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13.04.2006 14:32 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

13.04.2006 14:32 Zitieren Zitieren

Eltern gegen Beziehung, was machen?!

Hallo zusammen,
ich bin jetzt ein Jahr mit meiner Freundin zusammen. Wir kennen uns auch mittlerweile 3 Jahre und waren vorher beste Freunde.

Ich bin 18 und sie 16.

Nur es gibt da ein Problem:

Ihre Mutter ist deutsche und ihr Vater Tunesier. Und ich komme aus Pakistan.

Ihre Mutter erlaubt ihr keinen Freund und macht ihr das Leben echt zur Hölle. Sie darf nie so richtig raus und ihre Mutter macht ihr immer Stress. Deshalb seh ich sie auch sehr selten und wir kriegen deshalb den ein oder anderen Streit.

Aber das ich sie kaum sehe ist mir relativ egal, weil ich nur gutes für sie will und deshalb meine Interessen hinten anstelle. Wenn wir uns sehen ist es kurz und wir können kaum was schönes unternehmen.

Was mache ich bloß damit ihre Mutter einen Freund an ihrer Seite akzeptiert? Meine Freundin meint wenn sie mit ihr reden würde, würde bestimmt was schlimmes passieren und sie dürfte bestimmt gar nicht mehr raus. Sie hat auch deshalb nicht mehr so ein besonderes Verhältnis zu ihrer Mutter. Und allgemein zu ihren Eltern hat sie kein gutes Verhältnis. Die Eltern standen schon 2-3 mal kurz vor der Trennung und ihre Mutter würde dann nach Süddeutschland ziehen(was ich dann machen würde weiß ich nicht).

Sie sagt immer mit 18 zieht sie aus und hat dann ihre Ruhe. Jetzt würde ich sie aber gerne heiraten und sie will aber nicht wenn die Eltern dagegen sind.

Was mache ich bloß?! Ich liebe dieses Mädchen überalles und würde sterben für sie.

26.04.2006 08:54 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

26.04.2006 08:54 Zitieren Zitieren

Hat niemand einen Rat?

12.05.2006 02:03 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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12.05.2006 02:03 Zitieren Zitieren

Lieber Anonym, ich finde, dass du dich sehr reif und verantwortungsvoll in der Beziehung zu deiner Freundin verhaeltst. Du bist bereit, deine Wuensche und Beduerfnisse zurueckzustellen, damit deine Freundin nicht noch mehr Schwierigkeiten mit ihren Eltern bekommt, als sie ohnehin schon hat.
Weisst du, woran es wirklich liegt, dass du deine Freundin nur so selten und offenbar ohne Wissen ihrer Eltern sehen kannst? Wissen die Eltern deiner Freundin eigentlich, dass du existierst? So, wie du es beschreibst, gilt dieses Verbot, einen Freund zu haben, offenbar nicht dir persoenlich, sondern die Mutter deiner Freundin ist grundsaetzlich dagegen, dass ihre Tochter ueberhaupt eine Beziehung hat. Will sie nicht wahrhaben, dass ihre Tochter erwachsen wird? Denkt sie an ihre eigenen Erfahrungen und will nicht, dass ihre Tochter sich zu frueh bindet? Wie ist denn eigentlich die Einstellung des Vaters zu diesem Thema?
Das Beste waere natuerlich, wenn deine Freundin ihre Eltern dazu bewegen koennte, sich darauf einzulassen, dich ueberhaupt erst einmal kennenzulernen. Dann koennten sie ihre Befuerchtungen oder Vorbehalte zur Sprache bringen und du und deine Freundin haetten die Moeglichkeit, eine Kompromissloesung vorzuschlagen. Ihr koenntet beispielsweise eine Vereinbarung treffen, wann und wie oft deine Freundin dich sehen darf, und wann sie spaetestens wieder zu Hause sein sollte.
Deine Freundin scheint nun ja aber Angst zu haben, dass "etwas Schlimmes" passieren koennte, wenn sie das Thema zuhause zur Sprache bringt. Was ist es denn, was sie befuerchtet? Dass Eltern einer 16-jaehrigen ueberhaupt keinerlei Selbstaendigkeit erlauben und sie voellig zu Hause behalten wollen, klingt ja doch recht ungewoehnlich, jedenfalls, wenn sie in Deutschland leben und ein Elternteil Deutsche ist. Und nach deiner Schilderung scheint es ja auch eher die Mutter zu sein, die so ueberstreng ist, und nicht der aus einem anderen Kulturkreis stammende Vater.
Wenn sich so ein Gespraech mit den Eltern nicht arrangieren laesst, gibt es vielleicht eine Person, der ihr euer Problem anvertrauen koenntet und die als Vermittler bei den Eltern auftreten koennte? Vielleicht wuerde die Mutter deiner Freundin einer Lehrerin oder der Mutter einer Klassenkameradin eher glauben, wenn die sie darauf hinweisen wuerden, welche Freiheiten und Regeln bei anderen Maedchen im Alter deiner Freundin heutzutage ueblich sind.
Sollte aber auch das keine Loesung fuer euer Problem sein, koennt ihr tatsaechlich nur abwarten, bis deine Freundin volljaehrig ist, und selbst fuer sich entscheiden kann. Fuer den Fall, dass das Leben fuer deine Freundin zuhause aber nun wirklich nicht mehr ertraeglich ist, besteht immer noch die Moeglichkeit, dass sich deine Freundin ans Jugendamt wendet und dann vielleicht an eine Jugendwohnung vermittelt werden kann.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

