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03.05.2003 00:47 Zitieren Zitieren

Puma
Gast

03.05.2003 00:47 Zitieren Zitieren

noch eine Chance?

Sehr geehrte Frau Dr. Anderson,
vor ca. einem Jahr habe ich mich von meiner Exfreundin getrennt, d.h. sie hat Schluß gemacht. Wir waren 2 1/2 Jahre zusammen und eine schöne Zeit - die nur eben oft knapp war: Ich bin berufstätig und studiere, sie ist ebenfalls berufstätig und so war die zeit eben oft wenig, die wir gemeinsam verbringen konnten, auch weil wir zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Ich habe meine Ex in einer schweren Periode ihres Lebens kennengelernt, gerade nach dem Tod ihres damaligen Freundes. Eigentlich wollte ich ihr damals nur helfen, daraus wurde aber mehr und es entstand eine sehr enge Beziehung. Ich habe sie nie zu etwas gedrängt und mit ihr über alles gesprochen. Im Rahmen eines solchen Gespräches kam heraus, dass sie als Kind mißbraucht/vergewaltigt wurde. Darüber hat sie mir nie genaueres gesagt, obwohl ich manchmal darauf einging. Es war für mich alles andere als leicht damit umzugehen, da ich in der Zeit beruflich in der Fahndung nach Konderschädern tätig war und, der Zufall wollte es so, schon seit geraumer Zeit einen Verdächtigen observierte, der zu 99% Sicherheit mit meiner Ex in Verbindung gebracht wurde. Nur: Die Opfer reden darüber ganz selten und ohne Zeugen kein Prozeß... Nun gut sie hat alles gut überwunden und auch deshalb wollte ich sie in Gesprächen nie mehr an diese Ereignisse erinnern. Sie hat mich, für mich überrschend stehengelassen, ohne auch eine stichhaltige Begründung dafür nenne zu können. Ich habe ihren Entschluß respektiert und uns nur noch sporadisch per Telefon gehört. Nach ca. 3 Monaten habe ich sie gelegentlich wieder getroffen und sie um Hilfe gebittet, da ich einige Probleme hatte. Sie hatte schon damals einen neuen Freund. Sie hat mich eiskalt abgelehnt mit den Worten " Es ist besser wenn wir uns nicht mehr sehen und hören". Ich habe das eingehalten, wenn ich auch immer noch zu ihr zurückgehen würde, auch weil sie ohne mich nicht mehr leben würde(hat si mir kurz vor der Trennung gesagt). Da stellt sich nur eine Frage, soll ich weiterkämpfen oder aufgeben. Sie ist es mir wert, sonst hätte ich nie mit ihr eine Beziehung begonnen.

vielen Dank schon jetzt für die Antwort

03.05.2003 12:16 Zitieren Zitieren

tomate 16
Gast

03.05.2003 12:16 Zitieren Zitieren

Wenn du deine Freundin wirklich liebst, wenn du den Rest deines Lebens mit ihr verbringen willst, dann kämpf um sie, hör nicht auf, sie zu lieben. Wenn ihr füreinander bestimmt seid, dann werdet ihr zusammenfinden!

03.05.2003 13:28 Zitieren Zitieren

Karolina
Gast

03.05.2003 13:28 Zitieren Zitieren

Hallo Puma,

das klingt jetzt wirklich sehr hart, aber ich glaube, deine Exfreundin hat dich nur unbewusst als Stütze in einer schweren Zeit benutzt. Sie wusste, dass sie auf dich zählen kann und hat in ihrer Not gerne deine Hilfe in Anspruch genommen. Ich kann gut verstehen, dass du dich jetzt ausgenutzt fühlst und dir ihr Verhalten wehtut.
Ich würde an deiner Stelle nicht versuchen weiterzukämpfen, übrlege, sie hat einen neuen Freund und hat Schluß gemacht! Außerdem möchte sie nicht mit dir reden. Das sind eindeutige Zeichen.
Du musst diese Frau vergessen. Es tut mir sehr leid, aber du warst nur eine seelische Unterstützung für sie. Diese "Liebe", die sie zur dir empfunden hat war vermutlich eher Dankbarkeit und freundschaftliche Zuneigung. In Notsituationen freut man sich eben, wenn es Menschen gibt, die einem helfen. Vermutlich hat sie sich auch teilweise eingeredet, dass sie dich liebt. Jetzt wo es ihr besser geht will sie mit dem negativen Teil in ihrem Leben abschließen. Du gehörst zu diesem negativen Teil, denn du gehörst zu den schlimmsten Zeiten ihres Lebens.
Für sie hat jetzt ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Du gehörst nicht dazu. Das muss dir klar werden.
Werde mit einer Frau glücklich, von der du weißt, dass sie dich wirklich liebt und die nicht nur benutzt. Obwohl ich noch nicht einmal glaube, dass deine Ex dich wirklich offensichtlich benutzt hat. Es war ihr selber vermutlich nicht klar.
Liebe Grüße Karolina

03.05.2003 14:41 Zitieren Zitieren

NAnu
Gast

03.05.2003 14:41 Zitieren Zitieren

Hi Puma!

