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29.09.2007 14:51 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

29.09.2007 14:51 Zitieren Zitieren

Verliebt in Arzt

Hallo,
wollte nur mal wissen, ob ein Arzt eine weitere Behandlung ablehnt, wenn man ihm gesteht dass man in ihn verliebt ist?

01.10.2007 20:56 Zitieren Zitieren

christiane27
Pointer-User

01.10.2007 20:56 Zitieren Zitieren

Tja,das würd ich auch gern wissen.Kommt aber glaube drauf an,welcher Arzt es ist.Soweit ich mitbekommen hab ist es schwierig, wenn man sich in seinen Psychotherapeuten verliebt wegen starker emotionaler Abhängigkeit.Da sollte dann die Behandlung nicht weitergeführt werden.Ansonsten denk ich halt,dass die ärzte da unterschiedlich reagieren. Christiane
,

20.10.2007 02:45 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

20.10.2007 02:45 Zitieren Zitieren

Hallo,
Ein Psychotherapeut sollte damit umgehen koennen, wenn eine Patientin sich in ihn verliebt. Das kann naemlich waehrend einer Therapie durchaus vorkommen und muss dann auch angesprochen und bearbeitet werden.
Die Behandlung abbrechen wuerde ein serioeser Therapeut aber nur dann, wenn er merkt, dass er sich selbst verliebt hat und die noetige therapeutische Distanz (Abstinenz) nicht mehr wahren kann. Bevor er aber einen derart drastische Schritt tut, sollte er sich durch eine Supervision bei einem erfahreneren Kollegen Gewissheit ueber seine eigenen Gefuehle und Beweggruende verschaffen.
Ein "normaler" Arzt wuerde auf das Liebesgestaendnis einer Patientin wohl wie ein ganz normaler Mensch reagieren. Ist er unangenehm beruehrt und kann mit der Situation nicht umgehen, wird er die Patientin bitten, sich einen anderen Arzt zu suchen. Ist er erfahren und hat gute Menschenkenntnis, wird er souveraen und professionell damit umgehen koennen, auch wenn er die Liebesgefuehle nicht erwidert.
LG, Dr. Karin Anderson

11.12.2007 23:53 Zitieren Zitieren

gewandungsfey
Pointer-User

11.12.2007 23:53 Zitieren Zitieren

..Und wenn der Arzt die Gefühle erwidert?
Ist das dann Verführung Schutzbefohlener? Ausnutzen von Abhängigkeiten?
Gibt es soetwas?
Es scheinen sich ja sehr oft Frauen in ihren Arzt zu verkucken, mein ehemaliger Hausarzt hatte immer einige Anbeterinnen, die vor seiner Praxis patroullierten. Er fands zwar anstrengend, aber es gefiel ihm auch.

28.02.2008 18:27 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

28.02.2008 18:27 Zitieren Zitieren

Hallo,
diesen Paragrafen sollten alle Angestellten in einem Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungverhaeltnis kennen. Dieser Paragraf wurde zum Schutz des Patienten eingefuehrt, da man ihm nicht zumuten kann objektiv in einer Hilfesuchenden- sogar Krankheitssituation zu urteilen. Oft kann langfristig keine Heilung erfolgen und der Patient kann physischen und psychischen Schaden erleiden. Laesst sich ein Behandler auf eine sexuelle Beziehung ein, spricht der Gesetzgeber zu Rcht von sexuellem Missbrach. Eine Liebesbeziegung sollte immer auf gegenseitiger Achtung und gleichgestellten Verhaeltnissen aufgebaut sein.

§ 174c
Sexueller Mißbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnißes
(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person, die ihm wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer körperlichen Krankheit oder Behinderung zur Beratung, Behandlung oder Betreuung anvertraut ist, unter Mißbrauch des Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnißes vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt, wird mit Freiheitßtrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer sexuelle Handlungen an einer Person, die ihm zur psychotherapeutischen Behandlung anvertraut ist, unter Mißbrauch des Behandlungsverhältnißes vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt.
(3) Der Versuch ist strafbar.

MfG
Verena

28.02.2008 18:45 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

28.02.2008 18:45 Zitieren Zitieren

auch wenn eine patientin eine beziehung zu einem behandler wuenscht, traegt er die alleinige verantwortung fuer diesen fakt. Er macht sich unter $174c strafbar.