20.05.2006 17:48 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

20.05.2006 17:48 Zitieren Zitieren

Hallo,
danke erst ein Mal für Ihre Antwort Fr. Dr. Anderson.

Die Mutter ist halt enttäuscht von meiner Freundin, da sie es Ihr verheimlicht hat, dass sie einen Freund hat. Der Vater weiß es ja gar nicht, nur ein "Wahrsager" hat es ihm mal "verraten". Aber er hat nicht weiter nachgehakt.

Aber die Mutter macht immer solche Andeutungen. Sie durchsucht die Tasche meiner Freundin(hat schon Zigaretten gefunden) und ist halt schlecht auf mich zu sprechen.

Meine Freundin hat halt Angst vor ihrem Vater. Er könnte ja total ausrasten oder so. Und die Mutter droht halt immer damit es ihm zu sagen. Ich weiß nicht was ich machen soll.

Klar liebe ich sie, aber wenn ich nie was mit ihr unternehmen kann, schadet es der Beziehung nur und das will ich nicht weil sie mir mehr als wichtig ist.

Die Mutter hat sich mittlerweile sozusagen abgefunden damit, dass sie einen Freund hat, aber sie ist halt immer noch dagegen und meine Freundin kann halt nicht sagen " Ja ich treff mich jetzt mit ihm", dann würde sie erst gar nicht raus dürfen.


PS:
Habe jetzt noch eine Problem. Sie sagt ich würde mich viel zu sehr für sie einsetzen oder so. Ich helfe ihr nämlich wo ich kann. Ich bin immer für sie da und tue alles für sie. Okay ich will sie nicht einengen aber sie hat halt nun mal das ein oder andere Problem und jetzt stellt sie sich an und läßt sich nicht mal beim tragen der Taschen helfen. Sie

27.05.2006 20:42 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

27.05.2006 20:42 Zitieren Zitieren

haloo ich bin angelo und 19 ich bin seit 1 jahr mit meine freundin zusammen jetz ist rausgekkomen dass sie die schule geschwänzt hatt seit demm darf ich meine freundin nicht sehen dass echt hard ich weine ganze nacht im bett weil wir immer uns jeden tag getroffen haben ihre mama kennt mich habe auch da öfters geschlafen ihre mutter lebt getrennt von ihre mama mein freundin will jetz bei der vater wohnen und mich zu sehen ist dass richtig was sie mag ich vermisse sie voll ich weis nicht was ich machen soolll bitte helfen sie mir

