Community

Foren-Suche

Login

Forum > Help-Forum

In diesem Forum kannst du nur lesen, nicht mehr neu posten. Hier geht es zum neuen Pointer-Forum, wo du dich über Fragen zu Uni und Studium, Job, Ausbildung und Freizeit austauschen kannst.

28.11.2007 15:30 Zitieren Zitieren

pferd neu
Pointer-User

28.11.2007 15:30 Zitieren Zitieren

woran erkenne ich eine gute therapeutin?

Hallo an euch alle,

ich (22) bin gerade nach einem Umzug im September in eine ander Stadt auf der Suche nach einem Therapieplatz/Psychotherapie und habe mal 2 Ärztinnen in die engere Wahl gezogen, bin mir aber unschlüssig nach welchen Krtiterien ich mich entscheiden soll, welche von den beiden für mich und in der Situation am besten wäre. Noch was am Rande: ich habe im Frühling und Sommer und dem Nick pferd hier schon mal ein paar Beiträge geschrieben)
Was war denn für euch bei der Entscheidung wichtig? Wie seid ihr vorgegangen?
Also, bei mir ist es nämlich so, dass ich aus menschlicher Sicht die eine, aus medizinischer Sicht die andere Ärztin besser finde. Also konkret:

Zu der einen habe ich Vertrauen, dort fühle ich mich akzeptiert so wie ich bin. Die medikamentöse Behandlung macht sie nicht selbst, sondern in Zusammenarbeit mit einem FA für Psychiatrie und Neurologie. Ist für mich auch kein Problem, wenn sie auch momentan zwei total unterschiedliche Meinungen haben (der Arzt will das xxxxxx [[[Firmen- oder Produktnamen dürfen aus rechtlichen Gründen im Forum leider nicht genannt werden, die Red.]]] am liebsten absetzen, sie spricht dagegen von Erhöhung oder anders Medi zusätzlich). Vom Thema her verfolgt sie so in etwa die gleich Spur wie ihre Kollegin, aber sie geht anders vor. Ich bin danach nicht aufgewühlt oder so, sondern es verändert sich jeweils nur wenig bei meiner Sichtweise und meinen Gedanken, mehr so in "kleinen Schritten".
Allerdings hat sie keine Erfahrung im Bereich der Siuzidgefährdung (und das bin ich mal mehr mal weniger stark). Aber immerhin hat sie mir 3 Telefonnummern und Adressen mitgegeben an die ich mich im Notfall wenden kann.

Bei der anderen Ärztin bewerte ich die Kompetenz in Bezug auf die Therapie etwas höher, sie geht anders vor. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass durch das Gespräch auch wirklich etwas bei mir ausgelöst wird, in Bewegung kommt, Denkprozesse entstehen. Aber ich muss auch dazu sagen, dass sie mich auch schon mal so lange provoziert hat mit ihren Fragen, bis ich schließlich die Tränene nicht mehr zurückhalten konnte und auch nach der Sitzung noch mehrere Stunden gebraucht habe, um mich wieder zu beruhigen. Sie lässt auch meine Ansichten nur selten gelten, oft redet sie so lange auf mich ein, bis ihr schließlich zustimme nur um meine Ruhe zu haben und endlich von was anderem reden zu können.
Sie hat auch Erfahrung mit suizidgefährdeten Menschen. (Hat mir jedoch nichts gesagt, was ich im konkreten Fall tun kann, wo ich hingehen könnte um Hilfe zu bekommen).
Eigentlich habe ich ihr vor 1,5 Wochen etwa schon zugesagt, dass ich die Therapie bei ihr machen möchte, den Termin diese Woche dann aber wieder abgesagt, weil ich mir einfach noch viel zu unsicher bin ob ich bei ihr wirklich richtig bin und mit ihr auf Dauer zusammenarbeiten kann/möchte. Nicht gerade optimal und es hat ihr auch gar nicht gepasst (ich habe ihr den wirklichen Grund nicht gesagt), aber es schien mir momentan doch die einzige Möglichkeit zu sein.
Ich brauch einfach noch etwas Zeit um darüber nachzudenken und mir klar zu werden was ich besser finden soll.

