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30.05.2008 15:58 Zitieren Zitieren

Delirious
Pointer-User

30.05.2008 15:58 Zitieren Zitieren

Panikattacken

Hallo,

Solangsam weiss Ich nicht mehr weiter,
seid 5 Jahren leide Ich unter starken panikattacken, die sich mittlerweile auch schon als dauerzustand äussern.
Mir gehts täglich total mies, und weiss nich wie ich es ändern könnte.
Ich war schon bei 2 Psychologen, bei dem ersten war ich damals 16 (eine sitzung gehabt) , also ich nochmal bei dem gleichen war ( Jahre später) , meinte er gleich erzählen zu müssen " Ihnen seie nicht mehr zu Helfen "
Er druckte mir eine Überweissung aus, und bat mich,das Ich in die Rhea gehe.
Kurze erklärung zu dem Psychologen: Als Ich damals bei Ihm war,das erste mal, redete er 10 min. mit mir, und verschrieb mir gleich antidepressiva.
Nach 10 minuten gespräch? Ohne zu wissen,warum Ich panik habe ect.
Das zweite mal wie Ich dann dort war, dauerte das gespräch nich mal 10 min. Sprich er kannte mich ca 20 min über 3 Jahre, un wollte mich gleich abschieben (Rhea) ...
Der Zweite Psychologe, er war Oke, nur muss Ich gestehn, das Ich da trotzdem ungern war, allein schon aus angst vor der fahrt dorthin... was aber auch 25 km waren...

Dann, letztes Jahr im November war Ich im Krankenhaus,
lag auf der psychatrischen station...
Die haben mir dann ebenfalls nochmal antidepressiva gegeben, was wirklich garnicht half, es wurde alles nur noch schlimmer... Dachte erst es seien die anfangswochen, aber selbst nach 3 monaten hörte es nicht auf, setzte sie dann schließlich ab.

Seid dem sitz Ich wieder tag täglich in meinem Zimmer, gehe nicht raus,
aus angst ich könnte panik bekommen oder sogar sterben.

Ich weiss nichmehr was Ich machen soll Stirnrunzeln
Hat denn jemand irgendeinen Rat? Ich hoffe es so sehr...

LG Corinna

01.06.2008 02:17 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.06.2008 02:17 Zitieren Zitieren

Hallo Corinna,

Gib bloß nicht auf, panikstörungen lassen sich wirklich gut behandeln!!!!
was hat der zweite Psychologe denn mit dir gemacht? warst du länger bei ihm? Wie hat er dich behandelt? Du solltest dich dringend wieder von einem Fachmann behandeln und auch bei der medikamentösen therapie konstant beraten lassen - auf keinen fall antidepressiva auf eigene faust absetzen!

Der erste Psychologe scheint tatsächlich ziemlich schlecht gewesen zu sein, leider gibt es auch da immer wieder schwarze schafe, wie auch unter ärzten und überall. besonders bei psychischen problemen ist es natürlich anstrengend, sich wieder nach einem neuen ansprechpartner umzusehen, wenn man sich jedoch falsch behandelt oder unverstanden fühlt, sollte man die Suche dringend fortsetzen.

Hast Du denn Familie oder freunde, die wissen, wie schlecht es dir momentan geht? Bitte sie doch um Unterstützung bei der Suche nach einem Therapeuten und frage deinen hausarzt oder Krankenkasse nach entsprechenden Adressen. Gibt es vielleicht einen auslöser, der deine Panikattacken in der letzten Zeit verschlimmert hat? Oft treten solche störungen nämlich im zusammenhang mit einem belastenden erlebnis etc. auf.

Normalerweise lassen sie sich jedoch mit einer guten erfolgswahrscheinlichkeit behandeln, in der regel wird dafür eine kognitive Verhaltenstherapie durchgeführt, in der man sich an seine angstauslöser langsam herantastet und sich irgendwann damit konfrontiert.

Es ist wichtig, dass du nicht aufgibst und weiter nach guter hilfe suchst, und wenn dir jemand sagt, dass dir nicht zu helfen ist, solltest du das nicht so hinnehmen sondern jemanden fragen, der sich besser auskennt - nach 2 kurzen treffen kann man das jedenfalls garantiert nicht so sagen!

