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06.02.2009 14:36 Zitieren Zitieren

Schnappi
Pointer-User

06.02.2009 14:36 Zitieren Zitieren

Probleme in WG

Hallo,
ich wohne seit ca. 1 1/2 Jahren mit zwei Freunden in einer dreier WG.
Wir machen viel zusammen, von trainieren bis Essen...
leider ist es so, dass ich mit einem der beiden in letzter Zeit nicht mehr so wirklich auskomme und ziemlich genervt bin. Es ist einfach seine dominante Art. Habe in letzer Zeit nur noch das Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein und Aktionen zu dritt sind nur noch anstrengend. MAn fühlt sich nur noch als dummer Mitläufer und richtet sich nur noch nach den Anderen. Problem ist, dass mich die ganze Situation sehr belastet. Das merkt man mir auch deutlich an, weil ich in letzter Zeit sehr angespannt wirke. Das ganze verschlimmert sich noch, wenn man merkt dass hinter dem Rücken über einen gelästert wird und wie blendend sich die Anderen beiden verstehen. ICh fühle mich vollkommen eingeschränkt und bin ständig nur bemüht, mir nichts anmerken zu lassen.
Bin auch halt eher der ruhige Typ, der ab und zu mal seine Ruhe braucht.
Würde am liebsten ausziehen. Das Problem ist, dass ich von den Reaktionen der anderen beiden Angst habe. Sind ja befreundet und Teil meines Freundeskreises. Wüsste nicht, wie ich denen das beibringen sollte oder ihnen später noch in die Augen schauen könnte.
Will keinen verletzen und die Frendschaft nicht aufs SPiel setzen, fühle mich aber gerade so in meinen Freiheiten eingeschränkt, dass meine studentischen Leistungen auch immer mehr den Bach runtergehen und ich mich nicht so wirklich konzentrieren kann.
Bin mit der ganzen Situation etwas überfordert. Man spricht ja auch nicht offen über solche Dinge.
Normalerweise bin ich voll der gesellige Typ und immer gut drauf. Mache gerne Sachen zusammen mit Anderen, aber die WG schränkt mich so sehr ein. Weiß nicht mehr so recht weiter.
Danke!!
VIele Grüße,
Michael

10.03.2009 21:15 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

10.03.2009 21:15 Zitieren Zitieren

Hallo, Michael,
Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Wohnsituation dir zuschaffen macht. Hat sich dein Freund denn im Zusammenleben geaendert, oder war dir seine bevormundende Art frueher nie so aufgefallen, weil du weniger intensiv mit ihm zu tun hattest?
Du scheinst dich gegen ihn ja offenbar nicht besonders gut abgrenzen zu koennen - geht es dem Dritten in eurer WG denn so aehnlich wie dir, oder hat er nicht die gleichen Probleme mit eurem Mitbewohner?
Die Frage ist natuerlich, ob es nicht wirklich moeglich ist, ueber diese Situation miteinander zu sprechen. Auch wenn es schwerfaellt - in einer WG ist es unerlaesslich, ueber Missstimmungen und Missstaende offen zu reden, sonst endet die Sache immer damit, dass die Freundschaft auseinanderbricht, weil alles so lange unter den Teppich gekehrt wird, bis es nicht mehr zum Aushalten ist.
Ich wuerde dir empfehlen, vielleicht erst einmal allein mit dem nicht dominierenden Freund ueber dein Unbehagen zu sprechen und ihn zu fragen, wie er die Sache sieht.
Moeglicherweise geht es ihm ja sogar genauso wie dir, und er findet auch, dass sich an der Situation etwas aendern muss. Dann koenntet ihr zusammen den anderen Mitbewohner damit konfrontieren und ihm erklaeren, dass er sich mehr zurueckhalten soll, weil ihr euch oft von ihm ueberrumpelt fuehlt.
Ist ein solches klaerendes Gespraech aber nicht moeglich, oder endet es ohne Ergebnis, bleibt dir nichts anderes uebrig, als tatsaechlich auszuziehen. Leider ist es ja oft so, dass bestimmte Charakterzuege erst im unmittelbaren Zusammenleben deutlich werden und ein freundschaftlich-faires Miteinander unmoeglich machen.
Du kannst dir, wenn du die sonst vielleicht unumgaengliche Konfrontation mit deinen Freunden scheust, vielleicht auch eine "besaenftigende" Ausrede ueberlegen, etwa, dass eine andere Wohnung guenstiger liegt oder weniger kostet. Oder dass du mehr Ruhe zum Arbeiten brauchst.
Wenn du ganz ehrlich und offen sein willst, muesstest du den anderen erklaeren, dass du sie zwar als Freunde und Sportkameraden sehr schaetzt, aber inzwischen festgestellt hast, dass dir das zu dichte Aufeinandersitzen auf die Dauer doch zu viel ist und du wieder mehr Abstand brauchst.
Mein Sohn hat das mit seinem Freund/Mitbewohner so gemacht. Erst war der andere ziemlich betroffen, aber dann hat er das Argument eingesehen und die Freundschaft ist darueber nicht kaputtgegangen.
LG, Dr. Karin Anderson

