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26.01.2005 14:03 Zitieren Zitieren

Spike
Gast

26.01.2005 14:03 Zitieren Zitieren

Studiengebühren

Hi all,

ich finde das neue Urteil des BVG zu den Studiengebühren ziemlich skandalös. Sollen denn demnächst nur noch die Reichen studieren dürfen?

Bin selbst gerade am überlegen, ob ich studieren soll oder nicht. Im Moment würde ich sagen: eher nicht.

Eure Meinung?

gruß
spike

27.01.2005 11:33 Zitieren Zitieren

Boris
Pointer-User

27.01.2005 11:33 Zitieren Zitieren

Das Urteil mag ja richtig sein - also die Entscheidung, dass der Bund das nicht verbieten kann, sondern es Ländersache ist.

Aber dass die unionsgeführten Länder jetzt Studiengebühren einführen wollen, finde ich falsch. Woher sollen die Studis denn das Geld nehmen? Dann müssen sie noch mehr arbeiten und das Studium verlängert sich noch mehr.

27.01.2005 12:07 Zitieren Zitieren

KGRExpoerte
Pointer-Moderator

27.01.2005 12:07 Zitieren Zitieren

Also: Irgendwie sollte der verkrusteten Unibürokratie und den vielerorts an Studenten desinteressierten Lehrenden mal der Marsch geblasen werden. Studiengebühren könnten dazu ein Beitrag sein, wenn sie mehr Wettbewerb an den Universitäten und damit eine Angebotsverbesserung mit sich bringen. Allerdings muss gleichermaßen sichergestellt sein, dass sich universitäre Bildung und Ausbildung nicht nur am Geldbeutel der Studierenden (und ihrer Eltern) orientiert. Das wäre auch gesellschafts- und wirtschaftspolitisch dumm, denn eine Gesellschaft darf nicht auf die Fähigkeiten und Ressourcen von weniger Bemittelten verzichten.

27.01.2005 12:11 Zitieren Zitieren

Sandra
Pointer-User

27.01.2005 12:11 Zitieren Zitieren

Hallo KGR!

Wie soll den Lehrenden denn durch Studiengebühren der Marsch geblasen werden? Das erklär mir mal. Schließlich wird die Kohle ja nicht den Profs abgeknüpft....

27.01.2005 13:44 Zitieren Zitieren

KGRExpoerte
Pointer-Moderator

27.01.2005 13:44 Zitieren Zitieren

Hallo, Sandra.

Studiengebühren werden dort entrichtet, wo jemand studiert. Wenn das Angebot eines Studienortes schlecht ist, geht da keiner mehr hin. Die Folge: Der Standort kriegt keine Kohle, wird geschlossen. Andere Studienstandorte aber nutzen ihre Chance, bieten eine qualitativ gute Ausbildung und kümmern sich um ihre Studenten: immer mehr kommen, deren Studiengebühren kommen dem Standort zu Gute.

Okay, das ist etwas verkürzt, aber so sollte es funktionieren. Das was jetzt ist, funktioniert jedenfalls nicht: Der beamtete Professor bekommt sein Gehalt und seine Pension - ob er nun einen oder hundert Studenten (gut oder schlecht) ausbildet. Natürlich gibt es exzellente Wissenschaftler und Pädagogen, die sich engagiert sowohl um die eigene Fortbildung als auch um ihre Studenten kümmern. Aber ich kenne auch Beispiele...

So weit erstmal.
Gruß
KGR

16.02.2005 16:44 Zitieren Zitieren

Dan
Gast

16.02.2005 16:44 Zitieren Zitieren

Es hat auch etwas Gutes. Da heißt es nicht mehr rumlungern für euch Studenten:-) Ein bißchen mehr Einsatzbereitschaft von einigen wäre doch auch angebracht (z.B. dauernder Studienabbruch, Dauerstudium). Ihr wisst ja garnicht, wie gut es euch geht. Hab eine Ausbildung gemacht, bereits 2Jahre gearbeitet und somit jede Menge Lohnsteuer gezahlt, um vielleicht so manchem auch ein Studium zu finanzieren. Ich möchte dieses Jahr mit einer Weiterbildung an einer Fachschule beginnen (Technikerstudium). Dies Kostet Lehrgangsgebühren!!! Semestertickets gibt es nicht, da es eine Fachschule ist. Könnte sonst meine Wohnung behalten und täglich kostengünstig pendel. Und Meister-Bafög bekomm ich-muß es aber zu 2/3 davon später zurückzahlen, wem Bafög zusteht nur die Hälfte. Und wen nicht habt ihr ja Mama und Papa die alles finanzieren. Also mal kräftig in die Hände gespuckt während und nach dem Studium und dann sind Studiengebühren auch kein Problem.

