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25.02.2007 12:15 Zitieren Zitieren

pferd
Pointer-User

25.02.2007 12:15 Zitieren Zitieren

überarbeitet???

Hallo!
Ich fühle mich im Moment (naja, eigentlich schon seit Monaten) ziemlich überfordert.
Seit über 2 Monaten kann ich nur sehr schlecht schlafen, ich brauche 1-meistens 2 Stunden zum einschlafen und wache nachts ca. 4 mal auf. Tagsüber bin ich dann oftmals ziemlich müde, sehr unkonzentriert, habe Sehstörungen, ja bin einfach schlecht drauf.
Mittlerweile schlaucht mich die Situation ziemlich, ich war auch deswegen mal beim Arzt. Der hat mir dann Schlafmittel verschrieben, aber das hat kaum was gebracht. Ich konnte zwar etwas besser einschlafen, war nachts aber trotzdem noch so oft wach. Da ich 2mal davon ohnmächtig geworden bin, nehme ich es jetzt nicht mehr. Wegen den Sehstörungen kommt der Augenarzt (ich muss eh jedes jahr zur Kontrolle) auch nicht so richtig weiter.
Auch mit den Arbeitsbedingungen komme ich nicht (mehr) klar: Ich arbeite im Schichtdienst, hauptsächlich geteilte Dienste, also Dienstbeginn um 6:00 und Feierabend um 20:30 Uhr. Ich schaffe das nicht mehr!!
Wenn ich dann zwischendurch Pause habe oder alle 2 Wochen mal am WE frei, muss ich die Zeit fürs Lernen verwenden, also auf Klassenarbeiten lernen, Berichte/Ausarbeitungen schreiben usw. Für Freizeit bleibt da kaum noch Zeit. Ich weis, das hört sich jetzt vielleicht unglaublich an, aber es ist wirklich so. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zum letzten mal Gitarre gespielt habe, ein Buch (von Fachbüchern mal abgesehen) gelesen habe usw.
Auch mit Freunden treffe ich mich seit der Ausbildung nur noch 2-3 mal im Jahr. Denn wenn ich an einem freien tag doch mal was ausmache mit jemand, dann uss ich es garantiert wieder absagen, weil ich doch arbeiten muss. Auf den Dienstplan ist absolut keinenVerlass. Man kann so gut wie nichts planen, sollte eigentlich jeden Tag 24 Stunden einsatzbereit sein. Durch die stndigen Veränderungen musste ich im Laufe der Zeeit auch so gut wie alle Hobbies aufgeben. Zuletzt vor wenigen Monaten die Gruppenstunde, die ich über 5 Jahre lang geleitet hatte und die mir auch sehr wichtig war. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich sie noch länger weiter gemacht, aber es gab einfach keinen Freiraum mehr dafür. Das ist so schade!
Bei mir ist es mittlerweile auch so, dass alles verschwimmt – Sonn- und Feiertage werden zu Werktagen, das Wochenende ist nicht mehr als solches zu erkennen, usw.
Und wenn ich morgens jeden Tag um 5:00 uhr aufstehe und weis, dass ich erst gegen 20:30 Uhr mit allem fertig bin, ist das alles andere als motivierend. Vorallem geht es ja jeden Tag so und das nicht erst sseit kurzem. Ich will das nicht mehr, halte das nicht länger durch!! Ja, ich habe auch schon mit unserer Gruppenleiterin darüber gesprochen. Ihre Antwort war so in etwa: Ja, wir müssen uns jetzt eben alle zusammennehmen, da kann man nichts dran ändern an dem Dienstplan ...
In der Schule kann ich mich kaum konzentrieren, das habe ich oben ja schon kurz erwähnt. Oft dringt nicht einmal das Thema bis zu mir vor, es ist schon sehr lange her, dass ich auf eine Frage vom Lehrer antworten konnte. Klar, das merkt man deutlich an den Noten. Mittlerweile machen sich schon einige Lehrer Sorgen, ob ich die Prüfungen schaffen werde. Nicht einmal die einfachsten Sachen bekomme ich hin an manchen Tagen, z.B. mir die Reihenfolge von 3 Gitarrengriffen zu merken. Mittlerweile ist mir das echt peinlich ...
Aber es ist so unendlich viel, das ich tun sollte. Ich weis nicht, ob ich dem Druck noch bis im Sommer standhalten kann. Ich glaube eher nicht ...
