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01.01.2007 16:54 Zitieren Zitieren

cutter
Pointer-User
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01.01.2007 16:54 Zitieren Zitieren

ritzen

hey leute....ich ritze mich jetzt schon seit einem jahr und 8 monaten...ich war erst vor kurzem in der klinik hochried in murnau umdavon los zukommen...leider schafff ich es nicht....die vergangenheit holt mich immer wieder von neuem ein....ich erzähl euch mal was mir passiert ist und wieso ich mich ritze...
also mein vater ist 3jahre lang fremdgegangen...niemand wusste es außer ich, ich habe sms von anderen frauen gelesen für mich ist eine welt zusamm gebrochen ich durfte mit niemanden darüber reden ich habe 3verdammte jahre geschwiegen daheim war es nur noch schrecklich meine eltern haben sich nur noch gestritten, dann in den osterferien hat auch meine mutter das rausgefunden das mein vater sie betrügt,ich habe gedacht sie trennen sich aba nein meine mutter hat das alles als neue chance gesehen hat auf heile familie getan, ich durfte das alles nicht erzählen was daheim abgelaufen ist ich musste schweigen, weil meine mutter nicht wollte das das alles an die öffentlichkeit geriet,langsam bin ich daran kaputt gegangen hab alles nicht mehr ausgehalten aba nach knapp 2jahren hab ich es nicht mehr ausgehalten es wurde immer noch schlimmer und ich habe angefangen mich zu ritzen ich wollte nicht mehr leben ich hatte das gefühl als würde ich schweben....nicht wirklich da sein...ich hab nicht mehr gelacht nicht mehr vor anderen leuten geweint...meine wunden vom ritzen habe ich unter langen pullis,jacken versteckt.....niemand hat es gemerkt das ich mich ritze...es wurde immer schlimmer ich habe mich 2 bis 3mal am tag gerizt manchmal noch essig drüber gekippt...es tat gut ich spürte das ich noch da war das ich noch lebe....irgendwann kam der zeitpunkt andem ich nur noch verzweifelt war nächte lang unter meiner bettdecke geweint habe, wollte mich umbringen,wollte alles hinter mir lassen,...an einem abend bin ich zu meiner mutter gegangen und hab ihr gesagt das ich mich ritze und das ich meinen vater nicht mehr sehen kann....sie hat mich zu einer therapeutin geschickt....die hat mir geholfen ich hab ihr alles erzählt...ich hab ihr auch gesagt das ich weg will von daheim das ich das nicht mehr aushalte....nach knapp 2wochen bin ich dann in die klinik hochried gekommen und war da für 10 wochen...meine familie hat familientherapie gemacht ich war sehr oft bei phsychologen...ich habe gedacht das hilft mir ich dachte daheim hat sich was geändert...kaum bin ich daheim schon streiten sich meinen eltern, maulen nur noch rum ich halt das nicht mehr aus....und ich habe wieder gerizt...ich bin total unglücklich darüber,dass ich wieder mit dem ritzen angefangen hab aber ich sehe keinen anderen ausweg mehr....ich habe mit meinen besten freund geredet er will mir helfen, aber ich denke ich ich muss allein davon los kommen nur ich allein muss es wollen und schaffen....ich will nicht mehr daheim leben will weg gehn zu meiner tante ziehen das ich mein größter wunsch aber ich weiß nicht wie ich das meiner mutter sagen soll, sie wird verletzt sein und ich will ihr das nicht an tun zurzeit hab ich nur die hoffnung noch überhaupt zu leben, dass ich irgendwann weg komme das ich das hier alles hinter mir lassen kann....ich werde narben davon tragen werde oft noch daran erinnert werden aba ich bin dann endlich weg von daheim weg von meinem vater weg von alldem terror der in der familie herscht
ich hoffe ihr könnt mir helfen
vllt gibt es leute die es so ähnlich geht
bitte antworten sie mir ,danke für ihre hilfe

