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16.11.2006 22:45 Zitieren Zitieren

Laila
Gast

16.11.2006 22:45 Zitieren Zitieren

introvertiert

Hallo Fr.Dr.Anderson!
Von Natur aus bin ich ein recht zurückhaltender und ruhiger Mensch. Ich habe zwar viele Freunde, aber sie alle meinen ich sei introvertiert.
Nun belastet mich aber folgendes Problem:
Seit den Sommerferien häufen sich meine Probleme/Ereignisse und ich verschließe mich immer mehr, es gibt Tage an denen ich mit niemandem etwas zu tun haben will, mit niemandem reden will, einfach nur allein sein. Aber ich fange mal lieber von vorne an:

- In den Sommerferien ist die Freundschaft zu meiner besten Freundin, die 12 Jahre lang anhielt, endgültig kaputt gegangen.
- Nach den Sommerferien wurden die Klassen der E-Phasen für das eine Schuljahr neu gemischt, was ich sehr unsinnig und gewöhnungsbedürftig fand, da ich mit den anderen Klassen nie wirklich viel zu tun hatte und ich mich in neuen Situationen grundsätzlich sehr unwohl fühle
- Es sind 2 Verwandte von mir (die mir viel bedeuteten) am gleichen Tag gestorben (sie hatten nichts miteinander zu tun/ einmal Verwandter Väterlicherseits, und 1x Mütterlicherseits)

Seit dem Tag der beiden Todesfälle ziehe ich mich immer weiter zurück und ich kann nichts dagegen machen, auch wenn ich versuche wieder offener und fröhlicher zu sein.. Freundschaften gehen kaputt an meinen Stimmungsschwankungen/ meiner Genervtheit, ich habe zur Zeit nicht die Nerven, die Kraft großartig etwas für die Schule zu lernen (was ich mir eigentlich nicht erlauben darf) , ich brauche einfach nur Zeit für mich, die ich natürlich wegen der Schule einfach nicht habe.
Momentan kommt es mir nur so vor als ob ich alles verliere und nichts wiederbekomme, erstmal meine ehem. beste Freundin, dann die Klasse und dann 2 Verwandte und außerdem weitere Freundschaften.
Ich weiß nicht was ich machen soll, ich muss irgendwie wieder die Kraft finden, ich will ja selbst nicht dass es so weitergeht, aber ich weiß nicht wie.. Haben Sie vielleicht einen Rat für mich, was ich machen kann damit es mir wieder besser geht?
Ich habe auch eine große Angst dass ich aufgrund des nicht-lernens ausgelöst durch meine nicht vorhandene Konzentration das Schuljahr nicht schaffen sollte wenn es so weiter geht, denn die ersten Klausuren die wir schrieben und zurückbekamen sind bei mir nicht gerade gut ausgefallen (Noten zwischen 3 und 5) und ich rechne demnächst mit weiteren 5en und 6en.
Außerdem belastet mich noch zusätzlich, dass die "neuen" Leute aus meiner neuen Klasse mittlerweile ein echt falsches Bild von mir haben, dass ich nie etwas sage im Unterricht und auch überhaupt, dass ich in meiner eigenen Welt lebe und dass ich dumm sei, nur weil ich zZ nicht zum Lernen komme. Dabei kennen sie mich (in meiner "normalen Art" nichtmal)
Ich weiß nicht was ich noch machen soll, es ist eine ziemlich komplizierte Situation, aber irgendwie muss es ja weitergehen, ich muss ja das Schuljahr schaffen.
Ich hoffe dass Sie mir Antworten und mir helfen können!
Danke
laila

17.11.2006 22:06 Zitieren Zitieren

Mila
Gast

17.11.2006 22:06 Zitieren Zitieren

Hey Leila!
Du hast ja echt Pech: alles so auf einmal!
Ich würde an deiner Stelle mal versuchen mit den Leuten aus deiner Klasse zu reden und ihnen erklären wie schwierig es im Moment für dich ist!
Ich weiß jetzt nicht wie es zu dem Ende der Freundschaft mit deiner (ehemaligen) besten Freundin kam, aber ich denke, dass sich das doch wieder rückgängig machen lässt! Vor allen Dingen wenn sie erfährt, wie schlecht es dir geht!
Ich wünsche dir viel Glück
Mila hdl

