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14.10.2006 10:42 Zitieren Zitieren

christl_m
Pointer-User

14.10.2006 10:42 Zitieren Zitieren

Angst vor der Arbeit!!!!!!!!!!!

Hey...!
ja wie soll ich anfangen! Vor ungefähr eineinhalb Monaten habe ich mit meiner Ausbildung zur Bürokauffrau angefangen. Ich bin erst 15, und habe die Hauptschule besucht.
Seit dem Beginn meiner Lehre is nichts mehr wie es wahr, nicht nur das sich mein gewohnter Tagesablauf um 360° gedreht hat, nein seitdem geht es bei mir nur noch bergab. Vor zwei Wochen etwa hat mir die arbeit richtig spaß gemacht, dan war ich letzte woche krank und seit dem ist alles ganz anders. Meine Ausbilderin hat mich zum ersten mal geschimpft und sonst läuft auch alles total daneben. Eigentlich hoffte ich das jetz alles wieder besser werden würde, allerdings kommt es mir nicht so vor. Jeden Tag wenn ich von der Arbeit nach Hause komme freue ich mich rießig meine Family und vor allem meinen kleinen Bruder (3jahre) wieder zu sehen. Sie geben mir immer so viel kraft, vor allem mein bruder, wenn ich mit ihm spiele und sein lachen sehe und seine funkelnden Augen, dan geht es mir sogar für ein paar momente richtig gut!" Ich weiß wirklich nicht was ich ohne ihn machen würde. Wenn dan das Wochenende vor der Türe steht freu ich mich natürlich rießig, aber das ganze Wochenende verfolgt mich dan so ein drückendes gefühl, am allerschlimmstens sind allerdings meine ,,Panik-gefühle", die kommen mittendrin. Und auf einmal will ich nur noch nach Hause, wie so ein Tunnelblick, du hast ein Ziel vor Augen und da willst du hin. Alles andere ist egal, bzw. im meinen fall rückt alles ins negative Licht. Mir kommen Gedanken hoch, ich mach mir selber Probleme, und das belastet mich alles Brutal! Mir kommt es teilweise so vor alls wär meine ,,Seele, mein Herz" tonnen schwer. Aber die Gedanken die mir dan in der Arbeit kommen sind brutalst schlimm. Mir kommt es dan vor als wäre mein Leben vorbei, als würde es keine schönen Augenblicke mehr geben. Und das ich in drei Jahren immer noch an diesen Arbeitsplatz bin das ist ein ganz komischen, ängstliches Gefühl! Ich habe jetzt schon Angst vor meiner Zukunft, ich habe Angst das diese seelischen Belastungen, diese Gedanken mich nie verlassen werden. Das meine ganze Ausbildung so bleibt wie zur Zeit, und kein Ende in sicht ist! Ich weiß nicht wie ich mir helfen kann, manchmal meine ich wirklich das ich wegen meine ,,Panik"-attaken sogar mal zu einem Arzt schauen sollte. Denn gerade dieses Panikgefühl, macht alles noch schlimmer! Ich habe Angst vor der Angst!
lg
tina

08.11.2006 03:35 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

08.11.2006 03:35 Zitieren Zitieren

Liebe Tina,
Was du beschreibst, ist gar nicht so ungewoehnlich. Am Anfang hat dir deine Ausbildung Spass gemacht, zwar war alles neu, aber sicherlich hat jeder Ruecksicht genommen und noch nicht sehr viel von dir erwartet.
Dann kam der Bruch, du hast ein paar Tage wegen Erkrankung gefehlt, und danach musstest du dich nicht nur wieder neu zurechtfinden, sondern mit der "Schonzeit" war es offenbar auch vorbei. Mit einem Mal begegnete man dir nicht mehr so freundlich wie am Anfang, sondern du wurdest angemeckert. Du bist ja mit 15 noch sehr jung, und sicher ziemlich sensibel. Du schilderst, wie wohl du dich zuhause in deiner Familie fuehlst, vermutlich bist du von daher auch nicht gewoehnt, dass man dir unfreundlich und abschaetzig begegnet.
Der "rauhe Wind", der dir ploetzlich am Arbeitsplatz entgegenwehte, hat dich offenbar sehr verunsichert. Du hast nicht mehr das Gefuehl, dass man dir wohlwollend begegnet, sondern hast jetzt wahrscheinlich Angst, Fehler zu machen, zu langsam zu sein, und dadurch wieder Kritik auf dich zu ziehen.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie unangenehm es ist, wenn Leute einem kritisch und unfreundlich begegnen, von denen man es ueberhaupt nicht erwartet. Leider gehoert diese negative Erfahrung zum Erwachsenwerden dazu. Ein Arbeitsplatz ist ein Ort, an dem Geld verdient wird, er ist kein gemuetliches Zuhause und die Chefs und Kollegen keine lieben Eltern oder Geschwister.
Wichtig ist, dass du jetzt nicht den Mut voellig sinken laesst, und glaubst, es muesse immer so weiter gehen, und die ganzen drei Ausbildungsjahre muessten eine einzige Quaelerei sein. Versuch, diese unangenehme Erfahrung nicht persoenlich zu nehmen, nicht als Beweis dafuer zu sehen, dass du nicht faehig bist, die Ausbildung zu schaffen, zur Zufriedenheit deiner Vorgesetzten zu arbeiten oder mit deinen Kollegen gut auszukommen.
Deine Ausbilderin hat, als sie dich so anmeckerte, vielleicht einen schlechten Tag erwischt. Vielleicht waere sie sogar erschrocken, wenn sie wuesste, wie sehr du dir diese Kritik zu Herzen genommen hast. Niemand kann von dir erwarten, dass nach nur zwei Wochen alles bereits ganz glatt laeuft und dass du funktionierst, wie jemand, der schon seit Jahren im Betrieb arbeitet.
Es ist eine gute Sache, dass du so eine liebevolle Familie im Hintergrund hast, die dich bestaerkt und aufbaut. Du bist nicht allein, und kannst zuhause immer wieder Kraft tanken. Wenn du jetzt wieder bei der Arbeit merkst, dass du anfaengst, Angst zu bekommen, wenn sich wieder der "Tunnelblick" einstellen will, hol dreimal ganz tief Luft und ruf dir dabei das Bild deines kleinen, froehlichen Bruders ins Gedaechtnis.
Dieses Luftholen, zusammen mit dem positiven inneren Bild, wird dir helfen, deine Panik zu ueberwinden. Das tiefe Einatmen bewirkt naemlich durch den vermehrten Sauerstoffzustrom ins Gehirn automatisch eine koerperliche und seelische Entspannung. Die Vorstellung eines freundlichen Bildes wirkt dabei zusaetzlich als Verstaerker. Probier das einmal aus, du wirst sehen, dass es hilft!
Und sollte sich wirklich doch herausstellen, dass dieser Ausbildungsplatz nicht das Richtige fuer dich ist, bleibt immer noch als letzte Moeglichkeit, dir einen anderen zu suchen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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