02.01.2007 18:12 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

02.01.2007 18:12 Zitieren Zitieren

hi

also mein vater arbeitet seit jahren in einer anderen stadt, meine eltern sind aber nicht getrennt. jedenfalls waren meine mutter und ich in den sommerferien bei ihm und dort kam heraus, dass mein vater auch seit 4 jahren noch eine andere frau hat. ich dachte ebenfalls, dass sich meine eltern trennen, taten sie aber nicht. seitdem machen sie auf heile famiele, meine mutter tut so, als wäre nichts gewesen auch mit mir redet sie nicht. dieses verlogene halte ich auch kaum noch aus. vorallem weil ich meinen vater so sehr hasse, ihn auf der anderen seite auch liebe. ich heule oft auch die ganze nacht durch, halte es kaum noch aus, meine mutter merkt nichts... ich weiss ich müsste mit ihr reden, aber ich kann es nicht. ich habe keiner meiner freundinnen etwas davon erzählt, weil es mir einfach so peinlich ist. nur mein freund weiss etwas davon. ich heule ihm oft die ohren voll, manchmal habe ich angst, dass ihn das nervt, aber wenn ich es nicht tun würde, würde ich kaputt gehen!! rede mit deinem besten freund, glaub mir es hilft!

04.01.2007 16:22 Zitieren Zitieren

cutter
Pointer-User
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04.01.2007 16:22 Zitieren Zitieren

danke für den tipp....ich heule auch nächte lang durch kann im moment auch nicht schlafen...du tust mir leid ich hoffe du kannst mit deinen freundinen irgendwann darüber reden, es muss dir nicht peinlich sein, du bist ja daran nicht schlud und auch nicht betroffen vllt geht es deinen freundinen so ähnlich und vllt geht ihr vater auch fremd red einfach darüber...es hilft wirklich....ich hab das auch nie geglaubt aber es ist so...reden hilft,danach geht es einem viel besser...

05.01.2007 16:39 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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05.01.2007 16:39 Zitieren Zitieren

Liebe Cutter,
Ich habe deine Schilderung sehr aufmerksam gelesen, und werde dir, sobald ich kann, auch ausfuehrlich darauf antworten.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

05.01.2007 18:59 Zitieren Zitieren

cutter
Pointer-User
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05.01.2007 18:59 Zitieren Zitieren

ich danke ihnen für ihre schnelle hilfe

11.01.2007 03:39 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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11.01.2007 03:39 Zitieren Zitieren