Letztes Jahr hatte ich über 3 Monate hinweg täglich (!!!) mittlere bis starke Kopfschmerzen. Es wurde so ziemlich alles getestet, aber raus kam nichts. Weitere 6 Monate hat es gedauert, in denen die Schmerzen sehr langsam in der Häufigkeit und Stärke nachgelassen haben. Ich weis nicht, wie ich diese Zeit durchgestanden habe.
Vor rund 1,5 Jahren (so genau kann ich das leider gar nicht mehr sagen) hatte ich eine Zeit lang auch Suizidgedanken ... An einem Tag hatte ich in Gedanken schon alles geplant und mir zurechtgelegt. Nur durch einen Umstand kam es dann doch nicht so weit. Meine Eltrn haben mich bis zum Bahnhof gebracht und da sie unterwegs noch Verwandte aufgegabelt haben, waren wir etwas zu spät dran. Also war der Zug gerade weg – und sie mussten mich wohl oder übel die 90 km bis zu meinem Ausbildungsort fahren, weil ich an dem Nachmittag ein wichtiges Gespräch hatte. Hätten sie nicht die Verwandten mitgenommen und wir wären pünktlich gewesen – ich weis nicht, ob ich dann noch hier wäre ... Nun ja.
Ich bin übrigens 21 ½ Jahre und wie schon erwähnt mache ich gerade eine Ausbildung im sonderpädagogischen Bereich (3.Lehrjahr).
Es ist auch so, dass ich manchmal das Gefühl habe, alles wie durch eine Wand wahrzunehmen. Ich sehe und höre zwar, was um mich rum passiert, aber irgendwie dringt es nicht richtig zu mir vor. Vielleicht könnte man es auch mit dem Wort gefühlslos beschreiben. Die Freude, Traurigkeit, und was auch sonst noch so an Emotionen unterwegs ist bei den anderen Leuten, haben keine richtige Bedeutung mehr für mich. Für Außenstehende verhalte ich mich zwar so, wie es sonst auch mache, aber dieses Verhalten ist nicht echt, ich mache es nur, weil die Reaktion von mir erwartet wird.
Vorwürfe sind mir relativ egal, wenn mich jemand auf Fehler von mir hinweißt – all das ist irgendwie unwichtig.
Aber ich habe auch manchmal Angst, dass ich diese „Maske“ nicht länger aufrechterhalten kann, dass ich irgendwann die Kontrolle über mein Verhalten verliere. Und dann zusammenbreche unter all dem Druck, agressiv werde oder wie auch immer.
Im Alltag fallen mir an manchen Tagen Entscheidungen ziemlich schwer – all das, was man jeden Tag zu entscheiden hat. Ob ich jetzt zuerst duschen und dann einkaufen oder doch lieber erst für die Schule die Ausarbeitung weitertippen soll. Im Prinzip könnte ich in der Zeit, in der ich mir das alles überlege, wie es am besten machen soll, schon die Hälfte davon gemacht haben. Aber ich kann mich kaum entscheiden, mit was ich anfangen soll.
Wenn ich versuche, mit meinen Eltern darüber zu reden, also ihnen sage, dass ich mit der ganzen Situation überfordert bin, dann heißt es immer nur „Stell dich nicht so an“ oder „lern halt mehr“. Aber wann bitte soll ich denn noch mehr lernen, auch mein Tag hat nur 24 Stunden!!! Manchmal sagt meine Mutter zwar, sie könne mich vertshen, aber ich spüre, dass sie nicht wirklich nachvollziehen kann, um was es wirklich geht. Nämlich dass ich wirklich nicht mehr kann. Ja, ich glaube sogar, dass von meinen Eltern noch eine gute Portion zusätzlicher Druck kommt ...
Auch wenn ich mit anderen Leuten darüber reden möchte, werden gleich schon die geringsten Andeutungen von mir mit Gegenargumenten zunichte gemacht, so dass ich gar nicht alles erzählen kann, was eigentlich los ist.
Nun ja, aber es gibt auch Tage, da spielt das alles gar keine so große Rolle. Dann freue ich mich einfach am schönen Wetter oder darüber, dass ich einmal ohne Zeitdruck einkaufen kann. Ich merke aber auch, wie diese Tage seltener werden.
Gerade merke ich, dass es ganz schön schwer ist, alles so zu formulieren, dasss es auch wirklich meinen Gefühlen und meiner Stimmung entspricht und dass es jemand dann so auffassen kann, wie ich es eigentlich gemeint habe ...