Eine Beziehung, die aus/in einer Kriesensituation entsteht ist anders als alle anderen Beziehungen. Vor allem wenn die Frau in der Kriese steckt. Sie braucht jemanden, mit dem sie reden kann, der sie in den Arm nimmt und sie tröstet und der einfach für sie da ist. Da können dann leicht mal mehr Gefühle entstehen - so wie es bei euch ja dann auch kam. Deine Ex hat bei dir die Geborgenheit gefunden, die sie brauchte und nach der sie sich sehnte. Ich würde fast mal vermuten, dass sie in der Beziehung mehr oder nur genommen und nur wenig gegeben hat. Als sie dann aus ihrer Kriese rauskam und alles bewältigt hatte, da könnte es sein, dass sie gemerkt hat, dass sie dich nich liebt. Sie brauchte dich nicht mehr. Deshalb hat sie Schluss gemacht.
Ob du kämpfen sollst oder nicht, das kann ich dir nicht sagen. Ich selber würde die Situation eher als auswegslos betrachten, denn sie will ja gar nichts mehr mit dir zu tun haben. Wenn du noch Kontakt zu ihr hättest, dann könntest du versuchen, eine normale Freundschaft aufzubauen und sie wirklich kennenzulernen. Ich würde dir aber davon abraten, zu versuchen sie ihrem jetzigen Freund auszuspannen.
Was natürlich ein wichtiger Schritt zu einer Normalisierung wäre, wäre ein klärendes Gespräch. Du musst sie nach den Gründen ihres Verhaltens und der Trennung fragen.

Liebe Grüße,
Nanu

05.05.2003 20:46 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

05.05.2003 20:46 Zitieren Zitieren

Lieber Puma, ich habe das gleiche Gefuehl wie Nanu und Karolina. Es ist eine ganz besondere Situation, wenn man aus einer grossen Trauer heraus eine neue Beziehung eingeht. Aus deiner Mail wird deutlich, dass du sehr einfuehlsam bist, und dir viele Gedanken um das Wohl deiner Freundin gemacht hast. Du hast versucht, ihre Gefuehle zu verstehen, ihre Verletzungen zu heilen und viel Ruecksichtnahme gezeigt. Das hat deine Freundin damals gebraucht und darum ist aus der Freundschaft auch mehr geworden.
Leider sind die Beduerfnisse, die man in einer solchen Krisensituation hat, oft ganz andere, als die, die man entwickelt, wenn es einem wieder gut geht. So ist es offenbar bei deiner Freundin gewesen. Karolina hat ausserdem noch einen wichtigen Hinweis gegeben. Es kann sehr wohl sein, dass deine Freundin jetzt, wo sie deine Unterstuetzung nicht mehr braucht, nicht mehr an eine dunkle Zeit in ihrem Leben erinnert werden will. Dabei meine ich vor allem auch deinen Beruf, der mit Vergewaltigern und ihren Opfern zu tun hat. Es ist naemlich sehr wahrscheinlich, dass sie, auch wenn du glaubst, dass sie das schlimme Ereignis verarbeitet hat, das keinesfalls getan hat. Du sagst, dass du mit ihr darueber nicht reden mochtest, aus Angst, sie zu verstoeren. Etwas wirklich ueberwunden hat man nur dann, wenn man darueber ruhig reden kann. Das war offenbar nicht der Fall bei ihr.
Sie hat dich ohne eine Erklaerung verlassen und will jetzt keinen Kontakt mit dir, obwohl du sie ja, wie du sagst, nicht bedraengt und dich nur ganz gelegentlich gemeldet hast. Das zeigt, dass sie eine Konfrontation mit dir und deinen traurigen Gefuehlen, aber auch eine ehrliche Auseinandersetzung mit ihren eigenen Gefuehlen nicht auf sich nehmen will oder kann.
Und als du sie um Hilfe gebeten hast, hat sie dich barsch abgewiesen. Das klingt nicht so, als ob du noch irgendeinen Grund zum Hoffen haettest. Es sei denn, ihre neue Beziehung geht auch auseinander und sie sucht nach einem verlaesslichen Rettungsring. Dann muesstest du allerdings damit rechnen, dass sie dich "an den Nagel haengt", sobald sie wieder festen Boden unter den Fuessen hat.
Du solltest dich endgueltig von dieser Beziehung verabschieden und nach einer Freundin Ausschau halten, die dich auch dann schaetzt, wenn sie nicht in einer Krise ist.
Mit freundlichen Gruessen, Dr. Karin Anderson

 
 

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