Liebe Cutter,
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie alleingelassen und verzweifelt du dich all diese Jahre gefuehlt haben musst.
Wenn Kinder von ihren Eltern Geheimnisse erfahren, und ihnen gegen ihren Willen die Rolle eines Mitwissers aufgedraengt wird, sind sie immer schwer ueberfordert. Wenn sie zuhause in einer vergifteten Atmosphaere leben und mitansehen muessen, wie ihre Eltern, die doch Vorbilder sein sollten, ihre Konflikte nicht loesen, sondern sich in gegenseitigem Streit das Leben schwer machen, verlieren sie allen Respekt vor ihren Eltern und fuehlen sich dazu missachtet und sehr im Stich gelassen.
Und das Verbot, ueber die Probleme zu reden, das Bestreben der Eltern, nach aussen den Schein zu wahren, die Luege der "heilen Familie", das Eingemauertsein mit dem Familienkonflikt, ohne Moeglichkeit, sich jemandem anzuvertrauen - dieser Zustand ist wie eine tiefe, infizierte Wunde, die unter der Oberflaeche vor sich hin eitert.und dich krank macht.
Deine traurige Geschichte ist leider wirklich sehr typisch fuer viele Maedchen oder Frauen, die sich selbst verletzen. Wie bei vielen Missbrauchsopfern flieht deine Seele aus all der aufgestauten Verzweiflung, indem sie sich gewissermassen aus dem Koerper zieht. Das ist dann dieses "Schweben", diese unreale Gefuehl, als ob du gar nicht mehr richtig "da" bist. Um dich wieder zu erden und dich ueberhaupt wieder zu spueren, hast du dann angefangen, dich zu ritzen. Du brauchtest diesen starken Schmerzreiz, um wieder "da" zu sein.
Schliesslich hast du aber gemerkt, dass das Selbstverletzen, wie jede Sucht, das Problem natuerlich nicht loest, sondern nur kurze Zeit uebertoent, wobei die darunter liegende Verzweiflung immer schlimmer wird. Nach den Gespraechen mit der Psychologin und dem Klinikaufenthalt mit all seinen Therapiemassnahmen warst du ja anfangs entlastet, es ging dir besser und du konntest auf die Selbstverletzung verzichten.
Aber leider hast du dann eine Erfahrung gemacht, die gar nicht so selten ist. Dir geht es zwar besser und du hast an dir gearbeitet, aber dein Umfeld hat sich nicht wirklich veraendert. Deine Eltern haben offenbar die Erkenntnisse aus den familientherapeutischen Sitzungen nicht umsetzen koennen, sie haben ihre Probleme nicht geloest, sondern sind wieder in ihre alten Verhaltensweisen zurueckgeschlittert. Und du bist wieder allein mit dir und deiner Wut und Trauer.
Ich kenne diese Situation sehr gut aus meiner Arbeit mit Patienten. So gut und qualifiziert die Therapeuten in der Klinik auch sind, so viel Muehe sie sich auch geben - die Zeit ist einfach zu kurz! Auch wenn dir vielleicht 10 Wochen lang vorkommen moegen, seelische Veraenderungsprozesse brauchen oft sehr viel laenger, besonders dann, wenn sie schon jahrelang bestehen. Du siehst es ganz richtig, wenn deine Eltern den eingeschlagenen Weg weitergegangen waeren, wenn sie die Veraenderung gewagt haetten, haettest du moeglicherweise keinen Rueckfall erlebt.
Du sagst, du moechtest am liebsten so schnell wie moeglich von zuhause ausziehen, am liebsten zu deiner Tante, aber du willst deine Mutter nicht verletzen. Liebe Cutter, du kannst die Probleme deiner Eltern nicht loesen! Sie sind ganz allein fuer ihr Leben verantwortlich, sie hatten die Chance, etwas fuer sich zu veraendern - und sie haben sich dagegen entschieden. Das gilt fuer deine Eltern - aber es darf nicht fuer dich gelten!
Du hast ja bereits bewiesen, dass du die angebotene Hilfe nutzen konntest, du hast gezeigt, dass du bereit bist, dich mit schwierigen Gefuehlen auseinanderzusetzen. Auch wenn dein Entschluss, auszuziehen, deiner Mutter wehtun wird - dieser Schmerz koennte ihr den Anstoss geben, wirklich etwas zu veraendern! Solange du zuhause die fuer dich unertraegliche Situation aushaeltst, kann sie wieder den Kopf in den Sand stecken und ihre Probleme unter den Teppich kehren, wie bisher. Das Signal, das du mit deinem Auszug gibst, koennte der Beginn eines neuen Lebens nicht nur fuer dich, sondern auch fuer deine Mutter sein!
Es ist wirklich sehr wichtig, dass du deinem gesunden Instinkt folgst, und von zuhause ausziehst. Deine seelische Gesundheit, deine ganze Zukunft stehen auf dem Spiel. Du schreibst nicht, wie alt du bist, aber du gehst ja offenbar noch zur Schule, also waere es sicher das Beste, wenn du bei deiner Tante wohnen koenntest. Ich moechte dir ausserdem ganz dringend raten, deine Psychologin, mit der du die anfaenglichen ambulanten Sitzungen hattest, wieder anzurufen. Sie kennt dich ja schon, und kann deine Situation sicherlich gut verstehen. Sie kann dir auch helfen, an die Erkenntnisse und Erfolge, die der Klinikaufenthalt bei dir bewirkt haben, wieder anzuknuepfen und sie
weiterzuentwickeln.
Es ist immer richtig, nach einer intensiven Klinikzeit noch eine Weile ambulant weiter an sich zu arbeiten. Solche Behandlungen werden von den Krankenkassen auch uebernommen. Bitte, gib dir eine Chance, du kannst es schaffen, aus diesem Loch herauszukommen. Dein Koerper und deine Seele wissen ja bereits, wie es ist, gesuendere Bewaeltigungsstrategien anzuwenden. Du brauchst ihnen nur wieder Gelegenheit dazu verschaffen. Du kannst deine Probleme loesen, aber dazu brauchst du einer gesundere Umgebung und die richtige Unterstuetzung.
Ich wuensche dir ganz viel Mut und Kraft,
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