27.02.2007 18:00 Zitieren Zitieren

pferd
Pointer-User

27.02.2007 18:00 Zitieren Zitieren

Ein paar Gedanken zu den letzten 2- 3 Tagen:

Ich komme mir vor wie in einem Strudel, das Wasser zieht mich nach unten.
Es gibt nichts, an dem ich mich festhalten kann.
Ich strecke meine Hände aus nach oben – aber niemand streckt mir seine entgegen.
Wie lange werde ich noch durchhalten?
Wann wird mich das Wasser ganz umschließen?
Wann bekomme ich keine Luft mehr?
Es kostet sehr viel Energie, mich nicht mitreisen zu lassen.
Ich möchte wieder zurück, hoch an die Wasseroberfläche.
Raus aus diesem Strudel, der mich mit sich zieht in die Tiefe.

Wie durch ein Wunder schaffe ich es schließlich doch, mich nicht ganz runterziehen zu lasssen.
Es gelingt mir, mich bis zur Wasseroberfläche hochzuziehen.

Aber wie lange wird es dauern, bis ich wieder an dem Strudel bin und er mich in die Tiefe zieht?
Und werde ich noch einmal die nötige Kraft haben, um mich aus ihm zu befreien oder werde ich ertrinken?

Ja, so wie in dem Vergleich war es am Wochenende. Zeitweise schien es nicht nur ein Vergleich zu sein, sondern Realität, wie wenn mich wirklich jemand nach unten zieht und ich nur noch wenig Luft bekomme. Alles andere als angenehm ...
Ich hoffe, es kommt nicht wieder vor.

01.03.2007 01:17 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.03.2007 01:17 Zitieren Zitieren

Hallo,ich bin auch 21 und suche nach einem ausbildungsplatz. ich glaube das das was du arbeiten musst nicht normal ist!! so einen langen arbeitstag kenne ich sonst nur von pferdewirten! oder noch nicht mal so lange. warum hast du nicht am anfang der ausbildung schon was gesagt oder gar aufgehört?
man kann sich doch auch wohin wenden,die für sowas zuständig sind ,ausbildung und ausgenutzt werden.
arbeit ist nicht das wichtigste,glaube es! es gibt viel wichtigere sachen! hab aus zeitgründen deinen text nicht ganz haarklein gelesen. sorry UND BITTE lass irgendwelche suizidversuche sein!!!!!!!
rede doch mit deinen eltern nochmal,und lass deinen gefühlen freien lauf. weis nicht ob es eine hilfe ist was ich hier schreibe aber wollte irgendwas sagen. mfg

02.03.2007 20:00 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

02.03.2007 20:00 Zitieren Zitieren

Also ich würde denen entweder ne kündigung hinschmeisen oder bis zur prüfung noch weiterarbeiten.
ist nicht im mai prüfung???? kuck mal dein körper gibt dir so viele signale,das nicht mehr kann,ignorier das nicht einfach!!! man soll da drauf hören! was mich noch sehr interessiert was sagen denn deine freunde ,oma oder verwandte dazu? die müssen das doch nachempfinden.
vielleicht schreibste ja mal was zurück. alles liebe ps:das davor is auch von mir.