19.11.2006 03:08 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

19.11.2006 03:08 Zitieren Zitieren

Liebe Laila,
Du hast tatsaechlich innerhalb kurzer Zeit eine Menge an Trennungen verkraften muessen. Die beste Freundin, die vertraute Klassengemeinschaft und deine beiden Angehoerigen, das sind schon viele Schicksalsschlaege auf einmal.
Du sagst zwar nicht, wodurch die langjaehrige Freundschaft zu deiner ehemals besten Freundin kaputtgegangen ist, aber sicherlich war das Zerbrechen der Freundschaft fuer dich mit reichlich Enttaeuschungen und Kraenkungen verbunden.
Wenn ein Familienangehoeriger stirbt, der zu deinem Leben gehoerte und den du sehr liebhast, hinterlaesst das immer eine Wunde, die erst langsam zuheilen muss, und zwar besonders dann, wenn der Tod ganz ploetzlich und unvermutet eintritt, und du vielleicht keine Gelegenheit mehr zum Abschied nehmen hatttest.
Und dann noch das Aufmischen deiner Jahrgangsklassen und das Eingewoehnenmuessen in eine neue Klassengemeinschaft, wo dir neue Situationen sowieso anfangs immer Angst machen - kein Wunder, dass du damit Schwierigkeiten hast!
Deine starke Rueckzugstendenz, deine Stimmungsschwankungen und deine "duenne Haut", deine Lustlosigkeit und deine Konzentrationsprobleme sind Ausdruck deiner noch nicht verarbeiteten Trauer ueber diese Verluste.
Bitte nimm dir diese noch nicht ueberwundene Traurigkeit nicht uebel. Bei jemandem, der, wie du, sensibel ist, und mehrere Verluste hintereinander erlitten hat, dauert der Trauerprozess nicht nur laenger, sondern es erfordert auch mehr Arbeit, wieder ins seelische Gleichgewicht zu kommen.
Und die Sommerferien sind doch auch noch gar nicht lange her - kein Wunder, dass du noch nicht wieder zu dir selbst gefunden hast.
Ich wuerde wegen deiner Schulleistungen auf jeden Fall so schnell wie moeglich mit deinem Klassenlehrer oder deiner Vertrauenslehrerin sprechen. Fuer Lehrer ist es naemlich sehr wichtig, die Ursachen zu wissen, warum ein Schueler ploetzlich unkonzentriert erscheint oder in seinen Leistungen nachlaesst. Wenn klar ist, dass du nicht einfach faul oder desinteressiert bist, koennen deine Lehrer dich auch gezielter ansprechen und foerdern.
Um Anschluss an die neuen Klassenkameraden - und damit vielleicht neue Freunde - zu finden, ist es immer empfehlenswert, bei irgendwelchen Projekten oder Arbeitsgemeinschaften in kleineren Gruppen mitzuarbeiten. Dann ist es ist es naemlich wesentlich einfacher, mit einzelnen Leuten ins Gespraech zu kommen - und du kannst dich nicht so leicht "unauffaellig" machen.
Natuerlich ist es schade, dass deine Freundschaft mit deiner besten Freundin auseinandergegangen ist. Aber vielleicht habt ihr euch auch einfach auseinanderentwickelt und passt zur Zeit wirklich nicht mehr so gut zusammen wie frueher. Es scheint sich dabei aber anscheinend bereits um eine laengeren Prozess gehandelt zu haben, denn du schreibst ja, es sei nun "endgueltig" Schluss. Aber, zu deinem Trost, manchmal kann es Jahre spaeter, wenn man sich wiedersieht, auf einmal ganz anders sein, und die alten Freundschaftsgefuehle leben wieder auf.
Ich koennte mir vorstellen, dass du diese seelische Krise leichter ueberwinden wirst, wenn du dir wirklich bewusst machst, dass deine Gefuehle und deine derzeitige Befindlichkeit ganz normale Trauerreaktionen sind. Die Traurigkeit wird mit der Zeit verblassen und in den Hintergrund treten und dann wirst du auch wieder offener fuer alles Neue sein.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

