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13.08.2009 11:16 Zitieren Zitieren

Kaya
Gast

13.08.2009 11:16 Zitieren Zitieren

Antriebslos

Hallo Frau Dr. Anderson,
ich habe ein Problem. Meistens in den Semesterferien tue ich nicht viel Produktives, liege rum, lese Zeitschriften und schaue fern. Die Veranstaltungen an der Uni fallen ja weg und dazu mache ich kaum was. Ich sollte meine Hausarbeiten schreiben, aber ich tue es nicht. Ich bin irgendwie zu faul, aber ich kann mich auch einfach nicht konzentrieren und habe keine Lust. Ich mache auch wenig Sport, auf jeden Fall weniger als im Semester. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie ich das im Semester alles hingekriegt habe. In den Ferien dreht sich bei mir alles um das Fernsehprogramm und Freunde treffen und lange im Bett bleiben. So staut sich jedesmal viel Arbeit auf, sodass ich Panik vor dem Semesteranfang habe. Mitten im Semester komme ich dann aber ganz gut mit allem klar, dann habe ich mich daran gewöhnt und empfinde das als normal und nicht schlimm. In den Semesterferien kann ich mich aber nicht motivieren. Was ist los mit mir und wie kann ich das ändern?
Kaya

18.08.2009 15:43 Zitieren Zitieren

megan
Gast

18.08.2009 15:43 Zitieren Zitieren

geht mir auch ein bisschen so. aber es wäre ja auch blöd, sich in den ferien den wecker zu stellen und früh aufzustehen.
megan

25.08.2009 17:35 Zitieren Zitieren

Bennie
Gast

25.08.2009 17:35 Zitieren Zitieren

Bin mal gespannt, was die Ärztin antwortet...

28.08.2009 17:44 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

28.08.2009 17:44 Zitieren Zitieren

ich glaube, du musst dich nur mal überwinden und versuchen nicht so eghen zu lassen.

09.09.2009 14:56 Zitieren Zitieren

Amazone
Gast

09.09.2009 14:56 Zitieren Zitieren

Mir geht genau wie dir, Kaya! Was ist inzwischen passiert?

Amazone

18.09.2009 13:42 Zitieren Zitieren

Sams
Gast

18.09.2009 13:42 Zitieren Zitieren

Kenne ich auch noch aus meiner Zeit: Man ist einfach platt vom Semester. Wahrscheinlich unterschätzen wir den Alltags-Stress alle wohl etwas.

Bin auch auf die Antwort vom Doc gespannt.

18.09.2009 17:02 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

18.09.2009 17:02 Zitieren Zitieren

Hallo, Kaya,
Offenbar kommst du besser mit deiner Tagesplanung zurecht, wenn du reichlich Druck von aussen erfaehrst, schlaffst aber ab, sobald diese straffe Struktur von den Semesterferien unterbrochen wird.
Anforderungspausen sind fuer jeden von uns Anlass, ein Stueck zu regredieren, alle Viere von sich zu strecken und fuer eine Weile einfach mal nichts oder nicht viel zu tun. Bei dir scheint dieser Rueckfall in kindliches Verhalten aber deutlich staerker ausgepraegt zu sein, als bei den meisten deiner Mitstudenten.
Normalerweise nimmt naemlich nach einer gewissen Auszeit der Level an Ausruhbeduerfnis ab und die Unruhe in Gedanken an die noch anstehenden Arbeiten zu. Diese zunehmende innere Anspannung sorgt dann normalerweise dafuer, dass sich auch "notorious procrastinators" (wie es hier in den USA heisst) schliesslich aufraffen und sich an die aufgeschobenenen Hausarbeiten usw. machen.
Mangelnde Eigenmotivation ist oft ein Resultat zu starker elterlicher Beaufsichtigung bei der Erledigung von Schularbeiten und anderen Aufgaben in der Kindheit. Einer meiner Patienten brauchte aus diesem Grund drei Anlaeufe in drei verschiedenen Studiengaengen, bis er es endlich schaffte, sich selbst ausreichend zu strukturieren, um eine Ausbildung ueberhaupt durchzustehen. Waehrend seiner ganzen Schulzeit hatte seine Mutter ihm bei den Hausaufgaben buchstaeblich antreibend im Nacken gesessen, und er hatte es daher nie gelernt, ohne aeusseren Druck etwas von sich aus zu erledigen.
Dieses Beispiel ist natuerlich ein ganz krasser Fall, und bei dir geht es ja zum Glueck nur darum, deinen Ferienschlendrian zu ueberwinden. Um dich ein Stueck umzuprogrammieren und dem vefuehrerischen Sog der Regression entgegenzuwirken, wuerde ich dir empfehlen, nach einer Art Stufenplan vorzugehen.
Setz dir fuer jeden Tag ein Ziel, eine zeitlich begrenzte Aufgabe, die du auf jeden Fall erledigen willst. (Etwa 1 Stunde Fachbuchlesen) Stell dir eine kleine Belohnung in Aussicht, wenn du es schaffst, die vorgenommene Aktivitaet durchzufuehren.
Wenn du eine Woche erfolgreich ueberstanden hast, nimm dir fuer die folgende Woche zwei zeitlich begrenzte Aktivitaeten pro Tag vor und belohne dich mit etwas Groesserem am Wochenende, usw.
Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und erwarte nicht von dir, dass du binnen kurzem "von Null auf Hundert" durchstarten kannst. Je genauer (und realistischer) dein Stufenplan aussieht - natuerlich solltest du ihn dir aufschreiben und an unuebersehbarer Stelle aufhaengen - desto groesser ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ihn auch einhalten kannst.
LG, Dr. Karin Anderson

23.09.2009 13:16 Zitieren Zitieren

Paulchen Panther
Gast

23.09.2009 13:16 Zitieren Zitieren

Das kenne ich auch. Aber ich finde, dass bei den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen alles eh so verschult ist, dass man auch so genug Druck hat.

Aber das ist sicher nicht für jeden toll.

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