06.03.2007 21:15 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

06.03.2007 21:15 Zitieren Zitieren

danke für deine antwort auf das thema von pferd.
sie kann dir im moment leider kaum selbst antworten ...
es spitzt sich alles weiter zu. jetzt hat ein arzt sie zwar (endlich!!) mal krank geschrieben für eine woche. es kann sein, dass sie in der woche vielleicht etwas neue kraft tanken kann, vorallem mal genügend schlaf bekommt, aber am grunde genommen ändert es nichts an der ganzen sache...
ja, sie hat mehrmals versucht mit eltern/verwandten zu reden. genauer gesagt nur eltern und oma, denn zu den restlichen hat sie kaum kontakt. ich weis, dass sie immer gleich alles abblocken, und selbst wenn sie total fertig ist mit den nerven, kommt wirklich immer nnur was in der art wie "stell dich nicht so an" oder "du läufst immer gleich weg, sobald es auch nur ein winziges problem gibt, das war schon immer so" usw. also nichts, was ihr helfen würde, von verständnis ganz zu schweigen.
auch bei der arbeit wurden ihre bitten nach anderen arbeitszeiten immer abgetan, weil es scheinbar nicht möglich sei. obwohl sie mehrmals (bei verschiedenen leuten - dienstplanverantwortlicher, gruppenleiter, mentorin) gesagt hat, dass sie das nicht mehr schafft.
ich weis, dass sie ziemlich große hoffnung hier auf dieses forum gesetzt hat, hat auf eine antwort von der psychologin/ärztin (weis leider ihren namen grad nicht, sorry) gehofft, dass endlich mal jemnd da ist, der sie ernst nimmt. ihr glaubt, dass es wirklich so ist und konkrete schritte sagt, die sie tun könnte.
ja, mit dem gedanken, in eine psychiatrie zu gehen, hat sie sich wirklich befasst, und zwar nicht nur für kurze zeit ... aber was macht der arzt, als sie ihm versucht alles zu erzählen? verschreibt schlafmittel...
tja, ich weis leider auch nicht, wie ich meine pferdefreundin unterstüztzen kann...

07.03.2007 21:24 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

07.03.2007 21:24 Zitieren Zitieren

Verstehe das natürlich,aber sowas muss sich heutzutage keiner gefallen lassen! Ich weis selbst lehrstellenmangel und so aber....hab ich schon geschrieben was ich davon halte. Ich würde als erstes den arzt wechseln der solche sachen auch ernst nimmt!
http://www.dgb-jugend.de/UNIQ117329851217111/doc69244A.html
Das habe ich gefunden ob es was hilft weis ich net. Kuck mal da soll sie was schreiben, da ist das wohl eher was!kannst ja mal reinkucken. Ob die fr.Dr. Andersen(heisst sie glaub ich)da was zu sagen kann was hilft,keine ahnung. Wie gesagt wenn es so ist KÜNDIGEN! Glaub mir JEDER auser halt ihre eltern usw. VERSTEHT das!
Auch jeder andere arbeitgeber wahrscheinlich,dem sie den grund der kündigung erklären würde.
Vielleicht ja auch nochmal mit ihren eltern reden und mal richtig sagen wo der hammer hängt. Nichts mehr mit den gruppenleiter BITTEN da was umzuändern oder sowas. Die dürfen keinen ka 40std.woche machen lassen! Die kann sich da beschweren.kann ja mal beim arbeitsamt fragen oder so. Sie kann ja mal zusammenbrechen vor erschöpfung bei der arbeit,sowas wirkt bestimmt. Aber wenn sie im mai oder wann prüfung hat arbeitet sie dann bis dahin weiter?
Warum heisst sie eigentlich Pferd? helf du ihr auf jeden fall weiter. mfg

08.03.2007 01:21 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

08.03.2007 01:21 Zitieren Zitieren

Liebe Pferd,
Ich habe deine Schilderung gelesen und nehme dein Problem sehr ernst. Ich werde dir, sobald ich kann, ausfuehrlich darauf antworten.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