17.03.2009 17:48 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

17.03.2009 17:48 Zitieren Zitieren

Hallo,

ich wohne seit gut einem halben jahr in einer 2er-wg. leider habe auch ich ein ähnliches problem mit meiner mitbewohnerin. allerdings ist es bei uns so, dass wir uns während der wohnungssuche kennengelernt haben und uns schließlich zusammengetan haben. da es für uns beide eine neue stadt ist, war es anfangs sehr hilfreich alles gemeinsam zu erkundschaften, da wir auch den selben studiengang haben.
inzwischen ist es leider so, dass mir das alles zu viel wird. wir gehen gemeinsam aus dem haus, kochen zusammen, haben die selben freunde usw...sie ist sehr dominant und somit stehe ich nur in ihrem schatten. die leute, die wir kennengelernt haben, kennen uns nur im doppelpack!
die situation belastet mich sehr, nur leider sehe ich momentan keinen ausweg!
wenn ich sie darauf anspreche, dass ich etwas mehr zeit für mich alleine brauche, versteht sie das überhaupt nicht. sie entgegnet mir dann nur, dass ich mir doch dann einfach einen anderen freundeskreis suchen solle, da sie die leute ja schließlich zuerst kennengelernt hätte!
wie soll ich mich verhalten?

lg

18.07.2009 23:05 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

18.07.2009 23:05 Zitieren Zitieren

Hallo,
Du und deine Mitbewohnerin habt euch zusammengetan, weil ihr beide fremd in eurer neuen Umgebung wart, eine Wohnung suchtet,und euch ganz allgemein eingewoehnen musstet.
Eure anfaenglichen Fremdheitsgefuehle und Vertrautheitsbeduerfnisse haben euch sehr schnell aufeinanderzugehen lassen, ihr seid gewissermassen "intim" miteinandergeworden, ohne dass eine echte Freundschaft diese grosse Naehe wirklich rechtfertigen wuerde.
Eure Zweckgemeinschaft hat mittlerweile ihren Zweck erfuellt, ihr habt euch eingelebt und braucht euch eigentlich nicht mehr, und eine richtige Freundschaft ist offenbar nicht entstanden. Du siehst deine Mitbewohnerin jetzt mit groesserer Distanz und findest, dass sie eigentlich gar nicht so gut zu dir passt, und fuehlst dich durch sie eingeengt.
Da deine Mitbewohnerin diese Gefuehle offenbar nicht teilt und scheinbar auch nicht versteht - anfangs wart ihr ja offenbar unzertrennlich - bleibt dir tatsaechlich nichts anderes uebrig, als dich langsam stueckweise zurueckzuziehen (wenn du dir nicht eine neue Bleibe suchen willst).
Du koenntest deinen Tagesablauf etwas veraendern, sodass du nicht mehr jeden Tag mit ihr gemeinsam kochst und isst. Und wenn ihr nicht all dieselben Kurse habt, muesste es doch eigentlich auch moeglich sein, nicht immer gemeinsam aus dem Haus zu gehen.
Mit den gemeinsamen Freunden ist es allerdings so eine Sache. Da ihr sie gemeinsam kennengelernt habt, und es nicht einfach bereits vorher ihre oder deine Freunde waren, ist die Situation sehr viel diffiziler. Ich hoere auch so ein bisschen Neid und Aerger heraus, dass sie bei den Freunden offenbar eine groessere Rolle spielt als du.
Woran liegt das, wirklich nur an ihrem "Dominieren"? Oder ist geht sie mehr auf die Leute zu und du bist einfach schuechterner? Wenn sie tatsaechlich so eine dominierende Art hat, koennte es ja sogar sein, dass einige dieser Freunde sich dadurch auch genervt fuehlen und lieber dich allein treffen wuerden.
Das herauszufinden ohne sofort Riesenaerger zu provozieren, bedarf aber grosser Delikatesse. Du koenntest z. B. einigen Freunden vorschlagen, gemeinsam mit dir etwas zu unternehmen, wenn du genau weisst, dass sie keine Zeit hat. Oder dich einfach einzeln ohne ihr Wissen mit ihnen verabreden. Wenn sie dann fragen, ob deine Mitbewohnerin auch kommt, kannst du sagen, dass du sie zwar magst, aber manchmal auch etwas allein unternehmen moechtest. Oder mal allein mit ihnen reden wolltest.
Wenn du diese Freunde allerdings zu dir nachhause einlaedst, duerfte es schwer sein, deine Mitbewohnerin nicht miteinzubeziehen, es sei denn, sie ist nicht da. Denn wenn du eure gemeinsamen Freunde in einen Loyalitaetskonflikt bringst, und sie sich deswegen unbehaglich fuehlen, ziehen sie sich am Ende von euch beiden zurueck.
Darueber hinaus ist es wirklich wichtig, dass du eigene Aktivitaeten entfaltest und dir auch eigene Leute suchst, ganz unabhaengig von deiner Mitbewohnerin. Diese Leute sind dann naemlich deine Freunde und du brauchst deine Mitbewohnerin nicht miteinzuladen, wenn sie dich besuchen.
LG, Dr. Karin Anderson

20.07.2009 13:47 Zitieren Zitieren

michik
Pointer-User

20.07.2009 13:47 Zitieren Zitieren

in so einem Fall wenn ihr nicht miteinander klar kommt sollte man einfach was neues suchen. Es lässt sich sicher eine neue WG mit netten menschen finden Lächeln

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