anders machen will und das sie meinen Freund akzeptieren sollen,so wie meinen anderen,mit dem ich vieles durfte.Ich will mich ja einfach nur gut mit meinen Eltern verstehen und das sie in solchen Sachen nicht so streng sind.
Danke
Mfg,Claudia!

19.04.2004 19:17 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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19.04.2004 19:17 Zitieren Zitieren

Liebe Claudia, du hast sicher Recht, dass deine Eltern sich jetzt so streng verhalten, weil du ihnen frueher diese Sorgen bereitet hast. Damals haben sie vermutlich gar nicht so gross darueber nachgedacht, was alles passieren kann, wenn ihre Tochter erwachsen wird. Du warst wahrscheinlich, bevor du in die Pubertaet kamst, ein relativ problemloses Kind, und, wie du schreibst, ist die Beziehung zu deinen Eltern ja im Grunde genommen gut. Weil sie dann damals, als du mit 13 so leichtsinnig wurdest, ploetzlich aus allen Wolken gefallen sind ("mein Kind wuerde sowas doch nie tun!"blinzeln, sehr enttaeuscht waren, und es vermutlich auch mit der Angst zu tun gekriegt haben, dass du mit Drogen, Alkohol usw. anfangen koenntest, haben sie von einem nachsichtigen auf einen restriktiveren Erziehungsstil umgeschaltet. Vermutlich befuerchten sie, dass du wieder aus dem Ruder laufen koenntest, wenn sie jetzt lockerlassen und dir mehr erlauben. Ich nehme mal an, dass du ein Einzelkind, oder jedenfalls die Aelteste bist, sodass deine Eltern auch keine Vergleichsmoeglichkeiten jugendlicher Verhaltensweisen aus eigener Anschauung haben.
Da du mir sehr vernuenftig und erwachsen beschreibst, was bei euch vorgefallen ist, und du ja auch in der Zwischenzeit eingesehen hast, dass deine Eltern Grund fuer ihre Sorge hatten, glaube ich, dass es das Beste waere, wenn du deine Eltern um ein klaerendes Gespraech bittest. Dieses Gespraech sollte zu einer Zeit stattfinden, wo deine Eltern dir in Ruhe zuhoeren koennen, also nicht gerade dann, wenn sie muede, abgehetzt oder genervt sind. Du solltest dich auf dieses Gespraech vorbereiten, schreib dir auf einen Zettel, welche Gedanken du dir gemacht hast, wie du die Sache siehst, und welche eigenen Loesungsmoeglichkeiten du dir selbst vorstellen kannst. Trag deine Ansichten ganz sachlich vor, hoer deinen Eltern dann aber auch aufmerksam zu, wenn sie ihre Einwaende oder Befuerchtungen vorbringen. Du kannst ihnen auch vorschlagen, mit Eltern anderer Freundinnen oder mit deinen Lehrern zu sprechen, um von ihnen zu erfahren, welche Regeln bei Teenagern deines Alters ueblich und sinnvoll sind (das solltest du allerdings nicht mit "alle anderen duerfen das auch!" einleiten). Wichtig finde ich, was du hier auch geschrieben hast, naemlich, dass du deine Eltern und ihre Sorgen respektierst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Eltern sich einer vernuenftigen Diskussion verschliessen werden, wenn du so "erwachsen" argumentierst. Besonders, wenn du ihnen selbst schon eine Kompromissloesung anbieten kannst, (wie: unter der Woche bis 22 Uhr und am Wochenende bis 12 Uhr Besuch), und auf die Schwierigkeiten mit dem Fahrplan deines Freundes hinweist. Erwarte nicht von ihnen, dass sie, wenn sie sich darauf einlassen, auch gleich einer Uebernachtung deines Freundes bei dir zustimmen werden. Diese Huerde solltest du nicht versuchen, gleich auch noch zu ueberwinden. Wenn deine Eltern sich an die veraenderte Situation gewoehnt haben, und sehen, dass du eure Verabredung einhaeltst, werden sie vermutlich auch da schliesslich ein wenig nachgeben.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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