09.03.2007 17:14 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

09.03.2007 17:14 Zitieren Zitieren

Hallo!
Schön, dass du so regelmäßig hier mitliest. :-)
Nun, warum sie den Namen Pferd für das Forum gewählt hat, weis ich auch nicht so ganz, vielleicht weil es ihr Lieblingstier ist?
An dem Tag, als sie mit der Gruppenleiterin gesprochen hat, war ich zufällig auch gerade auf der Gruppe, wollte sie von der Arbeit abholen. Nun ja, vielleicht war das Wort bitten von mir etwas zu harmlos gewählt ... Denn das was ich mitbekommen habe, ist sie sehr deutlich geworden. Sie hat ihrere Anleitein (also der Gruppenleiterin) gesagt, dass sie nichrt mehr kann, dass es so nicht mehr weitergeht und dass sich etwas ändern MUSS wegen dem Dienstplan. Jetzt, Wochen später ist doch tatsächlich etwas Besserung in Sicht. Auch wenn ich nicht glaube, dass das schon ausreicht.
Aber immerhin haben sie ihr das nacharbeiten von den Stunden erlassen, die sie nicht im Unterricht war, weil es ihr so schlecht ging, dass sie das Gefühl hatte, gleich vom Stuhl zu kippen vor Übermüdung. Die Nachmittage (vormittags hat sie so mehr oder weniger durchgehalten) werden nun als krank berechnet. Immerhin etwas.
Ja, das mit den Eltern ist so eine Sache... Vor gut einem Jahr, damals als der Verdacht auf Hirntumor stand wegen den ständigen Kopfschmerzen, war sie drauf und dran zu kündigen. Andere Bewerbungen waren schon abgeschickt. Pferd hat es auch ihren Eltern gesagt, hat gesagt dass sie nicht mehr kann usw. Es gab ein langes Gespräch, das aber dann schlussendlich auch wieder damit geendet hat, dass sie sich zusammennehmen soll. Und das alles, obwohl sie zeimlich viel geweint hat währenddessen, weil sie so fertig war. Ihr Vater hat ihr ziemlich die Meinung gegeigt...
Ich weis aber auch, dass Pferd ihre Eltern sehr mag und sie ziemlich wichtig sind für sie. Denn obwohl sie so wenig Verständnis zeigen, ist dies doch der Ort, wo es ihr besser geht als überall sonst -daheim kann sie besser schlafen, hat seltener Kopfschmerzen usw. Ja, es ist ihre Heimat, die sie auf keinen Fall auch noch verlieren möchte ...
Und mit den Ärten ist das auch so eine Sache. Also, der erste hat überhaupt nichts getan außer sie wieder nach Hause geschickt. Also ist sie zu nem anderen und der hat dann eben wie gesagt erst mal Schlafmittel verschrieben und sie jetzt, nachdem sie nochmals dort war und gesagt hat dass sich rein gar nichts geändert hat, krankgeschrieben.
Die Lehrer sind auch nicht besser: Eine hat ihr das Angebot einer Hausarbeit gemacht, um die Note zu verbessern, da die Klausur nicht so dolle war. Das hat Pferd abgelehnt, weil es noch eine zusätzliche Belastung gewesen wäre. Hat der Lehrerein auch gesagt, dass es zwar bescheiden ist wegen der Note, aber sie mit den jetzigen Belatsungen schon nicht zurecht kommt usw. dann irgendwann ein blöder KOmmentar von der Lehrerin, so nach dem Motto, dass jeder selbst wissen muss, womit er sich seine Zukunftschancen verbauen will und sie mit der Haltung garantirt nicht übernommen wird. (Ist ja auch gar nicht ihre Absicht) Auch hier wieder nur mühsam zurückgehaltene Tränen, unendliche Wut, noch mehr Erschöpfung und Kraftlosigkeit.
Hei, ich habe so eine Wut auf die Lehrerin!! Anstatt es einfach so zu akzepteiren oder gar Hilfe anzubieten - nein, grad das Gegenteil...
Sind wir denn von lauter unnützen und unfähigen Leuten umgeben????!!!??
Tja, nach dem Wochenende wird Pferd wieder arbeiten... Sie hofft, trotz allem noch bis zur Prüfung durchzuhalten (in 3 Wochen praktische, Ende Mai schriftlich und im Juli mündlich). Aber an vielen Tagen glaubt sie selbst oft nicht daran ... Die Energie dafür fehlt ihr einfach im Moment an allen Enden.
Nun, diese Woche hat Pferd wohl gut getan, soweit ich es beurteilen kann. Sie hat mir erzählt, dass sie besser schlafen konnte und sich nun etwas ausgeruhter fühlt, die Energie reicht aus um den Alltag zu bewältigen. Aber ganz fit ist sie nicht und ich bezweifle, dass die "Erholung" lange anhalten wird...