04.02.2007 11:04 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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04.02.2007 11:04 Zitieren Zitieren

Zitat von =Unregistriert:
hi

also mein vater arbeitet seit jahren in einer anderen stadt, meine eltern sind aber nicht getrennt. jedenfalls waren meine mutter und ich in den sommerferien bei ihm und dort kam heraus, dass mein vater auch seit 4 jahren noch eine andere frau hat. ich dachte ebenfalls, dass sich meine eltern trennen, taten sie aber nicht. seitdem machen sie auf heile famiele, meine mutter tut so, als wäre nichts gewesen auch mit mir redet sie nicht. dieses verlogene halte ich auch kaum noch aus. vorallem weil ich meinen vater so sehr hasse, ihn auf der anderen seite auch liebe. ich heule oft auch die ganze nacht durch, halte es kaum noch aus, meine mutter merkt nichts... ich weiss ich müsste mit ihr reden, aber ich kann es nicht. ich habe keiner meiner freundinnen etwas davon erzählt, weil es mir einfach so peinlich ist. nur mein freund weiss etwas davon. ich heule ihm oft die ohren voll, manchmal habe ich angst, dass ihn das nervt, aber wenn ich es nicht tun würde, würde ich kaputt gehen!! rede mit deinem besten freund, glaub mir es hilft!



Liebe...,
Ich kann mir gut vorstellen, in welchem starken inneren Konflikt du leben musst. Jemanden "nur" abzulehnen und zu hassen ist viel einfacher, als sich damit herumquaelen zu muessen, dass du denjenigen, der dich so enttaeuscht und wuetend gemacht hat, trotz aller negativen Gefuehle doch liebst und nicht verlieren willst.
Es ist gut, dass du mit deinem Freund ueber die schwierige Situation zuhause sprechen kannst! Aber ich moechte dir doch sehr dringend raten, auch mit deinen Freundinnen ueber deine Gefuehle zu reden. Auch wenn dich das erstmal Ueberwindung kostet - du bist es doch nicht, die fuer dieses "peinliche" Situation verantwortlich ist!
Freunde sind doch dazu da, sich nicht nur gegenseitig in guten Zeiten zu unterhalten, sondern auch in Notlagen zu unterstuetzen! Wenn du aus Scham ueber die Verlogenheit zuhause schweigst, verhaeltst du dich ja deinen Freundinnen gegenueber genauso, wie deine Eltern dir gegenueber! Du schliesst sie aus und traust ihnen nicht zu, dir zuzuhoeren und deine Gefuehle zu verstehen. Vielleicht haben sie ja sogar aehnliche Erfahrungen wie du gemacht, und trauen sich auch nicht, darueber zu sprechen. Schliesslich gehen ja leider ein Drittel bis die Haelfte aller Ehen in Deutschland kaputt.
Du hast ein Recht, dir Trost zu holen und dich durch Gespraeche und "Vorheulen" zu entlasten. Aber wenn du dich einzig und allein bei deinem Freund ausweinst, ist er vielleicht tatsaechlich irgendwann ein bisschen ueberfordert. Darum zieh deine Freundinnen ins Vertrauen und gib ihnen die Chance, sich wirklich als Freundinnen zu beweisen!
Und vielleicht traust du dich ja auch irgendwann, die Hauptpersonen in diesem Familiendrama anzusprechen. Deine Eltern sollten wissen, wie du unter dem ungeloesten Konflikt zuhause leidest! Vielleicht koenntest du ja, wenn es dir schwerfaellt, Vater oder Mutter anzusprechen, anstattdessen alles, was du ihnen sagen moechtest, in einem Brief schreiben. Das koennte ihnen sogar vielleicht den Anstoss geben, ueber ihre eigenen Gefuehle nachzudenken und sich endlich ehrlich mit ihren Eheproblemen auseinanderzusetzen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

