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21.01.2008 17:43 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

21.01.2008 17:43 Zitieren Zitieren

berufswahl

mal ne frage an euch - es gibt doch so tests, mit denen man seine interessen und eignungen für bestimmte berufe herausfinden kann. gibt es das auch irgendwo kostenlos? bisher fand ich nur welche, die man bezahlen muss und das ist nicht gerade billig... bin momentan auf der suche nach evtl. alternativen zum medizin-studium.

bin gerade am überlegen, ob ich abi machen werde, um medizin zu studieren. angenommen, ich kann meinen schnitt halten (1,7) und mahce nicht fachhochschulreife sondern abi, würde mich das nämlich sehr interessieren. habe auch schon ne pflegerische berufsausbildung gemacht.
habe mich jetzt allerdings mal in der bücherei schlau gemacht. in den 2 studienführern stand beidesmal unter anderem, dass man psychisch gesund sein muss oder in den bereich auf jeden fall nicht anfällig. aus dem grund rät mir das arbeitsamt auch von dem beruf ab (klinikaufenthalt im letzten jahr, jetzt ambulante therapie) die wissen auch, dass ich voraussichtlich nicht mehr in der pflege arbeiten kann.
aber wenn ich mir so andere berufsbeschreibungen durchlese, steht doch eigentlich überall was von minstens durch-, oftmals überdurchschnittlicher psychischer belastbarkeit. und wenn ich all diese berufe rausnehme, bei denen was in der richtung gefordert wird - was bleibt denn da bitte schön noch übrig?? das sollen die mir von der berufsberatung mal sagen...
habe über das thema auch schon mit dem psychologen gesprochen, bei dem ich die therapie mache. er findet es im moment wichtiger, dass ich überhaupt eine idee und somit ein ziel für die nächsten jahre habe. er ermuntert mich ja auch immer, mal zu "träumen" und nicht duaernd nur die punkte zu sehen, die vielleicht schief gehen könnten.

oder weis vielleicht noch jemand eine stelle, wo man sich informieren kann? bieten unis eigentlich auch so was wie beratung an, ob man für den studiengang geeignet wäre?

24.01.2008 04:17 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

24.01.2008 04:17 Zitieren Zitieren

Liebe Daniele,
Ob es wirklich detaillierte, qualifizierte Berufseignungstests kostenlos gibt, weiss ich nicht.
Was ich dir aber als Psychotherapeutin zu diesem Thema sagen kann, ist dies. Lass dich bei deiner Berufswahl vor allem von deinem Gefuehl und deiner Neigung leiten. In einem Beruf, den du nur aufgrund von einer Negativauslese nach dem Motto: "Was bleibt fuer mich uebrig, wenn alles andere nicht in Frage kommt" gewaehlt hast, kannst du sicherlich nie gluecklich oder zufrieden sein!
Natuerlich musst du dir ein paar wichtige Fragen zu deiner Lebensplanung stellen. Dazu gehoeren z. B. Gedanken wie:
Ist mir die Unabhaengigkeit der Selbststaendigkeit wichtiger oder die Sicherheit des Angestelltseins?
Brauche ich den taeglichen Kontakt mit vielen Menschen oder arbeite ich lieber ungestoert fuer mich?
Stelle ich es mir befriedigender vor, anderen helfen zu koennen, oder konzentriere ich mich lieber auf ein bestimmtes Arbeitsprojekt?
Moechte ich spaeter Kinder und wie kann ich meinen Wunschberuf mit meiner Kinderplanung vereinbaren?
Und nicht zuletzt die Frage: Kann mich der Beruf, der mir am besten gefaellt, ernaehren? Notfalls AUCH DANN, wenn ich alleinerziehende Mutter sein sollte (beinahe die Haelfte aller Ehen werden geschieden!).
Lass dich bitte nicht von der pauschalen Forderung nach psychischer Belastbarkeit beeinflussen. Je zufriedener und ausgefuellter du naemlich von deinem Arbeit bist, desto groesser ist auch deine seelische und koerperliche Belastbarkeit! Dein Beruf ist ja dein zweites Standbein. Er ist deine Kompensationsmoeglichkeit, wenn in deinem Privatleben einmal Chaos herrscht. Auch wenn deine Ehe kriselt, deine Kinder Probleme machen, oder dich sonst etwas privat sehr belastet - bei deiner Arbeit kannst du Abstand gewinnen, dir Rueckenstaerkung holen und nicht zuletzt dein Sebstwertgefuehl bestaerken.
Wenn du einen Helferberuf ergreifen willst, ist es wichtig, dass du dir deiner eigenen Probleme soweit bewusst bist, sie soweit bewaeltigt hast, dass du deine eigenen neurotischen Stoerungen nicht an deinen Patienten, Klienten, Schuelern usw. auslaesst.
Was meinst du denn, wer sich eher fuer helfende Berufe interessiert? Menschen, die sich in ihrem Leben nie mit groesseren Schwierigkeiten auseinandersetzen mussten - und sich vielleicht daher auch nie Gedanken darueber gemacht haben, wie es anderen mit ihren Problemen ergeht? Oder Leute, die aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen wissen, wie es ist, wenn man mit Schwierigkeiten kaempfen muss - und sich daher in andere, die Hilfe brauchen, einfuehlen koennen?
Wenn man einen Beruf waehlt, bei dem man mit schwierigen oder leidenden Menschen zu tun hat, muss man nicht notwendiger superstark und supergesund sein. Wichtiger ist, dass man aufgrund einer qualifizierten Ausbildung sein Handwerk gruendlich gelernt hat, dass man sich regelmaessig mit Kollegen austauscht und, gegebenenfalls, durch qualifizierte Supervision bestaerkt und entlastet.
Dein Therapeut hat Recht, wenn du ein Ziel, einen Traum, vor Augen hast, wirst du viel besser imstande sein, an deinen Schwierigkeiten zu arbeiten und dich in positiver Weise weiterzuentwickeln. Gib dich nicht mit dem "Was kann ich moeglicherweise alles nicht" zufrieden, setz dir "Was will ich und was interessiert mich" zum Ziel.
Und wenn du gerne Aerztin werden und anderen helfen moechtest, dann ist das auch das Richtige fuer dich!
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

