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23.12.2007 17:04 Zitieren Zitieren

pferd neu
Pointer-User

23.12.2007 17:04 Zitieren Zitieren

wo und wie bekomme ich Hilfe bei Suizidgefährdung?

Momentan denke ich (22 Jahre, weibl., Schülerin) wieder immer öfters über einen Suizid nach... Oft stehe ich in Gedanken schon an den Gleisen oder gestern habe ich mir die Packungsbeilagen von den ganzen Medikamenten von meiner Oma und Eltern durchgelesen, um nach tödlichen Wechselwirkungen oder Überdosierung zu suchen.
Wie bei den letzten Malen sind natürlich ausgerechnet jetzt alle Ärzte die ich kenne (und die auch etwas über mich wissen) nicht erreichbar wegen Urlaub bis Anfang Januar. Also muss ich mir entweder andere Hilfe suchen oder es bleiben lassen... Wobei das letztere wohl die weniger gute Alternative ist. Freunde scheiden auch so gut wie aus - entweder sind es "Bekannte", also keine engen Freunde, denen ich nicht genügend vertraue oder sind auch gerade in Urlaub bzw. wohnen zu weit weg.

Angenommen, ich komme an einen Punkt, an dem ich mich nicht mehr gegen die Gedanken und den Wunsch sterben zu wollen wehren kann:
Kann ich dann einfach so in eine Psychiatrie bzw. Klinik für Psychotherapie in der Umgebung gehen? Und wie läuft das dann dort ab (Aufnahme?)? Ich meine bedeutet das, dass damit dann automatisch eine längere stationäre Behandlung beginnt? Und wäre es sinnvoll, irgendwelche Infos über Vorbehandlung oder ähnliches dabeizuhaben?

Und angenommen ich überlebe einen Suizidversuch, komme in eine (zunächst „normale“ denke ich mal) Klinik – werden dann automatisch immer gleich die nächsten Angehörigen, sprich Eltern informiert, wenn man sie ausfindig machen kann? Was ist, wenn ich nicht möchte dass sie informiert werden aber es in dem Moment dem Arzt nicht sagen kann? Ist es möglich das irgendwie festzuhalten, dass sie eben KEINE Auskunft darüber bekommen wo ich bin?

Danke schon mal für Antworten und frohe Weihnachten!

24.12.2007 12:18 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

24.12.2007 12:18 Zitieren Zitieren

Hallo pferd neu,

hey, Dir auch frohe Weihnachten!

Du solltest am besten eigentlich mal bei einer Telefonsellsorgestelle anrufen oder einer anderen Beratungsstelle - die haben auch heute auf und da kannste mit netten Leuten quatschen, die gut zuhören können und Tipps für Dich haben.

Außerdem würde ich sagen, ruf ruhig auch deine bekannten an, auch wenn es nicht superenge Freunde sind. Trotzdem bringt einen das reden mit denen manchmal auf andere Gedanken und dann hat man plötzlich wieder bessere Laune und es is nich alles schlecht.

Mir gehts auch manchmal nich gut und ich bin depri aber Freunde anrufen und quatschen hilft. Manchmal hör ich auch meine Lieblingsmusik, das hilft auch, auch wenns traurige Musik ist bringt sie mich wieder hoch.

Also Suizidversuch würd ich echt nicht empfehlen, weil dann kommt man nach der normalej Klinik immer anschließend in eine geschlossene Klinik, also mit psychischer Betreuung. Und Du kannst auch nicht verbieten, dass Deinen Angehörigen Bescheid gegeben wird, glaub ich. Oder wie alt bist Du?

Aber solche Gedanken sind ja eh quatsch, weil was willste denn im Krankenhaus? Da ist alles doch noch viel blöder als hier draußen! Mach lieber das Beste aus dem Hier und jetzt! Du bist doch eine interessante Person, wie ich aus deinem Posting schließen kann und hast viele coole Eigenschaften. Die würd ich echt nicht so verschwenden.