02.05.2008 00:34 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

02.05.2008 00:34 Zitieren Zitieren

Hallo,
ich habe gerade diesen Beitrag gelesen und war vor etlichen Jahren in einer ähnlichen Situation. Ich habe mich total in meine Therapeutin verliebt. Wir sind eigentlich immer sehr offen damit umgegangen und haben die Therapie nicht abgebrochen. Es war am Ende dann doch schwierig, weil ich nicht geglaubt habe, dass sie nicht so fühlt wie ich. Das ist aber jetzt viele Jahre her und durch Zufall haben wir uns wieder getroffen und nun auch schon länger lockeren Kontakt zu einander. Ich finde sie auch heute wieder sehr attraktiv und bin neugierig auf den Menschen den ich da vor mir habe und ich glaube ihr geht es ganz ähnlich, jedenfalls scheint sie den Kontakt zu mir zu suchen. Ich finde es heute unproblematisch, weiß allerdings nicht ganz genau, wie das rechtlich aussieht, ob sie Schwierigkeiten bekommen kann, wenn sie sich auf eine private Beziehung mit mir einlässt. Weiß jemand ob und welche Grenzen es da gibt?

03.05.2008 16:42 Zitieren Zitieren

Mirco
Gast

03.05.2008 16:42 Zitieren Zitieren

Ich glaube, hinterher ist das voll erlaubt!

04.05.2008 15:04 Zitieren Zitieren

Miriam
Gast

04.05.2008 15:04 Zitieren Zitieren

Das glaube ich auch.

Ciao
Miriam

12.07.2008 04:13 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

12.07.2008 04:13 Zitieren Zitieren

Zitat von =Unregistriert:
Hallo,
ich habe gerade diesen Beitrag gelesen und war vor etlichen Jahren in einer ähnlichen Situation. Ich habe mich total in meine Therapeutin verliebt. Wir sind eigentlich immer sehr offen damit umgegangen und haben die Therapie nicht abgebrochen. Es war am Ende dann doch schwierig, weil ich nicht geglaubt habe, dass sie nicht so fühlt wie ich. Das ist aber jetzt viele Jahre her und durch Zufall haben wir uns wieder getroffen und nun auch schon länger lockeren Kontakt zu einander. Ich finde sie auch heute wieder sehr attraktiv und bin neugierig auf den Menschen den ich da vor mir habe und ich glaube ihr geht es ganz ähnlich, jedenfalls scheint sie den Kontakt zu mir zu suchen. Ich finde es heute unproblematisch, weiß allerdings nicht ganz genau, wie das rechtlich aussieht, ob sie Schwierigkeiten bekommen kann, wenn sie sich auf eine private Beziehung mit mir einlässt. Weiß jemand ob und welche Grenzen es da gibt?



Hallo,
Juristisch ist es kein Problem, nach Abschluss einer Therapie, wenn keine therapeutische Beziehung mehr besteht, eine private Beziehung zu deiner ehemaligen Therapeutin einzugehen.
Ich halte die Sache allerdings trotzdem nicht fuer unbedenklich. Du beschreibst ja, dass die Therapie damals, als du dich in deine Therapeutin verliebt hast, nicht abgebrochen, sondern weitergefuehrt wurde, aber offenbar doch mit sehr zwiespaeltigen Gefuehlen deinerseits, die ganz sicher die therapeutische Arbeit beeintraechtigt haben - und letztendlich nicht wirklich geklaert werden konnten.
Diese aus der Therapie stammenden und nicht verarbeiteten Gefuehle duerften auch sicher weiterhin eine Rolle spielen.
Fuer einen Therapeuten ist die Umaenderung einer ehemals therapeutischen in eine private Beziehung sowieso immer eine schwierige Entscheidung. Denn wird die Beziehung erst einmal privat, ist jede Rueckkehr auf eine therapeutische Ebene ausgeschlossen (weil unethisch). Der Therapeut muss also ganz sicher wissen, dass sein frueherer Patient ihn nie wieder als Therapeuten brauchen wird.
Ich habe eine mehr private Beziehung zu einem ehemaligen Patienten nur in sehr seltenen Faellen zugelassen. Es handelte sich dabei jeweils um Patienten, die ich viele Jahre lang begleitet habe und die ihre Therapie bei mir wirklich erfolgreich und mit sich und mir im Reinen abgeschlossen hatten. In diesen Faellen war ich aber spaeter mehr die "gute Mutter" oder muetterliche Freundin, jemand, dem man vertraut, weil er einen so gut kennt, wie niemand sonst.
Eine Liebesbeziehung zu einem ehemaligen Patienten haette ich allerdings niemals mit meinem Berufsethos vereinbaren koennen.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 
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