Ich drücke dir die daumen, dass du schnell hilfe findest und wieder anfangen kannst, normal zu leben!

Viele Grüße,
Monika

01.06.2008 19:40 Zitieren Zitieren

Delirious
Pointer-User

01.06.2008 19:40 Zitieren Zitieren

Hallo Monika,

Erstmal lieben Dank für dein Kommentar.

Der zweite Psychologe hat nur en bisschen mit mir geredet,
wie denn meine Kindheit war, was die auslöser sein könnten,
aber wirklich geholfen hatte er mir mit fragen auch nicht.
Bin ja dann auch nicht mehr zu Ihm hin,weil ich nicht über meine Angst drüber stehen konnte,vonwegen hinfahrt und so.

Meine Freunde/Familie wissen bescheid,
sie sind auch so gut es geht für mich da und unterstützen mich, bei allem was Ich tue...

Die Ursachen dafür,das es mir so schlecht geht, bzw der zustand sich derbst verschlechtert hat, liegt daran, das mein Opa von 2 1/2 jahren starb,ich hab den Tod bis heute noch nicht richtig verkraftet.
Meine Mum sagte mir damals, das man nicht so einfach stirbt,
was mich immer beruhigte wenn ich Panik hatte,
aber als mein Opa starb, änderte sich das alles.
Denn er ist einfach umgefallen, kurz vorher gings Ihm noch besten, und von jetzt auf gleich war alles aus.
Daher die krassen Ängste, nun denk Ich immer, es stirbt sich anscheind doch ziemlich einfach, denn mein Opa war auch kern gesund.
Leider weiss Ich nicht woran mein Opa starb, da er im urlaub war als das geschah und die meinen Opa erst nicht freigeben wollten, und denn auch nicht optuzieren wollten.
2 Wochen nach seinem Tod verbrannte man Ihn dann...

Wie gesagt,seid dem lebe ich jeden tag mit der angst ich müsste auch sterben, weils mir sowieso nie gut geht.
Noch dazu kommen dann krasse verlustängste, das wenn man mich alleine lässt, irgendetwas passieret. Seis mit mir,oder Freunde/Famile,
hab angst davor mich nicht verabschieden zu können...
Was Ich bei meinem Opa auch nicht konnte Stirnrunzeln

Wenn Ich den Mut dazu hätte, würde Ich nochmal einen therapeuten aufsuchen,nur hab Ich immer das denken,Ich schaff das auch ohne.
Das was mich im moment am meisten schlaucht, das Ich ständig kreislaufprobleme habe, seid auch gut 2 Jahren, wobei das wohl auch mehr durch die Psyche kommt. Das Wetter ist dem entsprechend alles andere als schön für mich ...

Das mit dem Antidepressiva war nicht schlimm,
da Ich nur Cipralex 5mg nehmen musste, wobei Ich mir da aus Angst immer mehr mit nem messer abkratze, sprich waren es dann nur noch so 3mg +/-. Dies machte Ich aber auch nur, weil Ich einmal Paradox auf ein beruhigungsmittel reagierte, was extra für Panikattacken war. seid dem nehm Ich eig garkeine Medikamente mehr ein, nichtmal eine Kopfschmerztablette... Lieber würde Ich schmerzen haben,als wieder auf irgendwas zu reagieren... Oha,ich merk, wenn ich das hier so schreibe,
das Ich doch en ziemlich großen Knax weg hab =(