06.05.2009 22:53 Zitieren Zitieren

Laila
Gast

06.05.2009 22:53 Zitieren Zitieren

Hallo Frau Doktor Anderson,
vor ein paar Jahren schrieb ich Ihnen einmal diesen Beitrag und mittlerweile muss ich sagen, dass es mir inzwischen nach einer solch langen Zeit wieder richtig gut geht.
Mir ist dieser Beitrag durch Zufall wieder eingefallen, ich habe mir alles auch erneut durchgelesen und revue-passieren lassen und muss rückblickend sagen, dass dies damals erst "der Anfang vom Ende" war, der mich aber mittlerweile so sehr verändert und an Erfahrungen bereichert hat, dass ich mittlerweile eine "ganz andere Schmerzspanne" besitze.
Ja, ich erinnere mich noch gut: Damals wie gesagt der Tod 2er Verwandte, der Abbruch der Freundschaft...
Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen, denke aber noch immer ab und zu an die tollen Jahre der Freundschaft.
Nach diesen Erlebnissen ging es bei mir aber noch weiter bergab - ich verlor Mitte 2007 auch noch meinen Bruder, vergrub mich immer weiter, wäre beinahe sitzengeblieben in der Schule (nur durch eine Notenkonferenz mit dem Vorschlag einer Nachprüfung wurde ich versetzt), zerstritt mich mit einem Großteil meines Freudeskreises (heute ist alles okay), rasselte durch meine Fahrprüfung, mein Vater wurde arbeitslos.
Gott, wenn ich mich daran erinnere - ich weiß heute echt nicht mehr, woher ich damals die Kraft nahm mit all dem klarzukommen.
Ich weiß nur, dass ich extrem kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand.
In dieser Zeit wurde ich zudem wegen meiner Naivität von vielen "neuen" Bekannten ausgenutzt, verarscht.
Ich bog es alles wieder gerade und bin momentan bei meinen Abiturprüfungen, es wird zwar kein gutes Abi - aber immerhin, ich hab es dann und auch ein klares Ziel für meine Zukunft vor Augen.
Alles hat sich in meinem Leben wieder eingeränkt, klar gibt es Phasen, in denen es mir hin und wieder schlecht geht, aber allgemein bin ich glücklich.
Ich merke, wie ich mich nach all diesen Vorfällen veränderte, wie ich selbst daran wuchs.
Warum ich das alles schreibe?
Um anderen, denen es vielleicht ähnlich geht zu zeigen, dass Aufgeben in einer solchen Situation das schlimmste ist.
Jede Phase geht eines Tages zuende, egal ob gut oder schlecht, man sollte meiner Meinung nach jeden Tag seines Lebens sinnvoll nutzen, man weiß nicht, wie lange man das Leben auf Erden noch genießen kann.
Und solche Vorfälle gehören nunmal zum Leben, man muss einfach nur lernen damit klarzukommen.
Man sollte die kleinen Dinge des Lebens schätzen lernen - ich habe ganz schön lange gebraucht um das zu erkennen.
Es gibt so viel schönes auf Erden - z.B. einfach morgens mit Sonnenstrahlen die auf dein Bett fallen geweckt zu werden oder einfach nur ein nettes Lächeln oder Gesten deines Gegenübers. Oder einfach anderen Menschen eine Freude machen, das zaubert einem doch immer ein Lächeln ins Gesicht, wenn man sieht, dass sich das Gegenüber freut.
Ich habe in meiner Persönlichkeit die letzten 2 Jahre eine echte 180°-Wandlung durchgemacht, vielleicht klingt es für Außenstehende einfach nur verrückt.
Ich weiß selbst nicht wie diese Wandlung zustande kam, ich weiß nur, dass mir Ruhe verhalf, absolutes abgeschirmt sein, viel Natur...

