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13.08.2009 12:27 Zitieren Zitieren

Silvia
Gast

13.08.2009 12:27 Zitieren Zitieren

Schweinegrippe - Wie verhält man sich am besten?

Sehr geehrte Dr. Karin Anderson,

ich mache mir Sorgen wegen der Schweinegrippe. Ist es besser, jetzt nicht mehr mit Bus und Bahn zu fahren, weil man sich da leicht anstecken kann? Es kommt dort schließlich ständig vor, dass da jemand niest oder hustet. Ich möchte meine Mitbewohner jetzt auf keinen Fall mit so etwas anstecken, weil die beide in drei Wochen eine wichtige Prüfung haben. Natürlich habe ich auch selber keine Lust auf die Schweinegrippe. Wie gefährlich ist die eigentlich, wenn man ansonsten jung und gesund ist? Und wie verhält man sich, damit man nicht angesteckt wird?
Silvia

14.08.2009 04:35 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

14.08.2009 04:35 Zitieren Zitieren

Liebe Silvia,
Das H1N1-Virus ist aus einer Verbindung von vier verschiedenen Influenza-A-Virenarten entstanden, zwei davon Schweineviren vor, eins ist ein Vogel-, das vierte ein Menschengrppevirus. Derartige Mutationen und der Transfer auf einen anderen Wirt werden dadurch beguenstigt, dass in bestimmten Gegenden Menschen und Tiere auf engstem Raum miteinanderleben. Offenbar ist Mexico der Ursprungsort des H1N1-Virus.
Da sich Symptome und Verlauf der Erkrankung in den meisten Faellen nicht von einer "normalen", saisonalen Grippe unterscheiden, konnte sich die Erkrankung so rasch verbreiten, dass bei ihrer Entdeckung Sicherheitsmassnahmen an den Laendergrenzen keinen Sinn mehr machten.
Im Gegensatz zur herkoemmlichen Grippe erkranken an diesem neuen Influenza-Virus vor allem juengere, gesunde Menschen. Aeltere Leute sind naemlich im Lauf ihres Lebens haeufiger mit den verschiedenartigsten Grippeviren in Kontakt gekommen und verfuegen daher ueber eine besser Immunabwehr.
Wie jede Grippe ist die Schweinegrippe eine Troepfcheninfektion, virushaltige Troepfchen werden durch Husten und Schnupfen von Mensch zu Mensch verbreitet. Die Erkrankung geht meist mit Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen einher und dauert etwa eine Woche.
Grippeinfekte haeufen sich bekannterweise in der kalten Jahreszeit. Experten vermuten daher, dass ab Herbst die Erkrankungshaeufigkeit rapide zunehmen wird. Es wird fieberhaft daran gearbeitet, einen Impfstoff zu entwickeln, denn bisherige Grippeimpfstoffe sind gegen das H1N1-Virus wirkungslos.
Bisher sind die meisten Infektionen relativ mild verlaufen. Todesfaelle hat es vor allem bei solchen Leuten gegeben, die bereits an Vorerkrankungen litten oder deren Immunabwehr geschwaecht war. Je mehr Menschen aber zur gleichen Zeit erkranken, umso groesser ist die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Mutation. Die groesste Sorge, die sich Experten wegen der Schweinegrippe machen, gilt daher nicht so sehr der bislang verbreiteten Form des H1N1-Virus, sondern einer moeglichen Mutation in eine sehr viel gefaehrlichere Form der Influenza A. Die sogenannte Spanische Grippe, die Anfang des 20. Jahrhundert so viele Todesopfer forderte, war beispielsweise so eine Mutation eines bis dahin relativ harmlosen Grippevirus.
Als empfehlenswerte Verhaltensmassregeln gelten einstweilen:
1.Wer an grippeaehnlichen Symptomen erkrankt, sollte zuhause bleiben! In der Schule, Uni, bei der Arbeit oder an Orten, wo sich viele Menschen aufhalten, kann er leicht andere anstecken.
2. Da sich das Virus ueber Troepfchen verbreitet, sollte man nicht ungebremst in der Gegend herumhusten oder schnauben, sondern ein Taschentuch oder die Hand davorhalten, die Haende moeglichst oft waschen und anderen nicht die Hand geben. In Grippezeiten empfielt es sich sowieso, aufs Haendeschuetteln moeglichst zu verzichten!
Jetzt bereits nicht mehr mit oeffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, ist sicher nicht besonders praktisch und moeglicherweise auch gar nicht durchfuehrbar. Falls sich ein schnupfender, hustender Mensch in deiner Naehe befindet, ist dein bester Schutz das haeufige Haendewaschen, falls du etwas angefasst hast, was mit Virentroepfchen kontaminiert sein koennte (z. B. Tuerklinken, Handgriffe).
Als moegliche Gefahrenherde gelten Orte, an denen in kurzer Zeit sehr viele Menschen aus verschiedensten Gegenden der Welt aufeinandertreffen, wie etwa Flughaefen. Daher ist eine Flugreise sicherlich um einiges bedenklicher als eine Fahrt daheim mit dem Bus.
Wenn der H1N1-Impfstoff zur Verfuegung steht, soll er, jedenfalls nach einer Empfehlung der amerikanischen Gesundheitsbehoerde, zunaechst an die am meisten gefaehrdeten Gruppen (Schueler, Studenten und Krankenhauspersonal) abgegeben werden. Aber einstweilen gibt es diesen Impfstoff noch nicht und du solltest dich an die normalen Verhaltensregeln halten, die fuer jede Grippeerkrankung gelten.
LG, Dr. Karin Anderson

09.09.2009 14:58 Zitieren Zitieren

Bellini
Gast

09.09.2009 14:58 Zitieren Zitieren

smile
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