17.02.2005 17:15 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

17.02.2005 17:15 Zitieren Zitieren

So sehr ich manche Deiner Ausführungen begrüße, lieber Dan, so sehr muss ich die aus Deinen Zeilen schimmernde Verallgemeinerung "Alle Studenten lungern herum" als voraufklärerisch zurückweisen! Schade, dass Du Dich zu so etwas hinreißen ließest, weil das die Schlagkraft Deiner Argumentation doch erheblich mindert...
Dominik

17.02.2005 17:21 Zitieren Zitieren

ElTorro
Gast

17.02.2005 17:21 Zitieren Zitieren

Hallo Dan,

so ist das also: Ich brauche zu meinen Eltern nur zu sagen: "Hey Dad, da sind mal wieder 500 Euro Studiengebühren fällig. Machst Du das mal klar? Lieben Gruß, Dein Sohn" -- tja, tolle Sache. Dumm nur, dass meine Eltern das nicht bezahlen können, das BAföG hinten und vorne nicht reicht und ich für meine "Ausbildung", sprich: Studium, (im Gegensatz zu Dir) KEIN Geld bekomme. Ohne Nebenjob könnte ich mein Studium schlichtweg nicht finanzieren. Wenn ich dann auch noch zusätzlich Gebühren blechen soll, bedeutet das: Ich brauche länger. Wahrscheinlich darf ich dann irgendwann zusätzlich noch Gebühren als Langzeitstudent bezahlen.

Mal darüber nachgedacht, dass manche Studienabbrecher sich das Studium gar nicht leisten können?

Gruß,
ET

18.02.2005 12:37 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

18.02.2005 12:37 Zitieren Zitieren

@Dan
Nur nebenbei :-)
Ich habe eine Ausbildung zum Informatikkaufmann gemacht...
und habe im letzten Jahr angefangen zu Studieren...
Ich kann dir versichern Arbeiten ist nix gegen ein Studium!!!
Das Studium ist wesentlich stressiger und anspruchsvoller
als das "normale" arbeiten!
Außerdem solltest du wissen das ungefähr 2/3 aller Studenten
nebenbei noch Arbeiten!
Das letzte Semester hatte ich z.b. eine 60 Std. Woche die wohl
kaum ein "normaler" Arbeiter in der Woche kontinuierlich hat...
Ich muss weil ich kein Bafög bekomme mit meinen 450 € die ich
nebenbei verdiene um zu "Überleben" UND DANN SOLL ICH NOCH
STUDIENGEBÜHREN ZAHLEN!!! Wovon?
Ich werde nie wieder die CDU Wählen!!!!!!
Es werden außerdem schon Studiengebühren von Studenten entrichtet
und zwar für das Semesterticket, ASTA usw. ist also für uns auch
nicht umsonst...

18.02.2005 13:14 Zitieren Zitieren

pondo79
Gast

18.02.2005 13:14 Zitieren Zitieren

Ich hätte gar nichts gegen Studiengebühren. Zwei Voraussetzungen:

1. Es müsste sichergestellt sein, dass die Gebühren wirklich der Hochschullehre zugute kommt. Und dass die Bildungsetats der Länder nicht postwendend um das Gebührenvolumen herabgesenkt werden und das Geld in den Taschen der jeweiligen Finanzminister landet.

2. Es müsste ein sozial ausgewogenes Darlehenssystem installiert werden. Die Studenten zahlen keine Gebühren, solange sie studieren. Erst wenn sie einen festen (dank des abgeschlossenen Studiums hoffentlich lukrativen) Job haben, müssten sie die Gebühren zurückzahlen. Monatlich, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten. Ein entsprechendes System funktioniert z.B. in Großbritannien ganz hervorragend.

Tja, da die Erfüllung dieser Prämissen in Deutschland leider nicht allzu realistisch ist, bin ich wohl doch gegen Studiengebühren...

 
 
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