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13.12.2003 21:22 Zitieren Zitieren

chrissi
Pointer-User

13.12.2003 21:22 Zitieren Zitieren

rote tränen ( BITTE antwortet mir)

ich wollte euch was anvertrauen. ich schneide ich. ich weiß, dass das viele leute nicht verstehen. mein mutter hat direkt gedacht, cih will mich umbringen udn mich in die psychatrie geschleppt. aber die meinten nur, dass ich depressiv wäre und zu em arzt gehen solte. aber hier hat kein arzt nen therapieplatz frei. was soll ich denn machen? wie kann ich selber damit aufhören und mich selber wieder aus dem teifen loch holen? das sit superanstrengend....und man trifft auf soviel unverständnis...und man muss so viel erklären. manches ist nicht zu erklären.
können "normale" leute - freunde- mir nicht irgendwie helfen? soll ich mich ihnen anvertrauen?
BITTE sagt mir was ihr denkt.egal was es ist.

14.12.2003 09:38 Zitieren Zitieren

Petra
Gast

14.12.2003 09:38 Zitieren Zitieren

Hi Chrissi!
Naja, der erste Schritt ist ja schonmal getan: Du willst damit aufhören. Das ist doch schonmal echt super wenn du selbst eingesehen hast, dass es so nicht weiter gehen kann. Eine gute Freundin von mir wurde so sehr von ihrem Ex Freund enttäuscht, dass sie sich selbst immer mit dem Messer seinen Namen in die Haut geritzt hat. Sie konnte auch lange Zeit damit nicht aufhören. Erzähl es deiner besten Freundin oder deinem besten Freund. Verbring viel Zeit mit deinen Freunden, so dass die dich ablenken und du nicht mehr daran denkst, dich selbst zu schneiden. Deine Eltern unterstützen dich bestimmt auch gerne dabei. Schmeiß einfach alles weg, Messer, Schere, usw. mit denen du dich schneiden könntest. Wenn nichts da ist, womit du dich schneiden kannst, dann kannst du dich ja schließlich auch nicht schneiden. Und jedesmal wenn du das Verlangen danach hast, dann ruf eine Freundin an oder lenk dich irgendwie ab... Du musst einfach nur stark sein und irgendwann wirst du es überwunden haben. Es wird schwer werden, aber wenn du wirklich aufhören willst, dann schaffst du das auch... Viel Glück dabei!
Liebe Grüße Petra!

15.12.2003 12:34 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

15.12.2003 12:34 Zitieren Zitieren

Liebe Chrissi, selbstverletzendes Verhalten ist immer ein ernstzunehmendes Symptom, dass auf eine seelische Notlage hinweist. Ich kann mir vorstellen, dass deine Mutter sich entsetzt und hilflos gefühlt hat, und deswegen hoffte, dass dir durch einen Aufenthalt in der Psychiatrie geholfen werden könnte. Wie du und deine Mutter dann aber feststellen mussten, sind normale psychiatrische Abteilungen aber nicht für die Behandlung einer solchen seelischen Notlage eingerichtet. Es wäre schon das Beste, wenn du eine psychotherapeutische Behandlung bei einem niedergelassenen Therapeuten machen könntest, um zu lernen, wie du deine Probleme überwinden und traurigen oder aggressiven Gefühle anders ausdrücken kannst und sie nich länger gegen dich selbst richten musst.
Du schreibst, dass es an deinem Wohnort keinen Psychotherapeuten gibt, der dich behandeln könnte. Hat deine Mutter sich wirklich überall informiert und alle Behandlungsmöglilchkeiten überprüft? Wenn ihr in einem kleinen Ort wohnt, kann es natürlich sein, dass sich eine psychotherapeutische Praxis erst in der nächsten grösseren Stadt befindet. Besteht wirkllich keine Möglichkeit, dorthinzugelangen?
Du selbst kannst allerdings schon etwas dafür tun, dass du deine innere Spannung nicht durch selbstverletzendes Verhalten abreagierst. Wie Petra schon ganz richtig sagt, ist es gut, sich abzulenken und durch Reden und gemeinsame Aktivitäten mit Freunden etwas Positives für sich zu tun. Ich weiss nicht, ob du meinen Beitrag hier bei scoolz über Selbstverletzung gelesen hast. Ich habe dort ein paar Tipps gegeben, wie du dich in dem Moment ablenken kannst, wenn der Drang, dich zu verletzen, ganz übermächtig wird. Du brauchst einen sehr starken körperlichen Reiz, der diesen Drang "übertönt". Einen solchen Reiz liefert zum Beispiel:
- Bestreichen der Oberlippe mit Tigerbalm oder Japanischem Heilpflanzenöl (Drogerie).
- Die Faust fest um einen Eiswürfel schliessen.
Tigerbalm oder Heilpflanzenöl riechen sehr stark und reizen deine Riechnerven. Ein Eiswuerfel reizt durch seine extreme Kälte deine Schmerzempfindung. Im Gegensatz zu dem starken Reiz des Selbstverletzens schaden dir diese Reize aber nicht, sie beschädigen deinen Körper nicht, können deine Spannung aber ableiten. (Weitere Tipps findest du in meinem Beitrag über Selbstverletzung).
Wenn du magst, kannst du ja vielleicht auch noch einmal genauer schreiben, welche Probleme dir so zu schaffen machen, dass du mit dem Schneiden angefangen hast. Dann kann ich dir auch darauf noch etwas ausführlicher eingehen.
Liebe Grüsse, Dr. Karin Anderson