Dann noch etwas: Ich würde gerne noch etwas zusätzlich machen zur Psychotherapie. Hier in der Stadt gibt es verschiedene Angebote wie Bildhauen oder Musiktherapie. Ich dachte dagegen eher an was mit Tieren/Pferde, habe aber in der Richtung noch nichts gehört. Nun ist es so, dass ich das alles selbst zahlen muss und die Krankenkasse keinen Pfennig übernimmt? Gibt es nicht vielleicht eine Möglichkeit, dass ich wenigstens einen Zuschuss bekomme und nur einen Teil selbst zahlen muss? hat da wer Erfahrung damit? Denn bei über 50 € monatlich kann ich mir das nicht leisten, weil ich momentan zur Schule gehe und von dem lebe, was ich während der Ausbildung gespart habe, von meinen Eltern bekomme ich nur minimale Unterstützung.

Also, dann danke ich euch schon mal im voraus, wenn ihr mir von euren Erfahrungen erzählt!!

29.11.2007 14:17 Zitieren Zitieren

jens
Pointer-User

29.11.2007 14:17 Zitieren Zitieren

Liebe pferd neu,

es ist in Deutschland sehr genau geregelt, welche Kosten die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dürfen (oder müssen) und welche nicht.

Eine Therapie mit Pferden, auch Hippotherapie genannt, dürfen die Kassen nicht bezahlen, da sie sich an die gesetzlichen Vorgaben halten müssen. Leider ist es deshalb auch nicht möglich einen Zuschuss zu gewähren.

Ich empfehle Dir, Deine Therapeutin/Therapeutinnen nach möglichen Behandlungsalternativen zu fragen, die von den Kassen übernommen werden. Da gibt es nämlich eine Reihe von Möglichkeiten.

Falls Du TK-Mitglied bist, kannst Du Dich auch unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800-285 85 85 beraten lassen.