09.02.2007 21:50 Zitieren Zitieren

fragezeichen
Gast

09.02.2007 21:50 Zitieren Zitieren

Hey! Kann mir mal jmdn. sagen warum sich so viele leute ritzen? Was soll denn das bringen?
Man verletzt sich doch selber, schlitzt sich womöglich noch die Pulsadern auf und riskiert doch nur noch mehr Problemezu haben, wobei doch das eigentliche Problem nicht verschwindet.
Außerdem hat man doch später Narben!
Auch in meiner Klasse gibt es einige, die sich ritzen oder geritzt haben zum Teil auch nur aus Interesse aber ich kann das echt nicht verstehen! Ritzen ist irgendwie zurzeit überall im Gespräch....Aber WAS ist daran so befreiend & reizvoll???
ciao vg

15.02.2007 14:08 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

15.02.2007 14:08 Zitieren Zitieren

Es ist schwer das nach zu voll ziehen, wenn man selbst nicht betroffen ist. Aber ich versuche dir das zu erklären. Viele, die cutten, haben oft das Gefühl, sich nicht zu spüren. Gefühllos zu sein. Und die Schmerzen sind dann meistens Gefühle, die sie daran erinnern, dass sie noch leben. SVV hat Suchtpotential. Das kannst du dir vorstellen, wie mit Drogen. Drogen machen dir die Welt schöner. Auch wenn nur für einen bestimmten Zeitraum und illosorisch. Trotzdem dieses Glücksgefühl kann irgendwann sehr abhängig machen. Und so ist das auch beim cutten. Die Sucht danach, sich selbst zu spüren. Sein Blut zu sehen. Das holt ungemein runter von dem Gefühl, das man vorher empfindet. Vorher baut sich oft ein großer innerlicher Druck auf. Es sind seelische Schmerzen- ein Druckgefühl im Brustbereich. Die Erleichterung die der Schmerz mit sich bringt wirkt sich abbauend auf diesen inneren Schmerz aus. Manchmal ist es aber auch eine unendliche innere Leere, die dazu bringt sich wieder zu schneiden. Klar ist das Risiko sich ernsthaft zu verletzen sehr groß. Vor allem mit der Zeit, wenn es länger gemacht wird. Die Absicht, dies zu tun, besteht i.d.R. nicht vordergründig. Jedoch gibt es viele SVVler, denen das egal ist, denen es auch recht wäre, wenn Schlimmeres passieren würde. Die Narben sind für die meisten SVVler das größte Problem, denn diese wieder zu entfernen, ist ein schwieriger Prozess, der leider keinen 100%igen Erfolg verspricht. Deshalb weichen die meisten auf Körperteile aus, die problemloser zu verdecken sind, als z.B. die Arme. Aus Interesse zu cutten ist auch so eine Sache. Weil es eben ab einer bestimmten Zeit zu einem Suchtpotential führen könnte, sollte da aufgepasst werden. Und auch, wenn man mittlerweile immer öfter von der "Modererscheinung SVV" hört, ist meiner Meinung jede Selbstverletzung ernst zu nehmen und nicht abzuwerten oder herunterzuspielen. Jemand der es tut- und sei es auch nur ein Mal- hat schon in irgendeiner Art und Weise ein Problem- und wenn es nur das Problem ist, sich nicht ernst genommen zu fühlen oder fehlende Aufmerksamkeit von anderen. Wenn du in Suchmaschinen eingibst SVV, findest du sehr viele Seiten auf denen du dich gut darüber informieren kannst. Erfahrungsberichte lesen kannst usw. Wenn du wirklich Interesse daran hast, kann ich dir das nur empfehlen. Sogar bei wiki findest du einen Artikel darüber! Hoffentlich hat dir mein Text etwas geholfen! Wenn du noch Fragen hast, würde ich mich über eine Antwort freuen!

LG

18.02.2007 22:14 Zitieren Zitieren

fragezeichen
Gast

18.02.2007 22:14 Zitieren Zitieren

Hey Unregistriert!
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Ich kann mir die Gründe eigentlich auch denken aber irgendwie find ich das immer noch unlogisch...ich mein jeder hat doch irgendwas was einem sehr viel spaß macht und wo man die alltagssorgen mal vergessen kann....und das muss ja wohl nicht unbedingt selbstverletzung sein....oder?!!??!?!?!
naja....ähm...vielleicht geht das jetzt ins private aber hast du/ Sie damit selbst probleme oder hast du/ haben Sie sich selbst mit dem Thema beschäftigt oder so?

 
 
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