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04.03.2007 19:35 Zitieren Zitieren

Schokokaetzchen
Pointer-User

04.03.2007 19:35 Zitieren Zitieren

Abgetrieben, und dann?!

So beschiessen!

Ich hab mich selbst regelmäßig aufgeschlitzt, verbrannt, bin 2 mal in der Psychatrie gesessen, hab bulemie gehabt... etc...

Nach dem ich eine überdosis Tabletten in mir hatte (suizidversuch), wurde mir mittgeteilt das ich schwanger sei....
Ich hab es abgetrieben, darüber nachgedacht und damit war es für mich erledigt - dachte ich!

(familie, freunde, und lehrer wissen es)

Aber nun holt mich das alles ein, ich weiß garnicht was machen... ich komm nicht damit zu recht... überall sieht man kinderwägen, es handelt sich nur noch um kinder, im Fernsehn, bei verwanten, bekannten, in der schule...
warum lässt mich das nicht in ruhe... ich komm damit nicht zurecht... ich will mich damit nicht auseinander setzen.. das soll endlich aufhören...

keiner weiß das ich daran kaputt gehe... ich habe seit dem vorgang mit niemandem mehr darüber gesprochen, ich kann das nicht. Auch meine Psychologin, die ich ein bis zwei mal in der woche besuche weiß nicht das mich das so quält.... ich kann nicht darüber reden.... ich vermeide mit kindern in kontakt zu geraten, lasse mich von ihnen auch nicht anfassen, weiche dem thema aus. ich reise mich jedesmal zusammen wenn ich damit konfrontiert werde, damit ich nicht anfange zu weinen...! vielleicht wäre es besser wenn ich mit jemandem darüber rede, aber ich kann nicht, und das würde mich auch nicht weiter bringen...

Fakt ist, das ich mein Baby (Soi) getötet habe und ich bereue es, ich will es zurück!

I´m just waiting for a better day!

Kill me please,
I make me sick!

(bin 16)

05.03.2007 16:45 Zitieren Zitieren

Blaueule
Gast

05.03.2007 16:45 Zitieren Zitieren

Liebes Schokokätzchen das hört sich ja alles ganz ganz traurig an. Bitte fühle dich nicht allein. iCH HAbe Dein Posting gelesen und bin Gedanken ganz bei Dir. Ich bin erst 14 aber ich kann mir schon vorstellen das das ganz schlimm sein muss. Bitte sei stark und verzweifle nicht. Rede unbedingt mit deinem Therapeuten darüber! Du darfst dir keine vorwürfe MACHen das du abegtreiebn hast Du warst viel ZU JunG für ein Beby.

05.03.2007 21:49 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

05.03.2007 21:49 Zitieren Zitieren

Es ist natürlich eine schwere entscheidung ein Kind abzutreiben. Und es man neigt auch oft dazu dies überstürzt zu tun da das umfeld einen dazu zwingt. Aber du scheinst es in dem moment ja wirklich gewollt zu haben.
Das es dich einholt ist mit sicherheit hart, weil du jetzt keine entscheidung mehr hast. Du musst das jetzt durchstehen. Und alleine wirst du das nicht schaffen. Rede mit deinen Freunden darüber, rede vor allem mit deinen Eltern darüber, (solange deine Eltern sich gut mit dir verstehen) und es wird dir leichter fallen. Freunde beschützen einen wenn sie sehen dass es einem schlecht geht.
Du wirst dich besser fühlen. Dieses Gefühl einen Fehler gemacht zu haben wird nie vergehen. ABer du wirst lernen dass du damit leben kannst. Es wird dir aber mit sicherheit bei zukünftigen Entscheidungen helfen.

Denk daran, du bist nicht schuld daran. Du hast alles richtig gemacht. Und du musst jetzt an dich selbst glauben. Denk darüber nach wieso du die Entscheidung getroffen hast, es ist hart, dass weiß ich, aber es hilft. Glaub fest an dich und lass deine Freunde deine Last mit tragen.