17.12.2003 11:13 Zitieren Zitieren

chrissi
Pointer-User

17.12.2003 11:13 Zitieren Zitieren

sorry das ich euch schon wieder nerve, aber mir gehts heute morgen mal wieder nicht so gut. letzte woche ist ja wieder besser gelaufen, aber jetzt fühl ich mich wieder richtig erschöpft.ich grübel viel zu viel nach und krieg mich net richtig konzentriert. wie kann ich den selber so ne art therapie machen? was hilft mir denn in dem moment?
morgen hab ich einen termin bei der ärztin. mal schaun.

20.12.2003 01:05 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

20.12.2003 01:05 Zitieren Zitieren

Liebe Chrissi, ich finde es gut, dass du hier im Forum nochmal zu deinem Problem schreibst. Von Nerven kann da gar nicht die Rede sein, dafuer ist diese Moeglichkeit, ueber seine Probleme zu berichten, doch da.
Es war richtig und mutig von dir, dich ausser deiner Mutter auch noch einer Freundin anzuvertrauen. Jedes Reden hilft, auch wenn einem der andere keine guten Ratschlaege geben kann. Wenn du die Erfahrung machst, dass dir zugehoert wird, dass dein Gespraechspartner bereit ist, sich mit deinem Kummer und Leid auseinanderzusetzen und dich nicht abblockt, ist das ein Schritt zur Heilung, auch wenn du das zunaechst nicht merkst. Alles, was du nicht mehr nur in dich hineinfressen musst, sondern "auf den Tisch legen kannst", bedeutet etwas weniger Spannung in deinem Inneren.
Du sagst, dass die Beziehung zu deinem Vater derzeit problematisch ist, weil er sich von deiner Mutter getrennt hat. Ich kann mir vorstellen, dass deine "roten Traenen" mit dieser Familienkrise zu tun haben. Eine Trennung der Eltern ist immer sehr belastend fuer die Kinder, und meistens entwickeln sie Symptome, die diese seelische Belastung zeigen. Diese Symptome koennen ganz verschieden sein, und entweder Trauer und Wut nach innen (Depression, Selbstverletzung, Krankheiten) oder nach aussen richten (Aufsaessigkeit, Schulversagen, Aggressivitaet).
Am besten waere es, wenn du eine Moeglichkeit faendest, die unterdrueckten, nach innen gerichteten Gefuehle herauszulassen, aber in einer Form, die dir nicht schadet, sondern hilft. Mit anderen Reden ist schon sehr wichtig, andere Moeglichkeiten sind, wie ich schon sagte, Ablenkung durch positive Aktivitaeten. Jede Art von Sport, Musikmachen, Malen oder Schreiben oder die Beschaeftigung mit einem Hobby kann dir dabei helfen, Gefuehle aus dir heraus nach aussen dringen zu lassen und damit ein Stueck abzubauen.
Ich finde es auch gut, dass du dir professionelle Hilfe suchst und zum Arzt gehst, in einer solchen Situation sind Medikamente ebenfalls eine Unterstuetzung.
Liebeb Gruesse, Dr. Karin Anderson

22.12.2003 08:39 Zitieren Zitieren

chrissi
Pointer-User

22.12.2003 08:39 Zitieren Zitieren

ich werde anfang nächsten jahres wohl in eine klinik gehen müssen. ich habe zwar viele leute gefunden die mir geholfen haben, habe es jetzt auch lange durchgehalten, aber gestern abend war der druck einfach zu groß. mit meiner ärztin komm ich nicht besonders gut klar, aber sie will das ich in ne klinik gehe, bevor sie mir medikamente verschreibt. ich möchte auch langsam dahin. ich hab einfach die hoffnung das dann das ganze auf und ab- die depressionen aufhören und ich mit dem schneiden aufhören kann.

04.01.2004 21:06 Zitieren Zitieren

chrissi
Pointer-User

04.01.2004 21:06 Zitieren Zitieren

ihr müsst mir onchmla helfen.. ich schaff das nicht! ich seh einfach keinen anderen weg mehr mich auszudrücken und cih merke das der wille, mit dem ritzen aufzuhören, nach und nach schwächer wird. es hilft mir eifnach und was die anderen sagen ist mir immer mehr egal. außerdem erschreck ich mich selber über die gedanken die ich habe. meine ärztin nennt das depressionen. ich dachte sie könnte die lage einschätzen, aber so oft ich ihr acuh erzähle wie mies es mir geht- sie merkt es irgendwie net. und meine ma auch nich..... was soll ich denn machen? wo kann man denn eine therapie machen?? wo find cih denn kliniken für jugendliche in meiner nähe?

 
 

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