Viele Grüße
Jens

30.11.2007 04:50 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

30.11.2007 04:50 Zitieren Zitieren

Hallo, Pferd,
Ich finde es gut, dass du dich entschieden hast, eine Therapie in Angriff zu nehmen. Zu deinen Ueberlegungen moechte ich dir Folgendes zu bedenken geben:
Erfahrung und Sachkenntnis eines Therapeuten sind zwar wichtig, aber eine Therapie gelingt nur dann, wenn du eine tragfaehige, therapeutische Beziehung zu deiner Therapeutin eingehen kannst. Du musst dich bei ihr gut aufgehoben und akzeptiert fuehlen, nur dann kannst du das noetige Vertrauen entwickeln, auch schwierige Phasen in der therapeutischen Arbeit auszuhalten.
Das bedeutet nicht etwa, dass sie deine Freundin oder gar dein Kumpel sein soll, sondern schon eine Person, die du achtest, weil sie fachliche Autoritaet besitzt und sich entsprechend serioes verhaelt. Du musst sicher sein koennen, dass sie sich von ethischen Ueberlegungen leiten laesst, deine Grenzen respektiert und deine Gedanken und Gefuehle ernst nimmt.
Du musst ihr aufgrund eurer Vorgespraeche so viel Vertrauen entgegenbringen koennen, dass du ihr die therapeutische Arbeit mit dir auch wirklich uebertragen magst, achte darauf, was dir deine innere Stimme sagt, denn wenn du grosses Unbehagen gegenueber ihrer Person oder ihrer Vorgangsweise verspuerst, ist sehr fraglich, ob du mit ihr auf Dauer zusammenarbeiten kannst.
Die meisten analytisch, bzw. tiefenpsychologisch arbeitenden Therapeuten uebertragen die medikamentoese Behandlung einem psychiatrischen Kollegen, auch wenn sie selbst ebenfalls Psychiater sind. Der Grund dafuer ist der, dass der Therapeut nicht fuer zu viele Belange seines Patienten gleichzeitig zustaendig sein soll. Er soll sich ganz klar auf die psychische Arbeit beschraenken, nicht zusaetzlich noch ueber Medikamente auf seinen Patienten Einfluss nehmen. Diese Aufteilung der Kompetenzen ist eine Vorsichtsmassnahme, die die therapeutische Arbeit schuetzen soll.
Zu deinem Vergleich der "kleinen Schritte" bei der einen Therapeutin und des staerkeren Aufgewuehltseins bei der anderen moechte ich dich daran erinnern, dass die Vorgespraeche "Vor"gespraeche sind, die der Schilderung der Lebensgeschichte und aktuellen Probleme des Patienten, dem gegenseitigen Kennenlernen, der Information des Patienten und der therapeutischen Diagnosestellung dienen. Diese Vorgespraeche sind noch keine Therapie und sollten nicht bereits ans "Eingemachte" gehen, weil dafuer noch gar nicht die notwendige Vertrauensbasis bestehen kann.
Deine inneren Zweifeln (Terminabsage bereits in der Vorgespraechsphase) sind keine besonders gute Grundlage, um mit dieser Therapeutin zu arbeiten, von der du zudem noch das Gefuehl hast, dass sie deine Meinung nicht gelten laesst und so lange auf dich einredet, bis du zustimmst, damit du deine Ruhe hast. Ein Therapeut muss seinem Patienten dort begegnen, so er steht, und nicht, wo er, seiner Meinung nach, stehen sollte.
Krankenkasse uebernehmen nur dann Kosten einer Behandlung, wenn sie von ihnen anerkannte Behandlungsverfahren sind. Das sind in Deutschland die analytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie und kognitive Verhaltenstherapie. Andere Verfahren, wie z. B. Musik- oder Gestaltungstherapie, werden zwar oft im Rahmen von Klinikaufenthalten angeboten, aber im Allgemeinen nicht als ambulante Verfahren von den Krankenkassen bezahlt. Und die Kosten fuer eine Therapie mit Pferden (Hippotherapie) werden, wie Jens ja bereits sagte, nach den neuesten Richtlinien nicht mehr von den Kassen getragen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

30.11.2007 23:25 Zitieren Zitieren

BlueEyes
Gast

30.11.2007 23:25 Zitieren Zitieren

also ich habe leider keine gehabt,du kannst das nicht im vorraus erkennen denke ich,sondern musst erstmal ein paar stunden mit ihr verbringen

04.12.2007 19:21 Zitieren Zitieren

pferd neu
Pointer-User

04.12.2007 19:21 Zitieren Zitieren

Zitat von =jens:

... Ich empfehle Dir, Deine Therapeutin/Therapeutinnen nach möglichen Behandlungsalternativen zu fragen, die von den Kassen übernommen werden. Da gibt es nämlich eine Reihe von Möglichkeiten ...
Jens



Nochmal eine Frage:
Jens hat geschrieben, dass es schon Alternativen gibt, die auch von der Krankenkasse übernommen werden. Mir sind da nur Physio-/Ergotherapie, Logopädie bekannt, aber das ist ja eher ne andere Richtung.
Was gibt es denn sonst noch an Mögllichkeiten?

 
 

Aktuell im Forum gelesen

Thema / Erstellt von

Letzter Beitrag

Antw.

Hits

23.12.2008 um 12:57
von Lovely1234 Direkt zum letzten Beitrag springen

5

2.067

26.06.2010 um 15:02
von Unregistriert Direkt zum letzten Beitrag springen

1

1.354

24.06.2003 um 01:36
von Dr. Karin AndersonExpoerte Direkt zum letzten Beitrag springen

4

849

Angst um meinen Penis
Unregistriert

07.04.2007 um 18:15
von Sexualität Direkt zum letzten Beitrag springen

2

1.141

15.11.2004 um 11:07
von hanna Direkt zum letzten Beitrag springen

12

11.047

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung