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13.11.2009 17:39 Zitieren Zitieren

Simon
Gast

13.11.2009 17:39 Zitieren Zitieren

Schnarchen

Hallo Fr. Dr. Anderson.

Ich habe ein Problem: Seit einiger Zeit habe ich jetzt eine neue Freundin. Natürlich übernachtet sie auch manchmal bei mir. Allerdings gibt es da ein Problem: ich schnarche. Das war mir bisher nie selbst aufgefallen (wie auch, ich schlafe ja), aber meine Freundin stört das sehr. Sie ist von der Schnarcherei schon so angenervt, dass sie manchmal nachts auf das Sofa im Nachbarzimmer umzieht.

Das finde ich natürlich nicht so toll. Außerdem hat sie gesagt, dass sie mehrfach probiert hat, mich nachts auf das Schnarchen aufmerksam zu machen. Ich wache dann aber nicht auf.

Woher kommt das Schnarchen? Kann es sein, dass sich das erst in letzter Zeit neu entwickelt hat. Oder liegt es vielleicht daran, dass ich gelegentlich rauche. (Habe ich mir eigentlich abgewöhnt, kann es mir auf Partys aber immer nie ganz verkneifen.)

Über eine Tipp wäre ich sehr dankbar...

17.11.2009 17:17 Zitieren Zitieren

Manuel
Gast

17.11.2009 17:17 Zitieren Zitieren

Super Thema. Ich kenne das von meinen Eltern. Die hatten irgendwann sogar getrennte Schlafzimmer. Das ging wohl nicht mehr anders.
Scheinbar habe ich das Schnarchen auch von meinem Vater geerbt.

Mich würde interessieren: Schnarchen eigentlich eher Männer?

18.11.2009 03:15 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

18.11.2009 03:15 Zitieren Zitieren

Hallo, Simon,
Die meisten Schnarcher merken, wie du, selber nichts von ihrer Schnarcherei, und sind dann peinlich beruehrt, wenn ihre neue Freundin oder ihr neuer Freund sie auf ihr naechtliches Saegen aufmerksam machen.
Maenner schnarchen etwa doppelt so haeufig wie Frauen, mit zunehmendem Alter sind sogar die Haelfte aller Maenner davon betroffen. Manche schnarchen nur gelegentlich, z.B. wenn sie erkaeltet sind, andere dagegen staendig. Die Lautstaerke des Schnarchens kann dabei von leisem, kaum hoerbarem Schnurcheln bis zur Laermintensitaet einer vielbefahrenen Autobahn reichen.
Das Schnarchgeraeusch entsteht dadurch, dass beim im Schlafen entspannten Koerper auch das Gaumensegel erschlafft und dann bei jedem Atemzug in flatterndes Schwingen geraet. In diese flatternde Bewegung koennen auch Zungengrund und Rachen einbezogen werden. Als Folge werden die Atemwege teilweise blockiert und die Atmung erschwert Im schlimmsten Fall entsteht dadurch die sogenannte Schlafapnoe, bei der die Atmung wiederholt fuer kurze Zeit total aussetzt
Bei haeufigen und starken Schnarchern leidet daher nicht nur der am Schlafen gehinderte Bettgenosse, sondern auch der Schlafende selbst, denn das Schnarchen nimmt ja gerade dann zu, wenn der Schlaefer im Zustand der groessten Entspannung in die wichtige Tiefschlaf- und Traumphase ueberwechselt.
Die Drosselung der Sauerstoffzufuhr veranlasst dann das Gehirn, einen Aufwachsimpuls auszusenden. Starke Schnarcher werden also immer wieder aus der Tiefschlafphase aufgeschreckt und ihre Schlafqualitaet nimmt dadurch erheblich ab. Auf Dauer kann das zu Herzerkrankungen und anderen Krankheitssymptomen fuehren.
Schnarchen wird durch verschiedene Faktoren beguenstigt. In Rueckenlage tritt es viel haeufiger auf als in Seitenlage, weil sich der Mund durch den nicht abgestuetzten Unterkiefer eher oeffnet. Wenn durch Schnupfen oder Allergien die Schleimhaeute geschwollen, oder die Mandeln vergroessert sind, oder eine schiefe Nasenscheidewand die Atmung ohnehin behindert, ist Schnarchen die unausweichliche Folge.
Alkohol ebenso wie Schlaf- oder Beruhigungsmittel wirken durch ihr starkes Entspannungs- und Erschlaffungspotential als Schnarchausloeser. Besonders schnarchgefaehrdet sind ausserdem uebergewichtige Menschen - bei ihnen wirkt das vermehrte Fettgewebe im Nasenrachenraum als Atmungsblockade.
Mit folgenden Hausmittel kann die Schnarchwahrscheinlichkeit vermindert werden:
- moeglichst nicht in Rueckenlage schlafen und kein zu flaches Kopfkissen benutzen
- vorm Schlafengehen gut durchlueften und im Winter gegen trockene Heizungsluft einen Luftbefeuchter verwenden
- bei Schnupfen Nasentropfen zum Abschwellen der Schleimhaeute verwenden
- bei Hausstauballergie antiallergene Bettdecken und Kopfkissen benutzen
- abends keinen Alkohol trinken, moeglichst auf Schlaf- und Beruhigungsmittel verzichten (wenn sie nicht vom Arzt verordnet sind!)
- bei Uebergewicht die ueberfluessigen Pfunde abspecken
- feste Schlafensgehzeiten einhalten
In der Apotheke sind Schnarchpflaster und Schnarchbandagen erhaeltlich, mit denen das durch den Mund Atmen verhindert werden soll. Der Zahnarzt kann ausserdem eine sogenannte Protrusionsschiene anpassen, die dem gleichen Zweck dient.
Wenn ein schiefes Nasenseptum oder sehr vergroesserte Mandeln das Schnarchen verursachen, kann ein operativer Eingriff in Frage kommen. Extrem starke Schnarcher muessen sowieso aerztlich und eventuell operativ behandelt werden, weil ihr Schnarchen ihre Gesundheit gefaehrdet.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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