06.03.2007 02:26 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

06.03.2007 02:26 Zitieren Zitieren

Liebes Schokokaetzchen,
Was du jetzt mit Zeitverzoegerung erlebst, kommt leider relativ haeufig nach einer Schwangerschaftsunterbrechung vor, auch bei Frauen, die sich mit ihrem Entschluss vor dem Eingriff intensiver auseinandergesetzt haben als du.
Was dich so kaputtmacht, ist die Tatsache, dass du damals unter so starkem seelischen Druck standest, dass es dir nicht moeglich war, Abschied vom Ungeborenen zu nehmen. Ich bin ganz sicher, dass der Eingriff angesichts deines Alters und deiner starken psychischen Anspannung die richtige Entscheidung war. Das aendert aber nichts an der Tatsache, dass deine Seele notwendigerweise eine Trauerphase durchmachen muss. Dieses innere Abschied hat bisher nicht stattgefunden und darum leidest du jetzt so unter quaelenden Selbstvorwuerfen.
Du hast bisher niemanden von deinen Gefuehlen und Zweifeln erzaehlt. Du hast jetzt aber dein Problem hier im Forum angesprochen. Das ist der erste Schritt auf dem Weg durch die Trauer hindurch zum inneren Loslassen deines Ungeborenen. Es ist sehr gut, dass du den Mut gefunden hast, eine Therapie anzufangen. Du musst diese Gefuehle nun aber auch unbedingt deiner Therapeutin offenbaren. Sie wird dir dabei helfen, innerlich Abschied zu nehmen!
Dieser Abschied kann sehr unterschiedlich aussehen. Du koenntest z. B. einen Brief an dein ungeborenes Kind schreiben, in dem du ihm erklaerst, dass du es gehen lassen musstest, weil du ihm in deiner sehr schwierigen Situation nicht das haettest geben koennen, was es gebraucht haette - auch wenn du es sicher sehr lieb gehabt haettest. Du kannst auch ein Bild dazu malen, was dir in den Sinn kommt, und was du ausdruecken moechtest. Oder ein Gedicht schreiben.
Du kannst dir dann gemeinsam mit deiner Therapeutin ueberlegen, was du mit diesen Gruessen an dein Ungeborenes machen moechtest. Manche Frauen suchen sich einen ganz besonders Ort aus, wo sie ihre Gruesse feierlich verbrennen. Oder sie begraben sie und legen Blumen oder ein Spielzeug auf das Grab.
Welche Moeglichkeit fuer dich auch richtig sein mag , lass dich von deinem Herzen leiten! Ich weiss nicht, ob du glaeubig bist, aber vielleicht troestet dich die Vorstellung, dass die Seele deine Kindes zwar nicht von dir geboren werden konnte, dass es sich aber sicher in einem anderen Baby verkoerpern kann, wenn es auf die Welt kommen will.
Bitte, sprich so bald wie moeglich mit deiner Therapeutin! Schlimme Gefuehle,. die du in dich hineinfrisst, verzehren dich doch von innen wie ein Krebsgeschwuer. Zeig der Seele deines Ungeborenen, dass du sie achtest, indem du deine Trauer zulaesst und Abschied nimmst.
Du wirst sehen, das Sprechen in der Therapie wird dir dabei helfen, deine Trauer zu durchleben, und gesund zu werden. Und denk daran, du hast dein ungeborenes Baby doch nicht deshalb gehen lassen, weil du es nicht geliebt haettest, oder weil du es nicht verdient hast, sondern weil es dir zum damaligen Zeitpunkt wirklich nicht moeglich war, die Mutter zu sein, die du dir fuer dein Kind wuenschst.
Dieser Verlust koennte dir auch zum Ansporn werden, die Hoffnung nicht aufzugeben, sondern mit Mut und Kraft daran zu arbeiten, dich zu veraendern und gesund zu werden, damit dein Opfer nicht umsonst war, und du irgendwann einem Kind eine liebevolle Mutter sein kannst.
Ganz liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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