26.12.2007 15:32 Zitieren Zitieren

pferd neu
Pointer-User

26.12.2007 15:32 Zitieren Zitieren

Danke erstmal für deine Antwort. Ich bin übrigens 22.
Sicher, rein theoretisch könnte ich irgendwen anrufen, den ich kenne aus der Schule oder von sonst irgendwo her. Aber zu keinem habe ich genug Vertrauen, als dass ich ich mit ihr/ihm über das Thema reden möchte/könnte. Ist alles eher so oberflächlich. Im Grunde genommen möchte ich aber auch gar keine engeren Freundschaften zur Zeit, wird mir momentan schnell zu eng und zu viel.
Im Moment ist es mir eh am liebsten, wenn ich in Ruhe gelassen werde und nicht länger mit anderen Menschen zusammen bin - egal mit wem. Denn nach ein paar Stunden möchte ich einfach nur weg, meine Ruhe, nicht mehr so tun müssen als sei alles in Ordnung und mir geht es super. Denn dabei kocht es in mir. Auf Dauer kann ich das nicht unterdrücken und bisher wurde ich immer gleich darauf hingewiesen, dass sich dieses Verhalten nicht gehört, nicht normal ist. Was sollen denn da die Leute denken. Vorallem bei meinen Eltern kommt das oft. Sie haben ihre Schablone im Kopf: so und so muss man sein mit 22 und das und jenes muss man tun. Nach der Ausbildung nochmal zur Schule gehen und Abi nachholen anstatt zu arbeiten passt ihnen auch nicht in ihr Bild. Ich hab da einfach keinen Nerv mehr dafür, mir anhören zu müssen, dass ich (angeblich) zu faul sei zum arbeiten usw. Aber ich habe ziemlich Angst davor, dass es wieder so losgeht, wie es eben während der Ausbildung am Ende war die letzten Monate, wenn ich wieder irgendwo arbeite. Ich habe das Gefühl, dass ich wieder überfordert wäre, dass die ganzen Symptome eben wieder stärker werden. Und das möchte ich nicht unbedingt provozieren. Aber angeblich soll es ja "falsch" sein, das zu tun, wobei es mir gut geht - und das ist eben nun mal zur Zeit der geregelte Taggesablauf der Schule, die positiven Rückmeldungen von Lehrern wenn ich irgendwas gut gemacht habe. Das gibt mir Sicherheit und Halt. Und meiner Meinung nach brauche ich den nicht nur bis um Juni, sondern noch länger.
Sobald ich mal was andeute wie es mir wirklich geht, z.B. bei meinen Eltern, kommt immer die gleiche Leier, was hast du denn, dir geht es doch gut, nimm dich mal zusammen, usw. Ich kann das einfach nicht mehr hören und habe keine Lust mehr auf diese sinnlosen Floskeln.
Ich lasse die Leute nicht (mehr) an mich ran, nur ganz wenige und das auch nicht immer und bei jedem Thema. Auch zu meinen Eltern habe ich kaum noch Vertrauen, auf dem Hintergrund von dem was im letzten Jahr alles los war und dass sie einfach rein gar nichts begriffen haben. Es ist ihnen nicht mal aufgefallen, dass ich fast 10 kg abgenommen habe - und dabei hat mich sogar meine Chefin in der Ausbildung darauf angesprochen. Ihr ist das aufgefallen, auch dass es mir ansonsten alles andere als gut geht.
Und es gibt noch ein paar andere Gründe, warum ich eben nicht möchte, dass meine Eltern es erfahren, falls ich doch mal in einer Klinik bin. Zumidest nicht von irgendeinem Arzt oder so. Wenn sie was wissen sollen, dann möchte ich es entscheiden, was sie erfahren und wann sie es erfahren. Und nicht dann hinterher erfahren, dass ihnnen dies und jenes über mich mitgeteilt wurde, obwohl ich nicht möchte dass sie es wissen.

27.12.2007 01:04 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

27.12.2007 01:04 Zitieren Zitieren

Liebe Pferd,
In solchen Feiertags- oder Feriensituationen, in denen aerztliche Praxen geschlossen sind, ist es wichtig, sich Ueberbrueckungsstrategien zurechtzulegen. Falls du inzwischen mit deiner geplanten Therapie angefangen hast, oder demnaechst damit anfaengst, solltest du, sobald du die Moeglichkeit hast, eine derartige Strategie mit deiner Therapeutin vereinbaren.
Ich habe mit meinen Patienten immer folgende Abmachung getroffen: sie durften mich in Krisensituation zuhause anrufen, und ich wuerde ihnen, falls ich gerade beschaeftigt waere, eine Zeit nennen, wo ich ihnen ungestoert 10 Minuten lang zuhoeren koennte. Mit suizidgefaehrdeten Patienten habe ich auch oft im Voraus bestimmte, regelmaessige, kurze Telefonzeiten vereinbart. Diese Telefonzeiten sollten nicht die Therapiestunde ersetzen, sondern dafuer sorgen, dass die therapiefreie Zeit ueberbrueckt werden konnte.
Wenn ich in den Urlaub gefahren bin, habe ich mit meinen Patienten immer besprochen, an welche Kollegin sie sich notfalls fuer ein Krisengespraech wenden koennten.
Falls keine solche Vereinbarung getroffen werden kann, ist es natuerlich moeglich, notfallmaessig eine psychiatrische Ambulanz in einer Klinik aufzusuchen. Dort wird ein diensthabender Arzt oder Psychologe mit dir sprechen. Eine regelrechte Aufnahme wird aber nur dann erfolgen, wenn du extrem suizidgefaehrdet bist, zumal wenn du bereits draussen eine ambulante Therapie machst.
Deine Eltern werden als naechste Angehoerige nur dann informiert, wenn du bewusstlos oder nicht ansprechbar in die Klinik eingeliefert wirst, oder wenn du eine Benachrichtigung wuenschst.
Ich wuensche dir, dass es dir bald wieder besser geht.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