12.03.2007 03:51 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

12.03.2007 03:51 Zitieren Zitieren

Liebe Pferd,
Ich kann deine Beschreibung sehr gut nachvollziehen. Ich habe im Krankenhaus auch geteilten Dienst erlebt und absolut gehasst!! Du hast ganz Recht, die arbeitsfreie Zeit zwischen den beiden Diensthaelften kannst du nicht wirklich sinnvoll nutzen, du kannst dich im Grunde auch nicht ausruhen oder auf irgendetwas richtig einlassen, weil du ja weisst, dass du in ein paar Stunden wieder zum Dienst musst.
Als ich waehrend meines Krankenpflegepraktikums so einen geteilten Dienst erlebte, war nicht nur meine Stimmung sehr schlecht, sondern ich litt auch an allen moeglichen Koerpersymptomen und fuehlte mich ununterbrochen unter Druck. Aber wenigstens war auf meinen Dienstplan Verlass und ich musste mich nicht auf Abruf bereithalten...
Eigentlich sollte eine solche unphysiologische Diensteinteilung gesetzlich verboten sein, speziell in einem sozialen Beruf wie deinem, der ja sowieso psychisch sehr belastend sein kann.
Mich wundert daher ueberhaupt nicht, dass du in dieser seelischen und koerperlichen Verfassung bist. Natuerlich sind Tabletten keine echte Loesung, weil die Ursache deiner Beschwerden ja weiterbesteht. Deine Symptome sind die Gelbe Karte, die dein Koerper dir zeigt. Ich finde es sehr bewunderswert, dass du diese extrem unguenstigen Bedingungen schon so lange ausgehalten hast und es immer wieder schaffst, dich doch nicht in "vom Strudel in die Tiefe" ziehen zu lassen.
Zum Glueck scheint deine Ausbildung ja doch bald zu Ende zu sein. Sonst haette ich dir empfohlen, den Ausbildungsplatz zu wechseln. Das mag angesichts der kurzen verbleibenden Zeit nicht mehr sinnvoll zu sein. Bald noch wichtiger scheint mir die Frage, wie es denn nach deiner Ausbildung weitergehen wird? Bist du noch immer der Meinung, dass dieser Beruf der Richtige fuer dich ist? Oder haben dir die unguenstigen Ausbildungsbedingungen alles verleidet? Wie sehen die Dienstbedingungen denn ganz allgemein in dem Feld aus, in dem du arbeiten moechtest? Ist damit zu rechnen, dass du einen normalen Dienstplan haben wirst - oder ist es etwa ueblich, dass du auch weiter in geteiltem Dienst arbeiten musst?
Du hast ja jetzt erfahren, wie du auf gar keinen Fall taetig sein willst. Das wird dir sicher dabei helfen, genau hinzuschauen wie die Arbeitsbedingungen dort sind, wo du dich bewerben willst. Das, was du von deiner Ausbildung beschreibst, sind Umstaende, wie sie extremer gar nicht sein koennen, ich weiss nicht einmal, ob diese Art Dauerbereitschaft arbeitsrechtlich ueberhaupt zulaessig ist.
Wie du an meiner Antwort an "Anonyme" vielleicht gesehen hast, denke ich nicht, dass ein psychiatrischer Klinikaufenthalt eine echte Loesung ist. Ich moechte dir allerdings doch zu bedenken geben, ob du dich nicht einer psychotherapeutischen Selbsterfahrung unterziehen solltest. Hatten die Selbstmordgedanken "nur" etwas mit deinen Ausbildungsbedingungen zu tun? Deine Beziehung zu deinen Eltern scheint ja auch nicht unproblematisch zu sein, wenn sie so wenig Verstaendnis fuer deine Gefuehle haben. Fuer jeden, der einen sozialen Beruf ausuebt, ist es hilfreich, seine eigenen Probleme zu verarbeiten, damit er sich nicht durch die Arbeit mit seinen Patienten/Pflegebefohlenen zu stark belastet fuehlt. Das gilt umso mehr, als sich ja gerade diejenigen zu helfenden Berufen hingezogen fuehlen, die seelische Probleme aus eigener Erfahrung kennen und daher besonders viel Verstaendnis fuer die Leiden anderer haben.
Ich wuensche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft fuer die Zeit bis zu deinem Examen. Vielleicht hilft es dir ja ein bisschen, wenn du, wie die Wehrpflichtigen, ein Zentimetermass an die Wand haengst und jeden Tag einen Zentimeter abschneidest. Oder ihn dick am Kalender abstreichst. Ich bin ganz sicher, dass deine Symptome nach deiner Pruefung verschwinden werden, wenn du deiner Ausbildungsstelle den Ruecken kehren kannst. Zum Glueck erholen sich Seele und Koerper schnell, wenn die Ursache der Beschwerden erstmal beseitigt ist.
Ich druecke dir ausserdem den Daumen fuer deine Pruefung und wuensche dir alles Gute fuer deinen Neuanfang im Beruf.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

12.03.2007 15:44 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

12.03.2007 15:44 Zitieren Zitieren

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