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04.01.2004 21:38 Zitieren Zitieren

nina
Pointer-User

04.01.2004 21:38 Zitieren Zitieren

...Scheuermann?

Hallo,
die Überschrift hört sich wahrscheinlich für die meisten etwas komisch an ;-)!
Also,mein Problem:Ich war vor Kurzem bei einem Arzt,der mir sagte ,dass ich einen Scheuermann (bezogen auf den Rücken) habe und dafür Krankengym. bekomme.Ist das eine Art des Rundrückens ?Ich habe nämlich eine S-Wirbelsäule,sagte mir meine Krankengym.Lehrerinn.Ist das sehr schlimm ?Kann es daher kommen,dass ich ziemlich groß bin ?Meine Schwestern haben damit nämlich auch Probleme?Und:bringt diese Krankengym.eigentlich wirklich was ?Irgendwie kommt mir das manchmal so sinnlos vor...!
Vielen Dank schon mal für alle Antworten !
Nina,14

11.01.2004 04:55 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

11.01.2004 04:55 Zitieren Zitieren

Liebe Nina, Morbus Scheuermann ist eine angeborene Erkrankung im Bereich der Brust oder Lendenwirbelsaeule, die bei Jungen haeufiger als bei Maedchen auftritt,und im Alter zwischen 11 und 13 Jahren erkennbar wird. Durch ein gestoertes Wachstum von Wirbelknochen und Bandscheibenknorpeln kommt es allmaehlich zu einer Verformung der Wirbelsaeule. Die Brustwirbelsaeule ist dabei staerker nach hinten gebogen (Rundruecken) und auch in ihrer Achse etwas verdreht (Skoliose). Zwar sieht jede Wirbelsaeule normalerweise wie ein S aus, aber bei einem Scheuermann ist diese Biegung verstaerkt und darum spricht deine Krankengymnastin von einer S-Wirbelsaeule.
Eine Scheuermann’sche Erkrankung ist ziemlich haeufig, und viele Jugendliche haben leichte Veraenderung dieser Art in der Wirbelsaeule, die sich auf Roentgenaufnahmen erkennen lassen. Wenn die Stoerung allerdings in staerkerer Form auftritt, kann sie erhebliche Beschwerden verursachen. Der Ruecken ist durch die verkruemmte Wirbelsaeule weniger beweglich, und man belastet seine Rueckenmuskeln ungleichmaessig. Dadurch werden einige Muskeln staendig ueberbeansprucht, andere dafuer kaum, sodass der Ruecken haeufig weh tut und man einen Haltungsschaden bekommt.
Gegen die Schmerzen kann man zwar Medikamente einnehmen, aber nicht ueber einen laengeren Zeitraum, weil dann die Gefahr einer Gewoehnung besteht. Daher ist Krankengymnastik sehr wichtig. Scheuermann-Patienten muessen lernen, durch bestimmte Uebungen die unterbelasteten, schwachen Rueckenmuskeln zu staerken, und dafuer diejenigen Muskeln zu entlasten, die durch die Fehlhaltung zu stark beansprucht werden. Nur eine kraeftige Rueckenmuskulatur kann die eingeschraenkten Wirbelsaeulenfunktion ausgleichen. Je eifriger du bei der Krankengymnastik mitmachst, umso eher wird es dir gelingen, trotz deines Scheuermanns gerade zu gehen und eventuellen Schmerzen vorzubeugen.
Mit freundlichen Gruessen, Dr. Karin Anderson

02.02.2009 20:08 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

02.02.2009 20:08 Zitieren Zitieren

Hallo! Ich habe seid 13 Jahren einen Morbus Scheuermann. Ich bekam Krankengymnastik, Moorpackungen, Stromtherapien, Spritzen ( Quaddeln ) verschrieben und bis heute hat nichts geholfen.
Die Muskeln verkrampfen sich so stark das ich nicht richtig Atmen kann ich muss mich gerade auf den Rücken legen. Ich Spiele schon länger mit dem Gedanken einer OP. Ist es Überhaupt möglich Operativ vorzugehen ?

03.03.2009 23:34 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

03.03.2009 23:34 Zitieren Zitieren

Hallo, Daniel,
Wenn alle bisherigen Massnahmen dir nicht gegen deine starken Beschwerden helfen koennen, und du einen zu starken Rundruecken bekommst, ist als letztes Mittel der Wahl eine Korsettanpassung und Aufrichtungsoperation moeglich.
Eine solcher chirurgischer Eingriff kommt aber erst in Frage, wenn das koerperliche Wachstum voellig abgeschlossen ist. Du solltest dich von deinem behandelnden Orthopaeden beraten lassen, ob eine derartige OP fuer dich sinnvoll ist.
Im Allgemeinen versucht man, den Morbus Scheuermann mit konservativen (also nicht operativen) Mitteln zu behandeln. Jede Rueckenoperation hinterlaesst ja Veraenderungen, die unter Umstaenden spaeter zu neuen Schmerzen fuehren koennen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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