Viele liebe Grüße Fr. Dr. Anderson und vielen Dank für Ihre Arbeit hier!

22.05.2009 15:27 Zitieren Zitieren

BladeTheVampire
Pointer-User

22.05.2009 15:27 Zitieren Zitieren

Hallo Laila,

ich habe mir deine Beiträge durchgelesen und freue mich das es dir besser geht und das hier auch was positives zu Sprache kommt und das du anderen Usern mit diesen Aussagen Mut machen willst. Ich finde es sehr schön das du nach 2 jahren schreibst wie es dir jetzt so geht. Alles braucht seine Zeit und ich denke du bist ein gutes Beispiel...

LG und alles gute für dein Weiteres Leben!

Blade

12.08.2009 21:15 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

12.08.2009 21:15 Zitieren Zitieren

Hallo, Laila,
Lieb von dir, dass du uns jetzt nochmal ein update zu deiner Situation geschrieben hast! Und vielen Dank fuer dein Kompliment - ich freue mich, dass ich dir ein Stueck weiterhelfen konnte.
Du hast Recht, jede Phase, auch eine mit zahlreichen tragischen Ereignissen, geht einmal zu Ende. Durch all das, was du in dieser Zeit hast durchmachen und mit dem du dich hast auseinandersetzen muessen (wie traurig, dass auch dein Bruder gestorben ist), bist du mit Sicherheit innerlich reifer und staerker geworden, als viele deiner Altersgenossen.
Du merkst ja auch, dass du jetzt viel mehr auf die Dinge um dich herum achtest, und dich an Kleinigkeiten freuen kannst, die du frueher uebersehen oder fuer selbstverstaendlich genommen haettest.
Inzwischen hast du dein Abi ja sicherlich hinter dich gebracht - selbst wenn es keine Glanzleistungen geworden sind - Hauptsache, du hast es geschafft. Wie sieht denn deine Planung fuer die Zukunft jetzt aus? Willst du studieren?
Ich wuensche dir alles Gute fuer deine Zukunft!
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

31.01.2012 22:31 Zitieren Zitieren

Laila
Gast

31.01.2012 22:31 Zitieren Zitieren

heftig, dass ich das Forum seit mittlerweile 6 Jahren verfolge...


Hallo Frau Dr. Anderson,

in den letzten Jahren erging es mir nicht weniger turbulent, als in den zuvor beschriebenen Jahren:

Ich schaffte zwar mein Abitur - wie damals angedeutet mit einem schlechten Schnitt - allerdings hatte ich das Glück, dass ich direkt nach dem Abitur eine Ausbildung beginnen konnte.

Diese Ausbildung konnte ich vorzeitig -aufgrund sehr guter Leistungen- beenden. Während der Ausbildung hatte ich das Glück, dass ich meinen jetzigen Freund fand, mit dem ich seit 2 Jahren glücklich liiert bin. Vielleicht war alles Schicksal, ich sehe es teilweise sogar als "Wiedergutmachung" für die vielen Verluste. Er ist der Typ Mann, von dem ich immer geträumt habe. Wir beide wissen heutzutage nicht mehr, warum wir überhaupt diese Ausbildung wählten, obwohl sie nicht unseren Neigungen entspricht. Dennoch hatten wir bis zu unserer vorzeitigen Prüfung super Noten! Und wir beide werden jetzt beruflich getrennte Wege gehen: In unterschiedlichen Studienrichtungen.

So ironisch es klingen mag, nichteinmal zwei Monate nach meinem letzten Posting im Jahre 2009 verstarb der nächste Verwandte und ebenso keine zwei Jahre später noch einer. Nun ist mir niemand mehr, bis auf meine Eltern, verblieben, der mir wichtig ist und zu meiner Familie zählt (unbekannte Verwandte sind noch vorhanden.)