Lg Corinna

02.06.2008 23:06 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

02.06.2008 23:06 Zitieren Zitieren

Liebe Corinna,
Ich kann mir vorstellen, dass du sehr unter deiner Panikstoerung leidest, die ja dein Leben erheblich einschraenkt. Es tut mir leid, dass deine Erfahrungen mit psychologischer bzw. psychiatrischer Hilfe offenbar nicht besonders hilfreich waren.
Nach deiner Beschreibung deiner Probleme und der ausloesenden Situation (ploetzlicher Todesfall in der Familie) glaube ich, dass du doch noch einmal einen Versuch mit einer qualifizierten psychotherapeutischen Behandlung machen solltest. Solche Panikattacken, wie du sie beschreibst, gehen leider fast nie von allein weg, und es ist auch keine Sache des Sichzusammenreissens, sondern eine ernste psychische Erkrankung, die sich unbehandelt weiter verschlimmern und die Lebensqualitaet extrem beeintraechtigen kann. Jede Unternehmung, die du aus Furcht, was unterwegs passieren koennte, gar nicht erst wagst und jede Aktion, die du auf Grund einer Panikattacke vorzeitig abbrichst, fuehrt wie in einem Teufelskreis dazu, dass deine Phobie sich immer weiter verstaerkt, weil du immer groessere Angst vor der Angst bekommst.
Ich rate dir daher, dich entweder in eine qualifizierte Verhaltenstherapie oder eine analytische Psychotherapie zu begeben. Die Verhaltenstherapie ist bei einer Angststoerung oft die erste Methode der Wahl, denn sie kann in vielen Faellen schneller zu Erfolgen fuehren als ein langsameres tiefenpsychologisches Verfahren. Da du aber als ausloesenden Faktor den nicht verarbeiteten Tod deines Grossvaters nennst, sind die seelischen Hintergruende deiner Phobie offenbar sehr wichtig und muessen vermutlich mit aufgearbeitet werden.
Leider ist nicht jeder Psychologe (oder Arzt) auch ein guter Therapeut. Nur diejenigen Aerzte und Psychologen, die sich einer langjaehrigen, qualifizierten psychotherapeutischen Ausbildung unterzogen haben, erhalten die volle Kassenzulassung entweder als Verhaltens- oder tiefenpsychologisch/psychoanalytische Psychotherapeuten. Sie findest du in den Gelben Seiten unter Aerzten fuer Psychotherapeutische Medizin oder Psychotherapie/Psychoanalyse oder unter psychologischen Psychotherapeuten.
Die Vorleistung, die du allerdings notwendigerweise fuer eine erfolgreiche Behandlung bringen musst, ist auch ueberhaupt hinzugehen. Auch wenn es noch so grosse Ueberwindung kostet, den Weg zu der Praxis auf dich zu nehmen, du musst die Entscheidung treffen, ob du gesund werden, oder endgueltig vor deiner Phobie kapitulieren willst, denn dieser Weg ist nunmal die Voraussetzung fuer eine Therapie.
Wichtig ist dabei aber auch, dass dir deine Therapeutin oder dein Therapeut sympathisch sind, und du dich, anders als bei dem ersten Psychologen, auch verstanden und gut aufgehoben fuehlst.
Eine Krankenhausbehandlung kann zwar zu einer momentanen Entlastung fuehren, geht aber meistens nicht weit genug, es sei denn, es handelt sich um eine richtige, spezialisierte psychotherapeutische (nicht psychiatrische) Klinik.
Bei Angststoerungen ist eine medikamentoese Behandlung als Begleitung einer Psychotherapie auf jeden Fall angeraten, allerdings muss die Dosierung stimmen, sonst nuetzt das Medikament nichts. Es dauert oft eine Weile, bis das richtige Medikament und die richtige Dosis gefunden ist, wenn du aber aus Angst vor moeglichen Nebenwirkungen eigenmaechtig die Dosis verringerst, unterstuetzt du deine Panikstoerung und verhinderst, dass das Antdepressivum asureichend wirken kann.
Auch so massive Panikstoerungen, wie du sie erleidest, koennen sehr erfolgreich mit einer Psychotherapie behandelt werden. Eine meiner ersten Patientinnen, die, als ich sie kennenlernte, aufgrund staerkster Angstattacken bereits seit 2 Jahren (!) keinen Schritt mehr vor die Tuer gewagt hatte, konnte mit Hilfe unserer gemeinsamen psychotherapeutischen Arbeit wieder zur Schule gehen, ihr Abi machen, studieren und ist heute - zwanzig Jahre spaeter - eine erfolgreiche Unternehmerin, die sogar ueber den Atlantik fliegen (und mich besuchen) konnte.
Ich wuensche dir, dass du den Kampf gegen deine Phobie wieder aufnehmen und eine Therapie beginnen kannst, die dir, wenn du fest entschlossen bist, ganz sicher helfen kann.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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