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09.01.2007 22:04 Zitieren Zitieren

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09.01.2007 22:04 Zitieren Zitieren

Ich brauch mal HilfeTipps

Also, ich bin jetzt 17. Mein Vater ist Amerikaner und seit 5 jahren wieder in Amerika. Habe die Scheidung meiner Eltern nie wirklich realisiert...Ich habe mich fast immer gut mit ihm verstanden (er hat uns oft geschlagen...). Ich war immer bei ihm und meine ältere schwester (20) immer mehr an meiner Mutter. Seit mein dad weg ist, hasst meine Mutter mich, weil ich ihm so ähnlich sehe... Mein Stiefvater, den ich auch sehr mag versucht immer zwischen uns zu vermitteln. ich habe mich in letzter Zeit total oft mit ihr gezofft und sir hat mich früher auch viel geschlagen oder getreten, wenn ich was gemacht hatte, was ihr nicht gepasst hat. Und ich habe vor ca 4 Monaten angefangen mich zu ritzen, das tut einfach gut... Mein Blut zu sehen. Meine Mutter meint, dass ich das ja nur machen würde, weil meine Schwester das auch macht und ich so sein will wie sie... Das stimmt aber nicht. Ich bekomme dauernd unterstellt, alles nur zu machen, weil meine Schwester es macht. Ich kann nicht mehr... Wie kann ich bitteschön Gefühle verstellen, nur weil meine Schwester genauso fühlt? Gibt es irgendwo in der Näher von Butzbach (bei Friedberg) gute therapeuten, die ihr kennt? Ich brauch dringend Hilfe... Habe Angst, dass es Borderline ist... Die ganzen Ursachen und Symptome und so, die man liest passen alle so gut. Aber am Internet will ich mich nicht gleich festlegen.... Danke schonmal

12.01.2007 14:37 Zitieren Zitieren

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12.01.2007 14:37 Zitieren Zitieren

Liebe LilliFee,

"Gibt es irgendwo in der Näher von Butzbach (bei Friedberg) gute therapeuten, die ihr kennt?"

leider kann ich Dir niemanden persönlich empfehlen. Eine Auswahl fachlich geeigneter Ärzte kannst Du über die Arztsuche bei tk-online.de erhalten. Einfach von der Startseite aus auf den Navigationspunkt "Gute Besserung" klicken und dann auf den türkis-grünen Kasten "Onlinesuche" (den findest Du unten rechts) klicken. Dort bekommst Du auch Tipps, worauf Du beim Arztbesuch achten solltest.

Ganz wichtig: Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, solltest Du den Arzt Deiner Wahl vor der Behandlung fragen, ob er eine Kassenzulassung hat. Andernfalls darf die TK (oder eine andere Kasse) die Behandlungskosten nicht übernehmen.

Viele Grüße
Jens

12.01.2007 17:54 Zitieren Zitieren

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12.01.2007 17:54 Zitieren Zitieren

Hör lieber auf mit dem ritzen!!!
Das bringt eh nichts!
Da du eh bald 18 bist kannst du ausziehen!!! Auch wenn es nur ein einfacher arzt ist , er könnte dir helfen.
Wenn man 18 ist kann man ( ok das kann man auch jetzt ) vor gericht gehen!!!
ich hoffe es nützt was!!!!!!!!!

14.01.2007 03:57 Zitieren Zitieren

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14.01.2007 03:57 Zitieren Zitieren

hör mit dem mist auf, leichter gesagt als getan, ich weiß.

habs zwar selber nie gemacht aber kann es verstehen, versuch das ein zu lassen, such dir chat-partner, zb in msn oder icq denen du das erzählen kannst und die zu dir steh, oder auch im rl leben, solche leute gibt es, und ich denke die werden dir da saugut raushelfen können indem sie dich auf andere sachen lenken die spaß machen, aber würde dir auf jeden fall empfehlen nen arzt oder psychiater aufzusuchen.


wünsch dir alles erdenkliche gute für deine zukunft

*mal lieb knuddel* hogar

02.02.2007 03:30 Zitieren Zitieren

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02.02.2007 03:30 Zitieren Zitieren

Liebe Lillifee,
Mit der Diagnose "Borderline" wird heutzutage leider sehr leichtfertig umgegangen. Der eigentlich rein psychoanalytische Begriff ist zu einer Modediagnose verkommen, die fuer alle Arten von seelischen Stoerungen benutzt wird. Zwar koennen bei einer echten Borderline-Persoenlichkeitsstoerung auch Symptome wie selbstverletzendes Verhalten vorkommen, das gilt aber auch fuer eine Reihe von anderen seelischen Schwierigkeiten. Viele typische Verhaltensmuster des Jugendlichenalters wie etwa die bekannten starken Stimmungsschwankungen kommen ebenfalls bei "richtigen" psychiatrischen Stoerungen vor, sind aber deshalb in diesem Alter noch lange keine Krankheit.
Wenn man, so wie du, die Scheidung seiner Eltern erleben musste und dabei auch von dem Elternteil getrennt wird, der einem naeher stand, ist das schon schwierig genug. Wenn dazu aber noch die langjaehrige Erfahrung von gewalttaetigen Auseinandersetzungen in der Familie kommt, von Unberechenbarkeit und Wutausbruechen, von Missachtung und Entwertung, ist das eine enorme Belastung fuer Kinder und Jugendliche, die diesem Klima ausgesetzt sind.
Deine Mutter, die offenbar selbst unter erheblichen seelischen Problemen leidet, scheint nicht in der Lage zu sein, die innere Not ihrer Toechter wirklich wahrzunehmen. Auch wenn sie eine bessere Beziehung zu deiner Schwester zu haben scheint - deine Schwester sitzt im gleichen Boot wie du, was die gewalttaetige Familienatmosphaere und das Auseinanderbrechen der Familie angeht. Natuerlich imitierst du sie nicht, sondern bei euch beiden richten sich die inneren Spannungen und heruntergeschluckten Enttaeuschungen und Aggressionen gegen euch selbst.
Hast du eigentlich noch Kontakt zu deinem Vater? Hast du ihn schon einmal besuchen koennen? Hoert deine Mutter auf deinen Stiefvater, wenn er sich fuer dich einsetzt - oder macht sie das nur noch aergerlicher? Du bist ja schon 17 und musst nicht mehr sehr lange zuhause wohnen bleiben. Aber bei der schwierigen Familiengeschichte waere es schon eine sehr gute Idee, mit Hilfe einer Therapeutin oder eines Therapeuten die seelischen Konflikte zu ueberwinden, die dich belasten, dein Selbstwertgefuehl zu bestaerken und bessere Strategien zu entwickeln, mit Stress und Aggressionen umzugehen. In deinem Alter gelingt das oft sehr viel schneller als bei aelteren Leuten, die bereits laenger mit ihren Stoerungen leben.
Wenn du nach einem Therapeuten Ausschau haeltst, kannst du ausser dem Internet auch die Gelben Seiten deines Telefonbuchs zu Rate ziehen. Es gibt aerztliche und psychologische Psychotherapeuten. Wichtig ist, wie Jens schon sagte, darauf zu achten, dass der betreffende Therapeut auch eine Kassenzulassung hat. Nur dann ist eine qualifizierte Ausbildung garantiert und die Therapiekosten werden von deiner Krankenkasse uebernommen.
Ich wuensche dir alles Gute,
Dr. Karin Anderson

 
 

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