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02.03.2003 18:51 Zitieren Zitieren

Nora
Gast

02.03.2003 18:51 Zitieren Zitieren

Psychose

Hallo,
ich habe ein Problem, bzw. mein Freund. Ich glaube, dass er an einer Psychose leidet, er hat zumindest psychische Probleme. Als er noch sehr jung war haben sich seine Eltern getrennt, seine Mutter hat dann einen neuen Freund geheiratet, der ihn geschlagen hat. Sein Vater hat sich nicht um ihn gekümmert.
Seine Mutter ist dann bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Er ist daraufhin zu seinem Vater gezogen, bei dem er heutzutage immer noch wohnt. Der Tod seiner Mutter, die Schläge seines Stiefvaters usw., das alles hat er nie wirklich verkraften können! Auch wenn er es nicht zugibt leidet er immer noch an diesen schweren Schicksalsschlägen.
Er raucht viel, kifft extrem, auch unter der Woche und an manchen Tagen redet er viel von Selbstmord usw.! Man hat auch das Gefühl, dass ihm alles egal ist u. er völlig gefühllos ist!!
Ich hab ihn irgendwie lieb, weiß auch nicht genau warum u. will ihm helfen! Nur wie?? Er sieht sein Problem ja noch nicht mal ein u. wenn man ihn fragt, sagt er ihm ist es egal! Ich weiß nicht mehr weiter.....
Bitte helft mir. Nora (16), mein Freund ist übrigens 21. Dankeschön!!!!

03.03.2003 13:53 Zitieren Zitieren

cora
Pointer-User

03.03.2003 13:53 Zitieren Zitieren

Hi Nora!
Es ist ziemlich schwer zu sehr "Psychisch geschädigten" durchzudringen.
Aber wenn er sich zu einer Therapie überreden lassen würd, wäre schonmal was geschaft.
Aber da er sein problem nicht einsieht, ist das wohl auch hoffnungslos.
Allerdings könntest du ihm ja mal sagen, das du dir sehr große Sorgen machst und wenn er von Selbstmord redet, er dir damit weh tut.
Also, bei www.Bke-Sorgenchat.de kannst du mit fachleuten für Deprisionen darüber reden und mit anderen die ähnliches Durchgemacht haben.
Er könnte ja auchmal mit denen reden, denen es genauso geht, aber die sich aus dem trott wieder rausgeholt haben.
man sollte das aufjedenfall nicht auf die Leichte Schulter nehmen, vielleicht könntest du ja auch mal mit seinem vater reden, das er sich um seinen Sohn bemüht.

Liebe grüße
Cora

06.03.2003 04:27 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

06.03.2003 04:27 Zitieren Zitieren

Liebe Nora, zwar hat dein Freund keine Psychose, aber bei der schwierigen Biografie ganz sicher eine schwere seelische Verletzung davongetragen. Ich finde Coras Vorschlag gut, dass du deinem Freund sagen solltest, wie grosse Sorgen du dir um ihn machst, und dass er dir damit wehtut, wenn er von Selbstmord spricht. Vielleicht dringst du damit zu ihm durch, wenn du nicht einfach nur Ratschlaege gibst oder Vorwuerfe machst, sondern davon sprichst, dass es fuer dich sehr viel bedeutet, ob es ihn gibt oder nicht.
Es scheint nach deiner Beschreibung schon so zu sein, dass dein Freund dringend fachmaennische Hilfe braucht und eine Therapie machen sollte, um seine schwierigen Erfahrungen zu verarbeiten. Sein Versuch seine negativen Gefuehle mit Kiffen zu "bewaeltigen" fuehrt natuerlich genauso wenig zu einer Verbesserung seiner emotionalen Situation, wie wenn er sich mit Alkohol betaeuben wuerde.
Seine Selbstmordideen sind leider ernstzunehmen, er ist sicherlich sehr gefaehrdet, wenn er nichts unternimmt, sich helfen zu lassen. Vielleicht muesste dein Freund auch erst einmal stationaer mit Antidepressiva behandelt werden, um ueberhaupt fuer eine Psychotherapie zugaenglich zu werden.
Wenn er keinerlei Schritte unternimmt, um aus seiner Depression herauszukommen und sich auch vor dir und deiner Bitte verschliesst, sich Hilfe zu suchen, waere es tatsaechlich richtig, mit seinem Vater reden und ihn auf die bedrohliche Situation seines Sohnes hinweisen.
Mit freundlichen Gruessen, Dr. karin Anderson

07.03.2003 13:21 Zitieren Zitieren

v
Gast

07.03.2003 13:21 Zitieren Zitieren

hallo!
mein freund hat ähnliche probleme...ich habe mit ihm auch schon darüber gesprochen, dass er sich vielelicht professionlelle hilfe suchen sollte. wir haben darüber geredet, und er möchte sich auch gerne ändern. allerdings hat er angst, dass er es momentan nicht schafft, da er so "ausgebrannt" ist. ein weiteres problem ist, dass er aus canada ist und wegen mir nach deutschland gekommen ist, er arbeitet jetzt hier aber die ganze situation ist ziemlich schwer für ihn und ziemlich verfahren! kann er denn in deutschland überhaupt eine therapie machen? ich kenne jemanden, der eine gesprächstherapie von der ges. krankenkasse bezahlt bekommt. und wenn ja, ginge das auch auf englisch (er spricht zwar jetzt deutsch, aber das wäre ja etwas schwer)? oder müsste er nach hause zurück???

10.03.2003 05:43 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

10.03.2003 05:43 Zitieren Zitieren

Liebe V., fuer deinen kanadischen Freund waere es vermutlich eine grosse Entlastung, wenn er eine Therapie machen wuerde, gerade, wenn er sich "ausgebrannt" fuehlt. Auch wenn Kanada ein westliches Land ist und die Unterschiede zu Deutschland auf den ersten Blick nicht so gross zu sein scheinen - wenn man in Nordamerika lebt, arbeitet, und nicht nur zu Besuch ist, stellt man doch fest, wie vieles einfach ganz anders ist. Und das kann sehr belastend und krankmachend sein.
Ist dein Freund eigentlich krankenversichert in Deutschland? Wenn er unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt, wuerde andernfalls die Sozialhilfe die Kosten tragen. Auf jeden Fall gilt eine solche reaktive depressive Verstimmung, wie dein Freund sie zu haben scheint, als Krankheit im Sinne der Krankenkassen, und die Kosten fuer eine Psychotherapie bei einem kassenzugelassenen aerztlichen oder psychologischen Therapeuten werden uebernommen.
Wenn dein Freund sich auf deutsch und der Therapeut sich auf englisch verstaendlich machen kann, sollte eine Therapie moeglich sein. (Mein Lehrtherapeut war aus Daenemark und wenn er etwas nicht verstanden hat, hat er nachgefragt. Und meine Patienten hier in den USA kommen auch mit meinen mehr oder weniger guten Sprachkenntnissen zurecht).
Mit freundlichen Gruessen, Dr. Karin Anderson

 
 

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