13.03.2008 21:14 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

13.03.2008 21:14 Zitieren Zitieren

Mir geht es auch so wie dir. Und wir sind sogar fast gleichalt, Pferd :-) ...
Oft möchte ich nicht mehr leben und kann einfach nciht mehr. Halte das alles nicht mehr aus. Mit Medis habe ich schon mal einen Versuch gestartet, aber hat nicht geklappt, bin nnur umgekippt und war lange müde und durcheinander, Kreislauf auch. Jetzt weis ich zwar, wie ich es nicht mehr machen werde, aber das ist noch lange keine Garantie dafür, dass ich dem Impuls mich umzubringen noch lange standhalten kann.
In solchen Situationen denke ich oft daran, in eine Klinik oder zum Arzt zu gehen. Aber im Prinzip habe ich viel zu große Angst davor. Dass er mich nicht ernst nimmt, nicht versteht was ich meine. Und überhaupt, was dann mit mir geschieht in einer Klinik. Deswegen gehe ich dann doch nicht. Immer auf die Gefahr hin, dass ich es eines Tages dann eben doch nicht schaffe zu leben.
Pferd, ich würde mich freuen, wenn du den Beitrag liest und mir mal antwortest.
Jenny

15.03.2008 13:22 Zitieren Zitieren

HeikeExpoerte
Pointer-Moderator

15.03.2008 13:22 Zitieren Zitieren

Liebe Jenny,
ich habe Deinen Beitrag zu diesem Thema gelesen, der mich sehr berührt hat. Bitte wundere Dich nicht, dass er in diesem Thread nicht erscheint. Unsere Scoolz-Expertin Dr. Karin Anderson möchte Dir gerne antworten - ausnahmsweise nicht im Forum, sondern per E-Mail.

Ich möchte Dich daher gerne bitten, mir Deine Mail-Aidresse zu schicken, damit ich sie Dr. Karin Anderson weiterleiten kann. Du kannst uns vertrauen, dass wir Deine Adresse nicht an Dritte weitergeben.

Wenn Du willst, kannst Du Dich auch als registrierte Userin bei der Scoolz-Community mit Deiner E-Mail-Adresse anmelden. Das musst Du aber nicht, wenn Dir das lieber ist. Schicke mir gerne einfach eine Mail an [email]heike@publicaddress.de[/email].

Herzliche Grüße
Heike

15.03.2008 14:29 Zitieren Zitieren

Jenny86
Pointer-User

15.03.2008 14:29 Zitieren Zitieren

Hallo Heike, ich habe mich eben angemeldet, unter Jenny86.
Grüße
Jenny

15.03.2008 17:14 Zitieren Zitieren

HeikeExpoerte
Pointer-Moderator

15.03.2008 17:14 Zitieren Zitieren

Liebe Jenny,

das ist klasse, da freue ich mich. Jetzt musst Du allerdings noch in Deinem Account über "My Scoolz" und dann über "Einstellungen ändern" die Möglichkeit aktivieren, dass man Dir E-Mils schicken kann. Oder Du schickst mir eine kurze Mail an [email]heike@publicaddress.de[/email] .

Herzliche Grüße
Heike

15.03.2008 18:34 Zitieren Zitieren

Jenny86
Pointer-User

15.03.2008 18:34 Zitieren Zitieren

Ich hoffe, dass ich jetzt die richtigen Kästchen angeklickt habe...

15.03.2008 19:27 Zitieren Zitieren

HeikeExpoerte
Pointer-Moderator

15.03.2008 19:27 Zitieren Zitieren

Hallo Jenny,

alles super. Dr. Karin Anderson wird sich bei Dir melden!

Liebe Grüße
Heike

 
 

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