03.06.2006 21:49 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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03.06.2006 21:49 Zitieren Zitieren

Lieber....ein Problem ist sicherlich, dass die Familiensituation bei deiner Freundin angespannt ist. Es geht hier ja offenbar nicht nur darum, dass die Eltern nicht moechten, dass ihre Tochter einen Freund hat. Die Ehe der Eltern scheint in einer Krise zu sein, das Vertrauensverhaeltnis zwischen Mutter und Tochter ist gestoert, und der Vater scheint zwar einerseits irgendwie aussen vor zu sein, wird aber andererseits anscheinend von der Mutter als Buhmann benutzt, um deine Freundin unter Druck zu setzen.
Du selbst liebst deine Freundin aufrichtig, denkst sogar an eine Heirat und moechtest ihr gern in allen Dingen helfen. Leider bricht dein Bericht mittendrin ab, aber es scheint, als ob deiner Freundin deine Hilfsbereitschaft etwas zu weit geht und sie sich dadurch eingeengt fuehlt.
In einer solchen Situation hast du sehr wenig Einflussmoeglichkeiten. Du musst auch bedenken, dass du alles nur aus der Sichtweise deiner Freundin erlebst, du weisst aber nicht, ob die Verhaeltnisse wirklich so sind, wie sie scheinen. Ist die Mutter deiner Freundin wirklich nur uebertrieben kontrollierend - oder hat deine Freundin ihr Grund fuer ihr Misstrauen gegeben? Ist der Vater wirklich so unberechenbar? Und warum herrscht eigentlich Funkstille zwischen ihm und seiner Tochter?
Deine Freundin scheint sich gegen deine Fuersorglichkeit zu straeuben. Bist du ganz sicher, dass sie wirklich so stark unter den haeuslichen Problemen leidet, wie sie sagt - und nicht die Schwierigkeiten mit ihren Eltern dazu benutzt, um dich ein Stueck auf Distanz zu halten? Ich weiss, das klingt vielleicht etwas garstig, aber du musst all diese Dinge zumindest in Betracht ziehen. Die einzige Person, die in diesem Drama handlungsfaehig ist, ist deine Freundin. Nur sie koennte ihre Eltern davon ueberzeugen, dass du ein anstaendiger, netter junger Mann bist und dass es sich lohnt, dich kennenzulernen. Nur sie kann ihren Eltern klarmachen, dass sie bereit ist, sich an Regeln zu halten, und Kompromisse einzugehen, solange sie noch nicht volljaehrig ist und zuhause wohnt.
Bei allen Schwierigkeiten, die Eltern mit ihren heranwachsenden Toechtern haben - die meisten Vaeter und Muetter wuenschen sich eine gute Beziehung und sind sehr daran interessiert, dass es ihrem Kind gutgeht. Daher sind die meisten Eltern, wenn die Situation nicht voellig verfahren ist, auch nach einigem Hin- und Her, und trotz moeglicher Vorbehalte, dazu bereit, den Freund ihrer Tochter zumindest kennenzulernen.
Wenn das nun aber tatsaechlich absolut nicht moeglich ist, zum Beispiel, weil die Ehe der Eltern deiner Freundin so zerruettet ist, dass sie fuer nichts anderes mehr offen sind, bleibt dir leider nichts anderes uebrig, als abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt.
Ich rate dir aber dringend, auch wenn du deine Freundin noch so sehr liebst, und ihr am liebsten jeden Stein aus dem Weg raeumen moechtest: halte dich lieber ein bisschen mit deiner Ritterlichkeit zurueck. Wenn ihre Mutter naemlich tatsaechlich so kontrollierend ist, wie deine Freundin dir erzaehlt hat, wird sie deine nettgemeinte Hilfbereitschaft eher als "elterlichen" Kontrollversuch erleben, und sich, auch wenn du das gar nicht beabsichtigst, von dir eingeengt fuehlen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

03.06.2006 22:47 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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03.06.2006 22:47 Zitieren Zitieren

Lieber Angelo, leider bist du, wie der andere junge Mann, auch mitten in eine Familienkrise hineingeraten. Der entscheidende Punkt ist hier, dass deine Freundin etwas getan hat, was die meisten Eltern in hoechste Alarmstufe versetzt: sie hat die Schule geschwaenzt!
Was auch immer hinter den Schulschwierigkeiten deiner Freundin stecken mag, (vielleicht die Trennung der Eltern?), ihre Mutter, die dich ja kennt und eure Beziehung ja offenbar auch akzeptiert, hat ihrer Tochter jetzt verboten, dich zu treffen. Steht deine Freundin eigentlich unter Hausarrest und darf auch ihre anderen Freunde nicht sehen, oder gilt dieses Verbot nur dir? Gibt die Mutter eurer Beziehung die Schuld daran, dass ihre Tochter die Schule vernachlaessigt, weil ihr soviel Zeit miteinander verbringt? Oder ist es nur die strengste Strafe, die ihr eingefallen ist?
Deine Freundin moechte das Probleme dadurch loesen, dass sie zu ihrem Vater zieht, damit sie dich wieder sehen kann. Obwohl du verstaendlicherweise sehr unter der Trennung leidest, bist du doch erwachsen und reif genug, dich zu fragen, ob ein solcher Schritt wirklich richtig waere. Du hast Recht, denn dieser Umzug wuerde das Problem deiner Freundin sicherlich nicht aus der Welt schaffen!
Nach deiner Schilderung hat deine Freundin doch eigentlich eine gute Beziehung zu ihrer Mutter, die ja auch normalerweise nicht hart oder verstaendnislos reagiert. Sie hat zwar vielleicht mit ihrem Verbot ueberreagiert, aber sie fuehlt sich wahrscheinlich hilflos und weiss nicht, was sie sonst tun soll .
Was meinst du denn, was der Grund fuer dieses Schuleschwaenzen war? Hat deine Freundin sehr schlechte Zensuren? Hat sie Angst vor der Schule? Oder hat es doch etwas mit der Trennung der Eltern zu tun? Ich nehme mal an, dass es nicht nur einmal vorgekommen ist, dass deine Freundin geschwaenzt hat, sondern dass die Mutter durch die Schule darueber informiert worden ist.
Was auch der Grund fuer das Verhalten deiner Freundin ist, es ist ein Alarmsignal, dass sie Hilfe braucht. Es waere wichtig, dass sie sich mit ihrer Mutter - oder beiden Eltern - darueber auseinandersetzt, was hinter ihrem Schwaenzen steckt. Schliesslich koennte sie sich ja ihre ganze Zukunft verbauen, wenn sie nicht mehr zur Schule gehen will. Du koenntest vielleicht die Mutter deiner Freundin anrufen und ihr anbieten, mit deiner Freundin ueber ihr Problem zu reden. Dann koenntet ihr vielleicht versuchen, gemeinsam eine Loesung zu finden. Wenn du der Mutter deiner Freundin klarmachst, dass du genauso besorgt bist, wie sie, und dass du genauso daran interessiert bist, dass deine Freundin die Schule nicht vernachlaessigt und ihr helfen willst, nimmt sie ihr Verbot moeglicherweise zurueck.
Der Umzug zum Vater ist nur dann vernuenftig, wenn der Entschluss von allen gemeinsam, der Mutter, dem Vater und deiner Freundin, nach gruendlicher Ueberlegung getroffen wird. Denn sonst geht die Sache schief, deine Freundin faengt vielleicht wieder an zu schwaenzen, und alle sind bitter enttaeuscht, weil sich ihre Hoffnungen nicht erfuellen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

04.06.2006 09:54 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

04.06.2006 09:54 Zitieren Zitieren

Zitat von =Dr. Karin Anderson:
Lieber....ein Problem ist sicherlich, dass die Familiensituation bei deiner Freundin angespannt ist. Es geht hier ja offenbar nicht nur darum, dass die Eltern nicht moechten, dass ihre Tochter einen Freund hat. Die Ehe der Eltern scheint in einer Krise zu sein, das Vertrauensverhaeltnis zwischen Mutter und Tochter ist gestoert, und der Vater scheint zwar einerseits irgendwie aussen vor zu sein, wird aber andererseits anscheinend von der Mutter als Buhmann benutzt, um deine Freundin unter Druck zu setzen.
Du selbst liebst deine Freundin aufrichtig, denkst sogar an eine Heirat und moechtest ihr gern in allen Dingen helfen. Leider bricht dein Bericht mittendrin ab, aber es scheint, als ob deiner Freundin deine Hilfsbereitschaft etwas zu weit geht und sie sich dadurch eingeengt fuehlt.
In einer solchen Situation hast du sehr wenig Einflussmoeglichkeiten. Du musst auch bedenken, dass du alles nur aus der Sichtweise deiner Freundin erlebst, du weisst aber nicht, ob die Verhaeltnisse wirklich so sind, wie sie scheinen. Ist die Mutter deiner Freundin wirklich nur uebertrieben kontrollierend - oder hat deine Freundin ihr Grund fuer ihr Misstrauen gegeben? Ist der Vater wirklich so unberechenbar? Und warum herrscht eigentlich Funkstille zwischen ihm und seiner Tochter?
Deine Freundin scheint sich gegen deine Fuersorglichkeit zu straeuben. Bist du ganz sicher, dass sie wirklich so stark unter den haeuslichen Problemen leidet, wie sie sagt - und nicht die Schwierigkeiten mit ihren Eltern dazu benutzt, um dich ein Stueck auf Distanz zu halten? Ich weiss, das klingt vielleicht etwas garstig, aber du musst all diese Dinge zumindest in Betracht ziehen. Die einzige Person, die in diesem Drama handlungsfaehig ist, ist deine Freundin. Nur sie koennte ihre Eltern davon ueberzeugen, dass du ein anstaendiger, netter junger Mann bist und dass es sich lohnt, dich kennenzulernen. Nur sie kann ihren Eltern klarmachen, dass sie bereit ist, sich an Regeln zu halten, und Kompromisse einzugehen, solange sie noch nicht volljaehrig ist und zuhause wohnt.
Bei allen Schwierigkeiten, die Eltern mit ihren heranwachsenden Toechtern haben - die meisten Vaeter und Muetter wuenschen sich eine gute Beziehung und sind sehr daran interessiert, dass es ihrem Kind gutgeht. Daher sind die meisten Eltern, wenn die Situation nicht voellig verfahren ist, auch nach einigem Hin- und Her, und trotz moeglicher Vorbehalte, dazu bereit, den Freund ihrer Tochter zumindest kennenzulernen.
Wenn das nun aber tatsaechlich absolut nicht moeglich ist, zum Beispiel, weil die Ehe der Eltern deiner Freundin so zerruettet ist, dass sie fuer nichts anderes mehr offen sind, bleibt dir leider nichts anderes uebrig, als abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt.
Ich rate dir aber dringend, auch wenn du deine Freundin noch so sehr liebst, und ihr am liebsten jeden Stein aus dem Weg raeumen moechtest: halte dich lieber ein bisschen mit deiner Ritterlichkeit zurueck. Wenn ihre Mutter naemlich tatsaechlich so kontrollierend ist, wie deine Freundin dir erzaehlt hat, wird sie deine nettgemeinte Hilfbereitschaft eher als "elterlichen" Kontrollversuch erleben, und sich, auch wenn du das gar nicht beabsichtigst, von dir eingeengt fuehlen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson



Hallo Frau Dr. Anderson,
ich habe vor 3 Tagen einen Anruf vom Vater meiner Freundin bekommen der all ihre SMS gelesen hat und jetzt auch von mir weiß. Nun solle ich mich doch von seiner Tochter fern halten, und wenn sexuell was lief krieg ich den größten Ärger etc.

Er hat auch mit meiner Freundin geredet und wollte wissen wer ich bin, was ich mache, wie ich lebe, was meine Eltern machen.

Er macht sich sorgen um seinen Ruf, denn er ist ein erfolgreicher Mann und wie er sagt hat er "einen Namen zu verteidigen". Er hat auch bei meiner Oma angerufen weil die nummer auch im Handy stand und meine Oma angeschrien ich solle doch in meine Heimat gehen wenn ich heiraten will etc.

Und das hat meine Freundin so verletzt, dass sich nicht ansehen will wie ich "leide". Und sie sieht es als besser wenn wir uns trennen damit ich wie sie sagt eine bessere Freundin haben kann deren Eltern einen Freund akzeptieren.

Aber ich will sie nicht im Stich lassen und um sie kämpfen weil ich sie ja liebe und mir alles egal ist, egal was der Vater macht und so.

Jetzt ist alles eskaliert..was mach ich bloß?!

15.06.2006 04:00 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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15.06.2006 04:00 Zitieren Zitieren

Lieber.... (bitte gib dir einen Benutzernamen, es muss ja nicht dein richtiger sein. Es ist fuer mich viel einfacher, wenn ich euch wiedererkennen kann)
Du sagtest, dass du aus Pakistan kommst, und dass der Vater deiner Freundin Tunesier ist. Wie sieht es denn mit der Tradition in deiner Familie aus? Erwarten deine Eltern von dir, dass du dich nach Gebraeuchen aus deiner alten Heimat richtest, wenn du ein Maedchen umwirbst?
Der Vater deiner Freundin, der ja auch noch aus einer anderen Generation stammt, hat offenbar traditionelle Ansichten, wenn es um Freunde seiner Tochter geht. Ich kann aus dem, was du sagst, nur vermuten, dass es ihm wichtig ist, dass die Familienehre nicht verletzt wird. Vaeter reagieren sowieso oft eifersuechtig, wenn es klar wird, dass ihr kleines Maedchen eine Frau geworden ist, an der junge Maenner Interesse haben.
Ein Vater, der aus einem Land mit patriarchalischer Tradition stammt, wird, selbst wenn er bereits jahrelang in einer westlichen Industrienation zuhause ist, doch strengere Massstaebe an einen moeglichen Schwiegersohn anlegen, als der durchschnittliche deutsche.Vater.
Daher koenntest du seine Angst um seinen guten Ruf (und den seiner Tochter) nur dann beruhigen, wenn du auf ganz traditionelle Weise seine Bekanntschaft machst. Du muesstest dich direkt an ihn wenden, und um ein Gespraech bitten. Er moechte sicher wissen, ob du nicht "ein hergelaufener Nichtsnutz" bist, sondern eine ordentliche Familie hast, strebsam bist, und vernuenftige Ansichten und Ideen hast.
Es ist natuerlich auch moeglich, dass er Vorurteile gegen deine Herkunft hat. Dass er selbst ein Einwanderer ist, braucht noch lange nicht zu heissen, dass er nichts gegen andere Auslaender hat. Auf jeden Fall sind solche Aengste und Vorurteile nur durch persoenliches Kennenlernen zu beschwichtigen. Vielleicht muesstest du sogar jemanden um Vermittlung bitten, den der Vater deiner Freundin kennt und achtet.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

15.06.2006 12:00 Zitieren Zitieren

Paki
Gast

15.06.2006 12:00 Zitieren Zitieren

So extra ein "Name" für Sie Frau Anderson,
danke noch mal für Ihren Post. Ich hoffe, dass es sich irgendwie klärt. Und vielleicht haben Sie ja Recht und er will mich halt nur kennen lernen.

Ich werde es versuchen...

Danke

 
 

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