Auch mein Freundeskreis, den ich 2009 so sehr schätzte, ist mir nicht wirklich verblieben, der Kontakt bricht immer mehr ab, man hört kaum noch etwas.

Und auch daraus ziehe ich mein Fazit: Jeder Mensch ist - so viele Menschen sich auch um ihn befinden - im Grunde genommen allein. Jeder führt sein eigenständiges Leben. Menschen verschwinden, Menschen erscheinen. Man genießt die kurzen glücklichen Momente, man weiß, dass sie nicht lange währen werden. Und man weiß, dass diese Menschen in einigen Jahren auch wieder Vergangenheit sein werden. Ein Leben voll ständiger Begleiter, aber kaum einer, der ewig bleibt. Am Ende des Lebens wird kaum jemand zurückblicken können und sagen: Diese Person begleitete mich von meiner Geburt bis zum Tode.

Und diese Gedanken lassen einen dann doch über den Sinn des zu kurzen Lebens spekulieren.

Wenn ich höre, dass mein Freund mir erzählt, seine Freundschaften würden ja ewig halten, weil er einige schon seit fast 10 Jahren pflegt - dann mag ich so kritisch sein und das bezweifeln. Ich habe oft genug gesehen, dass es nunmal nicht so ist. Mein Freund gibt Freundschaften sehr viel - ich ehrlichgesagt nicht mehr, obwohl Freundschaften schon etwas wunderbares sein können. Meiner Ansicht nach aber nichts für das ganze Leben. Manchmal habe ich den Eindruck, auf der menschlichen Ebene habe ich meine Prioritäten ganz anders geordnet als zum Beispiel mein Freund und seine Freunde. So sehr er mich liebt - Seine Freunde haben einfach aufgrund der Dauer einen höheren Stellenwert als ich. Und ich hoffe, dass er nicht erleben muss, dass sich das Blatt auch ganz schnell wenden kann. Ich mag es allerdings schon fast bezweifeln.

Vielleicht schreibe ich Ihnen und euch in einigen Jahren nochmal. Vielleicht werde ich áuch dann wieder eine ganz andere Ansicht zum Leben haben, aber ich habe den Eindruck, meine Erfahrungen "runden" meine Ansichten und meine Persönlichkeit ab.

Und zur Information: Damals war ich ein junger Teenager, als ich begonnen habe, diesen Thread zu führen. Heute kann ich behaupten eine junge, erwachsene Frau zu sein.

24.04.2012 21:54 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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24.04.2012 21:54 Zitieren Zitieren

Liebe Laila,
Wie schön, wieder etwas von dir zu hören!
Es freut mich wirklich sehr, wenn jemand, der seine Probleme und Gefühle so eingehend mit mir (und den anderen Usern hier im Forum) geteilt hat, sich nach längerer Zeit noch einmal meldet und berichtet, wie es mit seinem Leben weitergegangen ist.
Durch deine leidvollen Verluste bist du sicherlich um Einiges reifer als dein Freund, der ja offenbar noch keine so traurigen Erfahrungen machen musste.
Wenn dein Freund seine alten Freundschaften aufrecht erhalten kann - gut für ihn. Statistisch gesehen wäre er damit in der Minderzahl, denn gerade Männer lassen ihre eigenen Freundschaften meistens nach und nach "versanden", diejenigen, die soziale Kontakte pflegen, sind meistens ihre Frauen.
Eigene Freundschaften sind schon wichtig, denn auch der liebste Partner kann nicht für alle emotionalen Bedürfnisse zuständig sein.
Ich kann mir vorstellen, dass du irgendwann doch auch wieder gute Freunde finden kannst, Menschen, die vielleicht Ähnliches durchgemacht haben wie du, und dich daher besser verstehen.
Aber du musst dich dafür offen fühlen, und das kann vielleicht dann sein, wenn du wieder in einer ganz anderen, neuen Lebenssituation bist - etwa als junge Mutter.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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