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20.12.2003 15:28 Zitieren Zitieren

Basti
Pointer-User

20.12.2003 15:28 Zitieren Zitieren

Peinlich!!!

Hallo Frau Dr. Anderson,

Vor etwa vier Monaten habe ich mich das erste Mal rasiert, worauf ich ganz stolz war. Doch wo ich mich früher alle zwei Wochen rasierte, rasiere ich mich mittlerweile alle zwei bis drei Tage. Ich tus immer heimlich, denn wenn meine Mutter davon wüsste, würde sie mich immer daran hochziehen hochziehen, weil sie einfach nicht verstehen will, dass ich mit 16 kein Kind mehr bin. So ist auch nicht daran zu denken, dass ich mir mal einen Bart stehen lassen könnte, was mein größter Wunsch wäre. Da mein Vater schon tot ist, ist auch niemand da, der das "normalisieren" könnte.

Was soll ich da tun? Bitte antworten sie!

Ihr Basti.

21.12.2003 10:29 Zitieren Zitieren

Renick
Gast

21.12.2003 10:29 Zitieren Zitieren

Hallo Basti,

Wenn deine Mutter denkt, dass du noch ein Kind wärst, dann überzeuge sie vom Gegenteil! Lasse dir doch dann einfach mal deinen Wunschbart stehen. Wenn sie dich dann so sieht, dann muss sie ja wohl davon überzeugt sein, dass du kein Kind mehr bist und sollte sie dann noch eine dümmliche Bemerkung ziehen, dann erinnere sie doch daran, wann sie sich das erste Mal ihre Beine rasierte oder beispielsweise ein Tampon benutzte.

Stichwort: Schocktheraphie! *grins*

Euer Renick.

26.12.2003 04:22 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

26.12.2003 04:22 Zitieren Zitieren

Lieber Basti, Renick hat nicht so unrecht, wenn er meint, dass sich deine Mutter mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass du mit 16 kein Kind mehr bist. Es geschieht gar nicht so selten, dass Muetter nicht wahrhaben wollen, dass ihr kleiner Junge allmaehlich erwachsen wird (Vaetern geht das mit ihren Toechtern so aehnlich). Ich kann mir ausserdem denken, dass deine Mutter diese Vorstellung vom Sohn, der noch ein Kind ist, auch deswegen nicht aufgeben will, weil sie den Tod deines Vater noch nicht verwunden hat und nun unbewusst befuerchtet, dass ein Erwachsenwerden ihres Sohnes wieder ein Verlassenwerden bedeutet.
Aus demselben Grund hast du offenbar Angst, ihr wehzutun, und versuchst deswegen, sie zu schonen. Du bist sicherlich ein sehr einfuehlsamer und lieber Sohn. Aber auf Dauer tust du ihr und dir keinen Gefallen, wenn du ihre Verleugnung mitmachst! Deine Mutter ahnt sicherlich nicht, dass sie dich mit ihrem Festhalten in deiner altersentsprechenden Entwicklung behindert und dich in eine solche seelische Zwangslage bringt. Vielleicht waere sie sogar sehr erschrocken, wenn sie wuesste, wie sehr du unter diesem Versteckspiel leidest.
Ich wuerde dir empfehlen, tatsaechlich Renicks Vorschlag mit der “Schocktherapie” zu folgen. Wenn du deinen Bart wachsen laesst, signalisierst du deiner Mutter, dass du kein Kind mehr bist, sondern ein Mann, und gibst ihr dadurch die Moeglichkeit, sich mit dieser unabaenderlichen Tatsache auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung, auch wenn sie anfangs vielleicht schmerzen mag, ist heilsam und notwendig! Du kannst ihr diesen wichtigen Entwicklungsschritt im Elterndasein nicht ersparen. Wenn du es weiterhin versuchst, wirst du irgendwann ausbrechen muessen, und dann wird der Schock fuer deine Mutter um so schmerzhafter sein.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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