24.01.2008 10:31 Zitieren Zitieren

BlueEyes
Gast

24.01.2008 10:31 Zitieren Zitieren

so tests sind schwachsinn.man soll sich in seinem beruf wohlfühle und das weiß man est wenn man den beruf ausübt.vorher kannst du nich wissen ob dir ein beruf spaß macht und so ein test kann das auch nicht.
ich habe auch viele jobs gemacht bis ich meinen traumberuf gefunden habe.
lass dir zeit und dich von deinen gefühlen leiten

25.01.2008 16:02 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

25.01.2008 16:02 Zitieren Zitieren

wie schon im ersten beitrag erwöhnt (glaube ich zumindest...) bin ich momentan auf den berufskolleg und mache dort imsommer die fachhochschulreife. heute hatte ich ein gespräch mit einem schulleiter von einem gymnasium hier in der stadt. anstatt sich erstmal anzuhören, was meine ziele usw. sind, hat er mir gleich gesagt, dass es in baden-württemberg nicht möglich ist, wenn man fh-reife hat, an ein gymi zu gehen und dort das abitur zu machen. außer man macht die komplette oberstufe, also kl 11-13 nochmal neu. wenn man dagegen die 11.kl in der usa oder australien oder so gemaxcht hätte, könnte man in kl. 12 einsteigen - die kl. 11 und 12 vom berufskolleg wird dagegen nicht anerkannt... das ist doch mal sowas von hirnrissig!!! zumal man - wenn man das gymi mit der 12. kl abbricht, genau den gleich abschluss hat wie vom berufskolleg.
in die kl. 11 will er mich auch nicht, weil ich "zu alt bin" und aus dem "schulmief raus soll". wollte mir dann irgendein studiengang andrehen, dann könne ich danach ja immer noch an der uni studieren nach dem bachelor.
aber soweit ich weis, ist das abi voraussetzung für medizin-studium, fh-reife und studium an der fh mit bachelorabschluss gelten wiederum nicht.
gibt es denn wirklich keine stelle, ande rman sich mal beraten lassen kann??
überall bekomme ich nur die antwort, dass sie für schüler vom berufskolleg nicht zuständig sind...
das arbeitsamt macht entweder nur studien-oder berusfberatung und interessiert sich icht für die schulen, das oberschulamt oder solche stellen bieten wiederum keine beratung oder wenn dann nur für andere situationen usw. an.
aber ist die schulart "berufskolleg" denn wirklich so ein mist und so exotisch, dass sich niemand dafür zuständig fühlt? das kann doch wohl nicht wahr sein! irgendwo muss es doch was geben!!!
bei mir in der schule komme ich da leider auch nicht weiter, die haben auch nur so die üblichen adressen - und die habe ich schon alle ageklappert ohne erfolg.
und ich kann mir nicht vorstllen, dass es tatsächlich eine "einbahnstraße" sein soll mit dem bk - mit dem ziel fachhochschulreife und keiner möglichkeit, weiter zu machen in richtung allgemeine hochschulreife/unistudium.
sonst geht doch auch alles, man kann auf der hauptschule gewesen sein und danach abi machen und studieren, warum soll das denn vom bk her nicht auch gehen???

25.01.2008 16:07 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

25.01.2008 16:07 Zitieren Zitieren

übrigens, blue eyes,
ich finde nicht, dass berufswahltests schwachsinnig sind, wie du es nennst. vorausgesetzt, sie haben hand und fuß und wurden von fachleuten erstellt.
mir geht es darum, vielleicht alternativen zu finden, andere/neue ideen, an die ich bisher noch gar nicht gedacht hatte. als impuls, mich evtl. noch in eine ganz andere richtung zu informieren, nicht als "pflicht", dann genau das zu elrnen, was da rausgekommen ist.
was machst du denn beruflich, dass du so wenig davon hälst??

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