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07.11.2002 18:44 Zitieren Zitieren

Costanza
Gast

07.11.2002 18:44 Zitieren Zitieren

Ich will nach Italien!DRINGEND BITTE ANTWO.SCHNELL

Bitteeeee antworten sie schnell ich will nicht aufdringlich sein aber ist so ungeheuer wichtig für mich BITTE DANKE IM VORAUS!
MFG

22.11.2002 20:40 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

22.11.2002 20:40 Zitieren Zitieren

> Liebe Costanza, ich hatte diese Antwort schon lange abgeschickt, aber irgendwie ist sie nicht auf der Forum-Seite gelandet. Also hier nochmal:

Liebe Costanza, leider schreibst du nicht, wie alt du bist. Ich schaetze
> mal, zwischen 13 und 15, sodass es noch einige Zeit dauern wird, bevor du
> dein Elternhaus verlassen kannst. Ueber das Leben und die wirtschaftlichen
> Verhaeltnisse in Italien kannst du dich am besten mit Hilfe von Buechern,
> Magazinen (Merian, GEO)oder ueber das Internet informieren (Online-Archive
> von Zeitungen wie "Hamburger Abendblatt", "Focus", usw.). Deine Mutter hat
> sicher triftige Gruende, warum sie nicht wieder umsiedeln moechte. Ein
> Umziehen in ein anderes Land zieht enorme Konsequenzen nach sich, nicht
nur
> die Aufgabe der Arbeitsstelle, die Trennung von Freunden und dem in Jahren
> aufgebauten sozialen Netz, sondern auch, selbst innerhalb der EU,
> Schwierigkeiten mit Versicherungen, Krankenkassen usw. Je aelter man wird,
> umso mehr ist man mit seiner Umgebung verwurzelt - und 20 Jahre sind eine
> lange Zeit. Es kann auch sein, dass dein Vater zwar Vorteile von einem
Umzug
> haette, deine Mutter aber erhebliche Nachteile. Dazu kommt natuerlich auch
> noch die Frage, ob man von einer Grossstadt in die andere, oder ploetzlich
> von einer Metropole aufs Dorf ziehen will. Wenn du mit deinen Eltern,
> besonders deiner Mutter, ueber dieses Thema sprichst, solltest du dir ihre
> Beweggruende in Ruhe anhoeren und sie nicht einfach als "negatives Denken"
> abqualifizieren.
> Du solltest dich aber auch selbst fragen, ob bei deinem Wunsch nicht,
> umzuziehen, nicht noch andere Gruende als die Mentalitaet eine Rolle
> spielen. Wenn du in Deutschland aufgewachsen bist, bist du ja auch in
> deutschen Verhaeltnissen grossgeworden und daran gewoehnt. Was ist es, was
> es fuer dich jetzt so wichtig erscheinen laesst, so schnell wie moeglich
von
> deinem jetzigen Wohnort wegzukommen? Hast du Probleme mit der Schule, mit
> deinen Freunden? Hast du niemanden mit dem du reden kannst, oder der Zeit
> und Verstaendnis fuer dich hat, sodass du naeher bei deiner Schwester sein
> moechtest? Leider ist die Vorstellung, dass an einem anderen Ort alles
> anders und besser ist, eine grosse Illusion, jedenfalls dann, wenn man
> glaubt, durch einen Ortswechsel bestimmte Probleme loszuwerden. Dann
wartet
> eigentlich immer eine grosse Enttaeuschung, weil man die Schwierigkeiten,
> denen man entkommen moechte, meistens in sich traegt. Und ausserdem gibt
es
> in jedem Land positive und negative Dinge, sie sind nur vielleicht anders.
> Wenn es dir wirklich nur um Italien geht, und du entschlossen bist, dort
> einmal zu leben, solltest du dich so gut wie moeglich darauf vorbereiten.
> Die Sprache hast du ja wahrscheinlich von deinen Eltern gelernt, aber
kannst
> du auch italienische Buecher und Zeitschriften lesen (also die
> Schriftsprache und nicht nur die Umgangssprache)? Welchen Beruf moechtest
du
> einmal ausueben, welcher Schulabschluss ist dafuer noetig, wie sehen die
> Berufsaussichten in Italien aus? Versuche, deine Ferien dort bei deinen
> Verwandten zu verbringen und, wenn du alt genug bist, in den Ferien dort
zu
> jobben. Dann bekommst du ein realistischeres Bild davon, wie das Leben
dort
> im Alltag aussieht. Vielleicht kannst du ja deine Eltern davon
ueberzeugen,
> dass du dort zu Verwandten ziehst und die Schule dort beendest. Oder geh
> nach Abschluss deiner Schulzeit nach Italien. Aber erwarte bitte nicht,
dass
> deine Eltern mit dir diesen Schritt tun. Du bist in einigen Jahren
erwachsen
> und machst dich selbstaendig. Erwarte nicht von ihnen, dass sie ihren
ganzen
> Lebensplan fuer diese wenigen Jahre, die du noch bei ihnen wohnst, von
Grund
> auf veraendern.
> Mit freundlichen Gruessen, Dr. Karin Anderson

 
 

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