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12.04.2004 22:36 Zitieren Zitieren

Bruno
Gast

12.04.2004 22:36 Zitieren Zitieren

Der Weg zum Psychologen..

Hallo!
Ich habe 2 verdammt unglückliche Lieben hinter mir und nun derart starke Probleme mit mir selbst, dass ich es für angebracht halte, mir von einem Psychologen helfen zu lassen.
Wer befand sich auch schonmal in dieser Situation und wer kann mir sagen wie es dort zugeht?
LG Bruno

19.04.2004 17:44 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

19.04.2004 17:44 Zitieren Zitieren

Lieber Bruno, entweder hat keiner der anderen Teilnehmer die entsprechende Erfahrung - oder sie ruecken nicht raus damit. Also kann ich dir die Sache nur von meiner Seite aus schildern. Du musst als erstes in die Gelben Seiten unter Aerzte fuer Psychotherapeutische Medizin oder Psychologische Psychotherapeuten schauen. Der Begriff "Psychotherapeut" ist seit einigen Jahren geschuetzt und nicht jeder, der mal zwei Wochenendseminare besucht hat, darf sich mehr so nennen. Nur, wenn ein Psychotherapeut - egal ob Arzt oder Psychologe - eine Kassenzulassung besitzt, kannst du davon ausgehen, das er eine umfassende Qualifikation nachgewiesen hat. Du musst dann etwas herumtelefonieren, um einen Therapeuten oder eine Therapeutin zu finden, die einen Therapieplatz freihat oder dich auf die Warteliste setzen kann. Bevor die eigentliche Therapie beginnt, fuehrt der Therapeut mit dir sogenannte Erstgespraeche, die dazu dienen, sich gegenseitig kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und dem Therapeuten ermoeglichen, etwas ueber dich, deine Probleme und deine Vorgeschichte in Erfahrung zu bringen. Anschliessend bespricht der Therapeut dann mit dir welche Therapiemoeglichkeiten fuer dich infrage kommen, meist ist das eine Einzeltherapie, weil Gruppen leider etwas aus der Mode gekommen sind, und nicht mehr viele Therapeuten die entsprechende Erfahrung besitzen. Der Therapeut oder die Therapeutin sagt dir dann, welche Gedanken sie oder er sich zu deinem Problem gemacht hat, und erklaert dir nach welchen Regeln die Therapie ablaeuft. Wenn du damit einverstanden bist, muss der Therapeut ein Gutachten fuer die Krankenkasse abfassen, in der er ausfuehrlich begruendet, warum eine Therapie bei dir notwendig ist. Die Kasse muss dann die Therapiesitzungen bewilligen, entweder fuer eine Kurztherapie oder eine laengerfristige Therapiedauer. Die Therapie kann dann entweder - je nach Ausbildung des Therapeuten - eine tiefenpsychologisch fundierte, eine analytisch orientierte oder eine Verhaltenstherapie sein. Jede dieser Therapieformen ist wirkungsvoll und hilfreich. Wichtig ist vor allem auch, dass du dich bei deinem Therapeuten oder deiner Therapeutin gut aufgehoben und gut beraten fuehlst.
MfG, Dr. Karin Anderson

 
 

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